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Gesellschaftlicher Wandel in Japan und dessen mögliche Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen zu den Deutschen

Title: Gesellschaftlicher Wandel in Japan und dessen mögliche Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen zu den Deutschen

Seminar Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sarah Klotz (Author)

Cultural Studies - Empiric Cultural Studies
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In der vorliegenden Arbeit „Gesellschaftlicher Wandel in Japan und dessen mögliche Auswirkung auf die Geschäftsbeziehungen zu den Deutschen“ soll der Frage nachgegangen werden, ob sich in der japanischen Gesellschaft einen Wertewandel vollzieht, in welche Richtung er geht und was dieser Wandel für Auswirkungen auf Firmenstrukturen, Arbeitsweisen und Verhalten der Geschäftsmänner hat und noch haben kann. Sollte dieser Wandel eine Annäherung an deutsche Verhaltensmuster bzw. Wertemuster andeuten, ist davon auszugehen, dass er die Geschäftsbeziehungen zwischen Japanern und Deutschen erleichtern sowie Kommunikationsprobleme und Missverständnisse auflösen könnte.
6 Abstract
The present draft refers to the seminar paper given during class and deals with the social change in Japan and their possible effects on the problematical business connections between Japanese and Germans. The Japanese culture and mentality results from historical events and three religions: Shinto, Confucianism and Buddhism. A traditional Japanese characterizes the observance of hierarchical structures, which means showing respect for elder people, being ambitious, disciplined and submissive. These characteristics are also laid down in the business structures and methods. And there lies the problem in the business connection to Germany or western nations, because western civilizations have already removed hierarchical struktures. But since the 2nd World War several surveys have been led through with the findings that the Japanese people undergo a certain change of values: traditional values go down in value, ´modern´ ones like individualism, self-realization and equality of genders gain in importance. This process also affects the business structures, at the moment only sporadically, but if the change of values continues, the school system and enterprises will have to adapt to this trend. As a result Japanese might shed these traditional structures and be less complicated and more open for foreign countries in the time of globalization, otherwise it might even lose in its competitiveness.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Religion und Geschichte – Die wichtigsten Einflussfaktoren der japanischen Kultur

2.1 Religionen

2.2 Geschichtliche Ereignisse

3 Besonderheiten der Japaner

4 Wandlungsprozesse seit dem 2. Weltkrieg

5 Zusammenfassung und Ausblick

6 Abstract

7 Anhang

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, ob sich in der japanischen Gesellschaft ein Wertewandel vollzieht, welche Richtung dieser einschlägt und welche Auswirkungen er auf Firmenstrukturen, Arbeitsweisen und das Verhalten japanischer Geschäftsleute im Kontext der Zusammenarbeit mit deutschen Partnern hat.

  • Einflussfaktoren der japanischen Kultur (Religion und Geschichte)
  • Traditionelle Besonderheiten der japanischen Gesellschaft
  • Wandlungsprozesse seit dem Zweiten Weltkrieg
  • Vergleich der Organisationsprinzipien und Unternehmenskulturen
  • Analyse der Auswirkungen von Individualisierung auf Geschäftsbeziehungen

Auszug aus dem Buch

3 Besonderheiten der Japaner

Aus denen unter Punkt 2 aufgeführten Ereignissen ergeben sich folglich die Besonderheiten der japanischen Kultur. So haben z.B. der Shintoismus und der Konfuzianismus einen starken Einfluss auf die Mentalität der Japaner genommen; zentrale Punkte dieser Glaubensrichtungen sind hierarchische Unterordnung und das Pflichtbewusstsein, dem Kollektiv und damit letztlich dem Staat zu nutzen. Voraussetzung dafür war ein hohes Bildungsniveau. Erwähnenswert ist an dieser Stelle das Militärgesetzbuch der Samurai für Ethik „Bushido“, dass in der Edo-Zeit eine große Rolle spielte. Als tugendhaft galt: „Absolute Treue, kindliche Ehrfurcht, Bereitschaft zur Bildung. Von Höhergestellten wird erwartet, daß [sic!] sie Untergebene mit Wohltaten bedenken. Der Untergebene ist aber gleichermaßen verpflichtet, sich durch Gehorsam und Ehrfurcht dankbar zu erweisen. Der Undankbare wird gesellschaftlich geächtet. Die Pflichterfüllung steht an erster Stelle. Alle persönlichen Gefühle und Emotionen, die die Pflichterfüllung verhindern, müssen unterdrückt werden.“

Mit der Meiji-Restauration und der einsetzenden Industrialisierung flossen diese Werte der Feudalzeit in die Unternehmensstrukturen ein: „Staat und Unternehmen wurden als Familie identifiziert, in der es vor allem auf Pflichterfüllung, Ehrfurcht vor Statushöheren, gegenseitiges Vertrauen, Bereitschaft zur Bildung, Treue, Harmonie in der Gruppe usw. ankomme.“

