Übersetzung von Steuerungssoftware der Firma Danfoss Compressors. Erstellung eines Glossars mit Erläuterungen zur Übersetzungsproblematik und Terminologie


Diplomarbeit, 2008

120 Seiten, Note: gut (2,0)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Der Danfoss-Konzern
2.1 Produktsparten
2.1.1 Kältetechnik
2.1.2 Wärmetechnik
2.1.3 Industrieautomatik
2.1.4 Antriebstechnik
2.1.5 Getriebemotoren
2.1.6 Hochdruck-Wasser-Technologie
2.1.7 Solarenergie
2.2 Die Danfoss Compressors GmbH in Flensburg
2.2.1 Produkte
2.2.2 Produktbeispiel

3 Die Kälteanlagentechnologie
3.1 Die Hauptkomponenten einer Kühlanlage
3.2 Der Kältemittelverdichter im Kältekreislauf

4 Tool4Cool
4.1 Die Software
4.1.1 Aufbau und Funktionen
4.1.2 Einstellungen selbst vornehmen
4.1.3 Struktur der Benutzeroberfläche
4.1.4 Daten protokollieren
4.1.5 Grafische Darstellung der Protokolle
4.2 Das Handbuch für Tool4Cool

5 Die Übersetzung und Lokalisierung
5.1 Aufgaben der Softwarelokalisierung
5.2 Kategorische Aufteilung der Softwarelokalisierung
5.2.1 Softwaretexte ersten Grades
5.2.2 Softwaretexte zweiten Grades
5.2.3 Softwaretexte dritten Grades

6 Analyse des Handbuches der Software Tool4Cool
6.1 Makrotextuelle Analyse
6.1.1 Der Globaltext
6.1.2 Genauere Betrachtungen anhand von Beispielen
6.1.3 Fazit zur makrotextuellen Analyse
6.2 Mikrotextuelle Analyse
6.2.1 Die Verwendung des Wortes „Please“
6.2.2 Indirekte Anrede
6.2.3 Typografische Besonderheiten
6.2.4 Häufige Verwendung gleicher Verben
6.2.5 Schreibformen der Handlungsanweisungen
6.2.6 Satzbau
6.2.7 Passivkonstruktionen
6.2.8 Modale Hilfsverben
6.2.9 Britisches Englisch
6.2.10 Fachsprache
6.2.11 Fazit zur mikrotextuellen Analyse

7 Die Lokalisierung der Benutzeroberfläche
7.1 Vorüberlegungen
7.2 Die Durchführung der Lokalisierung
7.2.1 Visuelle Beispiele der durchgeführten Lokalisierung
7.3 Glossarauszug des lokalisierten Teils der Benutzeroberfläche
Glossarauszug

8 Die Übersetzung des Tool4Cool-Handbuches
8.1 Vorüberlegungen
8.2 Die Durchführung der Handbuchübersetzung
8.3 Übersetzerische Probleme und Lösungen
8.4 Fallbeispiele für übersetzerische Probleme und Lösungen
8.4.1 Text- und sprachspezifische Übersetzungsprobleme
8.4.2 Richtlinienbezogene Übersetzungsprobleme

9 Fachterminologie 67 Glossar des Handbuches

10 Analyse der Quellen und Hilfsmittel
10.1 Hilfsmittel für die Terminologierecherche
10.1.1 Internetquellen
10.1.2 Lexika und Wörterbücher
10.2 Hilfsmittel für die Übersetzung
10.2.1 Fachliteratur
10.2.2 Wissenschaftliche Dokumente aus dem Internet

11 Reflexion

12 Quellen
12.1 Papierquellen
12.2 Internetquellen
12.2.1 Wissenschaftliche Dokumente & Referenzmaterial
12.2.2 Quellen zum Glossar der Benutzeroberfläche
12.2.3 Quellen zum Glossar des Handbuches

13 Abbildungsverzeichnis

14 Erklärung

1 Einführung

Die folgende wissenschaftliche Arbeit basiert auf einem Lokalisierungsprojekt, das wäh- rend eines Diplompraktikums bei der Firma Danfoss Compressors GmbH in Flensburg durchgeführt worden ist. Sie ist Teil des Konzerns Danfoss A/S und in der Kälteanla- genbranche tätig. Die hier produzierten Produkte sind im Wesentlichen Kompressoren für Kühl- und Tiefkühlgeräte. Das Thema dieses Projekts umfasst die Lokalisierung des Softwareprodukts „Tool4Cool“. Die wesentliche Hauptaufgabe innerhalb dieses Projekts war die Übersetzung des zugehörigen Benutzerhandbuches. Zudem wurde die Benut- zeroberfläche dieser Software lokalisiert, was aus technischen Gründen jedoch nur teil- weise gelang (siehe Kapitel 7 „Die Lokalisierung der Benutzeroberfläche).

Es sollte beachtet werden, dass in dieser Arbeit die Lokalisierung der Benutzeroberflä- che (Softwarelokalisierung) und die Handbuchübersetzung („Primäre Übersetzung“) Teilmengen der „Lokalisierung“ allgemein sind (vgl. Beste 2006, Seite 52). In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird die Vorgehensweise der gesamten Lokalisierung, insbe- sondere der Handbuchübersetzung, anhand von grafischen Darstellungen und Beispie- len eingehend beschrieben. Darüber befindet sich in dieser Arbeit ein im Rahmen der Übersetzung des Handbuchs erstelltes Glossar. Diese Arbeit beginnt zunächst mit einer Beschreibung des gesamten Danfoss-Konzerns, des Standortes in Flensburg sowie der Kälteanlagentechnologie.

