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Siri, Alexa und Cortana. Das Geschlecht der SprachassistentInnen und Geschlechterstereotype

Titel: Siri, Alexa und Cortana. Das Geschlecht der SprachassistentInnen und Geschlechterstereotype

Hausarbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Nick Schilken (Autor:in)

Soziologie - Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, welche Relevanz die Vergeschlechtlichung von SprachassistentInnen für die Gesellschaft hat. Außerdem soll die Idee, dass SprachassistentInnen auch mit Stereotypen arbeiten, die sich negativ auf das Verständnis von Geschlecht in der Gesellschaft auswirken könnten, anhand von wissenschaftlichen Texten und Theorien zum Thema erläutert werden.

Der Nutzen dieser Arbeit liegt in einem reflektierten Umgang mit dem Thema Geschlecht und der Bewusstmachung, dass Sprachassistent*innen, aber auch Roboter und Programme mit dem funktionieren, was der Mensch ihnen "beibringt". Sprachassistent*innen halten immer mehr Einzug in den Alltag vieler Menschen und zählen mittlerweile zu den wichtigsten technischen Innovationen seit der Einführung von Smartphones. Die Spannweite von technischen Geräten, die mit Voice Personal Assistants ausgestattet werden, ist groß und nimmt stetig zu, sie reicht von Küchengeräten über Autos bis hin zu sogenannten "Smart-Homes". Durch Spracherkennung und -ausgabe wird es dem Nutzer möglich, technische Geräte per Sprachbefehl zu steuern oder sogar ein Gespräch mit ihren Voice Personal Assistants zu führen. Auffällig ist, dass die meisten Sprachassistent*innen mit einer weiblichen Stimme voreingestellt sind. Zu den bekanntesten Sprachassistentinnen zählen Siri von Apple, Cortana von Microsoft und Alexa von Amazon.

Es werden Auszüge aus technischen Berichten und Studien zu Sprachassistent*innen und wissenschaftliche Artikel mit Ansätzen der Geschlechtswissenschaften verknüpft, um deutlich zu machen, wie Sprachassistent*innen ein Geschlecht zugewiesen wird. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der besonderen Relevanz des Geschlechts von Sprachassistent*innen, da die Gestaltung von Sprachassistent*innen sich wiederum auf die Gestalt unserer Gesellschaft auswirkt und somit massive Veränderungen in unseren bestehenden Kommunikations- und Wertesystemen entstehen, deren Folgen in Bezug auf die Geschlechtergerechtigkeit sowohl positiv als auch negativ sein können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zielsetzung, Nutzen

1.2 Motivation

1.3 Methoden/Abgrenzung

2. Virtuelle Assistenten

2.1 Definition von „Virtueller Assistent“

2.2 Sprachassistenten als Virtuelle Assistenten

2.3 Siri, Alexa, Cortana und Google Assistant

3. Gender Studies

3.1 Doing Gender

3.2 Das Geschlecht der Maschine

4. Geschlecht von Sprachassistenten

4.1 Inszenierung eines Geschlechts

4.2 Feministische Kritik

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Relevanz der Vergeschlechtlichung von Sprachassistenten und analysiert, wie diese durch die Implementierung von Stereotypen das Geschlechterverständnis beeinflussen könnten.

  • Die soziologische Bedeutung von Sprachassistenten im Alltag
  • Anwendung des Konzepts "Doing Gender" auf künstliche Intelligenz
  • Die Rolle weiblicher Stimmen und Namen bei der Inszenierung von Geschlecht
  • Einfluss von Geschlechterstereotypen auf Nutzererwartungen und Kommunikation
  • Strategien zur Vermeidung von Geschlechterbarrieren in der Technologiegestaltung

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Geschlecht der Maschine

In dem Film Ex Machina, verliebt sich der Programmierer Caleb in den Roboter Ava, dessen Aussehen sich an der perfekten Frau orientiert. Verzweifelt fragt er Avas Entwickler, wieso er ihr eine Sexualität gegeben habe. Eine künstliche Intelligenz brauche kein Geschlecht. In vielen Filmen scheinen die Roboter menschlicher als die Menschen selbst. Doch wieso braucht ein Roboter ein Geschlecht? Ist es nicht sinnvoll, Roboter durch ihre Neutralität strikt vom Menschlichen zu unterscheiden und sie einfach als Roboter zu verstehen, anstatt die Grenzen des Menschlichen und des Technischen verschwimmen zu lassen?

