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Profilierung von Schulen durch die Zertifizierung als Europaschule. Eine explorative Analyse am Beispiel zweier Schulen in Nordrhein-Westfalen

Titel: Profilierung von Schulen durch die Zertifizierung als Europaschule. Eine explorative Analyse am Beispiel zweier Schulen in Nordrhein-Westfalen

Masterarbeit , 2018 , 88 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Daria Cappel (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll aufgezeigt werden, inwiefern die Zertifizierung als Europaschule eine Maßnahme zur Profilierung von Schulen darstellt. Dafür wird zunächst im zweiten Kapitel das Themenfeld Schulprofilierung betrachtet, indem Definitionen der Begriffe Schulprofil und -profilierung vorgenommen und Gründe für die Entscheidung zur Profilierung aufgezeigt werden. Daraufhin wird der vorherrschende Grund für Schulprofilierung, nämlich schulischer Wettbewerb, hinsichtlich den damit verbundenen Zielsetzungen, den beeinflussenden Faktoren sowie Chancen und Herausforderungen ausführlich dargestellt. Am Ende des zweiten Kapitels werden die in den letzten Jahren zu beobachtenden Entwicklungstendenzen der Schulprofilierung aufgezeigt, bevor sich das dritte Kapitel den Europaschulen widmet.

Nach der Definition ebenjener und der Rekonstruktion ihrer Entstehungsgeschichte wird die gegenwärtige Situation der Europaschulen hinsichtlich ihrer Verteilung auf Bundesländer und Schulformen dargestellt. Anschließend wird der Fokus auf die Europaschulen in NRW verlagert. So wird zunächst ihre Entwicklung seit den 1990er Jahren sowie das 2007 eingeführte standardisierte Zertifizierungsverfahren beschrieben, woraufhin die räumliche Verteilung, die Aufgliederung nach Schulformen sowie empirische Befunde zur Europabildung an den Europaschulen in NRW präsentiert werden. Im vierten Kapitel wird die Analyse zweier nordrheinwestfälischer Europaschulen, einer Dortmunder Gesamtschule und einem Aachener Gymnasium, hinsichtlich der Umsetzung der geforderten Kriterien durchgeführt. Im Anschluss daran erfolgt die Darstellung des schulischen Umfeldes der beiden Schulen, in-dem die benachbarten Schulen bezüglich ihrer Schwerpunktsetzung, Fremdsprachenangebote, Auszeichnungen und Besonderheiten vorgestellt und anschließend gegenübergestellt werden.

Abschließend erfolgt eine Diskussion der Beobachtungen aus der Praxis mit dem Versuch, diese in Einklang mit den theoretischen Grundlagen zu bringen. Das Interesse an diesem Thema entwickelte sich in Folge der beiden im Rahmen des Master of Education-Studiums absolvierten Kernpraktika an zwei Gymnasien, bei denen es sich um zertifizierte Europaschulen handelt. Durch diesen Kontakt mit dem Konzept Europaschule formte sich das Interesse der Verfasserin sich auch theoretisch mit dieser Thematikk auseinanderzusetzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Profilierung von Schulen

