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Borderline - Einblicke in ein komplexes Krankheitsbild

Title: Borderline - Einblicke in ein komplexes Krankheitsbild

Research Paper (undergraduate) , 2008 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dennis Becker (Author), Hannah Pangerl (Author)

Social Work
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Borderline - immer wieder haben wir während unseres Studiums und unserer Praktika von dieser Krankheit gehört, konnten sie jedoch nie richtig einordnen. Wir haben festgestellt, dass es auch anderen so geht, da uns auch auf Nachfrage niemand eine präzise Antwort darauf geben konnte.
Unser BPS-I haben wir beide im Bereich der Behindertenarbeit absolviert und hatten dort unter anderem Kontakt zu psychisch erkrankten Personen. Von unseren Kollegen erfuhren wir, dass der Umgang mit Borderline-Patienten aufgrund ihres wechselnden Verhaltens und ihrer Unberechenbarkeit oft mühselig sei. Keiner von ihnen strebe deshalb die Betreuung eines Betroffenen an. Auch unsere Literaturrecherche bestätigt dies, häufig haben Therapeuten Probleme bei der Behandlung von Borderline-Patienten und auch die Betroffenen selbst berichten davon, dass sie große Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Personen haben.
Während unserer Vorbereitung auf die Studienarbeit sind wir auf das Buch „Leben auf der Grenze - Erfahrungen mit Borderline“ von Andreas Knuf gestoßen, in dem Betroffene von ihrer Erkrankung berichten. Da dort sehr anschaulich beschrieben wird, wie und vor allem wie unterschiedlich der Krankheitsverlauf sein kann, werden wir zwei Erlebnisberichte verkürzt anführen. Sie sollen unterstützend zur Theorie eine bessere Verständlichkeit schaffen und einen Einblick in die Gefühlswelt eines Borderline-Patienten liefern.
Zu Beginn unserer Studienarbeit führen wir die Definition des Borderline-Syndroms nach Kernberg, ICD 10 und DSM IV auf, gefolgt von den zwei Erfahrungsberichten. Anschließend gehen wir auf die Entstehung, die Prävalenz und den Verlauf ein. Schließlich befassen wir uns mit Therapiemöglichkeiten und der medikamentösen Behandlung.
Wir wollen durch unsere Studienarbeit einen ersten Einblick in das wohl sehr komplexe Krankheitsbild erhalten und klären, ob der Umgang mit Betroffenen wirklich so problematisch ist.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1 Definition nach Kernberg

2.2 Definition nach ICD-10

2.3 Definition nach DSM-IV

3. Erfahrungsberichte

4. Entstehung, Prävelenz und Verlauf

4.1 Entstehung

4.2 Prävelenz und Verlauf

5. Therapie

5.1 Therapiemethoden

5.2 Ambulante analytische Therapie

5.3 Stationäre Psychotherapie

5.4 Erwartungen an die Therapie

6. Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Studienarbeit ist es, einen grundlegenden Einblick in das komplexe Krankheitsbild der Borderline-Persönlichkeitsstörung zu vermitteln und zu analysieren, ob der Umgang mit betroffenen Personen im psychosozialen Bereich tatsächlich die in der Praxis oft beklagten Schwierigkeiten birgt.

  • Medizinische und psychologische Definitionen (Kernberg, ICD-10, DSM-IV)
  • Subjektive Erfahrungsberichte zur Veranschaulichung der Gefühlswelt
  • Ursachenforschung sowie Prävalenz und Verlauf der Erkrankung
  • Psychotherapeutische Behandlungsansätze und Therapieanforderungen
  • Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweisen von Psychopharmaka

Auszug aus dem Buch

Von Christiane

„Ich lebe mit einer ständigen Verlustangst und habe dabei Angst vor Nähe. Gleichzeitig suche ich mit größter Verzweiflung immer wieder Geborgenheit und Sicherheit. Leider ist das Einzige, was in meinem Leben sicher ist, dass nichts sicher ist. […] Oft bin ich verzweifelt über meine Stimmungswechsel. Innerhalb von Stunden kann ich von totaler Euphorie in absolute Hoffnungslosigkeit stürzen. Solche Zustände können sich im Lauf des Tages mehrfach wiederholen und kosten unendlich viel Kraft. […] Wenn ich verzweifelt bin, spüre ich nur die Verzweiflung und habe >>vergessen<<, dass es jemals wieder anders sein könnte. Geht es mir gut, kann ich mir nicht vorstellen, dass es mir irgendwann wieder schlecht gehen könnte. […] Wenn ich ins Nichts, in die Hoffnungslosigkeit stürze, kann ich meinen Körper nicht mehr spüren. […] Um wieder eine Vorstellung von den Grenzen meines Körpers zu bekommen, schneide ich mir mit Rasierklingen die Arme und manchmal den ganzen Körper auf. […] Erst wenn ich den Schmerz spüre, gewinne ich langsam wieder Boden unter den Füßen. […] Nicht nur meine Schmerzgrenze ist verschoben, auch meine Körpergrenzen kann ich oft nicht wahrnehmen. Deshalb geht es für mich immer wieder um das Thema Grenzen. Besonders deutlich ist dies während meiner Psychatrieaufenthalte geworden. >>Eingesperrt<< auf der geschlossenen Station der Erwachsenenpsychatrie habe ich gegen diese >>Gefangenschaft<< rebelliert, immer mit der Angst, wirklich in die >>Freiheit entlassen<< zu werden und den einzigen Rahmen, in dem ich mich in meinem desolaten Zustand orientieren konnte, verlassen zu müssen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autoren schildern ihre Motivation, sich mit dem Borderline-Syndrom zu befassen, da sie im Studium und in der Praxis oft auf Ratlosigkeit gegenüber diesem Krankheitsbild stießen.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung durch die Darstellung der Borderline-Definitionen nach Otto Kernberg, ICD-10 und DSM-IV.

3. Erfahrungsberichte: Anhand zweier Schilderungen wird verdeutlicht, wie unterschiedlich sich die Erkrankung individuell äußern und verlaufen kann.

4. Entstehung, Prävelenz und Verlauf: Hier werden die Ursachen, wie etwa frühe Kindheitserfahrungen, sowie die statistische Verbreitung und die typischen Verlaufsformen der Störung analysiert.

5. Therapie: Das Kapitel vergleicht verschiedene ambulante und stationäre Therapiemethoden und beleuchtet die Anforderungen an eine gelungene therapeutische Begleitung.

6. Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten: Es werden die sieben Hauptgruppen von Psychopharmaka vorgestellt, die in der Behandlung von Borderline-Patienten Anwendung finden können.

7. Fazit: Die Autoren ziehen ein Resümee über ihre Erkenntnisse und betonen die Herausforderungen im Umgang mit Borderline-Patienten.

Schlüsselwörter

Borderline-Syndrom, Persönlichkeitsstörung, Psychotherapie, Trauma, Affektive Instabilität, Otto Kernberg, ICD-10, DSM-IV, Psychopharmaka, Suizidalität, Selbstverletzung, Objektbeziehungstheorie, Psychosoziale Arbeit, Krisenintervention, Identitätsstörung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen einführenden Überblick über das Borderline-Syndrom, von der medizinischen Definition über Ursachen bis hin zu Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die klinische Definition, die subjektive Erfahrung von Betroffenen, Entstehungsfaktoren sowie therapeutische und medikamentöse Ansätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das komplexe Krankheitsbild zu schaffen und zu klären, warum der Umgang mit Betroffenen im professionellen Kontext häufig als so herausfordernd wahrgenommen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Analyse publizierter Fall- bzw. Erfahrungsberichte, um theoretische Konzepte mit der Lebenswirklichkeit der Patienten zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung nach verschiedenen Systemen (Kernberg, ICD-10, DSM-IV), die Darstellung von Erfahrungsberichten, eine Analyse der Krankheitsentstehung sowie eine detaillierte Erörterung der Therapieformen und Medikation.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Borderline, psychische Instabilität, Traumata, therapeutische Grenzziehung und psychosoziale Unterstützung charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Objektbeziehungstheorie nach Kernberg in dieser Arbeit?

Die Theorie dient als ein zentraler Erklärungsansatz, um zu verstehen, wie das Kind lernt, sich von der Umwelt abzugrenzen und die Welt in Grautönen statt nur in Schwarz-Weiß-Kategorien wahrzunehmen.

Warum legen die Autoren einen so großen Wert auf die Erfahrungsberichte?

Die Erfahrungsberichte sollen helfen, die oft abstrakt oder kompliziert wirkenden theoretischen Definitionen für den Leser „bildlich“ und emotional nachvollziehbar zu machen.

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Details

Title
Borderline - Einblicke in ein komplexes Krankheitsbild
College
University of Kassel
Grade
2,0
Authors
Dennis Becker (Author), Hannah Pangerl (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V93776
ISBN (eBook)
9783638070423
ISBN (Book)
9783638955478
Language
German
Tags
Borderline Einblicke Krankheitsbild
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Becker (Author), Hannah Pangerl (Author), 2008, Borderline - Einblicke in ein komplexes Krankheitsbild, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93776
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