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Aggression bei Schülern. Ursachen und Überwindungsmöglichkeiten

Title: Aggression bei Schülern. Ursachen und Überwindungsmöglichkeiten

Diploma Thesis , 2008 , 136 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nasip Polat (Author)

Pedagogy - General
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Summary Excerpt Details

Ich möchte mit meiner Arbeit den Blick auf schulische Möglichkeiten lenken, Aggressionen entgegenzuwirken und der Bewusstwerdung aller Beteiligter über die die vielfältigen und komplexen Ursachen für das Auftreten von Aggressionen bei Schülern und deren Überwindungsmöglichkeiten beitragen. Vor allem soll die vorliegende Arbeit den interessierten LeserInnen die Möglichkeit bieten, sich einen Überblick über wissenschaftliche Ergebnisse zu verschaffen, um sie so zu einem eigenen kompetenten Umgang mit dieser Thematik zu befähigen.

Excerpt


Gliederung

0. Einleitung

1. Einordnung von relevanten Begriffen

1.1. Aggression

1.2. Aggressivität/Aggressives Verhalten

1.3. Gewalt

1.4. Bullying

2. Erscheinungsformen von Aggression

3. Arten und Ziele der Aggression

3.1. Affektive Aggressionen

3.2. Instrumentelle Aggressionen

3.3. Verselbstständigende Aggressionen

4. Theoretische Erklärungsansätze zu Ursachen von Aggression

4.1. Psychologische Theorien

4.1.1. Triebtheorien

4.1.1.1. Psychoanalytischer Ansatz nach Freud

4.1.1.2. Ethologischer Ansatz nach Lorenz

4.2. Frustrations-Aggressions-Hypothese

4.3. Lerntheorien

4.3.1. Lernen am Modell

4.3.2. Lernen am Effekt

4.3.3. Kognitives Lernen

4.4. Motivationstheoretische Ansätze

4.4.1. Handlungsmodell nach Kornadt

4.4.2. Integrativer theoretischer Ansatz nach Nolting

4.5. Soziologische Theorien

4.5.1. Individualisierungs- und Modernisierungstheorie

4.5.2. Etikettierungstheorie

5. Aggressionen im schulischen Kontext – Erscheinungsformen der Aggressionen bei Schülern anhand empirischer Ergebnisse

5.1. Häufigkeit der Erscheinungsformen

5.2. Erscheinungsformen differenziert nach Alter, Geschlecht und Schulform

5.2.1. Erscheinungsformen nach Alter

5.2.2. Erscheinungsformen nach Geschlecht

5.2.3. Erscheinungsformen nach Schulform

5.3. Täter – Opfer –Betroffenheit und Beziehung

6. Begünstigende Einflussfaktoren von Aggressionen bei Schülern

6.1. Familiäre Verhältnisse

6.1.1. Sozioökonomische Verhältnisse

6.1.2. Familienklima – Beziehungsverhältnisse der Eltern

6.1.3. Erziehungsverhalten der Eltern

6.1.4. Sonstige Familiäre Faktoren

6.2. Peer groups

6.3. Medien

6.4. Schulische Faktoren

6.4.1. Schulform, -lage, Schul- und Klassengröße

6.4.2. Schul- bzw. Sozialklima

6.4.3. LehrerInnen – SchülerInnen – Beziehungen

6.4.4. Lernkultur

6.4.5. Leistungsdruck und -versagen

6.4.6. Etikettierung und Stigmatisierung

7. Überwindungsmöglichkeiten

7.1. Intervention nach dem Olweus-Programm

7.2. Mediation

7.2.1. Peer-Mediation

7.2.2. Das Peer-Mediation Konzept nach Jeffereys und Noack

7.2.3. Tragweite der Peer-Mediation aus theoretischer Sichtweise

7.3. Beispiel aus der Schulpraxis

7.4. Ansatzpunkte zur Verminderung und Hemmung von Aggressionen nach Nolting als alternative Maßnahmen

7.5. Schulische Interaktionsgestaltung

8. Fazit/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Aggression bei Schülern im schulischen Kontext, analysiert deren Ursachen aus psychologischer sowie soziologischer Perspektive und evaluiert Interventions- sowie Präventionsmöglichkeiten zur Überwindung aggressiver Konflikte.

  • Grundlagendefinitionen von Aggression, Gewalt und Bullying
  • Psychologische Erklärungsmodelle (Triebtheorien, Lerntheorien, Frustrations-Aggressions-Hypothese)
  • Soziologische Aspekte wie Individualisierung und Etikettierung
  • Einflussfaktoren durch Familie, Peer-Groups und Medien
  • Praktische pädagogische Interventionsstrategien wie Mediation und das Olweus-Programm

Auszug aus dem Buch

1.1. Aggression

Der Begriff Aggression ist derartig komplex, umfassend und vielbedeutend, dass in der bisherigen Forschungsdiskussion zahlreiche Definitionen zu ausgeführt werden. Eine allgemeingültige wissenschaftliche Definition von Aggression, in welcher alle Formen der Aggression wertfrei, objektiv und sinnvoll zusammengefasst formuliert werden, lässt sich allerdings in der Wissenschaft nicht finden. Es fehlt an einer Aussage, was unter Aggression zu verstehen ist. Der wissenschaftliche Diskurs zeigt lediglich Sachverhalte auf, die unter diesen Begriff gefasst werden sollten, um sie von „anderen Sachverhalten sinnvoll abzugrenzen und eine klare Verständigung zu erleichtern“ (Nolting 2005, S.14). Vielmehr stößt man auf Definitionen, die je nach aktuellem Bezugsrahmen, in dem sie benutzt werden, zweckdienlich mehr oder weniger weit (eng/weit) gefasst werden, um mit ihnen arbeiten zu können (vgl. Nolting 2005, S.14ff.).