Basierend auf dem Aspekt ´gegenseitiges Vertrauen´ ergibt sich die lebenslange Beschäftigung von Mitarbeitern in Japan. Die Verpflichtung zur Unternehmenstreue beruht auf Gegenseitigkeit. Da individuelle Karrieremuster dem Prinzip der lebenslangen Einstellung und dem Kollektivdenken widersprechen und folglich die harmonischen Grundbeziehungen stören würden, entspricht eine Beförderung auf der Basis des Senioritätsprinzips der japanischen Kultur besser, als eine nach dem uns bekannten Leistungsprinzip.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit skizziert die Fragestellung nach einem Wertewandel in Japan und dessen potenziellen Auswirkungen auf die deutsch-japanischen Geschäftsbeziehungen unter Einbeziehung der Kulturdimensionen von Hofstede.

2 Religion und Geschichte – Die wichtigsten Einflussfaktoren der japanischen Kultur: Es werden der Shintoismus, Konfuzianismus und Buddhismus sowie geschichtliche Etappen wie die Edo-Zeit und die Meiji-Restauration als Grundlagen der japanischen Mentalität analysiert.

3 Besonderheiten der Japaner: Dieses Kapitel erläutert, wie sich traditionelle Werte wie Hierarchie, Pflichtbewusstsein und das Senioritätsprinzip in der japanischen Gesellschaft und Arbeitswelt manifestieren.

4 Wandlungsprozesse seit dem 2. Weltkrieg: Die Untersuchung zeigt eine zunehmende Abkehr von traditionellen kollektivistischen Werten hin zu mehr Individualismus, insbesondere bei der jüngeren Generation.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Der Autor schlussfolgert, dass der fortlaufende Wertewandel hierarchische Strukturen abbauen und die Annäherung an westliche Verhaltensmuster erleichtern könnte.

6 Abstract: Eine englischsprachige Zusammenfassung der wesentlichen Untersuchungsergebnisse und der kulturellen Herausforderungen in der Geschäftswelt.

7 Anhang: Grafiken und Tabellen, die die theoretischen Ausführungen zu Organisationsprinzipien und Wertestrukturen illustrieren.

Schlüsselwörter

Japan, Wertewandel, Geschäftsbeziehungen, Kulturdimensionen, Senioritätsprinzip, Kollektivismus, Individualismus, Unternehmensstruktur, Tradition, Moderne, Hierarchie, Sozialisation, Industrialisierung, Führungskultur, Harmonieprinzip

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert den gesellschaftlichen Wertewandel in Japan und dessen Auswirkungen auf die professionelle Zusammenarbeit mit deutschen Geschäftspartnern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Einfluss von Religionen und Geschichte auf die Mentalität, der Struktur japanischer Organisationen sowie der Dynamik zwischen Kollektivismus und Individualismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob sich die japanische Gesellschaft westlichen Wertemustern annähert und wie dieser Prozess Missverständnisse im Geschäftsalltag reduzieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Heranziehen soziologischer Studien sowie der Anwendung von Hofstedes Kulturdimensionen auf das japanische Arbeitsumfeld.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil behandelt die historische Herleitung japanischer Besonderheiten, die Analyse von Wandlungsprozessen seit dem Zweiten Weltkrieg sowie den Vergleich zwischen vertikalen und horizontalen Organisationsstrukturen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die zentralen Begriffe umfassen Wertewandel, Senioritätsprinzip, Hierarchieabbau und den Wandel von unternehmenskulturellen Werten in einer globalisierten Welt.

Welche Rolle spielen die Religionen für das japanische Geschäftsleben?

Der Shintoismus und Konfuzianismus prägen bis heute Normen wie Pflichterfüllung, Selbstbeherrschung und die Einbettung in hierarchische Beziehungen, was sich in der Unternehmensführung widerspiegelt.

Wie verändert sich die Einstellung junger Japaner zur Karriere?

Studien zeigen, dass jüngere Generationen zunehmend nach individueller Selbstverwirklichung streben und sich von traditionellen Vorstellungen wie der lebenslangen Unternehmenszugehörigkeit oder dem strikten Senioritätsprinzip distanzieren.

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Details

Title
Gesellschaftlicher Wandel in Japan und dessen mögliche Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen zu den Deutschen
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Fakultät für Kulturwissenschaften)
Course
Kulturdimensionen und internationale Unternehmenstätigkeit
Grade
1,3
Author
Sarah Klotz (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V93606
ISBN (eBook)
9783640099443
Language
German
Tags
Gesellschaftlicher Wandel Japan Auswirkungen Geschäftsbeziehungen Deutschen Kulturdimensionen Unternehmenstätigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Klotz (Author), 2003, Gesellschaftlicher Wandel in Japan und dessen mögliche Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen zu den Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93606
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