Der "Arbiter" in den Friedensvorstellungen der internationalen Beziehungen. Kontinuität und Wandel eines politischen Ordnungsfaktors im 16. und 17. Jahrhundert


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008

27 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1) Einleitung

2) Ordnungsvorstellungen in den internationalen Beziehungen der Frühen Neuzeit
(1) Gleichgewicht der Kräfte
(2) Universalmonarchie
(3) „Arbiter Orbis Christiani"

3) Entwicklung der päpstlichen Arbiter-Stellung im Mittelalter
(1) Das Schiedsgerichtswesen
(2) „Caput Christianitatis" als „Pacificator Orbis Christiani"
(3) Die Stellung des Papsttums als schiedsrichterliche Instanz

4) Der Konflikt zwischen Karl V. (1519-1556) und Franz I. (1515-1547)
(1) Extreme Polarisierung der europäischen Staatenwelt
(2) Die Rolle des Papsttums im habsburgisch-französischen Antagonismus

5) Heinrich IV. (1589-1610) von Frankreich als Friedensstifter
(1) Jean Bodin und der „Arbitre de Paix"
(2) Die königliche Arbiter-Rolle Heinrich IV

6) Resümee

7) Literaturverzeichnis

EINLEITUNG

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Friedensvorstellungen in den internationalen Beziehungen der Frühen Neuzeit und dem in diesem Kon­text fest verankerten Arbiter – dem friedenswahrenden, politischen Schieds richter.

Der Arbiter, als Teil der Ordnungsvorstellungen der zwischen ­staat­lichen Politik der Frühen Neuzeit, spielt in den politiknahen Vor stellungen der Herrschenden bzw. den Entscheidungsträgern im Europa der Frühen Neuzeit eine gewichtige Rolle.

Obgleich die Epoche der Frühen Neuzeit von Krieg und Konflikten geprägt war, sollte man die Tatsache nicht ausblenden, dass es dennoch ernst­hafte Friedens vorstellungen und Bemühungen zur Friedenswahrung und Frie­dens her­stellung gegeben hat. Christoph Kampmann betont zu Recht, dass dies in der älteren Forschung kaum ausreichend untersucht wurde.1

Um den Gegenstand der zwischenstaatlichen Friedensstiftung bzw. Frie­dens wahrung eingehend zu untersuchen, soll zunächst ein Blick auf die Ordnungs­vor­stellungen in den internationalen Beziehungen der Frühen Neuzeit geworfen werden. Vor diesem Hintergrund soll die Rolle des Arbiters in diesem Kontext genauer eingeordnet werden können.

Es bleibt die Frage zu klären, woher der politische Schiedsrichter kommt und weshalb man zu Beginn des 16. Jahrhunderts das Papsttum damit in Verbin­dung bringt. Dafür wird es unumgänglich sein einen Blick auf die mittel alter­liche Entwicklung des Schiedsgerichts zu werfen.

Ein weiterer wichtiger Punkt wird die Arbiter-Rolle des Papsttums während des großen Konfliktes zwischen Karl V. (1519-1556) und Franz I. (1515-1547) von Frankreich darstellen.

Schließlich bleibt die Frage nach Kontinuität und Wandel der Arbiter-Rolle und der politischen Streitschlichtung zu klären. Ende des 16. Jahr­hunderts werden Heinrich IV. von Frankreich und die französische Krone mit dem Arbiter der Christen­heit in Verbindung gebracht. Welche Ursachen und Entwicklungen führten zu diesem Wandel?

Funda­men­tale Quellen­grundlage für diese Thematik sind politische Flug-, Streit- und Propa­gandaschriften.

Zudem geben auch die gelehrte Traktaten­literatur sowie politische Akten Aufschluss, ob­gleich sie sich durch eine größere Distanz zur unmittelbaren Tagespolitik auszeichnen.

ORDNUNGSVORSTELLUNGEN IN DENINTERNATIONALEN BEZIEHUNGEN DER FRÜHEN NEUZEIT

Dieses Kapitel soll eine kurze Einführung in die Ordnungsvorstellungen der zwischenstaatlichen Beziehungen der Frühen Neuzeit geben, da diese für die Thematik von Frieden und Friedensvorstellungen eine wichtige Rolle in den Kreisen der politischen Entscheidungsträger spielten.

Neben der Rolle des Arbiters sind ebenso die Vorstellung eines Gleich­ge­wichts der Kräfte und der Gedanke einer Universalmonarchie als politische Ordnungs­fak­toren von großer Be­deutung.

Es handelt sich dabei durchaus um ambivalente Erscheinungen, die sowohl positiv, als auch negativ in ihrer Rolle als Ordnungsvorstellung bewertet werden konnten.

Im Kontext der Thematik der Friedensstiftung in den inter­nationalen Beziehungen der Frühen Neuzeit sollte das Gefüge und der Zusam­men hang dieser ver­schiedenen Ordnungsvorstellungen zumindest kurz erwähnt werden.

1. Gleichgewichtsgedanke

Die Idee des politischen Gleichgewichts und der damit verbundenen Vorstellung eines Gleichgewichts der Staatenwelt war in der Frühen Neuzeit von großer Bedeutung.

Als außenpolitischer Ordnungsfaktor beabsichtigte der Gleichge­wichts gedanke die politischen Beziehungen der neuzeitlichen Staaten­gemein­schaft auf poli­tischem und diplomatischem Weg im Gleichgewicht zu halten, sodass­ keine Hege­monie und Vorrangstellung einer anderen Macht entstehen sollte. Ergebnisse der Bestrebungen um ein ausgewogenes Macht­verhältnis zwischen den souveränen Staaten der Frühen Neuzeit waren Allianzen und Bündnis­systeme.2

Besonders bei Friedenskongressen, die sich mit Friedensfindung und Frie­dens sicherung beschäftigten, war die Rolle und die Bedeutung des Gleich ge­wichts­ge­danken zentral. Als Beispiel können u.a. die Friedens­schlüsse von Utrecht, Rastatt und Baden (1713/14) herangezogen werden.3

Dass der Gleichgewichtsgedanke nicht nur intern-politisch von Herrschern und einflussreichen Beratern thematisiert wurde, sondern auch ein großes Thema in der politischen Öffentlichkeit war, dokumentiert die polemische Flug­schrift „Europäischer Staats=Rath" (1690)4. Die antifranzösische Flug schrift sah die Not­wendigkeit Englands, „daß es Franckreich und das Hauß Oestereich in gleichem Gewichte halte".5

Ende des 17. Jahrhunderts hatten politisch interessierte Zeitgenossen offen sicht­lich eine ganz konkrete und anschauliche Vorstellung eines politischen Gleich ­ge­wichts und ebenso eine Vorstellung wie sich dieses real­politisch um­setzen lassen könnte.

2. „Monarchia Universalis"

Das politische Denken und Handeln in der Staatenwelt der Frühen Neuzeit kannte den Begriff der „Monarchia Universalis". Dieser aus dem Mittelalter stammende Begriff war ideell sehr eng mit den Universalmächten des Papst­tums und des Kaisertums verbunden.

Auch in der Frühen Neuzeit stand der Begriff der Universalmonarchie für ein zunächst theoretisches Herrschaftskonzept, das eine Herrschaft kenn­zeich­nete, die die anderen Mächte in ihrer politischen Stellung und Bedeutung übertraf oder aber dem Verdacht ausgesetzt war dies an­zu­streben.

Für die Gestaltung der zwischenstaatlichen Politik in der Staatenwelt der Frühen Neu zeit spielte die Universalmonarchie eine wichtige Rolle, insbe­sondere im Kon­flikt zwischen Karl V. und Franz I.

Durch Karls V. enorme Machtansammlung fühlte sich Frankreich in seinen macht­politischen Interessen bedroht. Im habsbur­gisch­-französischen Anta­go nis mus konnte der Vorwurf der Universal ­monarchie, der gleichfalls in der pro­pa­gandistischen Publizistik ver­wendet wurde, auch als Legiti­ma­tion für eine folgende kriegerische Aus­ein­an­der ­setzung dienen.

Die Thematik der Universalmonarchie entfaltete in der politischen Aus­ein ­ander setzung zwischen Karl V. und Franz I. eine bedeutende Rolle und wurde beider­seitig in der Publizistik propagandistisch rege genutzt. Je nach Sichtweise konnte dies als Vollendung des Kaisertums positiv oder als habsburgische Tyrannis negativ gedeutet werden.6

3. „Arbiter Orbis Christiani"

Ein weiterer sehr wichtiger Grundgedanke der Friedenstiftung und Friedens wahrung in den zwischenstaatlichen Beziehungen der Frühen Neuzeit – welcher auch zentraler Gegenstand dieser Arbeit sein soll –, ist der des „Arbiter Orbis Christiani".

Der Begriff des Arbiters gilt als politischer und zugleich publi­zis­tischer Schlüsselbegriff der Frühen Neuzeit und ist ein wesentlicher Aspekt der politiknahen Friedensvor­stellungen.

Man kann sich unter diesem Begriff einen politischen Schiedsrichter vor­stellen, der bei zwischenstaatlichen Konflikten versuchte durch einen Schieds­spruch den Kon­flikt beizulegen oder aber bei unnachgiebigen Parteien zumindest versuchte schlichtend zu vermitteln. Theoretisch bzw. im Idealfall hatte der Schiedsspruch des Arbiters aber bindenden Charakter und somit Einfluss auf politische Ent­scheidungs träger bei der Umsetzung von Frieden.

Hinzuweisen ist auf die Tatsache, dass der Begriff vom 16. bis zum frühen 18. Jahrhundert nicht nur öffentlichen-publizistisch, sondern auch intern-politisch von großer Bedeutung war und auch beständige Anwendung fand.7

Dabei war die Vorstellung der Notwendigkeit eines friedenswahrenden und friedensstiftenden politischen Schiedsrichters, sowohl bei Monarchen wie Karl V., als auch bei Päpsten nachweislich existent.

Freilich wurde die Berechtigung zur Ausübung der Arbiter-Funktion zwischen Monarch und Papst unterschiedlich legitimiert und hergeleitet.

Während Karl V. aufgrund seiner politischen Machtstellung die kaiserliche Ver­ant­wortung für Recht und Gerechtigkeit und infolgedessen auch das Recht die Entscheidung über zwischenstaatliche Streitigkeiten zu ent­scheiden herleitete8, so sah sich das Papsttum durch die Wahrung des all­gemeinen Wohls der gesamten Christenheit in der Verantwortung.9

Im Folgenden wird neben der Frage der Bedeutung und der Wirksamkeit des Arbiters zu klären sein, wie der Arbiter entstanden ist und wie es zur-Etablierung dieses politischen Ordnungs­instrumentes gekommen ist.

Welche Herrschafts­träger konnten diese realpolitische Funktion in der Frühen Neuzeit ausüben?

Darüber hinaus wird die Frage nach Kontinuität und Wandel der Arbiter-Rolle hinsichtlich unterschiedlicher Herrschaftsträger beantwortet werden müssen.

ENTWICKLUNG DER PÄPSTLICHENARBITERSTELLUNG IM MITTELALTER

1. Das Schiedsgerichtswesen

Fragt man nach dem Ursprung der schiedsrichterlichen Streitschlichtung, so muss der Blick zunächst auf das mittelalterliche Schiedsgericht ge­richtet werden. Das Schiedsgericht darf als wesentlicher Faktor des mittel­alterlichen Rechts­wesens gesehen werden, obgleich der Begriff des mittel­alterlichen „Schieds wesens" ausdrücklich von dem Begriff des früh­neu zeitlichen „Arbiters" zu differenzieren ist.

Seit dem 12. Jahrhundert wuchs die Anzahl der Konfliktfälle, die vor einem Schieds gericht entschieden wurden beständig an. Die enorm große Fülle an urkundlich überliefertem Material belegt die weite Verbreitung der Streit ­schlich­tung durch einen Schiedsrichter sehr deutlich. Ein Höhepunkt dieses Prozesses lässt sich für das 14. und 15. Jahrhundert ausmachen.

Es entwickelte sich zum bevorzugten Vorgang zur Schlichtung größerer recht licher Auseinandersetzungen. Folglich muss die Ansicht der Zeitge­nossen, einen Streit gewaltlos durch einen einvernehmlich bestimmten Schieds­richter beilegen zu können, fest verankert gewesen sein.

Man kann für die rasante Entwicklung, die keineswegs territorial und zeitlich gleich verlief, einige Ursachen und Gründe ausmachen. Aus Sicht der Zeitge­nossen bot die schieds­richter­liche Streitschlichtung viele prak­tische Vorteile.