2.1 Definition Schulprofil

2.2 Definition Schulprofilierung

2.2.1 Klassen- und Einzelschulprofilierung

2.2.2 Gründe für Schulprofilierung

2.2.3 Schulischer Wettbewerb

2.2.3.1 Einflussfaktoren auf Wettbewerb

2.2.3.2 Chancen und Herausforderungen von Wettbewerb

2.2.4 Entwicklungstendenzen der Schulprofilierung

3. Europaschulen

3.1 Definition und Merkmale

3.2 Entstehungsgeschichte

3.3 Gegenwärtige Situation

3.3.1 Bundesweite Verteilung

3.3.2 Verteilung auf Schulformen

3.4 Europaschulen in Nordrhein-Westfalen

3.4.1 Geschichtliche Entwicklung

3.4.2 Die Zertifizierung

3.4.2.1 Kriterien für die Zertifizierung

3.4.2.2 Antragstellung

3.4.2.3 Angebote und Förderung

3.4.2.4 Argumente für die Zertifizierung

3.4.3 Räumliche Verteilung

3.4.4 Verteilung auf Schulformen

3.4.5 Europabildung an Europaschulen

4. Analyse zweier Europaschulen in NRW

4.1 Fallbeispiel 1: Europaschule Dortmund

4.1.1 Kurzporträt und Internetauftritt der Schule

4.1.2 Umsetzung der Kriterien und Leitideen

4.1.2.1 Erweitertes Fremdsprachenangebot

4.1.2.2 Bilinguale Angebote

4.1.2.3 Europacurriculum

4.1.2.4 Internationale Projekte, Partnerschaften und Wettbewerbe

4.1.2.5 Austauschprogramme

4.2 Fallbeispiel 2: St. Leonhard Gymnasium in Aachen

4.2.1 Kurzporträt und Internetauftritt der Schule

4.2.2 Umsetzung der Kriterien und Leitideen

4.2.2.1 Erweitertes Fremdsprachenangebot

4.2.2.2 Bilinguale Angebote

4.2.2.3 Internationale Projekte, Partnerschaften und Wettbewerbe

4.2.2.4 Austauschprogramme

4.3 Das schulische Umfeld der ESD und des SLGs

4.3.1 Dortmund

4.3.1.1 Die vier beliebtesten Dortmunder Gesamtschulen neben der ESD

4.3.1.2 Weitere Dortmunder Gesamtschulen

4.3.2 Aachen

4.3.2.1 Die vier Aachener Gymnasien mit Auszeichnung Europaschule neben dem SLG

4.3.2.2 Weitere Gymnasien

5. Diskussion

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwieweit die Zertifizierung als Europaschule als eine gezielte Profilierungsmaßnahme von Schulen fungiert. Im Fokus steht die explorative Analyse des Europaschulkonzepts sowie dessen praktische Umsetzung am Beispiel zweier ausgewählter Schulen in Nordrhein-Westfalen. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, wie Schulen durch dieses Label ihre Position im schulischen Wettbewerb zu stärken versuchen und welche Rolle das schulische Umfeld für diese Profilierungsentscheidung spielt.

  • Theoretische Grundlagen zur Schulprofilierung und zum schulischen Wettbewerb
  • Entstehungsgeschichte und Merkmale des Europaschulkonzepts
  • Empirische Analyse der Umsetzung an der Europaschule Dortmund und dem St. Leonhard Gymnasium Aachen
  • Vergleichende Betrachtung des schulischen Umfelds in Dortmund und Aachen

Auszug aus dem Buch

4.1.2.1 Erweitertes Fremdsprachenangebot

Das erweiterte Fremdsprachenangebot der ESD setzt sich aus den Sprachen, Englisch, Spanisch, Französisch, Latein und Niederländisch zusammen (vgl. ESD: Fremdsprachenangebot). Ab Jahrgangsstufe 5 ist Englisch die verpflichtende Fremdsprache für alle Schülerinnen und Schüler, woraufhin in Jahrgangstufe 6 aus insgesamt fünf Fächern Spanisch oder Latein gewählt werden kann. Ab Jahrgangsstufe 7 wird der Englischunterricht leistungsorientiert in Grund- und Erweiterungskursen angeboten. In der gesamten Mittelstufe wird neben dem Englischunterricht auch das in der 6. Jahrgangsstufe gewählte Wahlpflichtfach, gegebenenfalls Spanisch oder Latein, fortgesetzt. Französisch kann im Bereich der Ergänzungsstunden ab Jahrgangsstufe 8 gewählt und in der Oberstufe fortgeführt werden. Auf Wunsch haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in den Fächern Französisch und Spanisch die international anerkannten DELF- und DELE-Sprachzertifikate zu erwerben, bei deren Vorbereitung sie von den jeweiligen Fachlehrerinnen und -lehrern unterstützt werden (vgl. ebd.). In der Oberstufe wird Englisch als Grund- oder Leistungskurs angeboten. Außerdem kann Niederländisch als neu einsetzende Fremdsprache in der Oberstufe gewählt werden. Damit gehört die ESD laut eigener Aussage zu wenigen Schulen, an denen diese Sprache angeboten wird (vgl. ebd.). Tatsächlich handelt es sich um eine von lediglich insgesamt 189 Schulen in NRW, an denen Niederländisch unterrichtet wird (vgl. MSW 2018, S. 74). Hinsichtlich der Verteilung auf Schulformen handelt es sich bei der ESD um eine von 43 Gesamtschulen in NRW mit diesem Angebot (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Kontext der Schulreformen der 1990er Jahre, die Forderung nach Schulautonomie und die daraus resultierende Bedeutung der Schulprofilierung, insbesondere durch das Konzept der Europaschulen.

