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Das Medium Film im Reeducation-Programm nach dem Zweiten Weltkrieg

Title: Das Medium Film im Reeducation-Programm nach dem Zweiten Weltkrieg

Seminar Paper , 2020 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Funktion das Medium Film innerhalb des Reeducation-Programms einnahm. Dabei soll die These untersucht werden, dass der Film nach dem Zweiten Weltkrieg im Reeducation-Programm und der damit angestrebten Demokratisierung der Deutschen keine tragende Funktion einnahm, sondern vielmehr als Mittel der Unterhaltung statt der Umerziehung betrachtet wurde. Dafür sollen zunächst der politische Hintergrund des Reeducation-Programms beleuchtet und die Ziele der Filmpolitik sowie deren Umsetzung nach dem Zweiten Weltkrieg betrachtet werden.

Der Fokus liegt hier auf den USA als Besatzungsmacht. Anschließend folgt die Untersuchung des Wandels der Besatzungsphasen von der punitiven zur Reorientations-Phase anhand von vier verschiedenen Filmgenre. Atrocity films und Dokumentarfilme werden dafür exemplarisch für die erste und Marshallplan-Filme und Spielfilme für die zweite Phase beleuchtet. Da Genre-Überschneidungen innerhalb der Phasen und Filme auftreten können, wurde jeweils ein Beispielfilm ausgewählt, welcher die Charakteristika der Phasen herausstellen und unterstreichen sollen. Dem folgt eine Gegenüberstellung der der Filmpolitik zugrundeliegenden Ziele und Interessen. Danach soll letztlich die Wirkung der Reeducation-Filme beleuchtet werden. Abschließend wird die der Arbeit zugrundeliegende Fragestellung beantwortet und auf die These eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politischer Hintergrund der Reeducation

2.1 Definition und Ursprung

2.2 Beginn der Planung

2.3 Das Reeducation-Programm

3. Filmpolitik

3.1 Zielsetzung

3.2 Umsetzung der Filmpolitik

4. Der Film im Wandel der Besatzungsphase

4.1 Punitive Phase

4.1.1 Atrocity films

4.1.2 Dokumentarfilme

4.2 Reorientation-Phase

4.2.1 Marshallplan-Filme

4.2.2. Spielfilme

5. Der Film als Mittel der Reeducation und Reorientation

5.1 Ziele versus Interessen

5.2 Wirkung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Funktion des Mediums Film innerhalb des amerikanischen Reeducation-Programms in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei wird die These geprüft, ob der Film tatsächlich als effektives Werkzeug zur Demokratisierung diente oder primär Unterhaltungs- und Interessenpolitik darstellte.

  • Politische Hintergründe und Ursprünge der US-amerikanischen Besatzungspolitik
  • Die Entwicklung der Filmpolitik von der Punitiven Phase zur Reorientation-Phase
  • Analyse der Wirkung von Atrocity films, Dokumentarfilmen und Marshallplan-Filmen
  • Spannungsfeld zwischen Demokratisierungszielen und wirtschaftlichen Interessen

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Atrocity films

Planungen zu atrocity films oder auch Nazigräuelfilme genannt, gab es bereits während des Zweiten Weltkrieges als beispielsweise die Psychological Warfare Division darüber debattierte, wie die deutsche Gesellschaft mit den begangenen Massenmorden konfrontiert werden könne. Ziel dieser schockierenden Filme war, durch Konfrontation der Deutschen mit den während des Nationalsozialismus begangenen Verbrechen ein Schuldeingeständnis und Verantwortungsgefühl hervorzurufen und zweitens dienten sie zur allgemeinen Abschreckung. Des Weiteren sollten sie auch eine Reeducation legitimieren und bestenfalls bei den Deutschen das Verständnis für eine Notwendigkeit dieser hervorrufen. Die meisten für atrocity films verwendeten Materialien entstanden während der Befreiung der Konzentrationslager. Beauftragt wurden dafür bei der US-Armee angestellte Regisseure wie Billy Wilder und Alfred Hitchcock. Berge von Leichen und bis auf die Knochen abgemagerte Gefangene wurden gefilmt. Die Ausstrahlung dieser Filme war stark umstritten, da beispielsweise mit Abwehrreaktionen der Deutschen gerechnet wurde. Besonders zwischen den britischen und amerikanischen Besatzungsmächten kam es zu heftigen Debatten. Dennoch wurden Filme dieser Art produziert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der alliierten Besatzungspolitik und die zentrale Fragestellung zur Rolle des Films in der Reeducation.