2 Der Danfoss-Konzern

Hinweis: Die auf den Seiten 2 bis 6 angegebenen Informationen stammen überwiegend aus firmeninternen Unterlagen und Webseiten der Firma Danfoss Compressors GmbH.

Danfoss A/S ist ein weltweit führender Konzern im Bereich der Forschung, Entwicklung und Produktion mechanischer und elektrischer Komponenten und Systemlösungen. 1933 vom dänischen Kälteingenieur Mads Clausen als „Dansk Køleautomatik- og Appa- rat-Fabrik“ gegründet, wurde die Firma 1946 in Danfoss umbenannt. Der Firmenname ist eine Zusammensetzung aus den dänischen Begriffen Danmark (Dänemark) und fos- se (strömen). In den 50er Jahren erfand Mads Clausen das thermostatische Heizkör- perventil, welches bis heute das bekannteste Produkt aus dem Hause Danfoss ist.

Der Hauptsitz befindet sich in Nordborg, im südlichen Dänemark nahe der deutschen Grenze. Heute betreibt Danfoss 53 Produktionsstätten in 21 Ländern und täglich wer- den rund 250 000 Komponenten produziert. Weltweit beschäftigt Danfoss insgesamt ca. 20.000 Angestellte und ist heute Branchenführer in Technologien wie der intelligen- ten Kältesteuerungen, Load-Sensing-Hydraulik, Frequenzumrichtern, FCKW-freien Ver- dichtern sowie Haushaltsthermostate. Alle Produktionsstätten von Danfoss verwenden stets die neuesten Prüfverfahren zur Qualitätskontrolle und sind nach ISO 9000 und 14001 zertifiziert.

2.1 Produktsparten

Danfoss stellt Produkte in folgenden Geschäftsbereichen her:

2.1.1 Kältetechnik

In Deutschland, Österreich und der Schweiz behauptet Danfoss die Spitzenposition bei der Entwicklung und Her- stellung von Komponenten für Kälteanlagen. Diese Kom- ponenten umfassen im Wesentlichen mechanische und elektronische Ventile, Regel- und Überwachungsgeräte, vernetzte Systeme mit der Möglichkeit des Fernzugriffs, sowie Kompressoren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Haushaltskompressor 2-1

2.1.2 Wärmetechnik

Seit der Erfindung des Heizkörperthermostats in den 50er Jahren durch Mads Clausen, ist Danfoss in der Wärme- bzw. Regeltechnik bis heute sehr erfolgreich. Heutzutage wird diese Sparte neben den Thermostaten mit Strang- und Zirkulationsventilen, Stellantrieben, Klimakomponen- ten und Magnetventilen von der Wärmeerzeugung bis zur Wärmeübergabe komplett abgedeckt.

2.1.3 Industrieautomatik

Im Geschäftsbereich Industrieautomatik entwickelt Danfoss Komponenten zur automatischen Prozesssteuerung- und Regulierung für industrielle Überwachungs- und Steue- rungssysteme. Diese Systeme basieren alle auf dem Prin- zip der Druck- und Temperaturmessung sowie der elektri- schen Energie- und Fluidsteuerung. Zu der Produktpalette dieser Sparte zählen Motorstarter, elektrisch-, pneuma- tisch- und temperaturgesteuerte Ventile, Temperatur- und Industrieventile 2-3 Druckmittler sowie Schalter.

Heizkörperthermostat 2-2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.4 Antriebstechnik

Aufgrund der zunehmenden Intelligenz der Industrieauto- matik ist der Einsatz einer effizienten Antriebstechnik not- wendig geworden. Die zu diesem Zweck entwickelten Fre- quenzumrichter übernahmen zunächst dezentrale Rege- lungs- und Überwachungsaufgaben, bevor sie auch für si- cherheitsrelevante Überwachungen und Funktionen inner- halb der Anlagen zunehmend Verwendung finden. In dieser Sparte ist Danfoss seit über 30 Jahren tätig. VLT®AutomationDrive 2-4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.5 Getriebemotoren

Seit 1999 gehört die Firmengruppe Bauer, ein renommierter Getriebehersteller, zur Danfoss-Gruppe. Durch den Zu- sammenschluss kann Danfoss komplette Antriebslösungen mit Getriebemotor und Frequenzumrichter, d.h. ganze Sub- systeme anbieten, die auch kundenspezifische Software und eine frei programmierbare Steuerung einbeziehen.

Stirnrad-Getriebemotor 2-5

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.6 Hochdruck-Wasser-Technologie

Zum Zwecke des Umweltschutzes, begann Danfoss in den 80er Jahren verstärkt leckfreie Hydraulikanlagen herzustel- len. Als sich herausstellte, dass Lecks technisch kaum zu vermeiden sind, begann Danfoss Leitungswasser anstelle von Öl in der Hydrauliktechnologie einzusetzen. Die Pro- jekte liefen erfolgreich und seither ist Danfoss in folgenden Bereichen tätig: Hydraulik, Luftbefeuchtung, Industrielle Reinigung, Holzbearbeitung, Brandbekämpfung, Pumpen für Umkehr-Osmose.

