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Herausforderungen und Grenzen in der Sozialarbeit. Eine sozialpädagogische Fallanalyse

Titel: Herausforderungen und Grenzen in der Sozialarbeit. Eine sozialpädagogische Fallanalyse

Hausarbeit , 2020 , 25 Seiten

Autor:in: Laura Konrad (Autor:in)

Pädagogik - Sozialpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der erste Teil dieser Arbeit befasst sich mit dem im späteren Verlauf zu analysierenden sozialpädagogischen Fall, der dabei aus eigener Perspektive geschildert wird. In Folge dessen werden die Irritationen erläutert, welche der Fall hervorgerufen hat, wobei vor allem auf die möglichen Herausforderungen und Grenzen sozialpädagogischen Handelns eingegangen wird. Die dadurch erzielten Ergebnisse stellen die Grundlage der Hypothese dar, die dann in einem nächsten Schritt erläutert wird. Der Hauptteil der Arbeit besteht aus der Analyse des geschilderten Falles. In einem ersten Schritt wird der Fall anhand des kritisch-emanzipativen Bildungs- und Erziehungsverständnisses und in einem zweiten Schritt anhand des Sozialraums analysiert. Im Gesamtfazit werden die Ergebnisse der Arbeit nochmals aufgegriffen, Herausforderungen für das sozialpädagogische Handeln formuliert und die Hypothese begründet beantwortet. Das Schlusswort bildet in einem letzten Schritt den Abschluss dieser Arbeit. Um diese Forderungen in der sozialpädagogischen und sozialarbeiterischen Praxis adäquat umsetzen und Chancen des professionellen Handelns erzielen zu können, bedarf es unter anderem wissenschaftlichen Theorien und Methoden, die im Rahmen des Studiums angeeignet werden. Wichtig erscheint zudem das Bewusstsein darüber, dass in der sozialpädagogischen und sozialarbeiterischen Praxis neben den Chancen auch Grenzen des professionellen Handelns bestehen. In der vorliegenden Arbeit wird eine Fallanalyse durchgeführt, welche genau diese Grenzen - Herausforderungen des sozialpädagogischen und sozialarbeiterischen Handelns - aufzeigt. Der sozialpädagogische Fall, der dieser Fallanalyse zugrunde liegt, wird dabei anhand des kritisch-emanzipativen Bildungs- und Erziehungsverständnisses sowie anhand des Sozialraums analysiert und reflektiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. FALLDARSTELLUNG

2. HYPOTHESENBILDUNG

3. ANALYSE DES FALLES MIT BEZUG AUF «BILDUNG UND ERZIEHUNG»

3.1 DAS KRITISCH-EMANZIPATIVE BILDUNGSVERSTÄNDNIS DER SOZIALPÄDAGOGIK

3.1.1 Fallreflexion aus der Perspektive des kritisch-emanzipativen Bildungsverständnisses

3.2 DAS KRITISCH-EMANZIPATIVE ERZIEHUNGSVERSTÄNDNIS DER SOZIALPÄDAGOGIK

3.2.1 Fallreflexion aus der Perspektive des kritisch-emanzipativen Erziehungsverständnis

4. ANALYSE DES FALLES MIT BEZUG AUF «SOZIALRAUM»

4.1 SOZIALRAUM

4.1.1 Fallreflexion aus der Perspektive des Sozialraums

5. GESAMTFAZIT

6. SCHLUSSWORT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, anhand einer konkreten sozialpädagogischen Fallanalyse die Grenzen und Herausforderungen des professionellen Handelns zu reflektieren. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, ob Adressatinnen und Adressaten der sozialpädagogischen Praxis trotz der bestehenden Positionsmacht der Professionellen in ihrer Selbstbestimmung unterstützt und gefördert werden können.

  • Kritisch-emanzipatives Verständnis von Bildung und Erziehung in der Sozialpädagogik
  • Machtverhältnisse und Paternalismus in stationären Einrichtungen
  • Bedeutung von Partizipation und Selbstbestimmung bei Menschen mit schweren Beeinträchtigungen
  • Sozialraumorientierung als methodischer Ansatz zur Ressourcenmobilisierung
  • Reflexion professionellen Handelns und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Team

Auszug aus dem Buch

1. Falldarstellung

Die Klientin H. ist weiblich, 55 Jahre alt und lebt seit 10 Jahren in einem Wohnheim für erwachsene Menschen mit einer Behinderung (nachfolgend auch als Organisation bezeichnet). Das Wohnheim befindet sich ausserhalb des Dorfkerns einer Deutschschweizer Gemeinde, welche ca. 8000 Einwohnerinnen und Einwohner hat. Der Fussweg vom Wohnheim zum Bahnhof im Zentrum des Dorfes beträgt ungefähr eine viertel Stunde.

Das Wohnheim strebt, laut dem Auftrag, eine individuelle Förderung der Entwicklung und Selbstständigkeit der Klientel an. Die Klientinnen und Klienten werden dabei entlang ihrer Bedürfnisse begleitet und unterstützt (Wohnheim X Musterort, 2019, S.3). Zu den Angeboten des Wohnheims gehören eine Tagesstruktur, ein Arbeitszentrum mit einer Vielzahl von geschützten Arbeitsplätzen sowie verschiedene Wohngruppen und Wohnformen. Die verschiedenen Wohnangebote unterscheiden sich in der Intensität der Betreuung.

