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Akkulturation

Title: Akkulturation

Seminar Paper , 2008 , 27 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Manuel Berg (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Wenn wir den Begriff Akkulturation hören, dann denken wir vielleicht zu aller erst an eine Verknüpfung des Begriffs mit anderen Begriffen aus der Pädagogik, wie der Assimilation oder der Akkomodation. Wir denken vielleicht an andere Länder, andere Menschen. An Wanderungen und an andere Kulturen. Denken an unsere eigene Kultur, und was sie eigentlich ausmacht, und von anderen unterscheidet. Nun, allgemein gehalten findet Akkulturation dann statt, wenn ein Mensch in ein anderes Land zieht, und versucht, dort „Fuß zu fassen“. Nur, wie findet dieser Vorgang statt? Wie muss man sich einen „Kultur-Schock“ vorstellen? Welche Rolle spielen dabei die Identität und die Rollenübernahme? Was fühlt ein Mensch, der sich plötzlich in einem „fremden“ Land – sei es freiwillig oder unfreiwillig – wiederfindet? Wie steht die einheimische Bevölkerung zu den „Fremden“? Werden diese problemlos akzeptiert? Welche Verhalten können Ausländer entwickeln, um im Aufnahmeland aufgenommen zu werden? Wie steht es um Immigranten, also Menschen, die ihr Heimatland verließen, und sich wieder dazu entschließen, zurückzukehren. Welche Stellung haben diese Menschen in Deutschland? Wie sehen sie sich selbst, und wie werden sie von den Einheimischen gesehen? Welche Gründe bewegen Menschen dazu, ihr Land zu verlassen, und woanders einen Neubeginn zu wagen? Wie verarbeiten Jugendliche den Prozess der Akkulturation? Welche Probleme stellen sich ihnen und wie können sie diese bewältigen? Von welchen Faktoren hängt eine erfolgreiche Eingliederung in die Aufnahmekultur ab? Wodurch lässt sich die außergewöhnliche Abneigung der Deutschen gegenüber den Türkinnen begründen? Ich werde versuchen, dies an einem Beispielfall aufzuzeigen. Im letzten Teil dieser Arbeit möchte ich noch auf jugendliche Einwanderer aus Polen näher eingehen, sowie an zwei Beispielen deren Situation widerspiegeln, die sie hier in Deutschland erfahren haben.

Ich bin der Ansicht, dass die Deutsche Bevölkerung durch ihre Abwehrhaltung gegenüber den Migranten die Situation für beide Seiten zusätzlich verschärft. Denn durch rassistische Äußerungen und Handlungen durch die Deutsche Bevölkerung fühlen sich die Migranten nicht willkommen und gehen ihrerseits auch in Abwehrhaltung. Somit findet keine wirkliche Annäherung statt. Hier finde ich die Theorie der Abwehrreaktion sehr interessant.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition der Akkulturation

3. Hintergrundinformationen zur Akkulturation

4. Die Entwicklung des „Selbst“

5. Bedingungen für die Aufnahme von Kontakten

6. Die Übernahme von Rollen

7. Der Akkulturationsprozess aus interaktionistischer Sicht

8. Akkulturation von Migranten als Interaktionsprozess

9. Randbedingungen in Deutschland

10. Theoretische Perspektiven auf Akkulturation am Beispiel Deutschland

11. Kulturelle Identität am Beispiel deutscher Aussiedler

12. Konzept der kulturellen Identität

13. Die Relation zwischen Minorität und Majorität

14. Von Stabilität zu sozialem Wandel: das Verhaltensrepertoire der Minderheiten

15. Soziale Einstellung der Deutschen gegenüber ausländischen Männer und Frauen

16. Den Akkulturationsprozess behindernde Einflüsse am Beispiel Jugendlicher Migranten aus Polen

17. Eigene Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Prozess der Akkulturation von Migranten in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung psychologischer und interaktionistischer Aspekte. Das Ziel ist es, die Herausforderungen bei der Identitätsbildung, die Interaktionsdynamiken zwischen Minderheit und Mehrheit sowie die Barrieren bei der gesellschaftlichen Integration zu beleuchten.

  • Psychologische und soziologische Grundlagen der Akkulturation
  • Die Rolle der Identitätsbildung und Rollenübernahme in Migrationsprozessen
  • Interaktionsprozesse zwischen Migranten und der Aufnahmegesellschaft
  • Einflussfaktoren für eine erfolgreiche oder behinderte Eingliederung
  • Ausländerfeindlichkeit und soziale Einstellungsphänomene

Auszug aus dem Buch

8 Akkulturation von Migranten als Interaktionsprozess

Die Akkulturation von Migranten erfolgt immer prozesshaft, als eine Verkettung vieler Handlungen durch die Interaktion von Menschen, insbesondere über Migranten und Mitglieder des Aufnahmesystems. Aus den verschiedenen ethnischen Zugehörigkeiten ergeben sich Kommunikationsprobleme, da jede Ethnie über ein anderes Zeichensystem zur Kommunikation verfügt. Daraus resultieren eine Menge Missverständnisse und Nachteile für Ausländer. Dem Ausländer fehlt die intersubjektive Voraussetzung der Alltagsroutine, sowie seine gewohnte Art der Kommunikation. Ihm wird eine soziale Identität aufgestempelt, die entgegen seiner eigenen Selbstachtung konträr verläuft. Durch das Einwirken der Migration wird oft auch die Biographie des wandernden Individuums tangiert, weil es die Veränderung seiner Identität verarbeiten muss. Das Individuum muss seine Identität durch den Erwerb der neuen Sprache und Bräuche neu konstituieren, es muss eine neue Alter-Perspektive erlernen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Akkulturation ein und stellt zentrale Fragen zur Identitätsentwicklung und sozialen Integration von Migranten.