Pumpen 2-6

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.7 Solarenergie

Die Solarenergie-Sparte von Danfoss bietet ein umfassen- des Sortiment aus den modernsten netzgekoppelten Solar- Wechselrichtern (Invertern) für den privaten und gewerbli- chen Bereich. Das Programm beinhaltet unter anderem Überwachungseinrichtungen, die für eine optimale Energie- ausnutzung und schnelle Amortisation der Anlage sorgen. Solar-Wechselrichter 2-7

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Die Danfoss Compressors GmbH in Flensburg

Die in Flensburg ansässige Danfoss Compressors GmbH wurde 1956 gegründet und ist eine Tochter des Danfoss- Konzerns. Sie ist zudem Hauptsitz der Danfoss Compressors Division. Zu dieser Division gehören drei weitere Werke in Slowenien, in der Slowakei und Mexiko. Ungefähr 1480 Mitarbeiter sind hier beschäftigt. An die- sem Standort, der Teil der Kältetechniksparte ist, werden hermetische Verdichter, auch Kompressoren genannt, hergestellt und an Kunden weltweit verkauft. Rund 75 % der hiesigen Erzeugnisse werden exportiert.

Standort Flensburg 2-8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.1 Produkte

Bei den in Flensburg hergestellten Kompressoren han- delt es sich um geschlossene Kältemittelverdichter, die in Kühl- und Gefriersystemen für den Antrieb des Käl- tekreislaufs sorgen. Abhängig vom Verwendungszweck und -ort unterscheiden sich die sechs am Standort Flensburg existierenden Kompressorserien in ihrer je- weiligen Ausführung, die folgende Faktoren beinhaltet:

Spannung

Frequenz Kältemittel

Haushaltskompressoren 2-9

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Je nach Verwendungszweck und -ort der in Flensburg produzierten Kompressoren sind die Produktserien in folgende sechs Kategorien aufgeteilt:

- Serie PL - Für kleine handliche Kühlschränke
- Serie BD - Für mobile Kühlschränke zum Beispiel in Lkws und Wohnmobilen
-Serie TL - In Kühl- und Gefrierschränken im Haushalt
-Serie SC - In größeren Kühl- und Gefrierschränken. Auch als Twin-Kompressor, für noch mehr Leistung
-Serie NL - Für Orte, bei denen die Stromversorgung nicht so gut ist
- Serie FR - Für Flaschenkühlsysteme zum Beispiel Getränkeautomaten

2.2.2 Produktbeispiele

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten1

3 Die Kälteanlagentechnologie

3.1 Die Hauptkomponenten einer Kühlanlage

- Kältemittelverdichter
- Verflüssiger
- Entspannungsventil
- Verdampfer
- Rohrleitungen

3.2 Der Kältemittelverdichter im Kältekreislauf

Die von der Danfoss Compres- sors GmbH hergestellten herme- tischen Kältemittelverdichter sind Arbeitsmaschinen in Form von Hubkolbenmaschinen. Die we- sentliche Aufgabe dieser Ma- schinen ist das mechanische Verdichten und Fördern von gas- förmigen Kältemitteln.

Verdichten und Fördern von. Kältekreislauf 3-12

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Sie sorgen generell für den Antrieb. Über eine Saugleitung wird das verdampfte Kältemittel aus dem Verdampfer angesaugt und von einer niederen Temperatur und einem niederen Druck auf eine hohe Temperatur und einen hohen Druck in den Verflüssiger gebracht. Dabei steigt zunächst die Temperatur des Kältemittels über die Umgebungstemperatur so an, dass Wärme über die Fläche des luftbeaufschlagten Verflüssigers an die Umgebung abgegeben wird.

Bei diesem Vorgang verflüssigt sich das Kältemittel und wird nun über ein thermostati- sches Entspannungsventil in den Verdampfer eingespritzt, wo es bei niedrigerem Druck verdampft. Die zum vollständigen Verdampfen benötigte Wärme wird der Luft in dem zu kühlenden Raum entzogen und bewirkt dessen Abkühlung. Auf diese Weise schließt sich der Kältemittelkreislauf und der Vorgang der Wärmeübertragung beginnt erneut.3

4 Tool4Cool

4.1 Die Software

Dieses Programm dient zur Steuerung, Regelung und Überwachung von Kältekreisläu- fen mittels eines einfachen PCs oder Laptops als Mensch/Maschine-Schnittstelle. Die potentiellen Benutzer dieser Software können Mitarbeiter von Danfoss oder auch von anderen Firmen der gleichen Branche sein. In beiden Fällen sind es jedoch Benutzer sowohl mit niedrigem als auch mit höherem Bildungsstand. Ingenieure aus dem Bereich der Forschung und Entwicklung wenden diese Software zum Beispiel für Testzwecke in Laboren an, während Facharbeiter oder auch ungelerntes Personal diese Software zur Wartung und Überwachung von Kältekreisläufen benutzen. Von allen Anwendern wer- den jedoch zumindest Grundkenntnisse im Umgang mit dem PC erwartet. Hinweis: Zu Beginn des Lokalisierungsprojekts trug diese Software noch den Namen „Tool4Lab".