2. Profilierung von Schulen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Schulprofil, Schulprogramm und Schulprofilierung und analysiert den schulischen Wettbewerb als primären Impuls für die Weiterentwicklung von Schulprofilen.

3. Europaschulen: Hier werden Definition, Merkmale und Geschichte der Europaschulen dargelegt sowie ihre Verteilung auf Bundesländer und Schulformen untersucht, mit besonderem Fokus auf NRW.

4. Analyse zweier Europaschulen in NRW: Das Kapitel bietet eine detaillierte Fallstudien-Analyse der Europaschule Dortmund und des St. Leonhard Gymnasiums Aachen hinsichtlich der Umsetzung der Europaschulkriterien und ihres schulischen Umfelds.

5. Diskussion: Die Ergebnisse der Fallbeispiele werden kritisch diskutiert und mit den theoretischen Ansätzen zur Schulprofilierung und zum Wettbewerb in Beziehung gesetzt.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentrale Erkenntnis zusammen, dass Europaschulen zunehmend eine attraktive Profilierungsstrategie darstellen, und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sowie weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Schulprofilierung, Europaschulen, Schulentwicklung, Schulischer Wettbewerb, Zertifizierung, Nordrhein-Westfalen, Bilinguale Angebote, Fremdsprachenangebot, Gesamtschule, Gymnasium, Europacurriculum, Bildungsreform, Schulautonomie, Internationale Projekte, Schüleraustausch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strategie der Schulprofilierung durch die Zertifizierung als Europaschule und untersucht, inwieweit dieses Zertifikat Schulen in ihrem Wettbewerbsumfeld unterstützt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Konzepte von Schulprofil und Schulprofilierung, den schulischen Wettbewerb, die Entstehungsgeschichte der Europaschulen und deren aktuelle Situation, insbesondere im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, inwiefern die Zertifizierung als Europaschule eine Maßnahme zur Profilierung darstellt und wie zwei konkrete Schulen in Nordrhein-Westfalen das Europaprofil in der Praxis umsetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine explorative Analyse, die zwei Fallbeispiele (eine Gesamtschule in Dortmund und ein Gymnasium in Aachen) anhand von Internetauftritten, offiziellen Dokumenten und Experteninterviews untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des schulischen Wettbewerbs und des Konzepts Europaschule erarbeitet, bevor die zwei Fallstudien detailliert hinsichtlich ihrer spezifischen Umsetzung (Fremdsprachen, bilinguale Angebote, Curricula, Austauschprogramme) vorgestellt und mit ihrem schulischen Umfeld verglichen werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schulprofilierung, Europaschulen, Schulentwicklung, Schulischer Wettbewerb und Zertifizierung sind die zentralen Begriffe, die diese Untersuchung maßgeblich beschreiben.

Inwiefern unterscheidet sich die Umsetzung an der Europaschule Dortmund (ESD) vom St. Leonhard Gymnasium (SLG)?

Die ESD nutzt als Gesamtschule ein eigens entwickeltes "Crossing Cultures"-Konzept, während das SLG als Gymnasium ein klassisches bilinguales Angebot mit Schwerpunkt Französisch und Spanisch beibehält.

Welchen Stellenwert nimmt die Zertifizierung als "Europaschule" für die Schulen ein?

Während die Zertifizierung der ESD als Alleinstellungsmerkmal unter den Gesamtschulen in Dortmund dient, ist sie für das Aachener Gymnasium eher eine Bestätigung eines ohnehin schon international ausgerichteten Profils.

Ende der Leseprobe aus 88 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Profilierung von Schulen durch die Zertifizierung als Europaschule. Eine explorative Analyse am Beispiel zweier Schulen in Nordrhein-Westfalen
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1.3
Autor
Daria Cappel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
88
Katalognummer
V935470
ISBN (eBook)
9783346303042
ISBN (Buch)
9783346303059
Sprache
Deutsch
Schlagworte
profilierung schulen zertifizierung europaschule eine analyse beispiel nordrhein-westfalen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daria Cappel (Autor:in), 2018, Profilierung von Schulen durch die Zertifizierung als Europaschule. Eine explorative Analyse am Beispiel zweier Schulen in Nordrhein-Westfalen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/935470
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Leseprobe aus  88  Seiten
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