In der Arbeit wird die Thematik des sozialen Ausschlusses im Kontext Schule begutachtet. Ebenso wird sich mit der Frage: "Inwieweit führt der mangelnde Zugang zu materiellen Gütern bei Kindern und Jugendlichen zur sozialen Ausschließung und Ausgrenzung an Schulen?" beschäftigt.
Soziale Ausschließung und Ausgrenzung ist ebenso schwer auseinanderzuhalten, wie Armut, Armutsgefährdung und Unterversorgung. Speziell Kindern und Jugendlichen fällt es schwerer, aus dem bereits vorhandenen sozialen Umfeld auszubrechen. Die Problematik hierbei ist jedoch nicht, dass es eine Selbstverschuldung der Betroffenen ist, so wie die neoliberale Weltansicht vorgibt, sondern eine Abwärtsspirale, die sich an mangelndem Zugang von sozialer Teilhabe, Möglichkeiten, Chancen und schulischen Misserfolgen bedient.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Kurze Einführung in den Themenbereich
2 Relative Armut an Schulen
2.1 Kinder- und Jugendarmut
2.2 Sozialer Ausschluss – Einführung
2.2.1 Begrifflichkeit der sozialen Ausschließung
2.2.2 Soziale Ausschließung und Armut
3 Folgen der sozialen Ausschließung für Kinder und Jugendliche
3.1 Materielle Dimension
3.2 Bildungsdimension
3.3 Gesundheit
3.4 Wohn- und Lebensraum
3.5 Kriminalisierung
4 Folgen der sozialen Ausschließung an Schulen
4.1 Medienaktivitäten in Schulen
4.2 Cybermobbing
4.3 Diagnose, Intervention und Prävention an Schulen
4.4 Interventionsmöglichkeiten
4.4.1 Der „No Blame Approach“ Ansatz
4.5 Prävention
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der sozialen Ausschließung von Kindern und Jugendlichen im Kontext des schulischen Umfelds. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit ein mangelnder Zugang zu materiellen Gütern zu Ausgrenzungsprozessen führt und welche Folgen dies für die psychosoziale Entwicklung sowie die schulische Teilhabe der Betroffenen hat.
- Zusammenhang zwischen Armut und sozialer Ausschließung
- Multidimensionale Auswirkungen von Armut auf Heranwachsende
- Die Rolle der Schule als Ort der Stigmatisierung und Ausgrenzung
- Phänomen Cybermobbing als digitale Form der Exklusion
- Präventionsansätze und Interventionsstrategien im schulischen Bereich
Auszug aus dem Buch
3.1 Materielle Dimension
Aus ökonomischer Sicht wird eine soziale Ausschließung besonders sichtbar, die ökonomische Armut, wird ebenso als Einkommensarmut bezeichnet. Eine Knappheit des finanziellen bedeutet nicht nur Beschränkungen der Freizeitgestaltung und Bildung für Kinder und Jugendliche, sondern ist auch eine Unterstützung die der sozialen Ausschließung entgegen kommt und die Perspektiven eins Individuums minimiert. Die Ausstattung materieller Güter ist in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, für die Teilhabe der gesellschaftlichen Standards, von grundsätzlicher Bedeutung. (vgl. Kilb Rainer 1998, S. 26)
Gerade in der heutigen Gesellschaft, hat der Mangel an materiellem Gut für junge Menschen eine besondere Stellung. Aufgrund der Prioritäten, die in der Schule gesetzt werden, haben teure Klamotten, Smartphones und andere Digitale Medien eine wichtige Stellung. Das nicht mithalten können in diesem Umfeld, führt oft zu beschränkten Möglichkeiten innerhalb der sozialen Gruppen und führt dazu, als Außenseiter deklariert zu werden. Das Schema Innen-Außen wird in Schulsituationen durch „cool“ und „uncool“ deutlich. Die „Uncoolen“ besitzen kein Gut das ähnlichen Wert wie das der „coolen“ hat und werden demnach ausgeschlossen. Für die ungefestigte Persönlichkeitsentwicklung eines Heranwachsenden kann der neidvolle Vergleich des materiellen Wohlstandes eine ernstzunehmende psychosoziale Belastung sein, die zu Irritation des Individuums führt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des sozialen Ausschlusses im schulischen Kontext ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich des mangelnden Zugangs zu materiellen Gütern.
2 Relative Armut an Schulen: Das Kapitel definiert den Begriff der relativen Armut sowie der sozialen Ausschließung und beleuchtet das spezifische kindbezogene Armutskonzept.
3 Folgen der sozialen Ausschließung für Kinder und Jugendliche: Hier werden die verschiedenen Dimensionen (materielle, bildungsspezifische, gesundheitliche, räumliche und kriminologische Auswirkungen) der sozialen Ausgrenzung differenziert analysiert.
4 Folgen der sozialen Ausschließung an Schulen: Dieses Kapitel fokussiert auf die Auswirkungen innerhalb des Schulalltags, insbesondere durch Medienaktivitäten und Cybermobbing sowie entsprechende Interventionsmöglichkeiten.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach Armut und soziale Ausschließung einen Teufelskreis bilden, und gibt einen Ausblick auf schulische Präventionskonzepte.
Schlüsselwörter
Soziale Ausschließung, Armut, Relative Armut, Kinderarmut, Jugendarmut, Schule, Ausgrenzung, Materielle Dimension, Bildung, Gesundheit, Kriminalisierung, Cybermobbing, Prävention, No Blame Approach, Teilhabe
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Ursachen und Folgen der sozialen Ausschließung von Kindern und Jugendlichen, wobei der Fokus auf dem schulischen Umfeld und den dort vorherrschenden Ausgrenzungsmechanismen liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Definition von Armut, die Auswirkungen von materieller Unterversorgung, bildungsbezogene Benachteiligungen, gesundheitliche Folgen sowie die Rolle digitaler Medien und Cybermobbing.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu analysieren, wie mangelnder Zugang zu materiellen Gütern zu sozialer Ausgrenzung an Schulen führt und welche Möglichkeiten es gibt, diesen Prozessen pädagogisch entgegenzuwirken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Studien basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Begriffe Armut und sozialer Ausschluss sowie eine detaillierte Betrachtung der unterschiedlichen Lebensdimensionen von Kindern und Jugendlichen, ergänzt durch spezifische Analysen zu Cybermobbing und Prävention.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Soziale Ausschließung, Armut, Ausgrenzung, Schule, Cybermobbing und Prävention definieren.
Warum wird der "No Blame Approach" im Text als Interventionsmöglichkeit hervorgehoben?
Der Ansatz wird hervorgehoben, da er einen lösungs- und zukunftsorientierten Weg bietet, um den Mobbingprozess zu stoppen, ohne die Beteiligten durch Schuldzuweisungen weiter auszugrenzen.
Welche Rolle spielt laut der Arbeit die materielle Ausstattung für das soziale Ansehen an Schulen?
Die Arbeit zeigt, dass materielle Güter wie Kleidung und Technik (Smartphones) den Status als „cool“ oder „uncool“ mitbestimmen, was bei fehlender Ausstattung zu einer direkten Stigmatisierung und Ausgrenzung führt.
- Quote paper
- Jaoaud Sbai (Author), 2018, Sozialer Ausschluss bei Kindern und Jugendlichen in Armutssituationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937454