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Frühe Mehrsprachigkeit bei Kindern - Chance oder Risiko?

Title: Frühe Mehrsprachigkeit bei Kindern - Chance oder Risiko?

Seminar Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sarah Klotz (Author)

Speech Science / Linguistics
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In der vorliegenden Arbeit mit dem Titel „Frühe Mehrsprachigkeit bei Kindern – Chance oder Risiko“ sollen einleitend kurz die zwei Phasen des Spracherwerbs nach Oksaar dargestellt werden. Aufbauend auf die Definition von Mehrsprachigkeit wird dann eine Zusammenfassung von der Entwicklung Europas zur Einsprachigkeit sowie Ängsten, Befürchtungen und teilweise Vorurteilen bezüglich der frühen Mehrsprachigkeit zeigen, wie die Förderung dieser lange Zeit verhindert und unterdrückt wurde. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse belegen mittlerweile Gegenteiliges. Daran anschließend werden die verschiedenen Formen von Mehrsprachigkeit dargestellt und auch mögliche Schwierigkeiten und Probleme aufgezeigt. Mit internationalen Beispielen von Mehrsprachigkeitsförderung und einer Zusammenfassung schließt dann die Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zwei Phasen des Spracherwerbs

3 Der Begriff Mehrsprachigkeit

4 Die Entstehung und Verfechtung der Einsprachigkeit in Europa

5 Die verschiedenen Formen und Eigenschaften von Mehrsprachigkeit

6 Probleme und Schwierigkeiten der Mehrsprachigkeit

7 Mehrsprachigkeit als Chance

8 Beispiele der institutionellen Förderung von Mehrsprachigkeit

9 Zusammenfassung

10 Abstract

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Potenzial und die Herausforderungen früher Mehrsprachigkeit bei Kindern, mit dem Ziel aufzuzeigen, dass der Erwerb mehrerer Sprachen im frühen Kindesalter eine wertvolle Chance darstellt und wissenschaftlich belegbare Vorteile gegenüber einem rein einsprachigen Aufwachsen bietet.

  • Phasen des natürlichen Spracherwerbs bei Kindern
  • Historische Entwicklung des europäischen Einsprachigkeitsideals
  • Differenzierung verschiedener Formen der Mehrsprachigkeit
  • Analyse möglicher Hürden wie Sprachmischung und Stottern
  • Internationale Modelle institutioneller Sprachförderung

Auszug aus dem Buch

6 Probleme und Schwierigkeiten der Mehrsprachigkeit

Beim Erwerben von zwei oder mehreren Sprachen kann es zu verschiedenen Schwierigkeiten und Problemen kommen. So stellt zum Beispiel die Sprachverweigerung, bei der das Kind sich weigert eine der Sprachen zu sprechen, ein Problem dar. Häufig sind dabei emotionale oder soziale Gründe von Relevanz. Emotionale Gründe sind beispielsweise die negative Einstellung des sozialen Umfeldes zur jeweiligen Sprache oder eine (zeitweise) gestörte Beziehung zwischen dem Kind und den Eltern – bei der ´une personne – une langue´ Methode mit dem Elternteil, der die betroffene Sprache spricht. Soziale Gründe können ein geringeres Prestige der Sprache oder ein monolinguales Umfeld sein, welchem sich das Kind anpassen möchte. Auch kann eine Sprache verweigert werden, da sie weniger gut beherrscht wird und damit als schwächere gilt. An dieser Stelle ist anzumerken, dass die Sprachen zeitweise in ihrer Dominanz beziehungsweise Schwäche variieren. Mangelhafte Sprachbeherrschung ist meist die Folge von geringem sprachlichen Input, also geringem Sprachkontakt und damit fehlender Übung. Oftmals fehlt dann auch die Motivation, wenn das Kind weiß, dass der Gesprächspartner die andere, stärkere Sprache versteht und/ oder spricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über den Spracherwerb nach Oksaar und thematisiert den historischen sowie gesellschaftlichen Umgang mit Mehrsprachigkeit.

2 Zwei Phasen des Spracherwerbs: Es wird erläutert, wie sich die sprachliche Entwicklung eines Kindes in der sprachlichen Ontogenese und der primären Erweiterungsstufe vollzieht.

