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Trauerverhalten und Todesvorstellungen von Kindern und Jugendlichen

Title: Trauerverhalten und Todesvorstellungen von Kindern und Jugendlichen

Intermediate Examination Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Katja Trümper (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Als Erwachsene, Eltern und Erzieher wünschen wir uns, dass Kinder fröhlich sind, lachen, spielen und das Leben genießen. Wir glauben oft nicht daran, dass es für Kinder schon von Bedeutung sein könnte, über Tod und Sterben zu reden. Außerdem fehlen uns oft der Mut, die richtigen Worte oder auch die Einsicht, mit Kindern darüber zu sprechen.
Aufgrund der persönlichen Konfrontation des Verlustes eines geliebten Menschen, habe ich mich entschlossen mich mit dieser Thematik eingehender zu beschäftigen. Doch wie können Kinder das, was für uns Erwachsene schon nur schwer zu verarbeiten ist, bewältigen? Was heißt es, wenn Kinder trauern? Ist Kindertrauer mit Erwachsenentrauer vergleichbar? Woran erkenne ich, dass Kinder in Trauer sind? Welche Möglichkeiten bestehen, ihnen in ihrer Trauer beizustehen? Viele Fragen, die nach Antworten suchen.
Die vorliegende Arbeit soll helfen diese Fragen zu beantworten. Ziel ist es herauszufinden, wie Kinder auf den Verlust eines geliebten Menschen reagieren, wodurch diese Reaktionen beeinflusst werden und wie man Kindern in dieser Zeit beistehen kann.
Diese Arbeit steigt mit der Thematik ein, wie mit Tod und Trauer in der Gesellschaft umgegangen wird. Anschließend und schwerpunktmäßig werde ich die verschiedenen Todesvorstellungen von Kindern nach den Grundsätzen von Stern, Gesell/ Ilg und Nagy vorstellen, wobei ich mich maßgeblich auf das Buch „Psychologische Aspekte von Tod und Trauer bei Kindern und Jugendlichen“ von Hildegard Iskenius-Emmler beziehe. Zur Ergänzung meiner Aufzeichnungen verwendete ich Literatur von Marlene Leist, Birgit Voß, Anne Fried und einigen anderen Autoren (siehe Literaturliste).
Nach der Vorstellung der einzelnen Todeskonzepte von Kindern und Jugendlichen werde ich kurz auf die Unterschiede im Trauerverhalten von Kindern und Erwachsenen eingehen, sowie auf Möglichkeiten hinweisen, wie man zu gesunder Trauerarbeit beitragen kann.
Abschließend werde ich Tod und Trauer im Märchen darstellen und mich auf das Beispiel „Leb wohl, lieber Dachs“ von Susan Varley konzentrieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Tod und Trauer in der Gesellschaft

3 Todesvorstellungen von Kindern und Jugendlichen

3.1 Das Todesbewusstsein von Kindern und Jugendlichen nach Stern

3.2 Grundsätze nach Gesell/ Ilg

3.3 Die Einstellung von drei- bis zehnjährigen Kindern gegenüber dem Tod nach Nagy

4 Trauerverhalten von Kindern und Jugendlichen

4.1 Das Phasenmodell der Trauerverarbeitung von Kübler-Ross

4.2 Unterschiede im Trauerverhalten von Kindern und Erwachsenen

4.3 Hilfemöglichkeiten, um zu gesunder Trauerarbeit beizutragen

4.4 Tod und Trauer im Märchen: Das Beispiel: „Leb wohl, lieber Dachs“

5 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das kindliche Verständnis von Tod und Sterben sowie die spezifischen Merkmale des Trauerverhaltens von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Erwachsene Kindern in Phasen des Verlustes einfühlsam und kompetent beistehen können.

  • Entwicklungspsychologische Aspekte der Todesvorstellungen bei Kindern
  • Vergleichende Analyse des Trauerverhaltens von Kindern und Erwachsenen
  • Die Rolle der gesellschaftlichen Tabuisierung des Todes
  • Praktische Hilfestellungen für eine gesunde Trauerbegleitung
  • Literarische Verarbeitung von Tod und Trauer am Beispiel von Märchen

Auszug aus dem Buch

4.4 Tod und Trauer im Märchen: Das Beispiel: „Leb wohl, lieber Dachs“

Märchen und Volkserzählungen zählen zu den ältesten literarischen Werken, die Kinder den Zugang zum Thema Tod und Sterben ermöglichen.

