Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media

Algorithmenbasierte Filtermechanismen von Google und Facebook

Sind sie medienpädagogisch relevant?

Title: Algorithmenbasierte Filtermechanismen von Google und Facebook

Term Paper , 2018 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der Arbeit soll untersucht werden, inwiefern die von den Internetdiensten Google und Facebook eingesetzten algorithmenbasierten Filter-, Sortier- und Personalisierungsmechanismen medienpädagogisch relevant sind.

Das Internet hat sich verändert. Die einstige Vision vom demokratischen Internet mit unendlich viel Platz für vielfältige Inhalte und Informationen sowie niedrigen Eintrittshürden, musste einer Realität weichen, die weit anders aussieht.

Im Kontext partizipativer Medienkulturen stellen nutzergenerierte Inhalte mittlerweile die Grundlage schlechthin für die meisten Web-Dienste dar. Die unausweichliche Folge: In Zeiten der Digitalisierung wird die Informationsflut unüberschaubar und für den User kaum zu bewältigen. An diese Stelle treten sogenannte "Informationsintermediäre" - wie soziale Netzwerkplattformen (z. B. Facebook) und Suchmaschinen (z. B. Google). All diese nutzen algorithmische Priorisierungssysteme in Form von Filtermechanismen und Empfehlungssystemen, die dabei helfen sollen, Informationen zu sortieren und gesuchte Inhalte effizienter zu finden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Relevanz

1.1 Forschungsstand

1.2 Erkenntnisinteresse, Forschungsfrage und Aufbau

2 Funktionsweise der algorithmenbasierter Filtermechanismen

2.1 Erfassen von Daten: Google und Facebook

2.2 Funktionsweise der Algorithmen

3 Traditionelle Medien versus Online-Informationsintermediäre

4 Diskussion: Medienpädagogische Relevanz

4.1 Zwischen Selbst- und Fremdbestimmung

4.2 Eingeschränkte Partizipationsmöglichkeiten

4.3 Verzerrte Welt- und Selbstsicht

4.4 Einfluss auf den Selbstentwurf

5 Exkurs: Habitus und die Auswahl von Medieninhalten

6 Filtermechanismen vor dem Hintergrund Digitaler Ungleichheit

7 Medienkompetenz – die Kernkompetenz im WWW

8 Medienpädagogische Praxis

8.1 Mögliche Maßnahmen

9 Fazit und Ausblick

10 Verzeichnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die medienpädagogische Relevanz algorithmenbasierter Filter-, Sortier- und Personalisierungsmechanismen bei Google und Facebook. Dabei wird analysiert, wie diese Prozesse die Informationsvielfalt sowie die individuelle Welt- und Selbstsicht beeinflussen und welche Bedeutung eine gestärkte Medienkompetenz in diesem Kontext einnimmt.

  • Wirkungsweise von Filterblasen und Echokammern
  • Ökonomische Interessen hinter algorithmischen Personalisierungssystemen
  • Spannungsfeld zwischen Informationsfreiheit und algorithmischer Kontrolle
  • Zusammenhang von Medienhandeln, Habitus und digitaler Ungleichheit
  • Medienpädagogische Ansätze zur Förderung der Souveränität

Auszug aus dem Buch

4.1 Zwischen Selbst- und Fremdbestimmung

Filtermechanismen, als Produkte der Transformationen im Internet, dienen nicht nur der Reduktion auf technologischer Ebene, sondern auch auf sozialer und führen so zu einem unausweichlichen Konflikt zwischen den Polen Freiheit und Kontrolle. Technologie ist an sich weder gut, noch schlecht, aber auch nicht neutral. Erst durch die Interaktion mit der sozialen Umwelt werden ökonomische, politische und soziale Auswirkungen hervorgerufen. Aufgrund dargelegter Entwicklungen sind die Artikulations- und Partizipationsmöglichkeiten nun nicht mehr nur von sozialen Einflussfaktoren abhängig, sondern werden auch entscheidend von der technologischen Infrastruktur geprägt und beeinflusst.

Wie bereits erläutert sind es ökonomische und politische Interessen unterschiedlichster Akteure, welche die Freiheit in der Internetnutzung einschränken und dem ursprünglich innovativen Gedanken des Internets entgegenstehen. Während die Informationsfreiheit mit der Möglichkeit zur Teilhabe an den Wissensbeständen zu einem Autonomiegewinn eines jeden Internetnutzers geführt haben, so musste er sich darauf – aufgrund der schier unüberschaubaren Menge an Informationen – in ein Abhängigkeitsverhältnis mit Webdiensten begeben, die die Informationen filtern. Unternehmen wie Google und Facebook wollen, dass der Konsument so viel und so lang wie möglich ihre Dienste nutzt. Dazu werden die Inhalte, die dem Nutzer präsentiert werden, so gefiltert, dass sie seinen Interessen und seiner Weltanschauung entsprechen. Der Internetnutzer selbst hat darauf keinen Einfluss.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Relevanz: Einführung in die Problematik algorithmischer Filtermechanismen und Definition der zentralen Begriffe wie Filterblase und Informationsintermediäre.