Es war nicht nur die unkompli­ziertere, flexiblere und schnellere Option, sondern war darüber hinaus auch eine kosten­günstigere Möglichkeit­ seinen Rechtsstreit abzu­wickeln. Die Alternative wäre ein Verfahren beim zuständigen Gerichtshof gewesen.

Dieses strikt rechtsförmige und langwierige Verfahren wurde besonders bei all­täg lichen oder geringfügigen Streitgegenständen vermieden. Ferner konnte eine eventuell große örtliche Entfernung zu den regulären Gerichts­höfen für viele Menschen äußerst problematisch sein und ein keineswegs immer über­wind bares Hindernis darstellen.10

Bereits früh etablierte sich die schieds­richter­liche Streitschlichtung in Nord­italien, Süddeutschland und dem Gebiet der heuti­gen Confoederatio Helvetica. Von dort aus verbreitete sich diese Ent­wicklung in Mittel- und Westeuropa.

Anfänglich wurden zunächst rein inner­kirch­liche Kon­flik­te, bei denen zumindest eine der beiden streitenden Parteien geistlich war, vor ein Schiedsgericht gebracht. Bald darauf wurden auch privat­rechtlich-zivile Ange­legenheiten schieds­richterlich beigelegt. Desgleichen war es auch für politische Körper­schaften, Gemeinwesen und Fürsten möglich Konflikte durch einen Arbiter schlichten zu lassen.

Ein Indiz für das hohe Ansehen der schiedsrichterlichen Streitschlichtung stellt die Tatsachte dar, dass bereits ab dem 13. Jahrhundert auch Konflikte auf politisch höherer Ebene vor einem Schiedsgericht verhandelt wurden.

Es lässt sich deutlich eine Entwicklung des Schiedswesens von einem üblichen und gebräuchlichen Mittel zur Lösung privater Rechts­streitig­keiten hin zu einem Instrument der Kriegsbeendigung beziehungsweise der Kriegsvermeidung er­ken­nen, denn letztlich trugen Fürsten oder Monarchen Konflikte auf höchster politischer Ebene meist militärisch aus.11

Im Folgenden Kapitel wird die Rolle des Papsttums bei der Entwicklung des Schieds gerichtswesens genauer zu betrachten sein.

2. „Caput Christian“ als „Pacificicator Orbis Christiani“

Die allgemeine Friedenswahrung in der Christenheit war traditionell ein dem Papsttum und dem Papst zugesprochener Verantwortungs- und Kompetenz­bereich. Mit dem Aufstieg der Schiedsgerichtsbarkeit überschnitt sich nun dieser Bereich mit dem päpstlichen Anspruch für Frieden in der gesamten Christenheit zu sorgen.

Die kirchliche und priesterliche Leitidee sah das Papsttum als die Instanz, die den Frieden in der christlichen Gemeinschaft wahrte. Auf dieser Grundlage leitete sich die Sicht des Papstes ab, ein besonderes Recht und die besondere Verpflichtung zu haben, sich für Frieden in der christlichen Gemeinschaft einzu­setzen.12

Mit dem Vorsatz für das „commune bonum der Respublica Christiana" verant­wortlich zu sein, leitete das Papsttum enorme Machtbefugnisse ab. Im Sinne der Friedens­wahrung zwischen christlichen Herrschern sprach man sich eine vor­rangige Rolle zu, als Arbiter die Streitigkeiten weltlicher Herrscher zu ent­scheiden. Wer sich dabei dem Gehorsam des arbitriums verwehrte, musste sich dem Vorwurf der Tyrannis aussetzen.13

Die Position, als „Caput Christiani" gleichzeitig auch oberster Friedens­wahrer der Christen­heit zu sein, wurde theologisch und juristisch unter­mauert. Man kann dies­be­züglich von einer gewissen Toleranz innerhalb der lateinischen Christen­heit sprechen, obgleich der päpstliche Macht­an­spruch im Allgemeinen bei weitem nicht immer widerstandslos hin­ge­nommen wurde.

