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Saint Germain und Südtirol 1918/19. Was wollte die österreichische Politik für Südtirol erreichen?

Titel: Saint Germain und Südtirol 1918/19. Was wollte die österreichische Politik für Südtirol erreichen?

Seminararbeit , 2020 , 19 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Saint Germain und Südtirol 1918/19. Zunächst befasst sich mit einer Vorgeschichte und zeigt auf, warum Italien aus dem Dreibund ausschied. Anschließend behandelt der Autor die Ereignisse des Londoner Vertrages. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Staatsvertrag von Saint Germain. Dabei wird zunächst der Weg der österreichischen Delegation in Saint Germain umrissen, danach wird die Übergabe des ersten Teils des Staatsvertrages von Saint Germain dargelegt, schließlich auch die Übergabe des zweiten Teils. Danach wird die Reaktion Österreichs auf die Friedensbedingungen behandelt. Abschließend wird die frühen Phase Südtirols unter Italien thematisiert: Als erstes wird das Scheitern des frühen Faschismus dargelegt. Danach wird das Ziel des Deutschen Verbandes dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorgeschichte

3 Italienische Gebietsansprüche auf Südtirol und der Londoner Vertrag von 1915

4 Der Staatsvertrag von Saint Germain 1918/19

5 Die Reaktion Österreichs auf den Friedensbedingungen

6 Die frühe Phase Südtirols unter Italien

7 Schlussbetrachtung

8 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Ereignisse und diplomatischen Verflechtungen rund um den Staatsvertrag von Saint Germain und deren Auswirkungen auf das Schicksal Südtirols in den Jahren 1918 und 1919. Dabei wird analysiert, wie die politischen Ambitionen der Großmächte sowie die österreichischen und tirolischen Bemühungen um den Erhalt des Territoriums an der neuen geopolitischen Realität nach dem Ersten Weltkrieg scheiterten.

  • Die Auflösung des Dreibunds und der Einfluss des Londoner Vertrags von 1915
  • Die diplomatischen Bemühungen der österreichischen Delegation in Saint Germain
  • Die Rolle der Tiroler Landespolitik und der Wunsch nach einer neutralen Republik
  • Die frühen Italianisierungsversuche unter Ettore Tolomei und der Widerstand dagegen
  • Die Gründung des Deutschen Verbandes und die Verhandlungen zur Autonomie

Auszug aus dem Buch

3 Italienische Gebietsansprüche auf Südtirol und der Londoner Vertrag von 1915

Die Ermordung von Franz Ferdinand im Sarajewo am 28. Juli 1914 ging dem Ersten Weltkrieg voraus. Österreich-Ungarn hatte dann am 23. Juli ein Ultimatum an Serbien gestellt und am 28. Juli Serbien nach Absprache mit Berlin den Krieg erklärt. Rom wurde am Tag der Kriegserklärung informiert. Die Ablehnung des Ultimatums von Belgrad führte dann letztendlich zum Ersten Weltkrieg. Bevor Italien gegen Serbien auch in den Krieg zog, wollte es eine Entschädigung, auch wenn das Gebiet Serbiens vorübergehend besetzt würde. Dieses Verhalten Italiens bedeutete, dass es das Trentino bekam, wozu Berlin bereit war; im Gegenzug musste es sich den Verbündeten gegen Serbien anschließen oder zumindest eine freundschaftliche Neutralität gewährleisten.

Die Neutralitätserklärung Italiens kam dann am 2. August 1914, die allerdings aus genannten Gründen nicht als Mittel zur Wahrung des Friedens angesehen werden kann. Diese Neutralität veranlasste Italien, seinen Zukunftsplan fertigzustellen und das Lager zu wählen, das am ehesten mit seiner Idee der nationalen Grenzsicherheitspolitik und der imperialen Expansionsstrategie übereinstimmte. Italien wollte zu einer Großmacht werden, aber dem widersprach die Großmacht Österreich-Ungarn, die mit der Annexion von Bosnien und Herzegowina 1908 die Hoffnung Italiens auf eine Vorherrschaft auf dem Balkan auslöschte. Italien rechtfertigte diese Neutralität nun dadurch, dass es keinen Grund gebe, gegen Serbien Krieg zu führen, weil es gegen Italiens eigene natürliche und nationale Interessen verstoßen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung bietet einen historischen Überblick über die Bündnissituation vor 1914 sowie die Enttäuschungen durch die 14-Punkte-Erklärung von Woodrow Wilson.

2 Vorgeschichte: In diesem Kapitel wird der Austritt Italiens aus dem Dreibund beleuchtet, insbesondere im Kontext der Bosnienkrise und der gescheiterten Außenpolitik von Alois Lexa von Aehrenthal.

3 Italienische Gebietsansprüche auf Südtirol und der Londoner Vertrag von 1915: Der Fokus liegt hier auf den imperialen Ambitionen Italiens und dem geheimen Abschluss des Londoner Vertrags sowie dessen Auswirkungen auf die territoriale Integrität Tirols.

4 Der Staatsvertrag von Saint Germain 1918/19: Dieses Kapitel analysiert den Weg der österreichischen Delegation nach Saint Germain und das Scheitern der Bemühungen um eine unabhängige Tiroler Republik.

5 Die Reaktion Österreichs auf den Friedensbedingungen: Hier wird der diplomatische Kampf Österreichs gegen die diktierten Friedensbedingungen und das Ausbleiben internationaler Unterstützung für den Verbleib Südtirols bei Österreich dargestellt.

6 Die frühe Phase Südtirols unter Italien: Das Kapitel behandelt die ersten Assimilierungsversuche unter Ettore Tolomei sowie die vergeblichen Bemühungen des Deutschen Verbandes zur Erlangung einer Autonomie.

7 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die historischen Entwicklungen zusammen und verdeutlicht das Schicksal Südtirols als Ergebnis des nationalistischen Imperialismus Italiens.

8 Literaturverzeichnis: Dies ist ein systematisches Verzeichnis der in der Arbeit zitierten historischen Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.

Schlüsselwörter

Südtirol, Saint Germain, Erster Weltkrieg, Londoner Vertrag, Österreich-Ungarn, Friedenskonferenz, Italianisierung, Ettore Tolomei, Autonomie, Deutscher Verband, Diplomatie, Minderheiten, Territorialverlust, Bosnienkrise, Nachkriegszeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die diplomatischen und politischen Prozesse, die 1918/19 zum Verlust Südtirols für Österreich führten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Zusammenbruch des Dreibundes, der Londoner Vertrag, die Friedensverhandlungen von Saint Germain und die frühe Integrationspolitik unter italienischer Herrschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, wie der Verlust Südtirols zustande kam, welche diplomatischen Alternativen versäumt wurden und wie sich die italienische Verwaltung nach dem Ersten Weltkrieg positionierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode unter Auswertung einschlägiger Fachliteratur und zeitgenössischer Dokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Phasen der Friedensverhandlungen, der Rolle der österreichischen und Tiroler Delegationen sowie dem Widerstand gegen die ersten Italianisierungsversuche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Friedensvertrag, Südtirol, Nationalismus, Diplomatie und Autonomie.

Welche Rolle spielte US-Präsident Woodrow Wilson in diesem Prozess?

Wilson wird insbesondere wegen seiner nicht erfüllten 14-Punkte-Garantie für das Selbstbestimmungsrecht der Völker kritisiert, was zum Scheitern der österreichischen Hoffnungen beitrug.

Warum scheiterte der Deutsche Verband in seinen Autonomiebestrebungen?

Der Deutsche Verband erhielt trotz der anfänglichen Gesprächsbereitschaft italienischer Politiker wie Nitti keine rechtlich bindenden Zusagen, was nach dem Sturz der Nitti-Regierung zur Bedeutungslosigkeit führte.

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Details

Titel
Saint Germain und Südtirol 1918/19. Was wollte die österreichische Politik für Südtirol erreichen?
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V935700
ISBN (eBook)
9783346263797
ISBN (Buch)
9783346263803
Sprache
Deutsch
Schlagworte
saint germain südtirol politik österreich italien londoner vertrag österreichische Delegation die reaktion österreichs der deutsche Verband
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Saint Germain und Südtirol 1918/19. Was wollte die österreichische Politik für Südtirol erreichen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/935700
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Leseprobe aus  19  Seiten
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