2. Politischer Hintergrund der Reeducation: Untersuchung der Entstehung des Begriffs sowie der Planung und Zielsetzung des Umerziehungsprogramms nach Kriegsende.

3. Filmpolitik: Analyse der von den Besatzungsmächten formulierten Ziele für die deutsche Filmindustrie und deren praktische Umsetzung.

4. Der Film im Wandel der Besatzungsphase: Darstellung der inhaltlichen Entwicklung des Films von der strafenden Punitiven Phase hin zur konstruktiven Reorientation-Phase.

5. Der Film als Mittel der Reeducation und Reorientation: Kritische Gegenüberstellung der angestrebten Bildungsziele mit den tatsächlich verfolgten wirtschaftlichen und politischen Interessen der USA.

6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Bewertung des Einflusses des Mediums Film auf die demokratische Umerziehung.

Schlüsselwörter

Reeducation, Reorientation, Besatzungspolitik, Filmpolitik, Demokratisierung, Atrocity films, Marshallplan, Propaganda, US-Militärregierung, Nachkriegszeit, Deutschland, Zweiter Weltkrieg, Information Control Division, Filmgeschichte, Umerziehung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit analysiert die Rolle des Mediums Film als Instrument der amerikanischen Umerziehungspolitik (Reeducation) im besetzten Deutschland zwischen 1945 und den frühen 1950er Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die US-Besatzungspolitik, die Entwicklung der Filmpolitik in den verschiedenen Besatzungsphasen sowie die inhaltliche Analyse verschiedener Filmgenres wie Atrocity films und Marshallplan-Filme.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Funktion das Medium Film innerhalb des Reeducation-Programms einnahm und ob es primär der Demokratisierung diente oder eher als Unterhaltungs- bzw. Propagandamedium fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung von Fachliteratur sowie der Untersuchung spezifischer Filmbeispiele und deren Kontext in den Besatzungsphasen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der politischen Hintergründe, die theoretische Filmpolitik der Besatzer und eine detaillierte Betrachtung des Wandels der Filminhalte von der Punitiven zur Reorientation-Phase.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Reeducation, Reorientation, Filmpolitik, US-Besatzung, Marshallplan, Demokratisierung und Propaganda charakterisiert.

Warum war der Film "Todesmühlen" besonders umstritten?

Der Film konfrontierte die deutsche Bevölkerung direkt mit Grausamkeiten der Konzentrationslager, was zu einer starken Abwehrhaltung führte, da die Intention der Schuldkonfrontation bei den Zuschauern oft Ablehnung statt Einsicht auslöste.

Wie unterschied sich die Reorientation-Phase von der Punitiven Phase?

Während die Punitive Phase stark auf Schuldeingeständnis und Abschreckung fokussierte, änderte sich der Ton in der Reorientation-Phase hin zu einer positiven Bewerbung des American Way of Life und der Förderung des wirtschaftlichen Wiederaufbaus durch den Marshallplan.

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Details

Title
Das Medium Film im Reeducation-Programm nach dem Zweiten Weltkrieg
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
24
Catalog Number
V935451
ISBN (eBook)
9783346263469
ISBN (Book)
9783346263476
Language
German
Tags
medium film reeducation-programm zweiten weltkrieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Das Medium Film im Reeducation-Programm nach dem Zweiten Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/935451
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