Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Klima- und Umweltpolitik

Welchen Effekt hat der europäische Emissionshandel auf die innereuropäischen Treibhausemissionen?

Titel: Welchen Effekt hat der europäische Emissionshandel auf die innereuropäischen Treibhausemissionen?

Hausarbeit , 2019 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Klima- und Umweltpolitik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Forschungsfrage "Welchen Effekt hat der europäische Emissionshandel auf die innereuropäischen Treibhausemissionen?"

Der Umgang mit dem Klimawandel und die daraus resultierende Klimapolitik hat sich im noch jungen 21. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Politikfelder entwickelt. In den letzten Jahrzehnten entstanden auf globaler Ebene völlig neue Kommunikationsforen wie Kongresse, Konferenzen und gemeinsame Forschungsprojekte. Die daraus entstandenen konkreten Ziele und Maßnahmen sind heute fester Bestandteil nationaler und internationaler Klimapolitik.

In dieser Hausarbeit wird eine dieser Maßnahmen genauer untersuchen. Eines der größten und gleichzeitig umstrittensten internationalen Werkzeuge zur Bekämpfung des Klimawandels ist der Emissionshandel. Von den vielen verschiedenen Emissionshandelssystemen, die parallel nebeneinander existieren, wird der Emissionshandel für manche gar als "das mit Abstand wichtigste Handelsschema (…) mit Treibhausemissionen" bezeichnet.

Aktuell befindet sich das ab 2005 laufende System kurz vor dem Übergang in die vierte Handelsperiode. Damit steht es vor teils großen Veränderungen, weshalb sich zu diesem Zeitpunkt eine Evaluation und Reflexion des bisherigen Systems anbietet. Dabei steht im Zentrum der Arbeit, ob der europäische Emissionshandel seinen Zweck bislang erfüllen konnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entstehung des Emissionshandels

2.1 Hintergründe in der internationalen Klimapolitik

2.2 Ausgestaltung des Emissionshandels im Kyotoprotokoll

3 Der Europäische Emissionshandel

3.1 Grundlagen des europäischen Emissionshandels

3.2 Handelsperioden des Emissionshandels

3.3 Vergleich und Bewertung der Handelsperioden

4 Ausblick/ Zukunft des europäischen Emissionshandels

4.1 Reformansätze des Emissionshandels

4.2 Die vierte Handelsperiode 2021-2030

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität des europäischen Emissionshandelssystems (EU-ETS) hinsichtlich der Reduktion von Treibhausgasemissionen innerhalb Europas. Im Zentrum steht die Frage, ob das System seinen Zweck bislang erfüllen konnte und welche Herausforderungen sowie Reformansätze für die Zukunft bestehen.

  • Historische Entwicklung und Grundlagen des internationalen Emissionshandels (Kyotoprotokoll).
  • Struktur und Funktionsweise des europäischen „Cap and Trade“-Systems.
  • Analyse und Bewertung der drei vergangenen Handelsperioden seit 2005.
  • Evaluation von Reformmaßnahmen wie der Marktstabilitätsreserve.
  • Ausblick auf die vierte Handelsperiode und künftige klimapolitische Anforderungen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundlagen des europäischen Emissionshandels

Der europäische Emissionshandel wurde zur Umsetzung der im Kyotoprotokoll beschlossenen Treibhausgaseinsparungen 2005 in Europa eingeführt. Daran beteiligt sind heute alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie Norwegen, Island und Lichtenstein, in denen rund 11500 Anlagen, vor allem aus den Bereichen Energieerzeugung und der energieintensiven Industrie, Emissionsrechte für den Ausstoß von Treibhausgasen Emissionsrechte benötigen. Zusammen sind diese Anlagen für 40% der Treibhausemissionen in ganz Europa verantwortlich.

Wie im Kyotoprotokoll beschrieben funktioniert der EU-ETS nach dem „Cap and Trade“ Prinzip. Die Festlegung einer Obergrenze (Cap) regelt, wie viel Treibhausgase ausgestoßen werden dürfen. Staaten geben entsprechend dieser Obergrenze Emissionszertifikate an die teilnehmenden Anlagen aus, welche entweder selbst verwendet oder auf dem Emissionsmarkt gehandelt werden können (Trade). Der Preis der Zertifikate hängt dementsprechend von dem Angebot und der Nachfrage auf dem Markt ab. Eben dieser Preis soll Unternehmen Anreize setzen, ihre Treibhausemissionen zu reduzieren.