4.1.1 Aufbau und Funktionen

Der PC oder Laptop (1) ist hierbei über einen Gateway (2) mit einem Controller (3) ver- bunden. Der Controller ist wiederum über Sensoren mit einem Kühlkreislauf (4), beste- hend aus einem Verdampfer, Kondensator, Thermostat und einem Kompressor, sowie an eine Stromversorgung (nicht abgebildet) angeschlossen. Das Programm ist mithilfe der Sensoren in der Lage, sämtliche Parameter jeder einzelnen Komponente zu erfas- sen, protokollieren und grafisch darzustellen. Zudem kann der Benutzer einige Parame- ter auch selbst bestimmen, wie etwa Kompressordrehzahlen und Thermostattempera- tur. Das folgende Bild zeigt die Arbeitsumgebung, die die Firma Danfoss Compressors zur Verfügung stellte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Arbeitsumgebung des Programms Tool4Cool 4-1 HLJHQH )RWRJUDILH

4.1.2 Einstellungen selbst vornehmen

Der Benutzer kann in der hier gewählten Hauptfunktion „Kompressor“ (Compressor) folgende Parameter am Kompressor einstellen (siehe Pfeile unten):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darüber hinaus können am Kompressor im Kältekreislauf folgende Parameter abgelesen werden (siehe Bild):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Beispiel:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Registerkartenfenster für den Kompressor 4-2 Screenshot

Für die anderen Komponenten des Kältekreislaufes, d.h. das Thermostat, sowie die Lüfter des Kondensators und des Verdampfers können ebenfalls folgende Parameter und Optionen konfiguriert werden (siehe Pfeile im Bild auf der nächsten Seite):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Beispiel:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Registerkartenfenster für den Verdampferlüfter 4-3 Screenshot

4.1.3 Struktur der Benutzeroberfläche

Die grafische Benutzeroberfläche setzt sich aus den hierfür üblichen Elementen zu- sammen:

- Menüleiste
- Baumansichten
-Registerkarten

Die Optionen in der Menüleiste sind dabei in Listenform dargestellt und in der Baumansicht hierarchisch in Haupt- und Unterfunktionen gegliedert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kompressor-Setup 4-4 Screenshot

4.1.4 Daten protokollieren

Alle Parameter lassen sich protokollieren. Unter „Hauptfunktionen“ (Main functions) kann der Benutzer über die Registerkarte „Logger“ eine Datenprotokollierung vornehmen. Dabei wird jeder Parameter nach einem gewünschten Intervall während eines aktiven Kältekreislaufes (in diesem Beispiel nach 10 Sekunden) aktualisiert. Im Protokoll von diesem Screenshot werden in sechs Spalten (von links nach rechts) folgende Parameter angezeigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Protokoll eines Kältekreislaufes 4-5 Screenshot

4.1.5 Grafische Darstellung der Protokolle

Neben der tabellarischen Darstellung aller gewünschten Daten kann der Verlauf auch grafisch dargestellt werden. Anhand einer Zeitachse (X-Achse) und einer Werteskala (Y-Achse) werden hier alle Werte wiedergegeben, wobei jede Kurve für einen bestimm- ten Parameter steht und sich durch eine bestimmte Farbe von den anderen unterschei- det. Auf dieser Darstellung sind die Kurven der Kompressordrehzahl (1) sowie der Temperaturen der Platine im Controller (2) und des Thermostats (3) zu sehen. In die- sem Beispiel ist der Kompressor nicht aktiv, deshalb verläuft die Linie 1 entlang des Nullpunktes auf diesem Diagramm.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grafische Darstellung eines Protokolls 4-6 Screenshot

4.2 Das Handbuch für Tool4Cool

Für jede Software ist üblicherweise ein Benutzerhandbuch in elektronischer Form oder in Papierform erforderlich. In der Regel ist solch ein Benutzerhandbuch der erste Kontakt eines Benutzers mit einem neuen Softwaresystem (vgl. Zeller 2005, Seite 1). Das englischsprachige Handbuch für die Software Tool4Cool entstand in enger Zusammenarbeit zwischen den Entwicklern Lars Frederiksen und John Svane Christensen von Danfoss sowie der Autorin dieser Dokumentation, Anna Jensen. Sie ist Australierin, d.h. sie ist englische Muttersprachlerin.

Zudem ist sie ausgebildete Metalltechnikingenieurin und nun in Dänemark als freiberufliche technische Redakteurin tätig. Für eine reibungslose Bedienung der Software, von der Installation bis zur kleinsten Unterfunktion, war bei der Erstellung dieses Handbuches folgendes zu berücksichtigen:

Einerseits musste der Inhalt nachvollziehbar für das einfache Bedienerpersonal, und andererseits ausreichend informativ und detailliert für Facharbeiter und Ingenieure for- muliert werden. Zudem muss sich der Anwender im Vorfeld mit den notwendigen Kom- ponenten auskennen können, die an den PC angeschlossen werden müssen und daher für den sachgemäßen Gebrauch von Tool4Cool unumgänglich sind. Aus Sicht des Be- dienerpersonals war es daher wichtig, das Handbuch praxisbezogen und verständlich zu formulieren, d.h. vorwiegend Handlungsanweisungen und nur die notwendigsten Hintergrundinformationen.

Für Techniker und Ingenieure mussten jedoch detaillierte Angaben, zum Beispiel über die Einrichtung von Netzwerken, hinzugefügt werden, so dass das Handbuch schließ- lich für alle potentiellen Benutzer die nötigen Informationen enthielt. In Bezug auf die Nutzbarkeit eines Softwarehandbuches sagte Andreas Zeller unter anderem, dass es möglich sein müsste, ein Produkt nur anhand des Handbuches zu bedienen (vgl. Zeller 2005, Seite 1). Diese Betrachtungsweise ist sowohl für die Erstellung als auch für die Übersetzung eines Benutzerhandbuchs ein hilfreicher Orientierungspunkt. Insgesamt handelt es sich bei diesem Handbuch um einen typischen Mensch/Technik- interaktionsorientierten Text und nicht um ein theoretisches Wissen vermittelndes Do- kument (vgl. Göpferich 1998, Seite 187). Eine umfassende Analyse zu diesem Hand- buch befindet sich in Kapitel 6 „Analyse des Handbuches der Software Tool4Cool“.

5 Die Übersetzung und Lokalisierung

Das zentrale Projekt ist die Lokalisierung des Softwareproduktes Tool4Cool. Zur Einführung wird hier zunächst beschrieben, welche Aufgaben eine Softwarelokalisierung umfasst. Zudem werden die einzelnen Komponenten, d.h. alle hier zu übersetzenden Textsorten nach ihren linguistischen Eigenschaften definiert und voneinander abgegrenzt. Diese Maßnahme dient zur Vorbereitung einer anschließenden Analyse der Makro -und Mikrostruktur des Handbuches, sowie zur darauf folgenden Lokalisierung dieses Softwareprodukts. Von wesentlicher Bedeutung dafür sind vor allem die, in den Kapiteln 5.2.1 und 5.2.2, aufgeführten Merkmale von Softwaretexten.

Das primäre Projektziel ist das Softwareprodukt „Tool4Cool" an das Zielland Deutsch- land anzupassen. Diese Anpassung soll dabei vor allem im sprachlichen Sinne erfol- gen, das heißt die Umwandlung aller Textkomponenten in die deutsche Sprache. Schließlich finden die Handbücher der Fachautoren bei den Lesern am meisten Reso- nanz, wenn die in deren Muttersprache verfasst wurde. Die Lokalisierung ist als Um- weg von der englischen zur deutschen Sprache zu betrachten. Eine der Hauptaufgaben dabei ist, diesen Umweg möglichst unauffällig zu gestalten (vgl. Hohnhold 1990, Seite 54).

5.1 Aufgaben der Softwarelokalisierung

Bei dem Projekt, worauf diese wissenschaftliche Arbeit beruht, handelt es sich um eine Lokalisierung (gelegentlich auch Nationalisierung genannt). Im genaueren Sinne ist es eine so genannte „Oberflächenlokalisierung“. Bei dieser Lokalisierungsform beschrän- ken sich die Anpassungsaufgaben auf den Sprachtransfer, die Umrechnung von Maß- und Währungseinheiten sowie Zeit- und Datumsangaben. Eine „Tiefenlokalisierung“ umfasst wiederum auch den Transfer kultureller Inhalte (vgl. Göpferich 1998, Seite 293).

Die Übersetzung des Handbuches und der Benutzeroberfläche sind die wesentlichen Bestandteile dieses Projekts. Dass zu einer umfassenden Lokalisierung eines Soft- wareproduktes noch mehr Aufgaben gehören, wird in dem unten aufgeführten Dia- gramm deutlich. Kai Beste weist in seinem Buch „Softwarelokalisierung und Überset- zung“ darauf hin, dass es sich bei dem Begriff Lokalisierung immer um die verkürzte Form von Softwarelokalisierung handelt. Dieses aus seinem Buch entnommene Dia- gramm fasst in einer übersichtlichen Anordnung alle Komponenten zusammen, die bei einer vollständig durchgeführten Lokalisierung berücksichtigt werden müssen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Betroffene Komponenten der Lokalisierung 5-14

Die im Diagramm unterstrichenen Komponenten weisen auf jene Komponenten hin, die bislang in diesem Projekt berücksichtigt werden. Die Firma Danfoss Compressors GmbH hat sich langfristig dennoch vorgenommen, mehrsprachige Webseiten für die Software Tool4Cool einzurichten, und eine Verpackung für das jeweilige Zielland herzustellen. Diese Aufgaben fallen in diesem Projekt nicht an.

