Vorliegender Bericht befasst sich mit Themen, denen man während des Praxissemesters begegnet.
Behandelt werden Themen wie Unterrichtsstörungen, Unterrichtsqualität, Binnendifferenzierung, Feedback geben/nehmen und Klassenführung.
Des Weiteren werden Fachklassen beschrieben, in denen unterrichtet wurde und eine Unterrichtsstunde wird unter dem Aspekt der 10 Merkmale guten Unterrichts reflektiert. Auch eine kleine Forschung zu Unterrichtsstörungen ist Bestandteil des Berichts, sowie eine abschließende Gesamtreflexion.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. ÜBERBLICK ÜBER DEN EINSATZ IN DER SCHULE
2.1 BESCHREIBUNG DER FACHKLASSEN
2.1.1 Beschreibung der FOG182
2.1.2 Beschreibung der BF1G192
2.1.3 Beschreibung der HW171
2.1.4 Beschreibung der BFSA192
2.1.5 Beschreibung der AHRE171
2.1.6 Beschreibung der FASP18
2.2 TABELLARISCHER STUNDENPLAN
3. UNTERRICHTSVERSUCHE UND UNTERRICHTSBEITRÄGE
3.1 TABELLARISCHE DARSTELLUNG DER UNTERRICHTSVERSUCHE UND UNTERRICHTSBEITRÄGE
3.1.1 Tabellarische Darstellung der Unterrichtsversuche und Unterrichtsbeiträge in Deutsch
3.1.2 Tabellarische Darstellung der Unterrichtsversuche und Unterrichtsbeiträge in ev. Religion
3.2 BESCHREIBUNG UND REFLEXION EINER UNTERRICHTSSTUNDE UNTER DEM ASPEKT ‚10 MERKMALE GUTEN UNTERRICHTS‘
3.2.1 Beschreibung der Lerngruppe
3.2.2 Beschreibung der Stunde
3.2.3 Analyse der Stunde unter Rückbezug auf die 10 Merkmale guten Unterrichts
4. FORSCHUNGS‐ UND BEOBACHTUNGSAUFTRAG
4.1 EINLEITUNG
4.2 FRAGESTELLUNG
4.3 ERHEBUNGSMETHODE UND ERHEBUNGSINSTRUMENT
4.4 THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER FORSCHUNGSFRAGE
4.5 ERGEBNISSE UND ANALYSE DER FORSCHUNGS‐ UND BEOBACHTUNGSFRAGE
4.6 PRAKTISCHE MAßNAHMEN ZUR VERMEIDUNG VON UNTERRICHTSSTÖRUNGEN
5. RESÜMEE ÜBER DAS PRAKTIKUM
6. LITERATURVERZEICHNIS
7.ANHANG
A FOLIE „E‐MAIL TAG DER OFFENEN TÜR“
B BEOBACHTUNGSBÖGEN UNTERRICHTSSTÖRUNGEN UND HISTOGRAMME
D LERNTAGEBUCH 1: BINNENDIFFERENZIERUNG
E LERNTAGEBUCH 2: DER ZUSAMMENHANG VON LEHRPERSON UND LERNMOTIVATION
F LERNTAGEBUCH 3: FEEDBACK GEBEN, FEEDBACK NEHMEN
G LERNTAGEBUCH 4: CLASSROOM MANAGEMENT
H TABELLARISCHE DARSTELLUNG EIGENER UNTERRICHTSBEITRÄGE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Sammelmappe dokumentiert die Erfahrungen und Reflexionen während des Praxissemesters an einem Berufskolleg mit dem Ziel, universitäre Theorie und schulische Praxis zu verzahnen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, welche Formen von Unterrichtsstörungen in unterschiedlichen Bildungsgängen auftreten und ob diese bildungsgangspezifisch sind, um daraus proaktive und reaktive Interventionsmaßnahmen abzuleiten.
- Analyse der 10 Merkmale guten Unterrichts in der praktischen Umsetzung.
- Empirische Untersuchung zu Unterrichtsstörungen (Verbales Störverhalten, Mangelnder Lerneifer, Motorische Unruhe, Aggressives Verhalten).
- Reflexion der Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit für Lernmotivation und Lernerfolg.
- Einsatz von Binnendifferenzierung und Feedback-Methoden zur Unterrichtsoptimierung.
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Beschreibung der Stunde
Die beschriebene Stunde war die erste Stunde einer selbstständig geplanten und durchgeführten Unterrichtsreihe zum Thema „Glaube und Religion in der Pflege – Der Umgang mit religiösen Patienten“, in der die Lernenden Informationen aus verschiedenen Texten entnehmen und in mehreren Unterrichtsstunden ein Plakat zu ihrer jeweiligen Religion gestalten sollten. Die kursiv geschriebenen Wörter in den Klammern beziehen sich auf das AVIVA-Modell (Städeli, Grassi, Rhiner & Obrist, 2010) und stellen die fünf Phasen des kompetenzorientierten Unterrichts dar.