Es gibt zwei Möglichkeiten des Transfers der Zertifikate von dem Staat hin zu den Unternehmen. In der ersten Variante werden die Zertifikate den Unternehmen entsprechend der gesetzten Caps kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Zuteilung kann aber auch durch Auktionierung geregelt werden. Hierbei geht ein bestimmter Teil der Zertifikate nicht direkt an die Unternehmen, sondern wird über die Leipziger Energiebörse versteigert. Durch die entstehenden Versteigerungserlöse generieren die Staaten Einnahmen, die z.B. in Deutschland in Energie- und Klimafonds fließen, um damit weitere staatliche Förderung von Klimaschutzmaßnahmen möglich zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Klimawandels ein und leitet die Forschungsfrage nach der Wirksamkeit des europäischen Emissionshandels ab.

2 Entstehung des Emissionshandels: Dieses Kapitel erläutert die internationalen klimapolitischen Hintergründe, insbesondere das Kyotoprotokoll und die dort definierten flexiblen Mechanismen.

3 Der Europäische Emissionshandel: Das Kapitel beschreibt das „Cap and Trade“-Prinzip, die Funktionsweise des EU-ETS sowie die Entwicklung über drei Handelsperioden.

4 Ausblick/ Zukunft des europäischen Emissionshandels: Hier werden aktuelle Reformen und die Rahmenbedingungen der vierten Handelsperiode (2021-2030) dargelegt.

5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Wirksamkeit des Emissionshandels bisher kritisch zu betrachten ist, deutet aber durch Reformen auf potenzielle zukünftige Erfolge hin.

Schlüsselwörter

Europäischer Emissionshandel, Klimawandel, Treibhausgasemissionen, Kyotoprotokoll, Cap and Trade, Zertifikate, Handelsperiode, Marktstabilitätsreserve, Klimapolitik, Emissionsminderung, CO2, Industrie, Zertifikatspreis, EU-ETS

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das System des europäischen Emissionshandels und untersucht dessen Einfluss auf die Reduzierung von Treibhausgasemissionen in Europa.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entstehungsgeschichte des Emissionshandels, der technischen Funktionsweise des EU-ETS, der historischen Entwicklung der Handelsperioden und zukünftigen Reformansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu evaluieren, ob der europäische Emissionshandel sein Ziel der Emissionsreduktion bislang effektiv erreicht hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Systemanalyse, um die Funktionsweise des Emissionshandels sowie dessen historische Entwicklung und regulatorische Rahmenbedingungen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen (Kyotoprotokoll), die detaillierte Beschreibung des EU-ETS sowie den Vergleich und die kritische Bewertung der drei durchlaufenen Handelsperioden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Emissionshandel, EU-ETS, Cap and Trade, Treibhausgasreduktion, Zertifikate und Klimapolitik.

Warum haben niedrige Zertifikatspreise die Effektivität gemindert?

Niedrige Preise haben die Lenkungswirkung des Instruments geschwächt, da Unternehmen weniger Anreize hatten, in teure technische Umrüstungen zu investieren, anstatt günstige Zertifikate zu erwerben.

Welche Rolle spielt die Marktstabilitätsreserve?

Die Marktstabilitätsreserve ist ein flexibles Instrument der EU, um das Überangebot an Zertifikaten zu regulieren und somit den Marktpreis für Emissionen zu stabilisieren.

Wie beeinflussen externe Krisen den Emissionshandel?

Wie am Beispiel der Weltfinanzkrise 2008 ersichtlich, führen Produktionsrückgänge zu einem sinkenden Bedarf an Zertifikaten, was den Preis drückt und die Lenkungswirkung des Systems temporär aushebeln kann.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Welchen Effekt hat der europäische Emissionshandel auf die innereuropäischen Treibhausemissionen?
Hochschule
Universität Kassel  (Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Klimapolitik
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
13
Katalognummer
V937637
ISBN (eBook)
9783346266132
ISBN (Buch)
9783346266149
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Treibhausemissionen Emissionshandel klimakrise klimawandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Welchen Effekt hat der europäische Emissionshandel auf die innereuropäischen Treibhausemissionen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937637
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  13  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum