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Schätzung von Responsefunktionen auf Ärzteebene

Title: Schätzung von Responsefunktionen auf Ärzteebene

Seminar Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Martin Mittelstädt (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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„No one is really sure if sending the legions of reps to doctors’ offices really works. Everyone
is afraid to stop it, because they don’t know what difference it’s making“ (Ein leitender Angestellter
aus der Pharmabranche).1
Der Einfluss von Marketinginstrumenten auf die Verschreibungswahrscheinlichkeit von Ärzten
ist sowohl für Unternehmen als auch für die Öffentlichkeit von Interesse. Das genaue
Ausmaß ist jedoch nur wenig oder gar nicht bekannt. Würden Pharmaunternehmen verstehen,
wie jeder einzelne Arzt auf ihre Marketingbemühungen reagiert, könnten sie den Einsatz ihrer
Außendienstmitarbeiter optimieren und höhere Gewinne erzielen.2 Eine weit verbreite Sorge
der Öffentlichkeit ist hingegen, dass die aktuelle Marketingpraxis der Pharmahersteller dazu
führt, dass Ärzte vermehrt die beworbenen Markenprodukte verschreiben, wodurch die Kosten
im Gesundheitswesen ansteigen.3 Vor diesem Hintergrund ist die zunehmende Erforschung
des Pharmamarktes durch Marketingexperten in den letzten Jahren zu sehen.
Das Ziel dieser Seminararbeit ist es, einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand auf
dem Gebiet der Schätzung von Responsefunktionen auf Ärzteebene zu schaffen. Es wird dabei
zum einen die genaue Vorgehensweise der Modellansätze beschrieben. Zum anderen werden
die Ergebnisse der Studien vergleichend dargestellt und deren Bedeutung für Öffentlichkeit
und Praxis beschrieben. Die Arbeit ist so aufgebaut, dass zunächst einige Hintergrundinformationen
über das Forschungsgebiet, die Verschreibungsentscheidung, Marketinginstrumente
und Daten vermittelt werden. Im dritten und vierten Abschnitt beschreibe ich die Detailing-
Responsemodelle im „klassischen“ Fall bzw. unter Unsicherheit. Zum Schluss folgen
kritische Anmerkungen sowie eine Zusammenfassung des gesamten Aufsatzes.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Die US-Pharmaindustrie

2.2 Die Verschreibungsentscheidung: Besonderheiten und Teilnehmer

2.3 Relevante Marketinginstrumente und Ausgaben

2.4 Herkunft und Arten von Daten

3. Reaktion von Ärzten auf Detailing

3.1 Theoretische Grundlagen: Responsefunktionen

3.2 Reines Detailing-Modell

3.3 Detailing und Sampling

3.3.1 Mizik und Jacobsen (2004)

3.3.2 Manchanda und Chintagunta (2004)

3.4 Marketingmixmodell

3.5 Vergleich der Ergebnisse

4. Unsicherheit über die Produktqualität

4.1 Theoretische Grundlagen: „Bayessches Lernen“

4.1.1 Lernen

4.1.2 Ergebnisse

4.2 Asymmetrische Netzeffekte: Die Bedeutung von Meinungsführern

4.2.1 Modellspezifikationen

4.2.2 Ergebnisse

5. Kritik

6. Zusammenfassung und Implikationen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den aktuellen Forschungsstand zur Schätzung von Responsefunktionen auf Ärzteebene, um den Einfluss von Marketinginstrumenten wie Detailing und Sampling auf das Verschreibungsverhalten zu quantifizieren. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der methodischen Vorgehensweise sowie den Ergebnissen unter Berücksichtigung von Unsicherheit und sozialen Netzwerkeffekten.

  • Wirkung von Marketinginstrumenten auf die Verschreibungswahrscheinlichkeit
  • Methoden der Responsefunktionsschätzung auf individueller Ärzteebene
  • Einfluss von Unsicherheit über die Produktqualität auf den Lernprozess von Ärzten
  • Bedeutung asymmetrischer Netzeffekte durch Meinungsführer (Opinion Leader)
  • Implikationen für die Ressourcenallokation im pharmazeutischen Marketing

Auszug aus dem Buch

3.2 Reines Detailing-Modell

Der folgende Ansatz unterscheidet sich von allen anderen, die ich im Verlauf der Arbeit beschreiben werde. Grund dafür ist, dass Manchanda, Rossi und Chintagunta (2004) bei der Modellierung Endogenität von Detailing annehmen. In vielen Modellen, die in der Forschung angewendet werden, wird die implizierte Annahme getroffen, dass die Marketingmixvariablen unabhängig von den Parametern der Responsefunktion bestimmt werden (S. 467). Dies ist jedoch in der Praxis nicht der Fall. Die volumenbasierte Bestimmung des Detailing-Niveaus, d.h. Ärzte, die mehr verschreiben, werden stärker beworben, und die Tatsache, dass Manager teilweise wissen, wie Ärzte in ihrem Zuständigkeitsbereich auf Detailing reagieren, hat zur Folge, dass die Marketingvariable einen gewissen Grad der Abhängigkeit mit den Responseparametern aufweist.