5.2 Kategorische Aufteilung der Softwarelokalisierung

Wie im Diagramm hervorging, wird bei einer Lokalisierung im Idealfall jede einzelne Komponente eines gesamten Softwareprodukts berücksichtigt. Diese Komponenten haben alle jedoch eine verschiedene Funktionen und somit auch unterschiedliche Textsorten. Die Unterschiede dieser Textsorten spiegeln sich auch sprachlich wieder. Kai Beste hatte im Jahre 2006 diese Unterschiede einst analysiert und die Komponenten nach ihrer Funktion in drei „Grade“ unterteilt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kategorien von Softwaretexten 5-25

5.2.1 Softwaretexte ersten Grades

Grafische Benutzeroberflächen beinhalten alle zugehörigen Bedienelemente, Befehle und Dialogfelder. Hier handelt es sich um so genannte Softwaretexte „ersten Grades“. Für eine kundenfreundliche Bedienung einer lokalisierten Software ist es sehr wichtig, dass bei Textsorten ersten Grades sowohl im Englischen als auch in jeder anderen Sprache, alle sprachlichen Elemente, insbesondere Befehle wie „Datei öffnen", einein- deutig sind. Zudem sollen sie möglichst kurz sein, nur selten aus mehr als zwei Wörtern bestehen. Typisch für diese Textsorte sind zum Beispiel Befehle im Imperativ (Klicken Sie auf OK), imperativischen Infinitiv (Disk einlegen). Die Umwandlung von Verben in Nomen (Konversionen), beispielsweise für Kurzbefehle wie „Bearbeiten“, „Einfügen“ usw., sind hier üblich.

Diese Schreibformen sind auf die instruktive Ausrichtung dieser Textsorte zurückzuführen. Es sind in der Regel kaum ganze Sätze in solchen Texten enthalten (vgl. Beste 2006, Seiten 39-40). Komposita (zum Beispiel Thermostat-Zwangseinschaltung) kommen hingegen hier häufiger vor. Die in der Software und die im Handbuch verwendete Terminologie sollte zudem absolut übereinstimmend sein, um Diskrepanzen zu vermeiden. Die Lokalisierung des Softwaretextes (eine XML-Datei) “ersten Grades” wurde in diesem Projekt in einem XML-Editor vorgenommen. Eine genauere Beschreibung zur Erstellung des Softwaretextes ersten Grades im Tool4Cool-Projekt ist in Kapitel 7 „Lokalisierung der Benutzeroberfläche“ zu finden.

5.2.2 Softwaretexte zweiten Grades

Entsprechend der kategorischen Aufteilung, gelten Dokumente, wie Handbücher und Online-Hilfen, als Softwaretexte „zweiten Grades“ (vgl. Beste 2006. Seite 43). Mithilfe dieser Texte soll der Benutzer die Fähigkeit erlangen, die Software selbstständig bedienen zu können. Die Eigenschaften einer solchen Textart lassen sich in zwei Strukturen einteilen. Die Makrostruktur umfasst im Wesentlichen die Reihenfolge und die Gestaltung der einzelnen Kapitel. Die Mikrostruktur bezieht sich insbesondere auf linguistische Eigenschaften sowie auf den sachlichen Inhalt der Texte. Zudem werden auch in beiden Strukturen typografische Aspekte berücksichtigt.

a) Makrostruktur

Global betrachtet sind seriöse Handbücher und Online-Hilfen im Softwarebereich nach einer bestimmten Struktur aufgebaut, die sich von Handbuch zu Handbuch nur geringfügig oder überhaupt nicht unterscheiden (vgl. Zeller 2005, Seiten 5-7):

- Inhaltsverzeichnis
-Einführung
-Installation
-Benutzeroberfläche
- Ggf. Trainingsteil
-Problembehandlung
-Literaturverzeichnis
-Glossar

Darüber hinaus sind solche Texte stets in einzelne Kapitel aufgeteilt, Texte mit Überschriften versehen, und Handlungsschritte sowie Gegenstände sind oftmals in Listenform dargestellt. Auch Anweisungen mit nonverbalen Mitteln wie zum Beispiel Abbildungen sind hier üblich. Viele Anweisungen gehen mit technischen Beschreibungen einher, so auch in dem Tool4Cool-Handbuch. In ihrem Buch „Interkulturelles Technical Writing “ fasste Susanne Göpferich die Struktur solcher Beschreibungen wie folgt zusammen (vgl. Göpferich 1998, Seite 121):
- Benennung des Mechanismus/Systems
-Definition mit Zweckangabe und ggf. Angabe des (Gesamt-)Aussehens
-Aufbau
-Funktionsweise

b) Mikrostruktur Auf der mikrotextuellen Ebene haben Textsorten „zweiten Grades“ in EDV- Handbüchern folgende Merkmale:
- deskriptive und instruktive Textbausteine
-Einheitliche Wendungen, Kollokationen und Termini
-Einheitlicher Syntax
-Präsens als dominante Zeitform
-Anweisungen überwiegend im Imperativ (klicken Sie auf..)
- Hoher Anteil an Konditional- und Finalsätzen
- Häufig: Passivform im Deutschen, Aktivform im Englischen
-Komposita - (Parameter-Definitionsdatei)
-Akronyme - (TCP, RTP)
-Entlehnungen (Prozessor)
-Lehnübersetzungen (Festplatte = hard disk)
-Typografische Hilfsmittel (Hervorhebungen, Aufzählungen usw.)

