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Catull Carmen 2 (Lesbias Sperling)

Título: Catull Carmen 2 (Lesbias Sperling)

Trabajo de Seminario , 2006 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Daniel Conley (Autor)

Filolofía latina - Literatura
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Die Arbeit besteht aus einer umfangreichen Analyse des ersten der beiden 'passer'(Sperling)-Gedichte Catulls. Im ersten Teil wird eine kommentierte deutsche Übersetzung des Autors geboten, begleitet von einer formalen Analyse (Auffälligkeiten des Wortschatzes, metrische Analyse, Stil) des Werk. Im zweiten Teil rückt der Fokus dann auf inhaltliche Kriterien (das Wortfeld der Liebe und Erotik, der 'passer' als Dritter im Bunde etc.) und unterschiedliche Deutungsmöglichkeiten des Inhalts werden skizziert. Abschließend folgt eine knappe Einführung in die beiden Forschungskontroversen (Der Appendix des Carmen II, das 'dirty reading' des Carmen II), die im Zuge dieses Gedichts entstanden sind. Hierbei werden die wichtigsten Argumente der sich widersprechenden Auffassungen der Fachwissenschaft knapp dargelegt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Formale Analyse

1. Einleitung und Aufgabenstellung

2. Kommentierte Übersetzung

3. Sprache, Stil und Vorbilder

4. Metrische Analyse

B. Inhaltliche Analyse

5. Interpretation: Der ‚passer’ als Dritter im Bunde

6. Das Wortfeld der Liebe und Erotik

C. Problemorientierte Analyse

7. Das ‚dirty reading’ des passer

8. Der Appendix des Carmen II ?

D. Fazit und Anhang

9. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Carmen II des lateinischen Lyrikers C. Valerius Catull einer umfassenden Analyse zu unterziehen. Dabei steht die Untersuchung des Verhältnisses zwischen Catull, seiner Geliebten Lesbia und dem Sperling sowie die kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Forschungskontroversen und Überlieferungsschwierigkeiten im Fokus der Forschungsfrage.

  • Formale Analyse und Übersetzung des Carmen II
  • Stilistische und metrische Untersuchung des Gedichts
  • Interpretation der Rollenverteilung innerhalb der Liebesbeziehung
  • Analyse erotischer Konnotationen und des sogenannten 'dirty reading'
  • Diskussion der Authentizität des dreizeiligen Appendix

Auszug aus dem Buch

7. Das ‘dirty Reading’ des passer

Jedoch kann das Gedicht als noch erotisch aufgeladener interpretiert werden, allerdings entspricht diese Lesart, die in der englischsprachigen Fachliteratur als ‚dirty reading’ bekannt ist, nicht der ‚opinio communis’ und wird mittlerweile von der Mehrheit der Philologen als „example of learned silliness“ abgelehnt. Zentraler Begriff dieser Deutungsvariante ist dabei der Begriff des „passer“. Vogelnamen seien in der Antike oftmals Metaphern für Geschlechtsorgane, vor allem männliche, gewesen, eine Annahme, die im Falle von „passer“ durch mehrere romanische Sprachen gestützt werden kann. Diese Annahme den „passer“ im carmen II nicht als Vogel und Haustier aufzufassen, sondern als Phallussymbol sorgt für eine Gewichtsverlagerung und verwandelt das Werk in die fantasievolle Beschreibung eines Sexualaktes.

Auch in diesem Falle ließe sich eine thematische Zweiteilung vornehmen, denn der Anfangsteil (Z.1-8) referiert auf Lesbias Qualitäten als Liebhaberin und auf die große Freude die beide beim Geschlechtsakt anscheinend empfinden. Der zweite Teil (Z.9-10) kann dagegen als Absage an die Masturbation aufgefasst werden, die Catull gegenüber dem zwischenmenschlichen Geschlechtsverkehr fad und langweilig erscheine, bzw. für ihn nicht praktikabel sei. Die Befürworter dieser Lesart, die in dieser teilweise recht scharf geführten Debatte oftmals zur Zielscheibe von bissigem Spott wurden, führen im Großen und Ganzen drei Argumente für ihre Interpretation an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Aufgabenstellung: Vorstellung des Forschungsgegenstands, der Methodik sowie der Zielsetzung hinsichtlich der Analyse des Gedichts.