2 Funktionsweise der algorithmenbasierter Filtermechanismen: Darstellung der Datenerfassungspraktiken von Google und Facebook sowie Erläuterung der zugrunde liegenden algorithmischen Entscheidungssysteme.

3 Traditionelle Medien versus Online-Informationsintermediäre: Vergleich zwischen klassischen Medien und digitalen Plattformen hinsichtlich ihrer Rolle bei der Informationsselektion und Meinungsbildung.

4 Diskussion: Medienpädagogische Relevanz: Analyse der gesellschaftlichen Auswirkungen der Filterung, insbesondere des Machtgefälles zwischen Plattformbetreibern und Nutzern.

5 Exkurs: Habitus und die Auswahl von Medieninhalten: Verknüpfung soziologischer Habitus-Konzepte mit dem individuellen Mediennutzungsverhalten im Internet.

6 Filtermechanismen vor dem Hintergrund Digitaler Ungleichheit: Untersuchung, wie algorithmische Regulierung bestehende Ungleichheiten bei den Nutzungsmöglichkeiten verschärfen kann.

7 Medienkompetenz – die Kernkompetenz im WWW: Begründung der Notwendigkeit medienkritischer Kompetenz zur souveränen Navigation in ökonomisierten Interneträumen.

8 Medienpädagogische Praxis: Ableitung konkreter Maßnahmen und Handlungsstrategien für die medienpädagogische Arbeit.

9 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Transformationsprozesse und Plädoyer für ein kritisch-reflektiertes Nutzerverhalten.

Schlüsselwörter

Filterblase, Echokammer, Algorithmen, Personalisierung, Medienpädagogik, Medienkompetenz, Informationsintermediäre, Digitale Ungleichheit, Habitus, Selbstbestimmung, Überwachung, Internetnutzung, Datenprofilierung, Partizipation, Plattformkapitalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Algorithmen bei der Informationsselektion in Internetdiensten wie Google und Facebook und deren Auswirkungen auf Nutzer.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen algorithmische Priorisierung, Auswirkungen auf die Meinungsbildung, Medienkompetenz, soziale Ungleichheit im Netz sowie medienpädagogische Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die medienpädagogische Relevanz von Filter- und Personalisierungsmechanismen zu beleuchten und den Bedarf für einen souveränen Umgang mit diesen Systemen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse unter Einbeziehung medienbildungstheoretischer und soziologischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise von Algorithmen, vergleicht Online-Dienste mit klassischen Medien und diskutiert die Konsequenzen für die Selbst- und Weltentwürfe der Nutzer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Filterblase, Echokammer, Medienkompetenz, algorithmische Personalisierung und digitale Transformation.

Wie beeinflussen die Algorithmen laut Autor die Weltanschauung?

Durch die einseitige Präsentation von Inhalten, die dem Interesse des Nutzers entsprechen, werden alternative Perspektiven ausgeblendet, was die Wahrnehmung verzerren und den Nutzer in seiner Weltsicht isolieren kann.

Warum spielt das Habitus-Konzept in der Arbeit eine Rolle?

Der Habitus hilft zu erklären, warum Menschen bestimmte Medieninhalte bevorzugen und wie soziale Hintergründe die Art und Weise der Internetnutzung und -aneignung prägen.

Welche Rolle spielt die Medienpädagogik bei der Lösung des Problems?

Die Medienpädagogik ist gefordert, Bildungskonzepte zu entwickeln, die ein kritisches Bewusstsein über Algorithmen schaffen und die Nutzer befähigen, sich selbstbestimmt im digitalen Raum zu bewegen.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Algorithmenbasierte Filtermechanismen von Google und Facebook
Subtitle
Sind sie medienpädagogisch relevant?
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
23
Catalog Number
V937269
ISBN (eBook)
9783346261816
ISBN (Book)
9783346261823
Language
German
Tags
Algorithmen Filter Personalisierung Big Data Daten Google Facebook Filter Bubble Echokammer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Algorithmenbasierte Filtermechanismen von Google und Facebook, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937269
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint