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Das Grundbuch vor dem Hintergrund der Kreditsicherungspraxis

Titel: Das Grundbuch vor dem Hintergrund der Kreditsicherungspraxis

Hausarbeit , 2006 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Bachelor of Arts (B.A.) Anika Koch (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Kreditinstitute lassen sich auf kein Abenteuer ein. Bei der Vergabe von Krediten setzen Banken stets auf die Karte der Sicherheit, die Karte des minimalen Risikos.
Kreditinstitute benötigen besonders für größere und länger laufende Kredite, die im Bereich der Baufinanzierung täglich und mehrfach gegenüber Privat- sowie Firmenkunden gewährt werden, Sicherheiten. Die Besicherung von Immobilien- und Grundstücksfinanzierungen ist nötig für den Fall, dass der Kreditnehmer seinen Kreditverpflichtungen nicht nachkommen kann. Um die Liquidität und somit den Geschäftsbetrieb der Banken trotz auftretender Kreditausfälle aufrecht erhalten zu können, muss eine Bank auch bei Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers schnell und sicher zurück an ihr Geld kommen. Dabei liegt es nahe, dass ein Kreditinstitut genau das Grundstück bzw. das Objekt zur Besicherung des Kredites heranzieht, welches durch diesen finanziert werden soll. Um ein Grundstück oder ein Bauobjekt zur Besicherung eines Kredites verwenden sowie bewerten zu können, benötigt das Kreditinstitut genaue Informationen über das Sicherungsgut. Die Grundlage zur Wertermittlung von Grundstücken und den darauf errichteten Gebäuden bildet das Grundbuch.
Die Hausarbeit soll sowohl einen Überblick über das Grundbuch, dessen Aufbau und Inhalt, vermitteln, als auch einen Einblick in das Grundbuch als fundamentales Gerüst zur Besicherung von Baufinanzierungen geben.
Dabei wird zunächst der Begriff des Grundbuchs vor dessen geschichtlichem Hintergrund definiert. Um die konstitutive Wirkung des Grundbuchs hervorzuheben, wird, im Anschluss an die begriffliche Bestimmung, der öffentliche Glaube des Grundbuchs beleuchtet. In den folgenden Kapiteln verschafft die Hausarbeit dem Leser einen teilweise äußerst detaillierten Überblick über den Aufbau sowie den Inhalt des Grundbuchs. Hierbei wird den drei Abteilungen des Grundbuchs, aufgrund ihrer hohen Aussagekraft für die Bewertung des Sicherungsgutes, jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet. Zum Abschluss soll die Hausarbeit einen Ausblick auf Faktoren ermöglichen, die neben der Aussagekraft des Grundbuchs den Wert des Grundstücks beeinflussen können.
Die rechtlichen Probleme und wirtschaftlichen Risiken, die mit dem Grundbuch zusammenhängen, sind vielschichtiger Art. Deshalb werden typische Problemfälle nicht nur unter juristischen Fragestellungen sondern auch in der kaufmännischen Bewertung aus der Sicht der Kreditinstitute dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1. 1. Einführung in die Thematik

1. 2. Problemstellung

2. Wesen und Art des Grundbuchs

2. 1. Geschichte und Begriff

2. 2. öffentlicher Glaube

3. Aufbau und Inhalt

3. 1. Aufbau

3. 2. Inhalt

4. Abteilung I

4. 1. Grundstückseigentümer

4. 2. Eigentumsverhältnisse bei Grundstücken

5. Abteilung II

5. 1. dingliche Rechte

5. 2. Lasten, Beschränkungen, Widersprüche und Vormerkungen

6. Abteilung III

6. 1. Rangverhältnis von Grundbucheintragungen

6. 2. Grundpfandrechte

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Grundbuch als zentrales Instrument der Kreditsicherungspraxis und analysiert dessen Aufbau, Inhalt sowie die rechtliche Bedeutung für Kreditinstitute bei der Finanzierung von Immobilien.

  • Grundlagen und Geschichte des Grundbuchwesens
  • Struktur, Inhalt und Bedeutung der drei Abteilungen des Grundbuchs
  • Rechtliche Wirkungen wie der öffentliche Glaube und Rangverhältnisse
  • Methoden der Kreditsicherung und Bewertung des Sicherungsgutes
  • Die Rolle der Grundschuld in der modernen Kreditsicherungspraxis

Auszug aus dem Buch

2. 2. öffentlicher Glaube

Aus Gründen der Rechtssicherheit gilt für Eintragungen im Grundbuch der öffentliche Glaube. Dieser Sachverhalt soll an einem praktischen Beispiel erläutert werden.

Beispiel:

Frau Schön erwirbt das Grundstück an der Spinnerstraße vom im Grundbuch eingetragenen Eigentümer, der jedoch ohne Wissen der Frau Schön nur irrtümlich als Eigentümer eingetragen war. Der Kaufpreis wird bezahlt und Frau Schön als Eigentümerin eingetragen. Nun verlangt der tatsächliche Eigentümer des Grundstücks, Herr Butter, die Rückübertragung des Eigentums am Grundstück auf sich.

Die Rechtsgrundlage zur Lösung dieses Falls findet sich in den Paragraphen 891 und 892 des BGB.

§ 892:

Zugunsten desjenigen, welcher ein Recht an einem Grundstück oder ein Recht an einem solchen Rechte durch Rechtsgeschäft erwirbt, gilt der Inhalt des Grundbuches als richtig, es sei denn, dass ein Widerspruch gegen die Richtigkeit eingetragen oder die Unrichtigkeit dem Erwerber bekannt ist.

§ 891:

Ist im Grundbuche für jemand ein Recht eingetragen, so wird vermutet, dass ihm das Recht zustehe. Ist im Grundbuch ein eingetragenes Recht gelöscht, so wird vermutet, dass das Recht nicht bestehe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Notwendigkeit von Kreditsicherheiten für Kreditinstitute ein und definiert das Grundbuch als essenzielle Grundlage zur Wertermittlung von Immobilien.

2. Wesen und Art des Grundbuchs: Hier werden die historische Entwicklung, der Begriff des Grundbuchs sowie die konstitutive Wirkung und der öffentliche Glaube erläutert.

3. Aufbau und Inhalt: Dieses Kapitel beschreibt die technische Struktur des Grundbuchs, bestehend aus Aufschrift, Bestandsverzeichnis und den drei Abteilungen, sowie deren Identifizierungsfunktion.

4. Abteilung I: Fokus auf die Erfassung der Eigentumsverhältnisse, die verschiedenen Eigentumsformen und die rechtlichen Grundlagen der Übertragung.

5. Abteilung II: Detaillierte Betrachtung der dinglichen Rechte, insbesondere Lasten, Beschränkungen, Vormerkungen und Widersprüche, die den Sicherungswert mindern können.

6. Abteilung III: Erläuterung der Grundpfandrechte, insbesondere der Grundschuld, sowie die Regelungen zum Rangverhältnis von Eintragungen.

7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Relevanz des Grundbuchs für die Beleihungswertermittlung unter Berücksichtigung von Risikofaktoren wie Altlasten.

Schlüsselwörter

Grundbuch, Kreditsicherung, Baufinanzierung, Eigentum, Grundpfandrecht, Grundschuld, Hypothek, öffentlicher Glaube, Grundbuchordnung, BGB, Abteilung I, Abteilung II, Abteilung III, dingliche Rechte, Beleihungswert

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung und Funktion des Grundbuchs als zentrales Instrument für Kreditinstitute zur Absicherung von Baufinanzierungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind der Aufbau des Grundbuchs, die Rechtsverhältnisse in den drei Abteilungen, der öffentliche Glaube des Grundbuchs sowie die Rolle von Grundpfandrechten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Leser einen detaillierten Überblick über das Grundbuch zu geben, um dessen Nutzen und Risiken bei der Absicherung von Immobilienkrediten besser einschätzen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die rechtliche Grundlagen (BGB, GBO) mit praktischen Beispielen aus der Kreditsicherungspraxis verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Struktur des Grundbuchs, die detaillierte Analyse der Abteilungen I bis III und die Einordnung der Grundschuld als wichtigstes Sicherungsmittel.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Grundbuch, Kreditsicherung, Grundschuld, Eigentumsverhältnisse, dingliche Rechte und öffentlicher Glaube charakterisiert.

Wie wirkt sich der öffentliche Glaube auf einen Immobilienkauf aus?

Der öffentliche Glaube schützt den gutgläubigen Erwerber, sofern dieser nicht weiß, dass die Eintragung im Grundbuch unrichtig ist, was zur Rechtssicherheit im Grundstücksverkehr beiträgt.

Warum wird in der Praxis heute eher die Grundschuld statt der Hypothek genutzt?

Die Grundschuld ist abstrakter und flexibler in der Handhabung, da sie nicht zwingend an eine bestimmte Forderung gebunden ist und somit verschiedene Kredite innerhalb einer Geschäftsbeziehung absichern kann.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Grundbuch vor dem Hintergrund der Kreditsicherungspraxis
Hochschule
Berufsakademie Welfenakademie Braunschweig
Note
2,0
Autor
Bachelor of Arts (B.A.) Anika Koch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
20
Katalognummer
V93555
ISBN (eBook)
9783638063340
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundbuch Hintergrund Kreditsicherungspraxis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts (B.A.) Anika Koch (Autor:in), 2006, Das Grundbuch vor dem Hintergrund der Kreditsicherungspraxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93555
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Leseprobe aus  20  Seiten
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