2. Kommentierte Übersetzung: Präsentation einer textnahen deutschen Übersetzung inklusive philologischer Kommentare zu sprachlichen und inhaltlichen Aspekten.

3. Sprache, Stil und Vorbilder: Untersuchung der sprachlichen Archaismen, Stilebenen sowie der Einbettung in hellenistische Epigramm-Traditionen.

4. Metrische Analyse: Bestimmung des Versmaßes als Hendecasyllabus und Erläuterung der metrischen Struktur.

5. Interpretation: Der ‚passer’ als Dritter im Bunde: Untersuchung der asymmetrischen Beziehungsdynamik zwischen Catull, Lesbia und dem Sperling.

6. Das Wortfeld der Liebe und Erotik: Analyse der erotischen Konnotationen und der semantischen Nuancen im Wortschatz des Gedichts.

7. Das ‚dirty reading’ des passer: Diskussion der kontroversen Interpretation des Sperlings als Phallussymbol.

8. Der Appendix des Carmen II ?: Auseinandersetzung mit der Fragment-Debatte und dem Atalante-Mythos.

9. Schlussbetrachtungen: Synthese der Ergebnisse und Reflektion über den aktuellen Forschungsstand.

Schlüsselwörter

Catull, Carmen II, Lesbia, Sperling, Liebeslyrik, Erotik, Hendecasyllabus, Rezeptionsgeschichte, Antike, philologische Analyse, dirty reading, Atalante-Mythos, lateinische Literatur, Klassische Philologie, Intertextualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer philologischen Analyse des zweiten Gedichtes (Carmen II) von C. Valerius Catull, unter Berücksichtigung formaler, inhaltlicher und problemorientierter Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Stilanalyse, der Interpretation der Beziehungsgeflechte zwischen den Akteuren sowie der kritischen Diskussion wissenschaftlicher Debatten zur Erotik und Überlieferungsgeschichte des Textes.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie sich durch Analyse des Wortschatzes, der Stilebenen und der Einflüsse griechischer Vorbilder ein individueller, catullscher Stil herausarbeiten lässt und wie das Gedicht als Spiegelbild der komplexen Beziehung zu Lesbia zu deuten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt klassisch-philologische Methoden: textkritische Auswertung der Ausgabe, kommentierte Übersetzung, Stilanalyse, metrische Untersuchung sowie die kritische Aufarbeitung von Forschungskontroversen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in formale Analysen (Sprache, Stil, Metrik), inhaltliche Interpretationen (Beziehungsdynamik) und problemorientierte Ansätze (Dirty Reading-Debatte und Fragment-Diskussion).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Catull, Sperling, Lesbia, Erotik, Phallussymbolik, Hendecasyllabus, Atalante-Mythos und antike Liebeslyrik.

Warum wird der Sperling im Gedicht als „Dritter im Bunde“ bezeichnet?

Der Sperling fungiert als Medium innerhalb der Kommunikation zwischen Catull und Lesbia; er fixiert Lesbias Aufmerksamkeit und wird von Catull gleichzeitig als geliebter Begleiter und als Konkurrent in der Liebesbeziehung wahrgenommen.

Welche Rolle spielt der sogenannte Appendix (Verse 11-13) für die Interpretation?

Die Einbeziehung des Fragments (Atalante-Mythos) stützt die These, dass Catull durch mythologische Vergleiche eine stärkere Verbindung zwischen dem Sperling und anderen Liebesgaben wie dem goldenen Apfel herstellen wollte, um das Werk als Einheit zu interpretieren.

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Detalles

Título
Catull Carmen 2 (Lesbias Sperling)
Universidad
University of Freiburg  (Seminar für klassische Philologie)
Curso
Catull
Calificación
1,0
Autor
Daniel Conley (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
16
No. de catálogo
V93708
ISBN (Ebook)
9783640100644
ISBN (Libro)
9783640113521
Idioma
Alemán
Etiqueta
Catull Carmen Sperling) Catull
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Conley (Autor), 2006, Catull Carmen 2 (Lesbias Sperling), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93708
Leer eBook
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