Der Begriff Scrum stammt ursprünglich aus der Sportart Rugby und beschreibt einen Spielzug. Auf deutsch bedeutet der Begriff so etwas wie „Gedränge“. Bei einem Rugby-Gedränge stehen sich acht Spieler jeder Mannschaft engumschlungen gegenüber und versuchen der gegnerischen Mannschaft stand zu halten. Bei dem Rugby-Spielzug kommt es vor allem auf die Teamfähigkeit an, ob der Spielzug funktioniert oder scheitert. Ähnlich ist es auch bei der Projektmanagementmethode Scrum, von der dieses Buch handelt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Was ist Scrum?
1.2 Was ist agil?
1.3 Warum Scrum?
2 Scrum im Detail
2.1 Scrum Charakteristik
2.2 Anforderungen
2.3 Product Backlog
2.4 Userstorys
2.5 Sprints
2.5.1 Sprint Planning Meeting 1
2.5.2 Sprint Planning Meeting 2
2.5.3 Sprint Backlog
2.5.4 Daily Scrum
2.5.5 Sprint Review Meeting
2.5.6 Sprint Retrospektive
2.6 Werkzeuge
2.6.1 Sprint Burndown Chart
2.6.2 Product Burndown Chart
2.6.3 Kapazitätsdiagramm
2.6.4 Velocity
3 Scrum Rollen
3.1 Product Owner
3.2 Team
3.3 Scrum Master
3.4 Kunden
4 Scrum Regeln zusammengefasst
4.1 Allgemein
4.2 Sprintablauf
4.2.1 Planning Meeting 1
4.2.2 Planning Meeting 2
4.2.3 Während des Sprints
4.2.4 Sprint Review Meeting
4.2.5 Sprint Retrospektive
4.3 Rollen
4.3.1 Scrum Master
4.3.2 Product Owner
4.3.3 Team
5 Vergleich mit Softwareengineering Modellen
5.1 Wasserfallmodell
5.1.1 Funktion
5.1.2 Wasserfallmodell gegenüber Scrum
5.2 Rational Unified Process
5.2.1 Funktion
5.2.2 RUP gegenüber Scrum
5.3 Extreme Programming
5.3.1 Was ist Extreme Programming?
5.3.2 Extreme Programming und Scrum
6 Vergleich mit herkömmlichem Projektmanagement
6.1 Projektplanung
6.1.1 Planung in Scrum
6.1.2 Projektstrukturplan
6.1.3 Releaseplan gegenüber Projektstrukturplan
6.2 Projektkontrolle und Projektsteuerung
6.2.1 Projektkontrolle und Projektsteuerung in Scrum
6.2.2 Herkömmliche Kontroll- und Steuermöglichkeiten
6.2.3 Herkömmliche Methoden gegenüber Scrum
6.3 Projektmanagementwerkzeuge
6.4 Teammanagement
7 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Scrum als agile Projektmanagementmethode, beleuchtet deren theoretische Grundlagen, Rollen und Prozesse und stellt diese herkömmlichen Softwareentwicklungs- sowie Projektmanagementmethoden gegenüber, um die spezifischen Vorteile und Herausforderungen bei der Implementierung aufzuzeigen.
- Grundlagen und Philosophie des agilen Projektmanagements mittels Scrum.
- Detaillierte Analyse der Scrum-Rollen, Artefakte und Meeting-Strukturen.
- Vergleich von Scrum mit klassischen Modellen wie dem Wasserfallmodell und dem Rational Unified Process (RUP).
- Gegenüberstellung von Scrum und Extreme Programming (XP).
- Untersuchung der Unterschiede zwischen agiler und herkömmlicher Projektplanung sowie Projektsteuerung.
Auszug aus dem Buch
2.5 Sprints
Wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln erwähnt, werden die Iterationen in Scrum Sprints genannt. Sprints haben während der Laufzeit eines Projektes eine feste Länge und sollten nicht unterschiedlich lang sein. Die maximale Länge eines Sprints sollte 30 Tage nicht überschreiten. Ein Sprint ist also ein Arbeitszyklus, in dem Anforderungen vom Scrum Team abgearbeitet werden. Anders als beim gleichklingenden Kurzstreckenlauf, sollten die Mitarbeiter nach einem Sprint nicht erschöpft sein, sondern frisch in einen neuen Sprint starten können.
Eine der wichtigsten Eigenschaften eines Sprints ist seine Unantastbarkeit. D.h. ein Sprintziel darf nicht in einem laufenden Sprint geändert werden. Dies gilt besonders für Entscheidungsträger, die gerne ihre Meinung ändern. Ein Sprint kann jedoch frühzeitig beendet werden, wenn das Sprintziel nicht erreicht werden kann, oder es z.B. zu einem Projektabbruch kommt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Begriff Scrum und das Konzept der Agilität ein und verdeutlicht die Notwendigkeit von Scrum durch die Darstellung von Teufelskreisläufen in klassischen Projekten.
2 Scrum im Detail: Hier werden die prozessualen Aspekte, von den Artefakten wie dem Product Backlog bis hin zu den Sprints und den verschiedenen Meetings, detailliert beschrieben.
3 Scrum Rollen: Dieses Kapitel erläutert die Rollenverteilung in Scrum, namentlich Product Owner, Team, Scrum Master und Kunden, und erklärt deren Verantwortlichkeiten sowie Abgrenzungen.
4 Scrum Regeln zusammengefasst: Eine kompakte Zusammenfassung der Scrum-Regeln, strukturiert nach den allgemein gültigen Prinzipien, dem Sprintablauf und den Rollenaufgaben.
5 Vergleich mit Softwareengineering Modellen: Hier erfolgt eine Gegenüberstellung von Scrum mit dem Wasserfallmodell, dem Rational Unified Process (RUP) und Extreme Programming (XP), um die Unterschiede in Dynamik und Vorgehensweise aufzuzeigen.
6 Vergleich mit herkömmlichem Projektmanagement: In diesem Kapitel wird der Unterschied zwischen agiler und klassischer Projektplanung, -kontrolle und -steuerung sowie der Einsatz von Werkzeugen und Teammanagement-Ansätzen detailliert betrachtet.
7 Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst den Status quo von Scrum zusammen und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung und Adaption der Methode außerhalb des IT-Sektors.
Schlüsselwörter
Scrum, Agiles Projektmanagement, Sprints, Agile Prinzipien, Product Backlog, Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Retrospektive, Product Owner, Scrum Master, Wasserfallmodell, Rational Unified Process, Extreme Programming, Projektplanung, Teammotivation.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der grundlegende Ansatz dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht Scrum als moderne Managementmethode, analysiert deren Struktur und vergleicht diese kritisch mit klassischen Projektmanagement- und Softwareentwicklungsansätzen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?
Zentrale Themen sind die Definition von Scrum, das Rollenverständnis innerhalb des Frameworks, der operative Ablauf von Sprints sowie der Vergleich mit anderen Modellen wie dem RUP oder dem Wasserfallmodell.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Funktionsweise von Scrum darzulegen und aufzuzeigen, warum und in welchen Bereichen Scrum gegenüber herkömmlichen, starreren Methoden Vorteile in der Projektdurchführung bietet.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie dem Vergleich von Prozessmodellen unter Berücksichtigung agiler Prinzipien und praktischer Erfahrungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Scrum-Mechanismen (Artefakte, Rollen, Events), eine Zusammenfassung der Regeln und einen umfassenden Vergleich mit etablierten Softwareengineering- und klassischen Managementmodellen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Scrum, Agilität, Sprints, Projektmanagement, Rollenverteilung, Prozessmodell, Softwareentwicklung.
Wie unterscheidet sich der Sprint-Ablauf laut Buch von klassischen Planungszyklen?
Im Gegensatz zu klassischen Methoden, bei denen oft starr geplant wird, zeichnet sich der Sprint-Ablauf durch Iterationen aus, bei denen das Sprintziel unantastbar bleibt, während die Aufgaben innerhalb des Sprints flexibel vom Team organisiert werden.
Warum betont der Autor die Bedeutung der "Kundennähe" in Scrum?
Kundennähe ist in Scrum entscheidend, da der Kunde kontinuierlich in den Prozess integriert wird, wodurch Anforderungen frühzeitig angepasst werden können, was die Produktqualität steigert und den "Time-to-Market"-Faktor optimiert.
- Quote paper
- Holger Staudacher (Author), Tobias Langenbacher (Author), 2008, Agiles Projektmanagement mit Scrum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93614