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Grundbegriffe der Textlinguistik. Die sieben Kriterien der Textualität

Titel: Grundbegriffe der Textlinguistik. Die sieben Kriterien der Textualität

Hausarbeit , 2020 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lena Hiete (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit widmet sich der zentralen Fragestellung, welche grundlegenden Bedingungen ein sprachliches Gebilde erfüllen muss, um als offizieller Text zu gelten. Ein Text, so die Kernthematik der Textlinguistik, muss gewisse Kriterien der "Textualität" erfüllen, um als zusammenhängend und sinnvoll wahrgenommen zu werden. Die Grundlage dieser Untersuchung bildet die Arbeit von De Beaugrande und Dressler aus dem Jahr 1981, in der sie die sieben Kriterien der Textualität umfassend definierten. Diese Kriterien, nämlich Kohäsion, Kohärenz, textinterne und textexterne Aspekte, Intentionalität, Akzeptabilität, Informativität sowie Situationalität und Intertextualität, bilden das Gerüst für die Analyse von sprachlichen Äußerungen als Texte.

Die Textlinguistik, als Teilbereich der Linguistik, erforscht dabei die Bedingungen, unter denen sprachliche Gebilde als "Texthaft" betrachtet werden können. In dieser Hinsicht wird der Begriff "Textualität" herangezogen, um die spezifischen Merkmale zu umreißen, die ein sprachliches Konstrukt erfüllen muss, um als Text eingestuft zu werden. Hierbei spielt nicht nur die äußere Form eine Rolle, sondern auch die inhaltliche Verknüpfung der Wörter, die Kohärenz und Kohäsion genannt wird.

Die vorliegende Arbeit vertieft sich insbesondere in die sieben Kriterien der Textualität gemäß De Beaugrande und Dressler. Diese Kriterien sind nach wie vor von zentraler Bedeutung für die Erforschung der Textlinguistik und bilden die Grundlage für die Analyse von Texten. Die Arbeit geht dabei über die bloße Darstellung der Kriterien hinaus und nimmt zwei spezifische Aspekte, nämlich Situationalität und Intertextualität, genauer unter die Lupe. Hierzu werden exemplarische Textbeispiele herangezogen, um die praktische Anwendbarkeit und Relevanz der Kriterien zu veranschaulichen.

Im Rahmen dieser Untersuchung werden die Kriterien von De Beaugrande und Dressler als Leitfaden verwendet, um die kommunikative Funktion von Texten zu erfassen. Ziel ist es, nicht nur theoretisch, sondern auch anhand konkreter Beispiele die Bedeutung und Anwendbarkeit dieser Kriterien aufzuzeigen. Somit trägt diese Arbeit dazu bei, das Verständnis für die Struktur und Qualität von Texten zu vertiefen und die zentralen Prinzipien der Textualität in der Linguistik weiter zu erforschen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die sieben Kriterien der Textualität nach De Beaugrande/Dressler

2.1 Kohäsion

2.2 Kohärenz

2.3 Textinterne und textexterne Kriterien

2.4. Intentionalität

2.5 Akzeptabilität

2.6 Informativität

2.7 Situationalität

2.8 Intertextualität

3. Situationalität anhand von Textbeispielen

4. Anmerkungen und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Bedingungen, die ein sprachliches Gebilde erfüllen muss, um als Text zu gelten. Dabei wird insbesondere das Modell der sieben Kriterien der Textualität nach De Beaugrande und Dressler analysiert und anhand konkreter Beispiele auf seine praktische Anwendbarkeit sowie die Bedeutung der Situationalität hin überprüft.

  • Grundbegriffe und Definition der Textualität
  • Analyse der textinternen Kriterien Kohäsion und Kohärenz
  • Untersuchung textexterner Faktoren wie Intentionalität und Akzeptabilität
  • Die Rolle der Situationalität in der modernen Textlinguistik
  • Praktische Anwendung der Kriterien an aktuellen Online-Beispielen

Auszug aus dem Buch

2.1. Kohäsion

Das erste Kriterium eines Textes, das erfüllt sein muss, ist die „Kohäsion“. Der Oberflächentext ist mit seinen Bestandteilen (sichtbare oder hörbare Wörter) verbunden. Diese Oberflächenkomponenten hängen durch grammatische Formen und Konventionen voneinander ab. Die Kohäsion beruht daher auf grammatischen Abhängigkeiten. Zu den Mitteln der Kohäsion zählen De Beaugrande und Dressler alle grammatischen Funktionen, die in Stande sind, die Beziehungen zwischen den Oberflächenelementen anzuzeigen. Kohäsion wird geschaffen, indem spezielle Strukturen, Muster und Elemente der Syntax immer wieder aufgegriffen, ausgelassen, verändert, auf verschiedene Weise zusammengefasst oder Beziehungen zwischen ihnen geschaffen werden (De Beaugrande & Dressler 1981: 1-4).