Zu Beginn der Stunde (Ankommen und Einstimmen) teilte ich den Lernenden das Thema mit. Danach legte ich ein selbstgeschriebenes Einstiegsszenario (siehe Anhang A) auf den OHP und fragte, ob jemand vorlesen würde. Der Arbeitsauftrag blieb dabei verdeckt. Ich entschied mich, zwei Lernende auszuwählen und das Szenario zweimal laut lesen zu lassen. Auf Wunsch der Lernenden las ich es ein drittes Mal vor. Dann wurden Begriffe und Verständnisprobleme geklärt. Ohne eine Frage stellen zu müssen, äußerten sich die Lernenden zu dem Szenario und nannten Punkte, die wichtig und zu beachten seien, wenn man im Bereich Gesundheitswesen mit Menschen verschiedener Religionen arbeite (Vorwissen aktivieren).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Praxissemesters für die Verzahnung von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft und gibt einen Überblick über die in der Mappe behandelten Schwerpunkte.
2. ÜBERBLICK ÜBER DEN EINSATZ IN DER SCHULE: Dieses Kapitel stellt das besuchte Berufskolleg vor und beschreibt detailliert die verschiedenen Fachklassen, in denen hospitiert und unterrichtet wurde.
3. UNTERRICHTSVERSUCHE UND UNTERRICHTSBEITRÄGE: Hier werden eigene Unterrichtsbeiträge tabellarisch erfasst und eine gehaltene Unterrichtsstunde intensiv unter Anwendung der „10 Merkmale guten Unterrichts“ analysiert und reflektiert.
4. FORSCHUNGS‐ UND BEOBACHTUNGSAUFTRAG: Dieser Abschnitt widmet sich der Untersuchung von Unterrichtsstörungen in verschiedenen Bildungsgängen, präsentiert die empirischen Ergebnisse und leitet praktische Vermeidungsstrategien ab.
5. RESÜMEE ÜBER DAS PRAKTIKUM: Das abschließende Resümee reflektiert die gesamte Praktikumszeit, zieht Verbindungen zu den Lerntagebüchern und bewertet die Bedeutung von Reflexion und Lehrerpersönlichkeit.
Schlüsselwörter
Praxissemester, Berufskolleg, Unterrichtsstörungen, Klassenführung, Unterrichtsqualität, Binnendifferenzierung, Feedback, Lehrer-Schüler-Beziehung, Lernmotivation, Hattie-Studie, Kompetenzorientierung, Classroom Management, pädagogische Diagnostik, Reflexion, Inklusion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Erfahrungen des Praxissemesters an einem Berufskolleg, wobei der Fokus auf der Verknüpfung von universitärer Theorie und schulischer Praxis liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die Unterrichtsplanung, die Analyse von Unterrichtsstörungen, individuelle Förderung durch Binnendifferenzierung sowie die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung für die Lernmotivation.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: „Welche Formen von Unterrichtsstörung treten im Unterricht auf und sind diese bildungsgangspezifisch?“
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der verdeckten, nicht-teilnehmenden Fremdbeobachtung sowie die Analyse von Unterricht unter Rückbezug auf empirische Gütekriterien (wie die 10 Merkmale guten Unterrichts).
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Im Hauptteil werden neben einer Übersicht der Schulklassen und Unterrichtsbeiträge eine detaillierte Analyse einer selbst geplanten Unterrichtsstunde sowie eine empirische Untersuchung zum Störverhalten in vier verschiedenen Klassen präsentiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Praxissemester, Unterrichtsstörungen, Klassenführung, Classroom Management, Binnendifferenzierung, Feedback und Lehrer-Schüler-Beziehung.
Warum spielt die Hattie-Studie eine so zentrale Rolle für die Autorin?
Die Autorin nutzt die Hattie-Studie als wissenschaftliche Basis, um die Wirkung der Lehrperson, die Relevanz von formativem Feedback und die diagnostische Kompetenz als entscheidende Faktoren für den Lernerfolg zu belegen.
Wie geht die Autorin mit dem Thema "Störungen durch Handynutzung" um?
Die Arbeit beleuchtet die Handynutzung kritisch als eine der häufigsten Formen von Störungen („Mangelnder Lerneifer“), zeigt jedoch auch Verständnis für die Nutzung durch Lernende mit Migrationshintergrund, wenn diese zur Übersetzung oder zum Verständnis komplexer Inhalte dient.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Klassenführung?
Die Autorin betont, dass das Hauptaugenmerk der Lehrkraft primär auf präventiven Maßnahmen liegen sollte, um Störungen zu minimieren und eine positive Arbeitsatmosphäre zu schaffen, statt lediglich reaktiv zu sanktionieren.
- Arbeit zitieren
- Nora Kobiak (Autor:in), 2020, Praxissemesterbericht Bildungswissenschaften. Ein Semester an verschiedenen Schulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/936378