In der vorliegenden Arbeit „Der Bezirk Kreuzberg als Standort der Musikbranche in Berlin“ soll die Auswertung einer Befragung einzelner im Berliner Bezirk ´Kreuzberg´ angesiedelten Musiklabels, die primär das Musikgenre ´Rock´ betreuen, dargestellt werden. Bei der Befragung sollte eine knappe Bewertung des Bezirks ´Kreuzberg´ als Unternehmensstandort und als Lebensumgebung, sowie zur Stadt Berlin abgegeben werden. Einleitend wird dafür zunächst auf den Begriff ´Musikwirtschaft´ eingegangen, ihre Position innerhalb der Kulturwirtschaft dargelegt, ihre Relevanz für die Stadt Berlin aufgezeigt sowie ihre Eigenschaften dargestellt. Im Folgenden soll kurz auf die Politik Berlins eingegangen werden, um dann die Erhebung und ihre Ergebnisse vorzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der Begriff ´Musikwirtschaft´
2.1 Die Musikwirtschaft innerhalb der Kulturwirtschaft
2.2 Die Bedeutung der Musikwirtschaft für Berlin
2.3 Charakteristika der Berliner Musikwirtschaft
3 Die Politik Berlins
4 Die Erhebung
4.1 Auswertung der Erhebung
5 Zusammenfassung
6 Abstract
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung des Berliner Bezirks Kreuzberg als Standort für Musiklabels, die primär im Genre Rock tätig sind. Ziel ist es, durch eine empirische Erhebung die Zufriedenheit dieser Unternehmen mit dem Standort und ihr Urteil zur Stadt Berlin als Kreativmetropole zu analysieren.
- Struktur und Relevanz der Musikwirtschaft in Berlin
- Einfluss der Berliner Landespolitik auf die Kreativwirtschaft
- Empirische Untersuchung von Rock-Musiklabels in Kreuzberg
- Bewertung von Standortfaktoren und Lebensumfeld durch die Label-Betreiber
Auszug aus dem Buch
2.2 Die Bedeutung der Musikwirtschaft für Berlin
In Berlin waren im Jahr 2005 7,5 Prozent der Musikunternehmen in Deutschland ansässig, 2004 waren es noch 7 Prozent. Das entspricht ungefähr 1.500 Unternehmen, die 6.200 Mitarbeiter beschäftigen. Ein Jahr zuvor, 2005, waren es noch 8 Prozent weniger Beschäftigte. Die Musikwirtschaft erlangt dadurch in Berlin den Stand der Branche mit den höchsten Wachstumsraten bei Umsätzen und Beschäftigten innerhalb der Kreativwirtschaft. Innerhalb von vier Jahren ab 2001 hat sich die Zahl der Berliner Mitglieder des Verbands Unabhängiger Tonträgerunternehmen (VUT) von 64 auf 212 Unternehmen mehr als verdreifacht. Dadurch ist der Anteil Berlins an den bundesweiten Mitgliedern von 11 Prozent auf über 18 Prozent gestiegen. Fast jedes fünfte VUT-Mitglied ist in der Stadt ansässig, mehr als in jedem anderen Ballungsraum in Deutschland.
Heute hat der VUT über 1.130 Mitglieder, circa doppelt so viele wie im Jahr 2001. Rund 62 Prozent dieser Unternehmen sind in den letzten sieben Jahren gegründet worden. Schon heute werden über 60 Prozent der Umsätze aus der deutschen Musikbranche in Berlin getätigt. Die Unternehmen der Berliner Musikwirtschaft (Kernbereich) erwirtschafteten 2002 rund 8,5 Prozent des Umsatzvolumens der Musikwirtschaft in Deutschland. Die höchsten Umsatzanteile innerhalb der Berliner Musikwirtschaft erwirtschafteten die Musiklabels (88 Mio. €) gefolgt von den Konzertveranstaltern (70Mio. €), den Musikverlagen (43 Mio. €), den Herstellern von Musikinstrumenten (42 Mio. €) sowie den selbständigen Komponisten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Musiklabels in Kreuzberg und Vorstellung der Zielsetzung der Befragung.
2 Der Begriff ´Musikwirtschaft´: Definition der Musikwirtschaft, Einordnung in die Kulturwirtschaft und Darstellung der Wertschöpfungskette.
3 Die Politik Berlins: Erläuterung der Rolle der Landesinitiative „Projekt Zukunft“ und deren Fördermaßnahmen für die Kreativwirtschaft.
4 Die Erhebung: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und der Auswahl der befragten Musiklabels.
4.1 Auswertung der Erhebung: Präsentation und Analyse der Ergebnisse bezüglich der Standortzufriedenheit und der Einschätzung Berlins durch die Unternehmen.
5 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerung zur Attraktivität des Standorts Kreuzberg.
Schlüsselwörter
Musikwirtschaft, Berlin, Kreuzberg, Kulturwirtschaft, Rockmusik, Musiklabels, Standortfaktoren, Kreativwirtschaft, Projekt Zukunft, Unternehmensgründung, Standortpolitik, Musikbranche, Wirtschaftsförderung, Standortzufriedenheit, Kreativmetropole.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Bedeutung des Bezirks Berlin-Kreuzberg als Standort für Musikunternehmen, speziell für Labels, die dem Genre Rock zuzuordnen sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Arbeit deckt die Definition der Musikwirtschaft, die Relevanz für den Standort Berlin, die Rolle der lokalen Politik sowie die Standortzufriedenheit spezifischer Unternehmen ab.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es, durch eine Befragung von acht Musiklabels in Kreuzberg herauszufinden, warum diese Unternehmen den Bezirk gewählt haben und wie sie ihr Umfeld bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin verwendet eine teilstrukturierte Befragung mittels eines Fragebogens, der an die Führungskräfte der ausgewählten Musiklabels gerichtet wurde.
Welche inhaltlichen Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil befasst sich mit der ökonomischen Bedeutung der Musikwirtschaft in Berlin, der Rolle von Förderprogrammen wie „Projekt Zukunft“ und der detaillierten Auswertung der Label-Umfrage.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Musikwirtschaft, Standortfaktoren, Berlin-Kreuzberg, Kreativwirtschaft und Standortpolitik.
Wie bewerten die befragten Labels die Berliner Politik?
Die Berliner Politik wurde mehrheitlich mit den Noten 2 bis 3 bewertet, was auf eine als sinnvoll empfundene Unterstützung der Branche hindeutet.
Wie stehen die Unternehmer zu einem möglichen Wegzug aus Kreuzberg?
Keines der befragten Unternehmen äußerte den Wunsch, Berlin zu verlassen, und nur ein kleiner Teil zog einen Wegzug aus dem Bezirk Kreuzberg in Betracht.
- Quote paper
- Sarah Klotz (Author), 2007, Der Bezirk Kreuzberg als Standort der Musikbranche in Berlin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93611