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Mikrofaserfreisetzung durch Textilien. Vermeidungsstrategien und Konsumentenverhalten hinsichtlich Mikroplastik in Textilien

Title: Mikrofaserfreisetzung durch Textilien. Vermeidungsstrategien und Konsumentenverhalten hinsichtlich Mikroplastik in Textilien

Research Paper (postgraduate) , 2019 , 69 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Environmental Sciences
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit behandelt das Thema Mikrofaserfreisetzung durch Textilien und gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Einflüsse der Entstehung von Mikrofasern. Dabei wird in dem theoretischen Teil der Herstellungsprozess von Textilien aufgezeigt und anhand dessen mögliche Faktoren, die zur Mikrofaserfreisetzung beitragen können, genannt. Danach wird auf die Ergebnisse bisheriger Textilstudien eingegangen und die bedeutsamsten Parameter, welche die Mikrofaseremissionen beeinflussen dargelegt. In der weiteren Bearbeitung werden diverse Vermeidungsstrategien erläutert und deren Umsetzbarkeit diskutiert.

Die Basis der Arbeit liegt in dem darauffolgenden empirischen Teil der Konsumentenumfrage. Die Teilnehmer werden zu ihrem Konsumverhalten in Bezug auf Kleidung, sowie zum Thema Mikroplastik befragt. Das Ziel liegt darin herauszufinden, welcher Wissensstand bereits vorhanden ist und welcher Standpunkt zum Thema Mikroplastik durch Textilien vertreten wird. Die Bereitschaft zur Änderung des Konsumverhaltens wird analysiert, um abschließend eine Aussage darüber treffen zu können, ob die Konsumenten zur Vermeidung der Mikrofaserfreisetzung durch Textilien beitragen können.

Seit den letzten Jahren gehen immer mehr Bilder von schwimmendem Plastik auf den Meeren um die Welt. Die Tatsache, dass die Entsorgung von Kunststoff enorme Auswirkungen auf die Umwelt hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch nicht nur das offensichtlich zu erkennende Plastik an der Oberfläche der Meere wird zum Problem, denn auch der Begriff Mikroplastik erhält seit einiger Zeit vermehrte Aufmerksamkeit.

Unter dem Begriff Mikroplastik handelt es sich um synthetische Polymere von mikroskopisch kleinster Größe. Diese kleinen Kunststoffteile finden sich im Wasser, in der Luft und im Boden wieder. Das Problem von Mikroplastik ist, dass sie sich kaum wieder aus der Umwelt entfernen lassen. Besonders gefährlich wird Mikroplastik für Meerestiere, die den Kunststoff aufgrund seiner geringen Größe leicht über die Nahrung aufnehmen können. Mikroplastik hat viele Quellen als Ursache, in dieser Arbeit liegt der Fokus jedoch auf der Verbreitung durch synthetische Kleidung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen Polymere