„Kinder, so fordert Bettelheim (1980), brauchen Märchen, denn Märchen greifen die existentiellen Probleme auf, die auf Kinder eindringen. Märchen verleugnen die dunklen Seiten der menschlichen Natur nicht (…) und sie bieten dem Kind in vereinfachter, auf das Wesentliche verknappter Form Identifikationsmuster an.“

Der Tod hat im Märchen zwei Gesichter – er stellt eine Strafe für die Bösen dar (z.Bsp. Hexe, böse Stiefmutter) und zum anderen ist er Scheintod. Die Darstellung des Todes als strafende Instanz soll dem Bösen Angst einflößen. Der Tod wird hier als Drohung vermittelt, um die Ungehorsamen zum Gehorsam zu bringen. Ein Beispiel hierfür ist „Der Struwwelpeter“, wo ungehorsame, böse Kinder mit dem Tod bestraft werden.

Der Scheintod, aus dem Märchenhelden (wie z.Bsp. Dornröschen, Schneewittchen) wieder zu neuem Leben erwachen, ist tröstlich, weil die Kinder „zwar vom Sterben erfahren, aber nicht mit der Gewissheit des ewigen Endes und ewiger Vernichtung, sondern eher mit der Verheißung eines neuen Anfangs und eines besseren Lebens“. Jedoch kann diese Uneigentlichkeit des Todes die Annahme der Endgültigkeit und Irreversibilität des Todes erschweren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Kindertrauer ein und stellt die Relevanz einer einfühlsamen Begleitung durch Erwachsene dar.

2 Tod und Trauer in der Gesellschaft: Dieses Kapitel thematisiert die gesellschaftliche Tabuisierung des Sterbens und deren Auswirkungen auf die Hilflosigkeit der Hinterbliebenen.

3 Todesvorstellungen von Kindern und Jugendlichen: Hier werden entwicklungspsychologische Theorien zur kindlichen Wahrnehmung des Todes von Stern, Gesell, Ilg und Nagy vorgestellt.

4 Trauerverhalten von Kindern und Jugendlichen: Der Abschnitt erläutert verschiedene Trauerphasen, Unterschiede zur Erwachsenentrauer und Methoden der kindgerechten Trauerbegleitung.

5 Schlusswort: Das Fazit betont die Notwendigkeit einer Enttabuisierung des Todes, um Kindern einen gesunden Umgang mit Verlust zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Kindertrauer, Todesvorstellungen, Trauerverarbeitung, Kindliche Entwicklung, Sterbebegleitung, Tabuisierung, Verlust, Hildegard Iskenius-Emmler, Elisabeth Kübler-Ross, Kindgerechte Erziehung, Trauerpädagogik, Lebensende, Emotionale Reifung, Bewältigungsstrategien, Abschied.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kindlichen Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Sterben und beleuchtet, wie Kinder in verschiedenen Altersstufen den Verlust eines geliebten Menschen erleben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die verschiedenen entwicklungspsychologischen Stadien der Todesvorstellung sowie das spezifische Trauerverhalten von Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu Erwachsenen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Verständnis für die kindliche Trauer zu fördern und Handlungsmöglichkeiten für Eltern und Erzieher abzuleiten, um Kindern eine gesunde Trauerarbeit zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse entwicklungspsychologischer und pädagogischer Standardwerke und Studien zum Thema Tod und Trauer.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Todeskonzepte, die Analyse des Trauerverhaltens mittels Phasenmodellen und die Erörterung praktischer Unterstützungsmöglichkeiten, inklusive einer Analyse literarischer Beispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die zentralen Begriffe umfassen Kindertrauer, Todesbewusstsein, Trauerphasen nach Kübler-Ross, entwicklungspsychologische Perspektiven und die Begleitung bei Abschiedsprozessen.

Wie unterscheidet sich die kindliche Trauer von der der Erwachsenen?

Kinder sind stärker auf Bezugspersonen angewiesen und haben eine andere Wahrnehmung von Zeit und Vergänglichkeit, was dazu führen kann, dass sie sich schneller ablenken lassen, aber dennoch intensiv trauern.

Welche Rolle spielen Märchen bei der Trauerarbeit?

Märchen bieten laut der Arbeit Identifikationsmuster und können den Zugang zu komplexen existentiellen Problemen wie dem Tod erleichtern, da sie durch Tiere als Darsteller eine gewisse Distanz ermöglichen.

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Details

Title
Trauerverhalten und Todesvorstellungen von Kindern und Jugendlichen
College
University of Marburg  (Fachbereich 21)
Course
Vordiplom
Grade
1,8
Author
Katja Trümper (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V93625
ISBN (eBook)
9783640099832
ISBN (Book)
9783640822744
Language
German
Tags
Trauerverhalten Todesvorstellungen Kindern Jugendlichen Vordiplom
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Trümper (Author), 2006, Trauerverhalten und Todesvorstellungen von Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93625
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