2. Definition der Akkulturation: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Akkulturation als psychischen Prozess im Kontext interkultureller Kontakte.

3. Hintergrundinformationen zur Akkulturation: Es werden die Ursachen von Migration sowie die gesellschaftliche Lage in Deutschland und das Unbehagen im Umgang mit Ausländern beleuchtet.

4. Die Entwicklung des „Selbst“: Dieser Abschnitt erläutert die psychologische Entwicklung des Selbstbildes im Kontext von Rollenübernahme und Interaktion.

5. Bedingungen für die Aufnahme von Kontakten: Hier werden Studien zu Kontaktmöglichkeiten zwischen Migranten und Einheimischen sowie die Auswirkungen räumlicher Konzentration analysiert.

6. Die Übernahme von Rollen: Es wird die Bedeutung von Rollenhandlungen für die soziale Interaktion und die Aushandlung gemeinsamer Bedeutungsmuster beschrieben.

7. Der Akkulturationsprozess aus interaktionistischer Sicht: Dieses Kapitel betrachtet Alltagshandeln und die Ausbildung des Selbst durch soziale Erfahrungen.

8. Akkulturation von Migranten als Interaktionsprozess: Der Prozess der Akkulturation wird als komplexe Interaktion und notwendige Neukonstituierung der Identität dargestellt.

9. Randbedingungen in Deutschland: Es werden die Belastungen der Balance zwischen Erwartungen und Erfüllungsmöglichkeiten sowie die Folgen für den Migranten diskutiert.

10. Theoretische Perspektiven auf Akkulturation am Beispiel Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die Dynamiken in Migrationsfamilien und den Einfluss sozioökonomischer Faktoren.

11. Kulturelle Identität am Beispiel deutscher Aussiedler: Der Status und die Wahrnehmung deutscher Aussiedler als „fremde Deutsche“ stehen hier im Fokus.

12. Konzept der kulturellen Identität: Es erfolgt eine theoretische Einordnung von sozialer und personaler Identität sowie deren Bedeutung für das Handeln.

13. Die Relation zwischen Minorität und Majorität: Das Kapitel befasst sich mit Machtstrukturen und der Suche nach positiver sozialer Identität der Minderheit.

14. Von Stabilität zu sozialem Wandel: das Verhaltensrepertoire der Minderheiten: Hier werden individuelle und soziale Strategien zur Bewältigung der Minderheitenposition thematisiert.

15. Soziale Einstellung der Deutschen gegenüber ausländischen Männer und Frauen: Dieser Teil untersucht die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland und spezifische Vorurteile gegen türkische Frauen.

16. Den Akkulturationsprozess behindernde Einflüsse am Beispiel Jugendlicher Migranten aus Polen: Fallbeispiele verdeutlichen die Schwierigkeiten jugendlicher Migranten bei der Anpassung und Integration.

17. Eigene Stellungnahme: Der Autor reflektiert die theoretischen Ergebnisse und äußert Ansichten zur Rolle der Politik und Schule in der Integrationsdebatte.

Schlüsselwörter

Akkulturation, Migration, Identität, Rollenübernahme, Interaktionismus, Minorität, Majorität, Integration, Ausländerfeindlichkeit, soziale Einstellung, Identitätswandel, Anpassungsleistung, Aussiedler, Fremdheit, Psychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Prozess der Akkulturation von Migranten in Deutschland unter Verwendung sozialpsychologischer und interaktionistischer Theorien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Identitätsbildung von Migranten, die Dynamik zwischen Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft sowie die sozialen und psychischen Barrieren der Integration.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Mechanismen zu verstehen, die den Akkulturationsprozess prägen, und aufzuzeigen, warum die Eingliederung für viele Migranten mit erheblichen Belastungen verbunden ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie auf die Analyse von Beispielfällen aus biographischen Berichten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst theoretische Definitionen zur Akkulturation, die Analyse von Interaktionsprozessen, die Untersuchung von Vorurteilen und ausländerfeindlichen Tendenzen sowie spezifische Fallbeispiele jugendlicher Migranten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Akkulturation, soziale Identität, Rollenübernahme, Migration, Interaktionismus und Integration.

Wie wird die Rolle deutscher Aussiedler in der Arbeit bewertet?

Die Arbeit beschreibt Aussiedler als „fremde Deutsche“, die aufgrund ihrer Herkunft und traditionellen Werte in eine paradoxe Situation zwischen rechtlicher Gleichstellung und sozialer Ausgrenzung geraten.

Welchen Einfluss haben Sprachkenntnisse auf die Akkulturation laut der Arbeit?

Das Erlernen der deutschen Sprache wird als eine unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Akkulturation und die Teilhabe an der Gesellschaft dargestellt, deren Fehlen oft in Isolation und Depression mündet.

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Details

Title
Akkulturation
College
University of Osnabrück
Course
Erziehen in gesellschaftlicher Vielfalt
Grade
1.0
Author
Manuel Berg (Author)
Publication Year
2008
Pages
27
Catalog Number
V93836
ISBN (eBook)
9783640102358
Language
German
Tags
Akkulturation Erziehen Vielfalt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Berg (Author), 2008, Akkulturation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93836
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