Ist das Geschlecht der Maschine vielleicht sogar nur eine Methode der Vermarktung von Robotern und künstlicher Intelligenz? Dafür könnte die Uncanny Valley Hypothese sprechen, die besagt, dass es einen bestimmten Punkt gibt, an dem das Anthropomorphisieren von Maschinen sie eher unheimlich als vertraut auf Nutzer*innen wirken lässt. Der Theorie zufolge wäre die Akzeptanz dann am höchsten, wenn sich die Nachahmungen überhaupt nicht mehr von realen Menschen unterscheiden ließen. Möglicherweise stellt das einen Grund dafür dar, wieso die Hersteller*innen von Sprachassistent*innen, die Sprachassistent*innen mit einem vermeintlichen Geschlecht ausstatten. Anhand der Stimme lässt sich mittlerweile nur noch schwer sagen, ob es sich um eine menschliche oder eine maschinelle Stimme handelt. Eine Stimme, die genderneutral klingt, könnte somit eine kognitive Dissonanz beziehungsweise unerwünschte Gefühle beim Nutzer auslösen, da der/die Sprachassistent*in auf ihn zwar menschlich wirkt aber nicht menschlich genug, um nicht unheimlich zu wirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Verbreitung von Sprachassistenten ein und erläutert die Zielsetzung, Motivation sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Virtuelle Assistenten: In diesem Kapitel werden virtuelle Assistenten definiert und die spezifischen Merkmale sowie Funktionen bekannter Systeme wie Siri, Alexa und Cortana analysiert.

3. Gender Studies: Das Kapitel verknüpft technische Aspekte mit soziologischen Theorien, insbesondere dem Konzept des „Doing Gender“, um die Konstruktion von Geschlecht bei Maschinen zu beleuchten.

4. Geschlecht von Sprachassistenten: Hier wird die bewusste Inszenierung eines Geschlechts durch Namen und Stimmen sowie die damit verbundene feministische Kritik an Stereotypisierungen diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt Möglichkeiten auf, wie durch geschlechtsneutrale Gestaltung oder das Aufbrechen von Rollenbildern ein positiver gesellschaftlicher Wandel erreicht werden kann.

Schlüsselwörter

Sprachassistenten, Künstliche Intelligenz, Geschlecht, Doing Gender, Stereotype, Technologiegestaltung, Gender Studies, Sprachausgabe, Digitale Assistenzsysteme, Soziale Konstruktion, Algorithmen, Feministische Kritik, Geschlechtergerechtigkeit, Roboter, Nutzerinteraktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung der Vergeschlechtlichung von Sprachassistenten wie Alexa, Siri und Cortana und deren Auswirkungen auf gesellschaftliche Geschlechterrollen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Soziologie der Technik, Gender Studies, die algorithmische Gestaltung von KI sowie die Auswirkungen auf das Rollenverständnis in der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Sprachassistenten durch die Zuschreibung eines Geschlechts und die Nutzung von Stereotypen bestehende Machtstrukturen reproduzieren oder verstärken könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert die Auswertung technischer Berichte und Studien mit soziologischen Theorien und Ansätzen aus der Geschlechtswissenschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition von Sprachassistenten, wendet Gender-Konzepte auf Maschinen an und diskutiert die bewusste Inszenierung von Geschlecht inklusive der damit verbundenen feministischen Kritik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Doing Gender", "Sprachassistenten", "Stereotype", "KI" und "soziale Konstruktion" geprägt.

Welchen Einfluss hat die Gestaltung von Stimmen auf die Akzeptanz von KI?

Laut der Uncanny Valley Hypothese und den angeführten Studien können menschlich wirkende, aber nicht vollkommen identische Stimmen Unbehagen auslösen; Hersteller nutzen geschlechtliche Stimmen oft zur Vermarktung.

Warum wird im Unesco-Bericht die Kritik an Sprachassistenten geäußert?

Kritisiert wird, dass Nutzer sich daran gewöhnen, weiblich konnotierte Assistenten zu unterwerfen, und dass diese Systeme auf sexistische Beleidigungen oft unangemessen reagieren.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Siri, Alexa und Cortana. Das Geschlecht der SprachassistentInnen und Geschlechterstereotype
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2.0
Autor
Nick Schilken (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V934548
ISBN (eBook)
9783346255679
ISBN (Buch)
9783346255686
Sprache
Deutsch
Schlagworte
siri alexa cortana geschlecht sprachassistentinnen geschlechterstereotype
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nick Schilken (Autor:in), 2020, Siri, Alexa und Cortana. Das Geschlecht der SprachassistentInnen und Geschlechterstereotype, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/934548
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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