Als bedeutender Nachweis des päpstlichen Machtanspruches gilt auch heute noch die Bulle „Unam Sanctam" von 1302/03.14 Es sei „ die umfassendste Begründung der päpstlichen Universalherrschaft", so Fuhrmann.15

Der Konflikt zwischen Papst Bonifaz VIII. und Philipp IV. (dem Schönen) (1285-1341) von Frankreich stürzte das Papsttum letztlich nicht nur in eine tiefe Krise, sondern verdeutlichte auch, dass es weltliche Herrscher wagten dem Nachfolger Petri den Gehorsam zu verweigern.16

Nichtsdestoweniger nahm das Papsttum seit dem späten 12. und frühen 13. Jahr­hundert eine enorme Bedeutung in der Schiedsrichterrolle ein.

Denn gerade nachdem das Schiedsgerichtwesen zum Mittel der Streit­schlich­tung auf höchster politischer Ebene aufgestiegen war, erschien das Papsttum als geeignete Instanz, um in Konfliktfällen zwischen christlichen Fürsten als Arbiter tätig zu werden.17

Als „Pacificator Orbis Christiani" war somit die Legitimation des Papst­tums bzw. des Papstes zur konkreten politischen Umsetzung dieses Anspruches gelegt.

3. Die Stellung des Papsttums als schiedsrichterliche Instanz

Unter dem Pontifikat Innozenz' III. (1198-1216) und seinen direkten Nach­fol­gern erreichte die schiedsrichterliche Tätigkeit einen Höhepunkt. Dies gilt nicht nur hinsichtlich der Anzahl der geschlichteten Fälle, sondern auch hinsichtlich ihrer politischen Bedeutung. Wie eben bereits ange­deutet kristallisierte sich im Verlauf 13. Jahr­hunderts zwar eine generelle Anerkennung und Akzeptanz der Schieds­richter­rolle heraus, dennoch unterstellte man sich nicht immer be­dingungs­los allen politischen Ent­scheidungen der Kurie.

Folglich wurden neben beeindruckenden Erfolgen auch empfindliche Nieder lagen erlitten, bei denen eine oder gar beide Streit­parteien den Schieds­spruch des Papstes verweigerten und sich damit auch durch­setzten. Selbst die Androhung schwerster Kirchenstrafen bewog in solchen Fällen nicht zum einlenken.

Ein konkretes Beispiel stellt die Auseinandersetzung zwischen Philipp IV. (dem Schönen) (1285-1314) von Frankreich und der englischen Krone unter Eduard I. (1272-­1307) dar. Der von Bonifaz VIII. ergangene Schieds­spruch beendete weder die Aus einandersetzung, noch beeinflusste er den weiteren Verlauf des Konfliktes. Das Gegenteil war der Fall.

Wie zuvor erwähnt geriet kurz darauf Bonifaz VIII. selbst in einen folgen­schweren Konflikt mit Philipp dem Schönen. Ohne jeden Zweifel waren solche Niederlagen bei der Streitschlichtung äußerst schädlich für das päpstliche Ansehen.

Um solche Fehlschläge zukünftig zu vermeiden, ging das Papsttum im 14. und 15. Jahrhundert dazu über in politischen Konflikten vor allem als Vermittler zu wirken. Als Arbiter wurde man nur noch in Ausnahmefällen tätig.18

Dies war seitens der Kurie aber keinesfalls Anlass nicht weiterhin die Vor­stellung einer friedenswahrenden Führungsrolle des Papsttums zu propa­gieren. Das Papsttum sah sich als übergeordnete Schiedsinstanz über den gleichbe­rechtigten weltlichen und christlichen Herrschern.

Die moralische Verpflichtung des Papstes schlichtend und richtend in die weltlichen Angelegenheiten einzugreifen bestand aus Sicht der Kurie nach wie vor; man sah sich als oberster Friedensstifter und politischer Schieds­richter der Christenheit.

Theoretisch wurde so eine sehr starke schiedsrichterliche Stellung des Papsttums begründet, obgleich in der politischen Realität ein Gegensatz zur theoretischen Vorstellung bestand.

Bemerkenswerterweise änderte sich im Verlauf des 14. und 15. Jahr­hunderts nichts am bereits dargelegten päpstlichen Selbstverständnis bezüglich der schieds­richterlichen Stellung als Arbiter, gleichwohl man sich mit großen Krisen konfrontiert sah.

Dazu zählten u.a. die wirksame Abhängigkeit von der Französischen Krone bzw. das unmittelbar daraus resultierende Avignonesische Exil, das große Schisma, der Konziliarismus, etc.19

DER KONFLIKT ZWISCHEN KARL V. (1519-1556) UND FRANZ I. (1515-1547)

1. Extreme Polarisierung der europäischen Staatenwelt

Das erste Viertel des 16. Jahrhunderts stand unter der extremen Polarisierung der europäischen Staatenwelt. Für die politische Schiedsrichter­stellung markiert diese Zeit eine enorm wichtige Zäsur. Dabei sind im Kontext der Thematik zwei Gesichtspunkte von besonderer Wichtig­keit.

Zum einen erlebte die Flugschrift ab 1520 einen rasanten Aufstieg, was zur explosionsartigen Vermehrung des gedruckten Wortes führte. Die Flug­schrift stieg zum Massenmedium auf und erlaubte insbesondere in politischen Konflik­ten für die eigene Position zu werben. Auch in kirch­lichen und gelehrten Ange­legen­heiten wurde vom Massen­kommunika­tions­mittel „Flugschrift" Gebrauch gemacht, wodurch nicht zuletzt die reformatorische Bewegung enorm profitierte.

Zum anderen muss die Entstehung des Weltreiches Karls V. und die letztlich daraus resultierende extreme Polarisierung der europäischen Staatenwelt als ge­wichtiger Gesichtspunkt genannt werden.20

Eine geschickte Heiratspolitik sowie eine Reihe dynastischer Zufälle ließen Karl V. binnen weniger Jahre zum machtvollsten Herrscher der christlichen Welt auf­steigen. Vor diesem Hintergrund stellte diese Entwicklung insbe­sondere für Frank­reich eine große Bedrohung dar.

Bereits vor der Kaiserwahl 1519 schrieb Franz I. an seine Gesandten in Deutschland: „Sollte er [Karl] erfolgreich sein, könnte mir das angesichts der Ausdehnung seiner Königreiche und Herrschaftsgebiete im Lauf der Zeit unermeßlichen Schaden zufügen".21

In der Folge setzte sich Karl V. in der Kaiserwahl gegen seinen Kon­kurrenten Franz I. durch. Als ranghöchster weltlicher Regent vertrat Karl V. offen die politische Zielvorstellung der Errichtung einer habsburgischen „Monarchia Universalis". Der entstandene Antagonismus zwischen Habs­burg und Frankreich spitzte sich nunmehr zunehmend zu.22

Die Folge dieses politischen Konfliktes waren ab 1521 fünf große und verlust­reiche Kriege, die alle anderen Auseinandersetzungen über­schatteten. Der Konflikt zwischen Habsburg und Valois avancierte zum „europäischen Schlüssel­konflikt".23

Der Grund bzw. der Anlass der Auseinandersetzungen lag dabei in Italien. Konkret ging es um das Herzogtum Mailand, das beide Mächte für sich beanspruchten. Auf beiden Seiten wurde der politische Konflikt mit übermäßiger Propaganda der Öffentlich­keit präsentiert, um so für seine eigene Position zu werben. Be­achtens wert erscheint die Tatsache, dass sich beide Parteien teils auf das gleiche Argument beriefen: der Schutz der christlichen Einheit.

Während Karls V. Propagandisten von einem Amt gemäßen Schutz der christ­lichen Einheit sprachen, beanspruchte die pro-französische Publizistik ebenfalls den Schutz der christlichen Einheit vor den tyrannischen Übergriffen Habsburgs.

Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, wird es nicht möglich sein auf alle Geschehnisse dieser politischen und militärischen Aus­ein­ander­setzung im Detail einzugehen. Entscheidend für die Rolle des päpstlichen Schiedsrichter­ranges ist die Zeit von 1526 bis 1536. Dieser Zeitraum soll im Folgenden detailliert und eingehend in Augenschein genommen werden.24

2. Die Rolle des Papsttums im habsburgisch-französischen Antagonismus

Ein wichtiger Aspekt für die politische und publizistische Position des Papst­tums lag in der Gründung der Heiligen Liga von Cognac. Papst Clemens VII. (1523-1534) war maßgeblich treibende Kraft, als sich im Mai 1526 Frankreich, das Papst tum, Venedig, Florenz und der Herzog von Mailand verbündeten.25

Papst Clemens VII. gehörte ebenso wie seine in Florenz regierende Ver­wandtschaft der einflussreichen Familie der Medici an, die nicht kaiser­freund­lich gesinnt war.26

Der Vertrag von Cognac musste unter den Umständen zu recht als Offensiv ­bünd nis gegen den Kaiser gesehen werden. Gemeinsames Ziel war die Beseitigung der habsburgischen Vorherrschaft in Italien, die nach dem Sieg im ersten Krieg gegen Frankreich bestand.

Zwar war man bemüht dem Vertrag einen demonstrativen Charakter einer ge­samt­christlichen Liga zu geben, denn allen Fürsten der Christenheit wurde ange­boten sich der Liga anzuschließen; auch dem habsburgischen Kaiser. Doch fak­tisch waren die Beitrittsbedingungen aus kaiserlicher Sicht ganz und gar in­ak­zep ­tabel.

Der Vertragstext betonte die außerordentliche Pflicht und Verantwortung des Papstes für den Frieden der Christenheit. In diesem Zusammenhang wurde dem Papsttum die Schiedsrichterrolle in zwei zentralen Streitfragen zugesprochen: Das Königreich Neapel und das Herzogtum Mailand.

Sowohl der Vertragstext, als auch ein Schreiben des Papstes vom 23.06.1526 wurde publizistisch in Form von politischen Flugschriften verbreitet. Papst Clemens­ VII. forderte in seinem Schreiben Karl V. auf der Liga beizutreten und seine Machtbestrebungen in Italien einzustellen, um letztlich so den Frieden zu wahren.

Derweil hatten aber bereits die ersten bewaffneten Übergriffe zwischen kaiserlichen Truppen und Truppen der heiligen Liga in Italien statt­ge­funden, sodass eine friedliche Lösung des Konfliktes kaum mehr reali­sier­bar war.

Bereits im September 1526 sah sich der Papst mit der militärischen Macht Karls V. kon­frontiert. Die Liga hatte die militärischen Möglichkeiten des Kaisers offen­sichtlich unter­schätzt. Erschwerend kam für den Papst ein kaiserlich unterstützter Adels­auf­stand in Rom hinzu, welcher den Papst immerhin zwang vorübergehend in die Engelsburg zu flüchten.

Die kaiserliche Kanzlei reagierte nun auch propagandistisch auf den Bündnis­ver trag und publizierte seinerseits eine Staatsschrift. Diese ver­suchte die gegen den Kaiser erhobenen Vorwürfe zu widerlegen und appellierte darüber hinaus an das bevorstehende Konzil, um sich gegen die Anschuldigungen zu ver­teidigen.

Bemerkenswert erscheint die Argumentation der Staatschrift. Ebenso wie der Papst berief sich Karl V. auf die Stellung des Papstes als Friedens­wahrer der Christenheit, die der Kaiser grundsätzlich akzeptierte. Ein­schränkend wurde verlangt, dass der Papst und seine Verbündeten die Waffen niederlegen sollten. Dann wäre auch er bereit selbiges zu tun.

Die Schlussfolgerung dieser Argumentation ist in diesem Fall von größter Bedeutung. Denn sollte der Papst die Aufgabe der Friedensstiftung nicht um­setzen können, weil man selbst als Kriegspartei auftrete, so müsse das schieds­richterliche Verfahren an das Konzil übertragen werden. Schließlich bat er den Papst um Wahrnehmung seines Hirtenamtes und die Ein­be­rufung des Konzils.

Auch wenn Karl V. die Stellung des Papstes als Arbiter offen anerkannte, so betonte er doch, dass bei konkretem Versagen das Konzil zu ent­scheiden habe. Der politisch begründete Appell an das Konzil muss in diesem Zusammenhang als konkretes und wirksames Druckmittel gegen Papst Clemens VII. gesehen werden. Der Kaiser wusste um die „Konzilsfurcht des Medici Papstes"27, dessen Rechtmäßigkeit wegen seiner außerehelichen Abstammung stark bezweifelt wurde.28

Sicher war es kein Zufall, dass diese Flugschrift von der kaiserlichen Kanzlei nicht nur in einer enorm hohen Auflagenzahl, sondern auch in deutsch ­sprachigen Übersetzungen umgehend verbreitet wurde.

Einen absoluten Tiefpunkt im politischen Verhältnis zwischen Karl V. und Clemens VII. wurde 1527 mit der Plünderung Roms durch kaiserliche Söldner, dem Sacco di Roma erreicht. Die Ereignisse in Rom warfen in der politischen Öffent­lichkeit kein gutes Licht auf den Kaiser.