In eng gefassten Definitionen beschränkt sich Aggression auf die zielgerichtete, direkte physische Schädigung. Bei diesem engen Definitionstyp wird angenommen, dass Aggression mit Schädigung und Schmerzzufügung zu tun hat und dass die Intention (Absicht) dabei die entscheidende Rolle übernimmt (vgl. Nolting 2005, S.15).

Im Folgenden werden einige eng gefasste Definitionen des Aggressionsbegriffes angeführt:

„Aggression umfasst jene Verhaltensweisen, mit denen die direkte oder indirekte Schädigung eines Individuums, meist eines Artgenossen, intendiert wird“ (Merz 1965, S.571 zit. nach Nolting 2005, S.15).

„Eine Aggression besteht in einem gegen ein Organismus oder ein Organismussurrogat gerichteten Austeilen schädigender Reize («schädigen» meint beschädigen, verletzen, zerstören und vernichten; es impliziert aber auch wie«iniuriam facere» oder «to injure» Schmerz zufügende und beleidigende Verhaltensweisen, welche der direkten Verhaltensbeobachtung schwerer zugänglich sind)“ ( Selg et al. 1997, S.4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einordnung von relevanten Begriffen: Klärung und definitorische Abgrenzung der zentralen Begriffe Aggression, Gewalt und Bullying.

2. Erscheinungsformen von Aggression: Beschreibung verschiedener Arten der Äußerung, unterteilt in physische, verbale, nonverbale und relationale Aggression.

3. Arten und Ziele der Aggression: Differenzierung zwischen affektiven, instrumentellen und verselbstständigten Aggressionsformen basierend auf ihren jeweiligen Motivationen.

4. Theoretische Erklärungsansätze zu Ursachen von Aggression: Vorstellung psychologischer und soziologischer Theorien, die die Entstehung von Aggression bei Schülern erklären.

5. Aggressionen im schulischen Kontext – Erscheinungsformen der Aggressionen bei Schülern anhand empirischer Ergebnisse: Analyse des Ist-Zustandes von Aggressionen an Schulen auf Basis aktueller empirischer Studien.

6. Begünstigende Einflussfaktoren von Aggressionen bei Schülern: Untersuchung der Faktoren Familie, Peer-Groups, Medien und Schule als Rahmenbedingungen für die Entstehung von Aggression.

7. Überwindungsmöglichkeiten: Erörterung von Präventions- und Interventionskonzepten, insbesondere Mediation und das Olweus-Programm.

8. Fazit/Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ansätze und Betonung der Bedeutung eines multikausalen Verständnisses.

Schlüsselwörter

Aggression, Gewalt, Schule, Bullying, Erziehung, Lerntheorien, Mediation, Prävention, Soziales Lernen, Familienklima, Peers, Motivation, Interaktion, Schulklima, Stigmatisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Aggression bei Schülern, wobei sowohl die Ursachen als auch die Möglichkeiten zur Überwindung dieses Phänomens im schulischen Kontext untersucht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Begriffsdefinition (Aggression, Gewalt, Bullying), theoretische Erklärungsansätze, die empirische Situation an Schulen sowie diverse Einflussfaktoren und Interventionsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die komplexen Ursachen von Aggressionen bei Schülern zu schaffen, um daraus effektive pädagogische Lösungsstrategien und Präventionsansätze für den Schulalltag abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung bestehender wissenschaftlicher Literatur, Fachdiskursen, empirischen Studien und psychologisch-soziologischen Modellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (psychologische und soziologische Theorien), die Analyse der Einflussfaktoren (Familie, Medien, Peer-Groups, Schule) und die Darstellung von Interventionsmöglichkeiten.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Besonders charakteristisch sind Begriffe wie Aggression, Gewalt, Pädagogik, Mediation, Sozialisation, Interaktion und Prävention.

Welche Rolle spielt die Familie bei der Entstehung von Aggressionen?

Die Familie fungiert als primäre Sozialisationsinstanz. Ungünstige Erziehungsverhalten, belastendes Familienklima und sozioökonomische Probleme können die Entwicklung aggressiver Verhaltensmuster begünstigen oder verstärken.

Wie unterscheidet sich relationale Aggression von physischer Aggression?

Physische Aggression ist direkt und unmittelbar beobachtbar, während relationale Aggression subtiler verläuft, etwa durch soziales Manipulieren, Ausgrenzung oder die gezielte Schädigung sozialer Beziehungen.

Kann Peer-Mediation bei allen Konflikten an Schulen angewendet werden?

Nein, Peer-Mediation ist primär für mittelschwere Konflikte auf Schülerebene konzipiert. Bei schweren Straftaten oder körperlicher Gewalt ist das Eingreifen von Autoritätspersonen (Lehrkräften/Schulleitung) zwingend erforderlich.

Excerpt out of 136 pages  - scroll top

Details

Title
Aggression bei Schülern. Ursachen und Überwindungsmöglichkeiten
College
Bielefeld University
Grade
1,0
Author
Nasip Polat (Author)
Publication Year
2008
Pages
136
Catalog Number
V935454
ISBN (eBook)
9783346263568
ISBN (Book)
9783346263575
Language
German
Tags
Gewalt Aggression Kinder Schüler Schule Ursachen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nasip Polat (Author), 2008, Aggression bei Schülern. Ursachen und Überwindungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/935454
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