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Möglichkeiten der pädagogischen Kunsttherapie bei herausforderndem Verhalten von Kindern im Autismus-Spektrum

Titel: Möglichkeiten der pädagogischen Kunsttherapie bei herausforderndem Verhalten von Kindern im Autismus-Spektrum

Seminararbeit , 2020 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Simone Albert (Autor:in)

Pädagogik - Kunstpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Jede schwangere Frau wünscht sich nichts sehnlicher, als ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Schon allein dieser Wunsch lässt vermuten, dass körperliche und geistige Gesundheit nicht selbstverständlich sind. Es gibt ein breites Spektrum an Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, die bereits pränatal (während der Schwangerschaft) oder im frühen Kindesalter auftreten können. Diese Arbeit beschäftigt sich mit Kindern im Autismus-Spektrum, deren Verhaltensweisen die Umwelt häufig als unerwünscht oder störend empfindet. Auch für die Betroffenen selbst und ihre nicht-autistischen Bezugspersonen stellt das herausfordernde Verhalten, welches sich beispielsweise in Wutanfällen oder selbstverletzende Handlungen äußern kann, eine enorme Belastung dar.

Ein möglicher Therapieansatz, neben vielen anderen, ist die pädagogische Kunsttherapie. Um einen guten Einstieg in die Thematik zu finden, setze ich mich im ersten Teil dieser Arbeit mit der Begrifflichkeit "Autismus" auseinander, beschreibe seine Kernsymptome und differenziere die verschiedenen Formen und Ausprägungen. Außerdem möchte ich kurz auf die Betroffenen eingehen, die sich eine andere Wahrnehmung wünschen. Ich erörtere, was "herausforderndes Verhalten" meint und welche Faktoren dieses Verhalten auslösen. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man autistischen Kindern die Teilhabe in Regeleinrichtungen ermöglichen kann und wie Bezugspersonen und die Gesellschaft positive Verhaltensunterstützung leisten können.

Im zweiten Abschnitt geht es um therapeutische Interventionen. In erster Linie werden die Ziele der pädagogischen Kunsttherapie vorgestellt. Dabei gehe ich explizit auf die methodische Umsetzung und die positive Wirkung auf die Betroffenen ein. Für meine Ausarbeitung lege ich fundierte wissenschaftliche Fachliteratur zu Grunde, um am Ende dieser Arbeit analysieren zu können, welche Möglichkeiten die pädagogische Kunsttherapie bei herausfordernden Verhalten von Kindern im Autismus-Spektrum bietet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Autismus

2.1 Was ist Autismus?

2.2 Aus Sicht der Betroffenen

2.3 Was meint herausforderndes Verhalten?

2.4 Wie lässt sich Stress bei autistischen Kindern reduzieren?

2.5 Ressourcenaktivierung, Empowerment und Leitprinzipien

3. Pädagogische Kunsttherapie

3.1 Definition und Ziele

3.2 Vorgehensweise und Umsetzung

3.3 Beurteilung und Wirkkomplexe

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Potenzial der pädagogischen Kunsttherapie als präventive und unterstützende Maßnahme bei Kindern im Autismus-Spektrum zu untersuchen, die herausforderndes Verhalten zeigen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie diese Therapieform zur Stressreduktion und Förderung der Teilhabe beitragen kann, ohne dabei defizitorientierte Erziehungsmethoden anzuwenden.

  • Autismus-Spektrum und Kernsymptomatik
  • Herausforderndes Verhalten bei autistischen Kindern
  • Ansätze der positiven Verhaltensunterstützung
  • Theoretische Grundlagen und Praxis der pädagogischen Kunsttherapie
  • Ressourcenaktivierung und Empowerment als Leitmotive

Auszug aus dem Buch

3.2 Vorgehensweise und Umsetzung

Die pädagogische Kunsttherapie hat somit einen funktionalen Charakter und ein großes therapeutisches Potenzial. Wo früher das Objekt (das Werk an sich) im Mittelpunkt des Kunstunterrichts stand, hat diese Form des Kunstunterrichts den Menschen im Blickpunkt. In der Fachwelt wird diese didaktische Verlagerung als "Subjektzentrierung" bezeichnet. Dabei erhalten einfache Methoden, die früher vernachlässigt wurden, eine zentrale Bedeutung. (vgl. Theunissen; Schubert 2010, S. 127) "[...] bildnerische Ausdrucksformen und basale ästhetische Prozesse, die in der allgemeinen Kunstpädagogik häufig eine untergeordnete Rolle spielen (z.B. Spiel- und Aktionsformen unter Einbeziehung von Schmieren, Matschen, Sudeln mit Materialien wie Fingerfarben, Waser, Sand u.ä.), zunächst einmal in den Mittelpunkt der Unterrichtsarbeit gerückt werden, um "therapeutische" Wirkungen zu erzielen und Voraussetzungen für weitere (schulische) Lernprozesse zu schaffen" (ebd., S. 127).