Die Autoren liefern das Beispiel „LANGSAM - SPIELENDE KINDER“, worunter „langsam spielende Kinder“ verstanden werden könnte und nicht klar ist, was dieser Satz für eine Bedeutung für Autofahrer haben könnte. Folge dessen ist, dass keine klare Bedeutung oder eine Verwirrung entsteht. Demnach sind die grammatischen Abhängigkeiten in der Äußerung „Vorsicht - spielende Kinder“ grundlegend für das Verständnis (De Beaugrande & Dressler 1981: 4).

Kohäsionsstiftende Elemente sind Rekurrenz und Junktoren, die als Wiederaufnahme- und Verbindungsformen die wichtigsten Kohäsionsmittel bilden. Ihre Funktionen sollen hier nur kurz erläutert werden. Mit Rekurrenz, beziehungsweise Teilrekurrenz, ist die einfache Wiederholung von sprachlichen Elementen gemeint. Junktionen verdeutlichen die Beziehungen zwischen einzelnen Ereignissen und Situationen im Text (Schwarz-Friesel & Consten 2014: 76-78).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Kernfragen der Textlinguistik ein und erläutert den zentralen Begriff der Textualität als Grundlage der Arbeit.

2. Die sieben Kriterien der Textualität nach De Beaugrande/Dressler: Hier werden die sieben zentralen Merkmale – Kohäsion, Kohärenz, Intentionalität, Akzeptabilität, Informativität, Situationalität und Intertextualität – systematisch definiert und erläutert.

3. Situationalität anhand von Textbeispielen: Anhand zweier aktueller Internet-Textbeispiele wird das Kriterium der Situationalität auf seine praktische Relevanz und Bedeutung für die Textinterpretation hin geprüft.

4. Anmerkungen und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die subjektive Auslegung einiger Kriterien und schlägt Ansätze für eine weiterführende Forschung vor.

Schlüsselwörter

Textlinguistik, Textualität, Kohäsion, Kohärenz, Intentionalität, Akzeptabilität, Informativität, Situationalität, Intertextualität, De Beaugrande, Dressler, Sprachwissenschaft, Textsorte, Kommunikation, Oberflächentext

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Textlinguistik, insbesondere mit der Frage, welche Kriterien ein sprachliches Gebilde erfüllen muss, um als Text wahrgenommen und kommuniziert zu werden.

Welches theoretische Modell bildet das Fundament der Untersuchung?

Die Arbeit basiert auf der „Einführung in die Textlinguistik“ von Robert-Alain de Beaugrande und Wolfgang Ulrich Dressler aus dem Jahr 1981.

Was sind die sieben Kriterien der Textualität?

Diese sind Kohäsion, Kohärenz, Intentionalität, Akzeptabilität, Informativität, Situationalität und Intertextualität.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Veranschaulichung genutzt?

Die Autorin kombiniert die theoretische Darstellung der Kriterien mit einer praktischen Anwendung, indem sie das Kriterium der Situationalität an zwei ausgewählten Online-Texten analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die sieben Kriterien einzeln detailliert beschrieben und in die Kategorien „textintern“ (Kohäsion und Kohärenz) sowie „textextern“ unterteilt.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Analyse ab?

Neben den linguistischen Definitionen behandelt die Arbeit die Abhängigkeit von Texten von ihrem situativen Kontext sowie die Rolle der Rezipientenerwartungen bei der Textinterpretation.

Warum spielt die Situationalität eine so wichtige Rolle für das Verständnis von Texten?

Situationalität ist entscheidend, da die Interpretation eines Textes stark vom Kontext abhängt, in dem er erscheint; die Situation steuert dabei die Erwartungen des Rezipienten an den Textinhalt.

Welche kritische Schlussfolgerung zieht die Autorin zu den Kriterien?

Die Autorin stellt fest, dass einige Kriterien, wie etwa die Informativität oder Kohärenz, in der Praxis oft subjektiv durch den Rezipienten interpretiert werden, was eine universelle Festlegung erschwert.

Wie werden die Beispiele aus dem Internet analysiert?

Anhand eines Social-Media-Kommentars und eines Posts auf Instagram wird untersucht, wie der situative Rahmen und der Kontext das Textverständnis beeinflussen.

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Details

Titel
Grundbegriffe der Textlinguistik. Die sieben Kriterien der Textualität
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Germanistik)
Veranstaltung
Von der Schrift zum Text? Grundlagen der Schrift- und Textlinguistik (A2a)
Note
2,0
Autor
Lena Hiete (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V936687
ISBN (eBook)
9783346268426
ISBN (Buch)
9783346268433
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grundbegriffe textlinguistik kriterien textualität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Hiete (Autor:in), 2020, Grundbegriffe der Textlinguistik. Die sieben Kriterien der Textualität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/936687
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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