In dieser Arbeit wird die Methode Photovoice im Kontext Partizipativer Forschung betrachtet.
In diesem Portfolio werde ich im ersten Abschnitt kurz die Idee eines partizipativen Projektes mit Schülerinnen und Schülern einer Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung vorstellen und begründen, warum die Wahl der Methode auf Photovoice fiel. Darüber hinaus stelle ich in diesem Teil die Methode grob umrissen vor.
In den folgenden Teilen rekapituliere ich ausgewählte Texte zu dem Thema Partizipatorische Forschung, wobei mein Augenmerk aus den genannten Gründen auf der Methode Photovoice liegt. Um mir den Inhalt der Texte besser und dauerhafter aneignen zu können, las ich sie im ersten Schritt, filterte in einem zweiten Schritt die für mich relevant erscheinenden Inhalte anhand von Exzerpten heraus und formulierte diese Exzerpte in einem dritten Schritt der besseren Lesbarkeit halber mit eigenen Worten neu. Die Auswahl gerade dieser Texte liegt in ihren inhaltlichen Grundaussagen begründet, die ich für die weitere Entwicklung des angedachten Projektes als sehr wichtig erachte. So löst z.B. Bergolds Text unter anderem das oft verbreitete Vorurteil auf, Forschung könne nicht partizipativ sein, was mir in Zukunft die Argumentation gegenüber ablehnenden Entscheidungsträgern vereinfacht. Der Text von Zander war für mich sehr erhellend, weil er anhand einiger Beispiele noch einmal klar den emanzipatorischen Charakter partizipativer Forschung aufzeigt und mich so in meinem Entschluss bestärkte, dieses Projekt umsetzen zu wollen und auch zu können. Hackls Text erscheint mir für die Umsetzung meines Projektes als wichtig, da er durch die komprimierten Erkenntnisse aus internationaler Literatur zum Thema partizipative Forschung Vorbedingungen, Vorteile, Umsetzungsschwierigkeiten etc. aufzeigt, die auf mich innerhalb des Schulprojektes zukommen können. Darüber hinaus werden weitere Methoden beschrieben, die ich eventuell unterstützend zur Methode Photovoice im Rahmen des geplanten Projektes anwenden kann, sofern sich die Schülerinnen und Schüler darauf einlassen.
Nach diesen Rekapitulationen für mich in Bezug auf das geplante Projekt relevant erscheinender Texte beschäftige ich mich kurz mit der Anfertigung von Transkripten und dem Umgang mit sensiblen Daten, bevor ich ein Fazit ziehe.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Idee eines eigenen Photovoice-Projektes
3. Rekapitulation: Bergold, Jarg B. (2013): Partizipative Forschung und Forschungsstrategien.
4. Rekapitulation: Zander, Michael (2008): Und Action! Aktionsforschung: Die grosse Schwester der Militanten Untersuchung
5. Rekapitulation: Hackl, Marion (2014): Methoden partizipativer Forschungsprojekte mit Jugendlichen. Eine Aufarbeitung ausgewählter wissenschaftlicher Artikel in englischsprachigen Fachjournalen
6. Das Transkript
7. Sensible Daten
8. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Eignung der Methode "Photovoice" für partizipative Forschungsprojekte mit Jugendlichen im schulischen Kontext zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch die Einbindung von Betroffenen als Co-Forschende emanzipatorische Prozesse angestoßen werden können, um Ausgrenzungserfahrungen aufzuzeigen und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
- Theoretische Fundierung partizipativer Forschung und ihrer Ansätze
- Praktische Erprobung und Planung eines Photovoice-Projekts
- Ethische Reflexion bei der Erhebung und Verarbeitung sensibler Daten
- Methodische Herausforderungen bei der Arbeit mit vulnerablen Gruppen
Auszug aus dem Buch
2. Idee eines eigenen Photovoice-Projektes
Im Rahmen meines Studiums der Sozialen Arbeit an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften führte ich mein Projektstudium im 4. und 5. Semester im Bereich der Medienpädagogik an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung durch.
Die Schule ist eine Ganztagsschule mit einer Unterrichtszeit von 35 Stunden pro Woche, Träger ist der entsprechende Landkreis. Dem Leitbild der Schule entsprechend wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch lernen kann. Die Schule wird als Lern- und Lebensraum empfunden, in dem sich gegenseitig bei der Findung von Zielen und Wegen dorthin geholfen wird. Durch Zusammenarbeit mit allen dafür nötigen Personen soll eine Förderung der gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erreicht werden.
Die pädagogischen Grundgedanken der Schule legen fest, eine Schule für alle Lernniveaus und Lernvoraussetzungen zu sein. Neben den klassischen Schulfächern soll die Förderung von Denken, Sprache, Wahrnehmung, Bewegungsfähigkeit, Sozialkompetenz und Alltagsbewältigung erfolgen. Ebenfalls als essentiell angesehen wird die Kommunikationsförderung durch unterstützte Kommunikation, Sprachförderung, Gebärdensprache, Einsatz von PC etc.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Der Autor erläutert seine Motivation und die Notwendigkeit, Kinder und Jugendliche bei der Wahrnehmung ihrer Rechte durch partizipative Ansätze zu stärken.
2. Idee eines eigenen Photovoice-Projektes: Vorstellung eines konkreten Praxisprojekts an einer Förderschule unter Anwendung der Photovoice-Methode zur Förderung gesellschaftlicher Teilhabe.
3. Rekapitulation: Bergold, Jarg B. (2013): Partizipative Forschung und Forschungsstrategien.: Kritische Auseinandersetzung mit dem theoretischen Diskurs um Partizipation und dem Spannungsfeld zwischen naturwissenschaftlicher Forschung und partizipativer Praxis.
4. Rekapitulation: Zander, Michael (2008): Und Action! Aktionsforschung: Die grosse Schwester der Militanten Untersuchung: Analyse von Aktionsforschung als emanzipatorischen Ansatz zur Demokratisierung von Wissenschaft.
5. Rekapitulation: Hackl, Marion (2014): Methoden partizipativer Forschungsprojekte mit Jugendlichen. Eine Aufarbeitung ausgewählter wissenschaftlicher Artikel in englischsprachigen Fachjournalen: Untersuchung methodischer Voraussetzungen für erfolgreiche Partizipation von Jugendlichen in Forschungsprozessen.
6. Das Transkript: Diskussion der Anforderungen an Transkriptionen im Rahmen der Datenauswertung und der Notwendigkeit methodisch kontrollierter Vorgehensweisen.
7. Sensible Daten: Reflexion über ethische Aspekte und den Schutz vulnerabler Gruppen bei der Generierung und Veröffentlichung von Forschungsdaten.
8. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Photovoice-Methode als gewinnbringendes Instrument für die Soziale Arbeit und Ausblick auf die Weiterführung des Projekts.
Schlüsselwörter
Partizipative Forschung, Photovoice, Soziale Arbeit, Inklusion, Förderschule, Empowerment, Forschungsstrategien, Aktionsforschung, Ethische Forschung, Transkription, Sensible Daten, Teilhabe, Jugendforschung, Qualitative Methoden, Emanzipation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der partizipativen Forschungsmethode "Photovoice" innerhalb der Sozialen Arbeit, insbesondere im schulischen Kontext von Förderschulen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte partizipativer Forschung mit praktischen Überlegungen zur Durchführung, ethischen Standards bei der Datenerhebung und der Bedeutung für die Lebenswelt der Zielgruppe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen von Photovoice als emanzipatorische Methode aufzuzeigen, mit der Jugendliche als Co-Forschende ihre Lebenswelt analysieren und Missstände für gesellschaftliche Veränderungen sichtbar machen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche und Rekapitulation einschlägiger Fachpublikationen, um eine fundierte Grundlage für die Umsetzung eines eigenen, praxisorientierten Photovoice-Projekts zu schaffen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung durch die Rekapitulation ausgewählter Autoren sowie eine methodisch-reflexive Auseinandersetzung mit Transkriptionsverfahren und ethischen Fragen im Umgang mit sensiblen Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Partizipative Forschung, Photovoice, Inklusion, Empowerment und Ethische Forschungspraxis.
Wie soll bei der Anonymisierung von Daten in diesem Projekt verfahren werden?
Der Autor plant, die Jugendlichen und Erziehungsberechtigten umfassend über die Forschungsvorhaben zu informieren und den Grad der Anonymisierung bei der Verwendung von Fotos und Aussagen individuell mit den Teilnehmenden abzustimmen.
Warum ist die Wahl der Methode Photovoice für das Projekt besonders geeignet?
Die Methode gilt als niederschwellig, da sie es ermöglicht, Anliegen auch ohne stark verbale Ausdrucksformen durch Fotografie zu visualisieren und somit Jugendlichen mit eingeschränkten Ressourcen eine Stimme zu geben.
- Quote paper
- Sozialarbeiter B.A. Lutz Kiehne (Author), 2018, Partizipative Forschung anhand der Methode Photovoice, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/935279