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Die Problematik des Terminus Gerundium im modernen Englisch

Title: Die Problematik des Terminus Gerundium im modernen Englisch

Seminar Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Florian May (Author)

American Studies - Linguistics
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In dieser Arbeit soll das Gerundium in der heutigen englischen Sprache analysiert werden. Dabei werden verschiedene Darstellungsweisen in Schulbüchern, Grammatiken, und anderer linguistischer Sekundärliteratur überprüft und auf konträre Punkte hin untersucht. Um die Wurzeln des Gerundiums im Englischen zu ergründen, ist es wichtig zuerst die hierbei relevanten Aspekte der Sprache diachronisch zu betrachten. Dazu werden drei, durch ihr Erscheinungsjahr zeitlich stark getrennte Werke untersucht, um die Wurzeln des Gerundiums zu analysieren. Bereits bei der etymologischen Untersuchung gab es Diskussionen unter Linguisten, ob das moderne Gerund von einer Urform in der Angel-Sächsischen Sprache abstammt oder nicht, da es zu jener Zeit ein eindeutiges Gerundium in der Sprache gab. Rusteberg stellt dieses Problem wie folgt dar:
„The Anglo - Saxon Gerund is really an inflected Infinitive, preceded in the dative case by the preposition ´to´“ (1874: 1). (...) Wie Rusteberg zu den oben tabellarisch erfassten Fällen weiter ausführt, wird jedoch nur die
vorliegende Dativform im Altenglischen als Gerundium bezeichnet. Diese weist aber keinerlei Möglichkeiten auf mit dem modernen englischen gerund übersetzt zu werden. Die andere These, dass eine Urverwandtschaft des ursprünglichen und des heutigen Terminus aufgrund der anderen Fälle, wie dem Akkusativ zum Beispiel, möglich ist, wird somit von ihm widerlegt, da kein Fall neben dem Dativ als Gerundium benutzt wurde.
Obwohl einige Linguisten von einer Veränderungen von writan über writen und writin zur Endform writing ausgehen und darauf die Ursprünge des modernen Gerundiums im Englischen zurückführen, ist dies unwahrscheinlich da zur Zeit der Veränderung von „-an“ zu „-en“ das moderne Gerund schon in der Form des Verbalsubstantivs auf „-ung“ nachweislich in der Angel-Sächsischen Sprache vorzufinden war (vgl. 1874: 1-5).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Der Ursprung des Gerundiums im Englischen

1.2. Was ist ein Gerund? – eine Umfrage

2. Probleme des Begriffs

2.1 Form oder Funktion? – eine Darstellung in Schulbüchern

2.2 Darstellung in linguistischer Literatur

2.2.1 Differenzierung Gerund-Present Participle

2.2.2 Probleme in der Unterscheidung

2.2.3 Gerund-Verbal Noun

3. Alternative Analysen des traditionellen Gerundiums

3.1 A Comprehensive Grammar of the English Language

3.2 Huddleston

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die problematische Verwendung des Begriffs „Gerundium“ im modernen Englisch. Ziel der Analyse ist es, durch die Gegenüberstellung von Schulbuchdarstellungen und linguistischer Sekundärliteratur aufzuzeigen, dass die traditionelle Kategorisierung des Gerundiums als eigenständige grammatikalische Form wissenschaftlich kaum haltbar ist und in der Praxis zu Verwirrung bei Lernenden führt.

  • Diachrone Untersuchung der etymologischen Wurzeln des englischen Gerundiums.
  • Empirische Analyse des Wissensstandes über den Begriff „Gerund“ bei Studierenden.
  • Kritische Evaluation der Darstellung des Gerundiums in verschiedenen Englisch-Lehrwerken.
  • Vergleich linguistischer Ansätze zur Abgrenzung zwischen Gerund, Partizip Präsens und Verbalsubstantiv.
  • Diskussion der Sinnhaftigkeit lateinisch geprägter Terminologie für die moderne englische Syntax.

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Gerund-Verbal Noun

Die Komplexität des gerund liefert ferner weitere Diskussionspunkte – die Titulierung als Verbalsubstantiv stellt ebenfalls ein Problem dar: Götz schreibt, wie zuvor im Zitat erwähnt, dass die substantivisch gebrauchte -ING Form manchmal in der Linguistik als Gerundium oder Verbalsubstantiv bezeichnet wird. Diese Termini sind jedoch nicht unbedingt klar als Synonyme zu verstehen – diese Betrachtungsweise ist in anderen linguistischen Werken verschiedener Autoren stark diskutiert.

