Die Arbeit behandelt das Thema Fetischismus. Hierfür werden der Ursprung, Ursachen und Auswirkungen erörtert. Das ICD-10 beinhaltet in der Kategorie F60-F69 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen. In der Unterkategorie F65 werden Störungen der Sexualpräferenzen behandelt. F65.0 bezeichnet den Fetischismus:
Oft ist die Grenze zwischen „gesund und krank“ schwer zu ziehen, da es zwischen diesen beiden Extremen viele Abstufungen gibt. Zu einer Störung wird der Fetisch sobald er bei dem Betroffenen einen Leidensdruck erzeugt oder andere Personen aufgrund dessen Schaden nehmen können. Auch handelt es sich um eine Störung, wenn der Fetisch den Geschlechtsverkehr mit einem anderen Menschen komplett ersetzen würde. Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass der Übergang von normal zu krank fließend ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Definition nach ICD-10
2. Definition nach DSM-IV
3. Ursprung des Fetisch
4. Sexuelle Objekte des Fetischismus
5. Ursachen des Fetischismus
6. Auswirkungen des Fetisch
7. Eigene Meinung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Phänomen des Fetischismus aus klinischer Sicht zu beleuchten, den Übergang von individuellen sexuellen Vorlieben hin zur behandlungsbedürftigen Störung zu definieren und die Ursachen sowie Auswirkungen dieses Verhaltens zu analysieren.
- Klinische Einordnung nach ICD-10 und DSM-IV
- Etymologische Herleitung und historischer Ursprung
- Vielfalt sexueller Fetischobjekte und Materialpräferenzen
- Ätiologie und theoretische Erklärungsansätze
- Soziale und persönliche Konsequenzen bei Störungsbildern
Auszug aus dem Buch
1. Definition nach ICD-10
Das ICD-10 beinhaltet in der Kategorie F60-F69 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen. In der Unterkategorie F65 werden Störungen der Sexualpräferenzen behandelt. F65.0 bezeichnet den Fetischismus: Gebrauch toter Objekte als Stimuli für die sexuelle Erregung und Befriedigung. Viele Fetische stellen eine Erweiterung des menschlichen Körpers dar, z.B. Kleidungsstücke oder Schuhwerk. Andere gebräuchliche Beispiele sind Gegenstände aus Gummi, Plastik oder Leder. Die Fetischobjekte haben individuell wechselnde Bedeutung. In einigen Fällen dienen sie lediglich der Verstärkung der auf üblichem Wege erreichten sexuellen Erregung (z.B. wenn der Partner ein bestimmtes Kleidungsstück tragen soll) (online ICD-10 Code, n.d.).
Dies bedeutet, dass der Betroffene tote Objekte nutzt, um zu sexueller Erregung und darüber hinaus auch zu sexueller Befriedigung zu gelangen. Abhängig von der Person können verschiedene Objekte eine besondere Bedeutung erhalten. So können Kleidungsstücke oder Schuhe, aber auch Gegenstände aus Gummi, Plastik oder Leder verstärkend auf die sexuelle Erregung wirken. Oft ist die Grenze zwischen „gesund und krank“ schwer zu ziehen, da es zwischen diesen beiden Extremen viele Abstufungen gibt. So finden die meisten heterosexuellen Männer Gefallen an hohen Stiletto-Schuhen. Wenn jedoch hohe Schuhe benötigt werden, da es sonst zu keiner Erregung kommen kann, so könnte unter Umständen eine Störung der Sexualpräferenz vorliegen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition nach ICD-10: Erläutert die Klassifikation von Fetischismus als Störung der Sexualpräferenz und grenzt normales Verhalten von behandlungsbedürftigen Formen ab.
2. Definition nach DSM-IV: Beschreibt die Einordnung des Fetischismus als Paraphilie und fokussiert dabei primär auf die Auswirkungen des Verhaltens auf das soziale und berufliche Leben des Betroffenen.
3. Ursprung des Fetisch: Beleuchtet die sprachliche Herkunft des Begriffs und die historische Entwicklung der Verwendung im Kontext von Naturvölkern sowie der Psychologie.
4. Sexuelle Objekte des Fetischismus: Katalogisiert die Vielfalt möglicher Fetischobjekte, deren Materialbeschaffenheit und moderne Varianten wie den sogenannten Luftballonfetischismus.
5. Ursachen des Fetischismus: Diskutiert verschiedene Theorien zur Entstehung, von genetischen Faktoren bis hin zu frühkindlichen Konditionierungen und emotionalen Defiziten.
6. Auswirkungen des Fetisch: Analysiert, wie sich ein exzessiver Fetisch auf die soziale Integration, die Partnerschaft und die allgemeine Lebensführung auswirken kann.
7. Eigene Meinung: Reflektiert kritisch über die fließenden Grenzen zwischen normalen Vorlieben und krankhaften Störungen und beurteilt die Notwendigkeit therapeutischer Interventionen.
Schlüsselwörter
Fetischismus, Sexualstörungen, ICD-10, DSM-IV, Paraphilie, Sexuelle Präferenz, Konditionierung, Leidensdruck, Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Sexuelle Erregung, Objektsexualität, Fetischobjekt, Psychologie, Naturheilkunde.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Fetischismus unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten, insbesondere hinsichtlich seiner klinischen Definitionen und Auswirkungen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die diagnostische Klassifikation, der geschichtliche Ursprung, die Vielfalt der Fetischobjekte sowie die möglichen Ursachen und sozialen Folgen.
Was ist das primäre Ziel dieser Publikation?
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Spektrum von Fetischismus zu schaffen und aufzuzeigen, ab wann ein solches Verhalten eine klinische Störung darstellt.
Welche wissenschaftlichen Referenzsysteme werden verwendet?
Die Analyse stützt sich primär auf die diagnostischen Kriterien des ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation sowie des DSM-IV.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Betrachtung der Fetisch-Definitionen, den Ursprüngen des Begriffs, der Kategorisierung sexueller Objekte und einer theoretischen Diskussion über die Entstehungsursachen.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Neben dem Hauptbegriff Fetischismus sind Begriffe wie Paraphilie, Leidensdruck, Verhaltensstörung und sexuelle Präferenz zentral für die Charakterisierung.
Wie unterscheidet sich die Bewertung zwischen ICD-10 und DSM-IV in der Arbeit?
Die Arbeit stellt heraus, dass das DSM-IV den Fokus stärker auf die Beeinträchtigung in sozialen oder beruflichen Bereichen legt, während das ICD-10 auch den Leidfaktor des Betroffenen und mögliche Schäden Dritter einbezieht.
Wann wird laut der Arbeit eine Therapie empfohlen?
Eine Therapie wird dann als sinnvoll erachtet, wenn der Fetisch einen subjektiven Leidensdruck erzeugt, das soziale Umfeld oder die Berufsfähigkeit beeinträchtigt oder zwanghafte Züge annimmt.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2013, Fetischismus. Ursachen und Auswirkungen einer Sexualstörung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937708