2.1 Eigenschaften von Kunststoffen

2.2 Begriffsdefinition Biopolymere

2.3 Kunststoffproduktion im Wandel der Zeit

3. Mikroplastik

3.1 Was ist Mikroplastik?

3.2 Primäres und sekundäres Mikroplastik

3.2.1 Ausmaß primäres Mikroplastik

3.2.2 Ausmaß sekundäres Mikroplastik

3.2.3 Zusammenfassung

3.3 Vorkommen und Befunde

3.4 Auswirkungen auf die Umwelt

3.5 Gibt es erste Vermeidungsstrategien?

4. Textilfasern

4.1 Klassifizierung

4.2 Anforderungen und Eigenschaften

4.3 Marktentwicklung

4.4 Warum wurden Chemiefasern erfunden?

5. Der Weg von Mikroplastik ins Meer

5.1 Funktionsprinzip der Kläranlage

5.2 Problem der Kläranlage

5.3 Reinigungsgrad

5.4 Vierte Reinigungsstufe

6. Herstellung Chemiefasern

6.1 Erspinnen von Filamenten

6.2 Verstrecken

6.3 Texturieren

6.4 Herstellung Stapelfasern

6.5 Garnherstellung

6.6 Flächengebilde

7. Mikroplastik aus Textilien

7.1 Einflüsse durch die Textilherstellung

7.2 Bisherige Untersuchungen der Textilfasern

7.2.1 Faserfreisetzung unterschiedlicher Materialien

7.2.2 Einfluss von Waschmittel und Co.

7.2.3 Zusammenhang zwischen Waschgängen und Faserverlust

7.2.4 Beeinflussung durch die Oberflächenbeschaffenheit

7.2.5 Sonstige Einflussfaktoren

7.3 Gibt es einen Lösungsansatz gegen das Problem der Mikrofasern?

8. Empirische Studie: Konsum, Verbraucherverhalten

8.1 Allgemeines Konsumverhalten in Bezug auf Kleidung

8.2 Allgemeines Umweltbewusstsein der Teilnehmer

8.3 Kenntnisse über die Entstehung von Mikroplastik

8.4 Zusammenhang von Bewusstsein und Konsumverhalten

8.5 Bereitschaft zur Änderung des Konsumverhaltens

8.6 Diskussion

9. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Ausmaß der Mikrofaserfreisetzung durch synthetische Textilien und untersucht, inwiefern das Konsumverhalten und das Verbraucherbewusstsein beeinflussen, wie viel Mikroplastik in die Umwelt gelangt und ob Gegenmaßnahmen effektiv sind.

  • Einflussfaktoren der Faserfreisetzung während des Waschprozesses.
  • Die Rolle von Kläranlagen bei der Rückhaltung von synthetischen Mikrofasern.
  • Analyse des Konsumverhaltens hinsichtlich Fast-Fashion und Textilwahl.
  • Bewertung von Lösungsansätzen wie Waschbeuteln und ökologischen Textilalternativen.

Auszug aus dem Buch

Problem der Kläranlage

Die Mikrofasern, die sich beim Waschen der Kleidung lösen, strömen mit dem Abwasser in Richtung Kläranlage. Was genau danach mit den kleinen Partikeln passiert ist wissenschaftlich noch nicht belegt, denn „das Strömungsverhalten und der Abscheidegrad von Mikroplastik in Kläranlagen ist weitgehend unerforscht.“ (Bertling, Fraunhofer Umsicht) Werden jedoch die verschiedenen Stationen einer Kläranlage betrachtet, fällt schnell auf, dass das bisherige System nicht für die Entfernung von kleinsten Kunststoffteilchen geeignet ist.

Die Dichte eines Werkstoffes entscheidet darüber, ob er im Wasser schwebt, schwimmt oder sinkt. Entspricht die Dichte der von Wasser, so kann davon ausgegangen werden, dass der Werkstoff im Wasser schwimmt. Die Fasern Polyester (PES), Polyacryl (PAN) und Polyamid (PA) haben eine Dichte zwischen 1,1 und 1,4 g/m³ (vgl. Wissen.de) und entsprechen damit, je nach Temperatur, ungefähr der Dichte von Wasser. Aufgrund dessen kann gesagt werden, dass die meisten Kunststofffasern, vor allem bei Wasserzirkulation, im Wasser schwimmen werden. Steht das Wasser still, wie im Vorklärbecken, ist es möglich, dass einige Fasern aufgrund geringer Dichteunterschiede an die Oberfläche treiben oder zu Boden sinken, wo sie abgetragen werden können. Einige der Fasern werden aber vermutlich weiterhin im Wasser schwimmen. (vgl. Bertling 2018: 24)

Folglich lässt sich behaupten, dass lediglich im Vor- und Nachklärbecken Fasern aus dem Wasser entfernt werden können. In der ersten Station, dem Rechen, werden nur große Kunststoffteile entfernt, kleineres Mikroplastik im besten Fall nur durch Anhaftung. Es ist auch davon auszugehen, dass sich während der Filtration Fasern im Sand verfangen und somit der Anteil an Mikrofasern erneut verringert werden kann. Diese Verfahren reichen aber bei weitem nicht aus, um alle vorhandenen Mikrofasern zu entfernen. Ein weiteres Problem bildet der Rücklauf des Klärschlammes in das Belebungsbecken. In diesem Schlamm sammeln sich immer mehr Mikropartikel an, die durch die Rückführung erneut in das zu reinigende Wasser gelangen können. „Die Kläranlage bildet den zentralen Bestandteil zwischen der Freisetzung und Einleitung in Oberflächengewässer.“ (Bertling, Fraunhofer Umsicht) Daher ist es von enormer Bedeutsamkeit, eine Lösung für diese Probleme zu finden, um die Eintragsmengen im Meer deutlich verringern zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Definition der Problematik von Mikroplastik und Fokus auf die Freisetzung durch synthetische Textilien.