Unter dem Oberbegriff pädagogische Kunsttherapie lassen sich also sämtliche ästhetische Techniken vereinen, die sowohl kurz- als auch langfristig angelegt sein können und einen therapeutisch-pädagogischen Hintergrund haben. Ein didaktisches Phasenmodell hilft dabei, die Erziehungsarbeit zu planen.

Am Anfang steht die Orientierungsphase, die dem Aufbau sozialer Beziehungen und der Schaffung einer vertrauten Atmosphäre dient. Dabei geht es nicht um leistungsbezogenes Arbeiten, sondern um Techniken, die motivationsfördernd sind, wie freies Malen oder Spielen. Dann folgt die Aufbauphase, in der die Beschaffenheit (wie Form, Konsistenz, Gewicht, usw.) unterschiedlichster Materialen (wie Sand, Wasser, Holz, usw.) untersucht wird. Dabei können Vorlieben, Stärken und Entwicklungsverzögerungen erkannt werden und gezielt auf die Bedürfnisse des Einzelnen eingegangen werden. Einfache, Motorik förderende und interessengeleitete Aktivitäten (wie Materialerkundung, Matschen, Kneten, Tasten, usw.) stehen dabei im Vordergrund. Um vorhandene Kompetenzen und neu erlernte Fähigkeiten zu festigen, folgt jetzt eine Stabilisierungsphase. Diese ist geprägt von Rollenspielen, Gruppenarbeiten und Gemeinschaftsprojekten, um die sozialen und kommunikativen Kompetenzen zu fördern. Die künstlerischen Werke und Themen, die dabei entstehen, sollen helfen innere Konflikte aufzuarbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Thema Autismus und die Herausforderungen durch spezifische Verhaltensweisen im Kontext von Inklusion und der Notwendigkeit alternativer, unterstützender Therapieansätze.

2. Autismus: Dieses Kapitel definiert das Autismus-Spektrum, erläutert Kernsymptome sowie die Sichtweise der Betroffenen und analysiert Ursachen sowie Bewältigungsstrategien für herausforderndes Verhalten.

3. Pädagogische Kunsttherapie: Der Abschnitt stellt diese Therapieform als ganzheitlichen Ansatz vor, beschreibt ihre Ziele, das methodische Vorgehen in verschiedenen Phasen sowie ihre spezifischen Wirkungen auf das Wohlbefinden.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die pädagogische Kunsttherapie eine wertvolle, nicht-defizitorientierte Strategie darstellt, um die Lebensqualität und Teilhabe autistischer Kinder zu fördern.

Schlüsselwörter

Autismus-Spektrum, Pädagogische Kunsttherapie, Herausforderndes Verhalten, Inklusion, Empowerment, Ressourcenaktivierung, Stressreduktion, Verhaltensunterstützung, Sensorische Wahrnehmung, Selbstregulierung, Teilhabe, Subjektzentrierung, Heilpädagogik, Lebensqualität, Autonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung von Kindern im Autismus-Spektrum, die durch herausforderndes Verhalten auffallen, und untersucht den Einsatz der pädagogischen Kunsttherapie als Alternative zu traditionellen erzieherischen Methoden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Verständnis von Autismus als Spektrum, der Einordnung herausfordernder Verhaltensweisen als Stressreaktion sowie der Implementierung von Empowerment-Konzepten durch künstlerisch-therapeutische Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie pädagogische Kunsttherapie genutzt werden kann, um Stress bei autistischen Kindern abzubauen, ihre Stärken zu aktivieren und eine echte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse aktueller wissenschaftlicher Fachliteratur und theoretischer Konzepte der Sonder- und Heilpädagogik sowie der Kunsttherapie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert zunächst die theoretischen Grundlagen des Autismus, hinterfragt neuropsychologische Defizitmodelle und stellt anschließend detailliert das didaktische Modell und die Wirkkomplexe der pädagogischen Kunsttherapie vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Autismus-Spektrum, Empowerment, Ressourcenaktivierung, pädagogische Kunsttherapie und positive Verhaltensunterstützung.

Warum wird herausforderndes Verhalten oft als Stressreaktion interpretiert?

Da viele autistische Kinder aufgrund einer hypersensiblen Wahrnehmung täglich unter Reizüberflutung leiden, wird herausforderndes Verhalten als funktionaler Versuch des Kindes verstanden, sich selbst zu regulieren und zu entspannen.

Welche Rolle spielt die "Subjektzentrierung" in der Kunsttherapie?

Die Subjektzentrierung stellt den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt, anstatt das künstlerische Endprodukt zu bewerten. Dies schafft einen urteilsfreien Raum für kreative Entfaltung und Persönlichkeitsentwicklung.

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Details

Titel
Möglichkeiten der pädagogischen Kunsttherapie bei herausforderndem Verhalten von Kindern im Autismus-Spektrum
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Note
1,7
Autor
Simone Albert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V936819
ISBN (eBook)
9783346263896
ISBN (Buch)
9783346263902
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Autismus Herausforderndes Verhalten pädagogische Kunsttherapie Verhaltensstörungen Sonderpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simone Albert (Autor:in), 2020, Möglichkeiten der pädagogischen Kunsttherapie bei herausforderndem Verhalten von Kindern im Autismus-Spektrum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/936819
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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