Wie im vorherigen Abschnitt angemerkt, ist es auch bei diesem Handbuch wichtig, ei- nen direkten Bezug zur Benutzeroberfläche im sprachlichen Sinne, d.h. gleiche Termi- nologie, zu gewährleisten. Zudem weist Kai Beste auf die Aktivform hin, die auch in deutschen Texten zunehmend anstelle des Passivs angewendet wird. Des Weiteren weist er auf die englische „will-Form“ hin, die in vielen Fällen dem deutschen Präsens entspricht. (vgl. Beste 2006, Seiten 44-46). Die „will-Form“ dient in diesen Texten au- ßerdem auch für Deskriptivsätze verwendet, um Ereignisfolgen zu beschreiben (zum Beispiel „When Tool4Lab is installed successfully, a shortcut will appear in the Start menu.“)

5.2.3 Softwaretexte dritten Grades

Kai Beste bezeichnet diese Textsorte in seiner kategorischen Untergliederung als eine Art Sekundärliteratur des Softwareprodukts. Aus seiner Sicht fielen Texte wie zum Beispiel Testberichte, Rezensionen und Werbetexte in die Kategorie „dritten Grades“. Die wichtigsten Funktionen dieser Kategorie sind die Kritik und Vergleich des jeweiligen Produkts mit Konkurrenzprodukten. Solche Texte spielen bei der Lokalisierung nur eine untergeordnete Rolle, weil der Übersetzungsbedarf solcher Dokumente relativ gering ist (vgl. Beste 2006, Seite 47). Softwaretexte dritten Grades spielten in diesem Projekt keine Rolle, daher wird auf diese Ebene nicht näher eingegangen.

6 Analyse des Handbuches der Software Tool4Cool

Anhand der im vorigen Kapitel aufgelisteten Kriterien des Softwaretextes „zweiten Gra- des“ wird nun das Handbuch genauer untersucht. Analysiert werden hierbei sämtliche Eigenschaften und Besonderheiten in Bezug auf das Format und insbesondere der Sprache. Neben der Einarbeitung in die Software selbst, war eine detaillierte Betrach- tung des Handbuches eine wichtige vorbereitende Maßnahme. Schließlich konnte man sich so auf sämtliche potentielle Schwierigkeiten bei der späteren Übersetzung vorbe- reiten.

6.1 Makrotextuelle Analyse

Verwendungszweck: Dieses Handbuch dient als Erklärungshilfe für die Installation und den Gebrauch der Anwendungssoftware Tool4Cool.

Die primäre Zielgruppe dieses Handbuchs sind Kunden der Danfoss Compressors GmbH, die von der Anwendungssoftware „Tool4Cool“ Gebrauch machen werden. Au- ßerdem dient es dem technischen Personal von Danfoss als Schulungs- und Refe- renzmaterial. Es wird sowohl in elektronischer Form als auch in Papierform für den Kunden erhältlich sein.

6.1.1 Der Globaltext

Der Aufbau dieses Handbuches stimmt weitestgehend mit der klassischen und bewährten Struktur eines Software-Handbuches überein:

- Inhaltsverzeichnis
-Einführung Introduction to Tool4Lab
-Software-Installation Software Installation
-Benutzeroberfläche User Interface
-Software-Konfiguration Software Configuration
- Bedienung Operation
- Individuelle Einstellung eines Controllers How To Customize A Controller
- Problembehandlung Troubleshooting

Insgesamt gestaltete die Autorin Anna Jensen den Einstieg in dieses Handbuch recht verständlich. Zuerst beschreibt sie im dreiseitigen Kapitel „Introduction to Tool4Cool“ in kurzer Form den Verwendungszweck dieser Software. Anschließend zählt sie die für die Installation und den Betrieb erforderlichen Mittel und Daten auf. Darauf folgt eine Zu- sammenfassung der Installationsschritte und der wesentlichen Bedienfunktionen. Im elfseitigen Kapitel „Software Installation“ werden schließlich die einzelnen Installations- schritte, einschließlich der Reparatur der Installation und der Deinstallation, ausführlich anhand von Beispielen mit Screenshots vorgestellt. Das folgende, sechs Seiten lange Kapitel „User Interface“ beschreibt die grafische Benutzeroberfläche von Tool4Cool. Dabei bediente sie sich in besonderem Maße an nonverbalen Informationsträgern, d.h. Screenshots sämtlicher Dialogfelder, Registerkartenfenster und Menüs.

Die Funktionselemente wie zum Beispiel Baumansichten, Registerkarten, Schaltflächen und die Menüleiste ordnete die Autorin mehreren ausführlichen Unterkapiteln zu. Anna Jensen setzte dabei die zugehörigen Screenshots entsprechend der Reihenfolge ein, wie der Benutzer in Tool4Cool nach der Erstinstallation einsteigen würde. So geht sie zuerst auf die Menüleiste ein, von wo aus zunächst eine Netzwerkverbindung erstellt werden muss, um das Programm lauffähig zu machen. Erst dann ist der Betrieb dieser Software möglich. Im nächsten, 30 Seiten langen Kapitel, „Software Configuration“, erklärt Anna Jensen in ausführlicher Form, wie man lokale und ferne Verbindungen mit anderen Controllern herstellt, neue Controller findet und den (für den Zugriff auf sämtliche Funktionen notwendigen) Produktschlüssel verwendet.