Um das Thema des Gerundiums weiter zu analysieren, ist es wichtig zu erforschen, ob es vollkommen mit dem Verbalsubstantiv gleichzusetzen ist, oder ob es –sofern es denn überhaupt im Englischen existiert – etwas anderes repräsentiert.

Lya Res setzt es nicht dem Verbalsubstantiv gleich, sondern distanziert beide Termini der -ING Form scharf voneinander: „Besides the gerund, which has both substantival and verbal features, there is in English a pure verbal noun in -ing, that has none of the verbal characteristics of the gerund“ (1978: 49). Die Differenzen der beiden Formen kann man anhand von 6 Regeln erkennen, hier im Rahmen dieser Arbeit tabellarisch erfasst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die diachronische Herkunft des Gerundiums und präsentiert die Ergebnisse einer Umfrage unter Studierenden zu deren Verständnis des Begriffs.

2. Probleme des Begriffs: Hier werden die konträren Darstellungsweisen in Schulbüchern sowie die Problematik der Abgrenzung zwischen Gerundium, Partizip Präsens und Verbalsubstantiv in der Fachliteratur diskutiert.

3. Alternative Analysen des traditionellen Gerundiums: Dieses Kapitel analysiert moderne grammatikalische Standardwerke wie die Comprehensive Grammar of the English Language und die Ansätze von Rodney Huddleston, die die traditionelle Unterscheidung weitgehend verwerfen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Existenz des Gerundiums als eigenständige Form wissenschaftlich nicht eindeutig rechtfertigbar ist und die Bezeichnung primär auf eine historisch bedingte, lateinische Nomenklatur zurückgeht.

Schlüsselwörter

Gerundium, Gerund, Partizip Präsens, Verbalsubstantiv, Englische Grammatik, -ING Form, Syntax, diachronische Sprachbetrachtung, Schulbücher, linguistische Analyse, Terminologie, Sprachwissenschaft, funktionale Grammatik, Morphologie, Sprachgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Problematik des Begriffs „Gerundium“ im modernen Englisch und hinterfragt dessen Existenzberechtigung als eigenständige grammatikalische Kategorie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung zum Partizip Präsens, die Unterscheidung zum Verbalsubstantiv sowie die Analyse von Lehrbuchdarstellungen im Vergleich zur aktuellen linguistischen Forschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass die traditionelle Bezeichnung „Gerundium“ in der modernen Sprachwissenschaft problematisch ist und keine klare, stringente Kategorisierung der -ING Form erlaubt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diachronische Analyse, eine empirische Umfrage sowie eine vergleichende Literaturanalyse renommierter Grammatiken und linguistischer Standardwerke.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionsprobleme, die Diskrepanzen zwischen Schulbuch-Grammatik und akademischer Sprachwissenschaft sowie die Schwierigkeit, die -ING Form eindeutig zuzuordnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gerundium, -ING Form, Verbalsubstantiv, Partizip Präsens, funktionale Syntax und diachronische Sprachbetrachtung.

Warum wird die lateinische Herkunft des Begriffs als Problem gesehen?

Der Autor argumentiert, dass man versucht, mit einer lateinisch geprägten Nomenklatur ein Sprachphänomen zu klassifizieren, das in dieser strikten Form im Englischen gar nicht existiert.

Was zeichnet den Ansatz von Rodney Huddleston aus?

Huddleston verwirft die traditionelle Unterscheidung zwischen Gerund und Partizip komplett und analysiert stattdessen den verbalen oder nominalen Charakter der jeweiligen -ING Form in ihrem spezifischen Kontext.

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Details

Title
Die Problematik des Terminus Gerundium im modernen Englisch
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Anglistik und Amerikanistik)
Course
Syntax
Grade
1,7
Author
Florian May (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V93640
ISBN (eBook)
9783640100224
ISBN (Book)
9783640113453
Language
German
Tags
Problematik Terminus Gerundium Englisch Syntax
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian May (Author), 2008, Die Problematik des Terminus Gerundium im modernen Englisch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93640
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