2. Grundlagen Polymere: Erläuterung der chemischen Struktur von Polymeren sowie deren Klassifizierung und Bedeutung in der modernen Industrie.

3. Mikroplastik: Analyse der Quellen, Auswirkungen auf die Umwelt und erste Strategien zur Vermeidung von Mikroplastik.

4. Textilfasern: Betrachtung der unterschiedlichen Fasertypen und ihrer Bedeutung für die Bekleidungsindustrie.

5. Der Weg von Mikroplastik ins Meer: Untersuchung der Funktionsweise von Kläranlagen und deren Effektivität bei der Rückhaltung von Mikrofasern.

6. Herstellung Chemiefasern: Beschreibung der Produktionsprozesse von Polymeren bis hin zu textilen Flächengebilden.

7. Mikroplastik aus Textilien: Analyse der Faktoren, die zur Freisetzung von Mikrofasern während des Gebrauchs und Waschvorgangs führen.

8. Empirische Studie: Konsum, Verbraucherverhalten: Auswertung einer Umfrage zum Konsumverhalten und Umweltbewusstsein der Bevölkerung.

9. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion möglicher Lösungswege in Forschung, Technik und Konsum.

Schlüsselwörter

Mikroplastik, synthetische Fasern, Textilindustrie, Waschprozess, Kläranlage, Konsumverhalten, Fast-Fashion, Umweltschutz, Polymer, Polyester, Faserfreisetzung, Nachhaltigkeit, Umweltbelastung, Mikrofasern, Verbraucherbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik der Freisetzung von synthetischen Mikrofasern aus Kleidung und untersucht deren Einfluss auf die Umwelt sowie mögliche Lösungswege.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Kunststoffherstellung, die Faserfreisetzung beim Waschen, die Leistungsfähigkeit von Kläranlagen und das Konsumverhalten der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Verbraucherbewusstsein zu analysieren und aufzuzeigen, wie Konsumenten durch ihr Verhalten zur Reduktion der Mikrofaseremissionen beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden sowohl theoretische Grundlagen aus der Polymerchemie und Verfahrenstechnik analysiert als auch eine empirische quantitative Verbraucherumfrage mit 512 Teilnehmern ausgewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung von Mikroplastik, den textilen Herstellungsverfahren, den Einflussfaktoren der Faserfreisetzung und der Rolle des Konsumenten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mikroplastik, Faserfreisetzung, Fast-Fashion, Konsumverhalten, Textilfasern und Kläranlagen charakterisiert.

Warum spielt die Oberflächenstruktur von Textilien eine Rolle für den Faserverlust?

Rauere Oberflächen besitzen mehr freiliegende Faserenden, die durch mechanische Reibung leichter abbrechen oder durch Pilling-Effekte als Faserknoten gelöst werden.

Inwieweit kann das Waschverhalten die Emissionen beeinflussen?

Untersuchungen zeigen, dass Waschen bei niedrigen Temperaturen, eine volle Waschmaschinenbeladung und der Verzicht auf häufiges Waschen die Freisetzung von Mikrofasern verringern können.

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Details

Title
Mikrofaserfreisetzung durch Textilien. Vermeidungsstrategien und Konsumentenverhalten hinsichtlich Mikroplastik in Textilien
College
Stuttgart Media University
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
69
Catalog Number
V936540
ISBN (eBook)
9783346269614
ISBN (Book)
9783346269621
Language
German
Tags
mikrofaserfreisetzung textilien vermeidungsstrategien konsumentenverhalten mikroplastik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Mikrofaserfreisetzung durch Textilien. Vermeidungsstrategien und Konsumentenverhalten hinsichtlich Mikroplastik in Textilien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/936540
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