Das mit 46 Seiten längste Kapitel „Operation“ wurde von der Autorin besonders detail- liert gestaltet, zumal dieses Kapitel den Kern des Handbuches darstellt. In sämtlichen Unterkapiteln beschreibt sie, wie man zu messende Parameter in Registerkartenfens- tern einrichtet und überwacht, und wie man Datenprotokolle und Zeitdiagramme erstellt. Zur Veranschaulichung sind alle diese detailliert beschriebenen Vorgehensweisen mit Screenshots versehen. Es folgte schließlich noch das einseitige Kapitel „How to custo- mize a controller“, in dem sie erklärt, wie man die Werkseinstellungen eines Controllers ändert. Im letzten, fünf Seiten langen Kapitel „Troubleshooting“, erwähnt Anna Jensen sämtliche Alarm- und Fehlermeldungen, die bei der Benutzung von Tool4Cool auftreten können. Unter anderem könnte zum Beispiel der Controller nicht erkannt werden oder die Datenprotokollierung nicht funktionieren. Zudem weist sie auch auf das Systempro- tokoll hin, welches zur Protokollierung der vom Benutzer am PC durchgeführten Aktio- nen (Verbindungsherstellungen, Programmnutzungen, usw.) aufzeichnet.

Im Großen und Ganzen ist das Handbuch in seiner Makrostruktur für den praktischen Gebrauch geeignet. Die richtige Information konnte in der richtigen Reihenfolge am rich- tigen Ort im Handbuch, gefunden werden (vgl. Schmitt 1999, Seiten 86-87). Neben dem erwähnten Gebrauch nonverbaler Mittel (Screenshots) setzt Anna Jensen auch folgen- de Formatierungen ein:

- Inhaltsverzeichnis
-Seitenzahlen
-Gliederung
-Aufzählungen
-Überschriften auf drei Ebenen
-Querverweise

6.1.2 Genauere Betrachtungen anhand von Beispielen

1. Insgesamt ist der Text im für ein Handbuch typischen instruktiven Stil gehalten, er- gänzt durch deskriptive Textbausteine. Die einzelnen Arbeitsschritte in dem Handbuch wurden anhand von bildlichen Darstellungen, so genannten Screenshots, und anschlie- ßenden Beschreibungen mit einfachen Sätzen lesergerecht gestaltet. Zur genaueren Erklärung sind viele dieser Screenshots auch mit Sprechblasen versehen, um die wich- tigsten Elemente zu benennen. Zusätzlich hat Anna Jensen, im Beispiel unten, die „Key parameters“ und die „Parameter groups“ rötlich markiert, um sie in dieser Beschreibung deutlich hervorzuheben.

Beispiel:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

The controller main page overview displays parameter groups and possibly also key parameters.

Key parameters are typically the most important or most frequently used parameters and are located in the overview for convenience.

Kommentar: Das Erklärungsmuster im obigen Beispiel wiederholte sich häufig. Zuerst wird eine Instruktion formuliert, gefolgt von einem mit Sprechblasen versehenen relevanten Screenshot, und zum Schluss ergänzt durch Beschreibungen der erwähnten Funktionselemente. Diese Vorgehensweise ermöglichte ein gutes Verständnis des zu beschreibenden Sachverhalts.

2. Die Autorin macht bei ihren Handlungsanweisungen effektiv Gebrauch von Anwendungsbeispielen. Auch da legt sie sich auf ein ähnliches Muster aus Instruktionen, Screenshots und deskriptiven Ergänzungen fest. Zudem macht sie in einigen Fällen bestimmte Vorbemerkungen, um zum Beispiel auf anderes Referenzmaterial, wie etwa der Produktdokumentation für den Controller (a), hinzuweisen, und um den Benutzer im Vorfeld auf die Notwendigkeit bestimmter Mittel (b) aufmerksam zu machen. Zum Schluss fügte sie häufig auch das Ergebnis der ausgeführten Handlung hinzu. So kann der Benutzer feststellen, ob die Anweisung korrekt befolgt wurde.

Beispiel:

Vorbemerkung (a)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Vgl. Kaltmacher http://www.kaltmacher.de/artikel8105.html

2 Funktionsprinzip des Kältekreislaufs http://www.visionair-gmbh.de/images/wp_schem.jpg

3 Die Informationen zu den oben aufgeführten technischen Beschreibungen entstammen den Webseiten von VisionAir und Wikipedia

4 Beste, Kai: Softwarelokalisierung und Übersetzung, Seite 26

5 Beste, Kai: Softwarelokalisierung und Übersetzung, Seite 39

Ende der Leseprobe aus 120 Seiten

Details

Titel
Übersetzung von Steuerungssoftware der Firma Danfoss Compressors. Erstellung eines Glossars mit Erläuterungen zur Übersetzungsproblematik und Terminologie
Hochschule
Fachhochschule Flensburg
Note
gut (2,0)
Autor
Jahr
2008
Seiten
120
Katalognummer
V93659
ISBN (eBook)
9783656973799
Dateigröße
1563 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Steuerungssoftware, Firma, Danfoss, Compressors, Erstellung, Glossars, Erläuterungen, Terminologie
Arbeit zitieren
Fabian Brügmann (Autor), 2008, Übersetzung von Steuerungssoftware der Firma Danfoss Compressors. Erstellung eines Glossars mit Erläuterungen zur Übersetzungsproblematik und Terminologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93659

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