3 Der Begriff Mehrsprachigkeit: Dieses Kapitel definiert Mehrsprachigkeit und unterscheidet zwischen individueller, territorialer und institutioneller Ausprägung.

4 Die Entstehung und Verfechtung der Einsprachigkeit in Europa: Die Untersuchung beleuchtet, wie Nationalstaaten das Ideal der Einsprachigkeit förderten und Vorurteile gegen Mehrsprachigkeit schürten.

5 Die verschiedenen Formen und Eigenschaften von Mehrsprachigkeit: Es werden verschiedene Erwerbskonstellationen wie bivalenter Erstspracherwerb, Immersion und additive versus subtraktive Zweisprachigkeit analysiert.

6 Probleme und Schwierigkeiten der Mehrsprachigkeit: Dieses Kapitel widmet sich Herausforderungen wie Sprachverweigerung, Sprachmischung und Interferenzen sowie deren Ursachen.

7 Mehrsprachigkeit als Chance: Es werden die kognitiven und sozialen Vorteile beleuchtet, die mehrsprachigen Kindern durch ein höheres metasprachliches Bewusstsein zugesprochen werden.

8 Beispiele der institutionellen Förderung von Mehrsprachigkeit: Anhand kanadischer und luxemburgischer Beispiele werden erfolgreiche Modelle der Immersion und des trilingualen Unterrichts dargestellt.

9 Zusammenfassung: Die Autorin resümiert, dass frühe Mehrsprachigkeit eine große Chance bietet und politische Förderung in Kindergärten wünschenswert wäre.

10 Abstract: Eine kurze Zusammenfassung der Arbeit in englischer Sprache.

Schlüsselwörter

Frühe Mehrsprachigkeit, Spracherwerb, Sprachkontakt, bilinguale Erziehung, Immersion, Sprachmischung, Interferenz, Sprachentwicklung, kognitive Entwicklung, Mehrsprachigkeitsförderung, Zweitspracherwerb, Erstsprache, Fremdsprachenunterricht, Identität, Sozialisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen, die mit dem frühen Erlernen mehrerer Sprachen im Kindesalter verbunden sind.

Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?

Im Zentrum stehen die Phasen des Spracherwerbs, historische Hintergründe, die Differenzierung verschiedener Mehrsprachigkeitsformen sowie praktische Förderkonzepte wie die Immersion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Vorurteile gegenüber früher Mehrsprachigkeit wissenschaftlich zu entkräften und aufzuzeigen, dass dieses Phänomen eine große Chance für die kognitive und soziale Entwicklung von Kindern darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende linguistische und pädolinguistische Theorien und Studien zusammenführt und kritisch bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Spracherwerbs, eine historische Einordnung, eine differenzierte Betrachtung von Sprachproblemen und eine Analyse erfolgreicher internationaler Bildungsmodelle.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Frühe Mehrsprachigkeit, bilinguale Erziehung, Immersion, Sprachmischung und Sprachkompetenz.

Welche Rolle spielt das „une personne – une langue“-Prinzip?

Es dient als eines der zentralen methodischen Modelle für den natürlichen bilingualen Erstspracherwerb innerhalb der Familie.

Was lässt sich aus dem Vergleich kanadischer und luxemburgischer Modelle lernen?

Die Arbeit zeigt, dass die Effektivität von Immersion stark von der Intensität des Sprachkontakts und der Einbettung in das Alltagsleben oder formale Unterrichtsstrukturen abhängt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Kindergartens?

Sie plädiert dafür, Fremdsprachenförderung bereits in den Kindergarten zu integrieren, um die natürliche Lernfähigkeit in den ersten Lebensjahren optimal zu nutzen.

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Details

Title
Frühe Mehrsprachigkeit bei Kindern - Chance oder Risiko?
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Course
Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit
Grade
2,0
Author
Sarah Klotz (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V93610
ISBN (eBook)
9783640099542
Language
German
Tags
Frühe Mehrsprachigkeit Kindern Chance Risiko Sprachkontakt Mehrsprachigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Klotz (Author), 2008, Frühe Mehrsprachigkeit bei Kindern - Chance oder Risiko? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93610
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