Wird die Endogenität von Detailing jedoch nicht berücksichtigt, führt dies nach Meinung der Verfasser zu einem Simultanitätsproblem in der Schätzung der Modelle (S. 467). Als “normale“ Responsefunktion verwenden die Autoren ein „Negatives Binomialverteilungs-Modell, dem sie ein explizites Modell für die Verteilung von Detailing, dessen Mittelwert von den Responseparametern abhängt, hinzufügen. Auf diese Weise wollen sie das Simultanitätsproblem lösen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Relevanz von Marketinginstrumenten im Pharmasektor und Definition des Ziels, den Forschungsstand zur Schätzung von Responsefunktionen auf Ärzteebene zusammenzufassen.

2. Theoretischer Hintergrund: Darstellung der Rahmenbedingungen des US-Pharmamarktes, der Besonderheiten der Verschreibungsentscheidung und der gängigen Marketinginstrumente.

3. Reaktion von Ärzten auf Detailing: Detaillierte Beschreibung verschiedener Modellansätze, von reinen Detailing-Modellen bis hin zu komplexen Marketingmixmodellen zur Messung der Ärzte-Reaktionen.

4. Unsicherheit über die Produktqualität: Untersuchung, wie Ärzte durch Bayessches Lernen ihre Unsicherheit reduzieren und welche Rolle Meinungsführer in diesem Kontext spielen.

5. Kritik: Kritische Reflexion der Studien hinsichtlich der Limitationen bei der Datengrundlage und der teilweise sehr starken, modelltheoretischen Annahmen.

6. Zusammenfassung und Implikationen: Synthese der Ergebnisse und Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Pharmaunternehmen zur Optimierung ihres Marketingeinsatzes.

Schlüsselwörter

Responsefunktionen, Pharmamarketing, Detailing, Sampling, Verschreibungsverhalten, Ärzteebene, Endogenität, Bayessches Lernen, Produktqualität, Meinungsführer, Netzeffekte, Marketingmixmodell, Preissensitivität, Pharmaindustrie, ROI

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Pharmaunternehmen durch Marketingmaßnahmen wie Detailing und Sampling das Verschreibungsverhalten von Ärzten beeinflussen können und wie diese Zusammenhänge wissenschaftlich messbar sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Schätzung von Responsefunktionen, die Analyse von Marketingeffekten auf individueller Ärzteebene sowie die Berücksichtigung von Unsicherheit und sozialen Netzwerken bei der Verschreibungsentscheidung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Überblick über den Forschungsstand zur Schätzung von Responsefunktionen auf Ärzteebene zu geben, die verschiedenen methodischen Ansätze zu vergleichen und deren Implikationen für die Praxis zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Literaturarbeit erstellt, die verschiedene quantitative Modellansätze (z.B. Zähldatenmodelle, multinominale Logitmodelle, Bayessche Methoden) aus der empirischen Marketingforschung gegenüberstellt und bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Detailing-Responsemodelle im klassischen Kontext und unter Unsicherheit sowie das Phänomen asymmetrischer Netzeffekte durch Meinungsführer detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Detailing, Sampling, Responsefunktionen, Ärzteebene, Bayessches Lernen, Meinungsführer und Marketingmix.

Warum ist das Problem der Endogenität von Detailing so wichtig?

Da Ärzte, die häufiger verschreiben, oft auch intensiver beworben werden, besteht eine Wechselwirkung zwischen Marketingaufwand und Erfolg, die ohne Berücksichtigung der Endogenität zu verzerrten Schätzergebnissen führen kann.

Was besagt der "soziale Detailing-Multiplikator"?

Er beschreibt den Effekt, dass durch den Einfluss von Meinungsführern auf andere Ärzte die Wirksamkeit von Marketingmaßnahmen gegenüber diesen Meinungsführern um einen bestimmten Prozentsatz, in der Studie ca. 19%, gesteigert wird.

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Details

Title
Schätzung von Responsefunktionen auf Ärzteebene
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Course
Pharma-Marketing
Grade
2,0
Author
Martin Mittelstädt (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V93869
ISBN (eBook)
9783640102471
ISBN (Book)
9783640129812
Language
German
Tags
Schätzung Pharma-Marketing Responsefunktion Arzt Pharma-Referent Detailing Sampling Marketing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Mittelstädt (Author), 2007, Schätzung von Responsefunktionen auf Ärzteebene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93869
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