H. nutzt seit ihrem Eintritt in das Wohnheim das Angebot des Betreuten Wohnens, welches sich an erwachsene Menschen mit einer Behinderung richtet, die nicht selbstständig oder nur teilweise selbstständig wohnen können. Das Betreute Wohnen bietet eine 24-Stunden-Betreuung für die dort wohnhaften Klientinnen und Klienten. In der Wohngruppe des Betreuten Wohnens wohnen zurzeit insgesamt 15 erwachsene Menschen mit unterschiedlichen geistigen, psychischen und körperlichen Beeinträchtigungen, wobei jede Klientin und jeder Klient ihr/sein eigenes Zimmer hat, was der Privatsphäre dienen soll. Die meisten Klientinnen und Klienten des Betreuten Wohnens besuchen tagsüber die interne Tagesstruktur, arbeiten im Arbeitszentrum oder gehen einer externen Beschäftigung auf dem zweiten Arbeitsmarkt nach. Das Fachpersonal des Betreuten Wohnens setzt sich aus einem interdisziplinären Team (Fachfrau/Fachmann Betreuung, Fachfrau/Fachmann Gesundheit, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen) zusammen. Tagsüber sind jeweils zwei Fachpersonen für die gesamte Wohngruppe zuständig und in der Nacht gibt es eine pikett-diensthabende Fachperson, die in der Wohngruppe anwesend und jederzeit für die Klientinnen und Klienten erreichbar ist.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der sozialpädagogischen Fallanalyse und Vorstellung des methodischen Rahmens zur Untersuchung von Machtverhältnissen und Selbstbestimmung.

1. FALLDARSTELLUNG: Detaillierte Schilderung der Lebenssituation der Klientin H. sowie des spezifischen Fallbeispiels einer medizinischen Zwangsmaßnahme im Wohnheim.

2. HYPOTHESENBILDUNG: Ableitung der zentralen Forschungsfrage und theoretische Einordnung der Machtproblematik zwischen Professionellen und Adressaten.

3. ANALYSE DES FALLES MIT BEZUG AUF «BILDUNG UND ERZIEHUNG»: Untersuchung des Falles anhand der Theorie der kritisch-emanzipativen Sozialpädagogik mit Fokus auf Anerkennung, Identitätsentwicklung und Partizipation.

4. ANALYSE DES FALLES MIT BEZUG AUF «SOZIALRAUM»: Anwendung sozialraumorientierter Ansätze zur Erschließung von Ressourcen und Reflexion der fehlenden Einbeziehung der Klientin.

5. GESAMTFAZIT: Zusammenführung der Analyseergebnisse und begründete Beantwortung der Forschungsfrage zur Ermöglichung von Selbstbestimmung.

6. SCHLUSSWORT: Reflexion des Lernprozesses der Autorin und Fazit zur Bedeutung professioneller Selbstreflexion für die Praxis.

Schlüsselwörter

Sozialpädagogik, Fallanalyse, Selbstbestimmung, Fremdbestimmung, Positionsmacht, Partizipation, Sozialraumorientierung, kritisch-emanzipative Pädagogik, stationäre Einrichtungen, Behindertenrechtskonvention, Inklusion, professionelles Handeln, Interdisziplinarität, Reflexion, Lebensgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer sozialpädagogischen Fallanalyse in einer stationären Einrichtung für Menschen mit Behinderungen und reflektiert dort aufgetretene Machtgefälle.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit thematisiert insbesondere Selbst- und Fremdbestimmung, das Spannungsfeld zwischen professioneller Fürsorge und Autonomie sowie die Bedeutung von Partizipation im institutionellen Alltag.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es zu prüfen, inwieweit Adressaten trotz der machtvollen Position der Professionellen ihre Selbstbestimmung bewahren oder ausüben können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Fallanalyse, die durch die theoretischen Brillen der kritisch-emanzipativen Sozialpädagogik und der Sozialraumorientierung reflektiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das konkrete Handeln von Fachpersonen in einer Notsituation sowie deren Auswirkungen auf die Klientin im Hinblick auf Bildungs- und Erziehungsverständnis sowie Sozialraumressourcen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Machtgefälle, Selbstbestimmung, Partizipation, kritisch-emanzipative Sozialpädagogik und sozialraumorientierte Arbeit.

Warum wurde im vorliegenden Fall eine Narkose ohne explizite Zustimmung der Klientin durchgeführt?

Die Heimleitung begründete dies mit der Dringlichkeit ärztlicher Untersuchungen und der Annahme, die Klientin könne aufgrund ihrer Behinderung die Situation ohnehin nicht erfassen.

Welche Rolle spielt die UN-Behindertenrechtskonvention in der Argumentation der Autorin?

Die Autorin zieht die Konvention als normativen Rahmen heran, um aufzuzeigen, dass Selbstbestimmung und Inklusion keine bloßen Leitbild-Floskeln bleiben dürfen, sondern in der täglichen Praxis gelebt werden müssen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Herausforderungen und Grenzen in der Sozialarbeit. Eine sozialpädagogische Fallanalyse
Hochschule
Fachhochschule St. Gallen
Autor
Laura Konrad (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
25
Katalognummer
V937977
ISBN (eBook)
9783346266194
ISBN (Buch)
9783346266200
Sprache
Deutsch
Schlagworte
herausforderungen grenzen sozialarbeit eine fallanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Konrad (Autor:in), 2020, Herausforderungen und Grenzen in der Sozialarbeit. Eine sozialpädagogische Fallanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937977
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Leseprobe aus  25  Seiten
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