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Ansätze zur Messung der Risikowahrnemung

Title: Ansätze zur Messung der Risikowahrnemung

Seminar Paper , 2008 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sascha Kwasniok (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Der Begriff des Risikos begegnet uns alltäglich. Ein einheitliches Verständnis existiert
hingegen nicht. So findet sich eine Vielzahl gängiger Definitionen, die je nach Erklärungsversuch
unterschiedliche Schwerpunkte legen. Den klassischen Ansatz bildet dabei
der aktuarwissenschaftlich geprägte Risikobegriff, der das Risiko als Produkt aus
Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenausmaß begreift. Diese Definition nutzen insbesondere
Experten. Im Gegensatz dazu beziehen Laien jedoch eine Vielzahl weiterer
Faktoren in ihre Risikowahrnehmung ein. Risiko stellt in diesem Kontext vielmehr ein
komplexes, mehrdimensionales Konstrukt dar. In der folgenden Arbeit sollen drei konkrete
Ansätze präsentiert werden, die diese multikontextuellen Aspekte bei der Erklärung
und Messung der Risikowahrnehmung berücksichtigen.

Hierzu werden im folgenden zweiten Kapitel am Beispiel der präskriptiven Entscheidungstheorie
zunächst die Schwächen eines auf rein rationalem Kalkül abgestellten Erklärungsansatzes
aufgezeigt. Im dritten Kapitel wird mit dem psychometrischen Paradigma
ein Ansatz vorgestellt, der insbesondere die unterschiedliche Risikowahrnehmung
zwischen Experten und Laien unter Berücksichtigung sozialwissenschaftlicher
Erkenntnisse erklärt. Das anschließend vierte Kapitel untersucht die Risikowahrnehmung
aus einer psychologisch geprägten Perspektive. Hier wird aufgezeigt, dass eine
verzerrte Wahrnehmung hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeiten vorgegebener
Ereignisse herrscht. Der kulturtheoretische Ansatz, der Thema des fünften Kapitels ist,
unternimmt den Versuch, die Erkenntnisse der Risikowahrnehmung in einen theoretischen
Gesamtkontext zu integrieren. Die Risikowahrnehmung hängt hier von der Zugehörigkeit
zu einem der definierten idealtypischen sozialen Organisationsformen ab. Das
abschließend sechste Kapitel fasst die wesentlichen Aussagen dieser Arbeit zusammen
und bildet zugleich ihren Abschluss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitende Worte

2 Zur Notwendigkeit der Erweiterung der präskriptiven Entscheidungstheorie

3 Der psychometrische Ansatz zur Untersuchung der Risikowahrnehmung

3.1 Untersuchungsansatz und -aufbau

3.2 Untersuchungsergebnisse

3.3 Kritische Würdigung

4 Der unrealistische Optimismus zur Erklärung der Risikowahrnehmung

4.1 Untersuchungsansatz

4.2 Untersuchungsaufbau Weinsteins

4.3 Erklärungsansätze und Untersuchungsergebnisse

4.4 Kritische Würdigung

5 Kulturtheoretische Aspekte der Risikowahrnehmung

5.1 Hintergrund des kulturtheoretischen Ansatzes

5.2 Soziale Organisationsformen der Cultural Theory

5.3 Ableitung der Kulturtypen

5.4 Risikowahrnehmung der unterschiedlichen Kulturtypen

5.5 Kritische Würdigung

6 Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht verschiedene Ansätze zur Messung der Risikowahrnehmung, da klassische Entscheidungstheorien aufgrund irrationaler Verhaltensweisen und intuitiver Heuristiken unzureichend sind, um menschliche Risikoeinschätzungen in komplexen, mehrdimensionalen Kontexten präzise zu erfassen.

  • Kritische Analyse klassischer rationaler Entscheidungstheorien
  • Psychometrische Modellierung der Risikowahrnehmung
  • Phänomen des unrealistischen Optimismus und dessen Messmethoden
  • Kulturtheoretische Selektion von Risiken (Cultural Theory)

Auszug aus dem Buch

Der psychometrische Ansatz zur Untersuchung der Risikowahrnehmung

Der psychometrische Ansatz zur Untersuchung der Risikowahrnehmung ist bedeutend durch die Untersuchungen Slovics geprägt. Die anhaltende Diskussion um die Nutzung der Kernenergie in den USA bildete dabei den Anlass und den Hintergrund der Untersuchung. Slovics Anliegen bestand insbesondere darin, die unterschiedliche Risikowahrnehmung zwischen Laien und Experten auf Basis sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse zu untersuchen und zu erklären. Sein Ziel lag in der Erstellung einer Risiko-Taxonomie (cognitive map), mit deren Hilfe die Aversion und Indifferenz gegenüber bestimmten Risiken sowie deren Einflussfaktoren erklärbar ist.

Slovic ging davon aus, dass neben Experten auch Laien sinnvolle Antworten auf schwierige und komplexe Fragestellungen geben können, d.h. das Risiko als ein komplexes, mehrdimensionales Konstrukt wahrnehmen. Folglich sollte es möglich sein, die darauf basierenden Risikourteile sowie deren Determinanten mit Hilfe geeigneter Methoden ermitteln und messen zu können. Und tatsächlich lieferten seine ersten Befragten, eine Gruppe von Psychologiestudenten sowie Mitglieder der feministischen „League of Women Voters“, ordentlich interpretierbare Antworten hinsichtlich der abgefragten Risiken. Die Datenerhebung führte er dabei mittels eines Fragebogens durch, d.h. die Untersuchung basiert auf den explizit geäußerten Wahrnehmungen der Befragten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitende Worte: Einführung in die Problematik des Risikobegriffs und Vorstellung der drei untersuchten Ansätze zur Risikowahrnehmung.

2 Zur Notwendigkeit der Erweiterung der präskriptiven Entscheidungstheorie: Darstellung der Grenzen rationaler Entscheidungstheorien durch intuitive Heuristiken wie Verfügbarkeit oder Kontrollillusion.

3 Der psychometrische Ansatz zur Untersuchung der Risikowahrnehmung: Analyse der Risikowahrnehmung von Laien mittels Faktoren wie „Schrecklichkeit“ und „Bekanntheit“ in einem psychometrischen Paradigma.

4 Der unrealistische Optimismus zur Erklärung der Risikowahrnehmung: Untersuchung der systematischen Verzerrung, bei der Individuen ihr eigenes Risiko als unterdurchschnittlich einschätzen.

5 Kulturtheoretische Aspekte der Risikowahrnehmung: Erklärung der Risikowahrnehmung als Selektionsprozess, der stark von der Zugehörigkeit zu sozialen Organisationsformen abhängt.

6 Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen: Resümee der behandelten Theorien und Bestätigung, dass die untersuchten Ansätze das klassische Verständnis von Risiko erweitern.

Schlüsselwörter

Risikowahrnehmung, Entscheidungstheorie, Heuristiken, Psychometrischer Ansatz, Unrealistischer Optimismus, Cultural Theory, Risikoselektion, Risikokommunikation, Soziale Organisationsformen, Experten, Laien, Eintrittswahrscheinlichkeit, Risikomerkmale, Risikomanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht wissenschaftliche Ansätze zur Messung der Risikowahrnehmung und zeigt auf, warum klassische rationale Modelle allein nicht ausreichen, um das komplexe menschliche Verhalten bei Risikoeinschätzungen zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die psychometrische Analyse, das psychologische Phänomen des unrealistischen Optimismus sowie die kulturtheoretische Perspektive auf die soziale Selektion von Risiken.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über Methoden zu geben, die multikontextuelle Aspekte der Risikowahrnehmung berücksichtigen, anstatt sich lediglich auf rein rationale Kalküle zu verlassen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden Literaturanalysen und vergleichende Darstellungen von empirischen Modellen (Slovic, Weinstein, Douglas/Wildavsky) zur Risikowahrnehmung herangezogen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die präskriptive Entscheidungstheorie, das psychometrische Paradigma, den unrealistischen Optimismus und die Cultural Theory, ergänzt durch jeweils kritische Würdigungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Risikowahrnehmung, psychometrischer Ansatz, unrealistischer Optimismus, Cultural Theory, Heuristiken und soziale Organisationsformen.

Wie unterscheidet sich die Risikowahrnehmung von Laien von der von Experten?

Laien betrachten Risiken als ein komplexes, mehrdimensionales Konstrukt, das stark durch qualitative Faktoren wie die „Schrecklichkeit“ eines Ereignisses geprägt ist, während Experten oft klassisch mit Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenausmaß rechnen.

Warum ist das Konzept des unrealistischen Optimismus für die Risikokommunikation relevant?

Da Menschen systematisch dazu neigen, ihr eigenes Risiko für negative Ereignisse zu unterschätzen, müssen Informationskampagnen diese psychologische Verzerrung berücksichtigen, um wirksam zu sein.

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Details

Title
Ansätze zur Messung der Risikowahrnemung
College
University Karlsruhe (TH)
Grade
1,0
Author
Sascha Kwasniok (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V93457
ISBN (eBook)
9783638065337
Language
German
Tags
Ansätze Messung Risikowahrnemung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Kwasniok (Author), 2008, Ansätze zur Messung der Risikowahrnemung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93457
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