Karl V. bemühte sich daher um eine diplomatische Aussöhnung, denn aus Gründen der Reputation bestand kein Interesse an einer weiteren Eskalation.

Nach ersten diplomatischen Verhandlungen trat der Papst im Herbst 1527 aus der heiligen Liga aus und zog sich somit auch aus dem Krieg zurück. Dies be­deutete freilich nicht die Beendigung des Krieges. Dieser wurde zwischen Frankreich und dem Kaiser unvermittelt weitergeführt.

Die Verhandlungen zwischen Kaiser und Papst endeten 1529 in den Bündnis verträgen von Barcelona. Die kaiserliche Appellation an das Konzil war somit gegen­standslos geworden.

Ein weiterer für die Rolle des Papsttums bedeutender Faktor war die Oster­montags­rede Karls V. Nur kurz nach den Friedensverträgen von Barcelona wurde auch der zweite Krieg zwischen Frankreich und dem Kaiser beendet.

Das vor­läufige Ende wurde ebenfalls 1529 mit dem Friedensvertrag von Cambrai besiegelt. Der Vertrag. sicherte Karl V. weiterhin die Vormacht­stellung in Italien zu, was aus französischer Sicht keine befriedigende Lösung darstellen konnte.

So verwundert es kaum, dass sich Frankreich nach dem Scheitern der Liga um neue Bündnispartner bemühte. Zwischenzeitlich kam es diesbezüglich auch zu intensiven Kontakten zum Schmalkaldischen Bund sowie zu den Osmanen.

Der Konflikt zwischen Frankreich und dem Kaiser brach erneut aus, als der von Habsburg unterstützte Herzog von Mailand, Francesco II. Sforza im Oktober 1535 kinderlos verstarb.29

[...]


1 Kampmann, Christoph: Arbiter und Friedensstiftung - Die Auseinandersetzung um den politischen Schiedsrichter im Europa der Frühen Neuzeit. Paderborn, 2001, S.3.

2 Fenske, Hans: Gleichgewicht, Balance. In: Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland. Hrsg. von Otto Brunner, Werner Conze, Reinhart Koselleck. Band 2: E-G, Stuttgart, 1975, S.959-996.

3 Duchhardt, Heinz: Gleichgewicht der Kräfte, Convenance, Europäisches Konzert. (Erträge der Forschung; Band 56), Darmstadt, 1976, S.41-89.

4 Europäischer Staats-Rath, oder ... Bericht, wie sich die hohen Potentaten in Europa gegen die Monarchische Einbildungen des Königs in Frankreich zu verhalten haben. (1690).

5 Zit.n. Kampmann, Christoph: Arbiter und Friedensstiftung - Die Auseinandersetzung um den politischen Schiedsrichter im Europa der Frühen Neuzeit. Paderborn, 2001, S.16.

6 Bosbach, Franz: Monarchia Universalis - Ein politischer Leitbegriff der Frühen Neuzeit. (Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayrischen Akademie der Wissenschaften; Band 32), Göttingen, 1988, S.11-63.

7 Kampmann, Christoph: Arbiter und Friedensstiftung - Die Auseinandersetzung um den politischen Schiedsrichter im Europa der Frühen Neuzeit. Paderborn, 2001, S.9-11.

8 Bosbach, Franz: Monarchia Universalis - Ein politischer Leitbegriff der Frühen Neuzeit. (Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayrischen Akademie der Wissenschaften; Band 32), Göttingen, 1988, S.50.

9 Ebenda, S.70.

10 Kampmann, Christoph: Arbiter und Friedensstiftung - Die Auseinandersetzung um den politischen Schiedsrichter im Europa der Frühen Neuzeit. Paderborn, 2001, S.26-31.

11 Ebenda.

12 Kampmann, Christoph: Arbiter und Friedensstiftung – Die Auseinandersetzung um den politischen Schiedsrichter im Europa der Frühen Neuzeit. Paderborn, 2001, S.31-36.

13 Bosbach, Franz: Monarchia Universalis - Ein politischer Leitbegriff der Frühen Neuzeit. (Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayrischen Akademie der Wissenschaften; Band 32), Göttingen, 1988, S.69-70.

14 Schmidt, T.: Unam Sanctam. In: LexMA 8, München, 1997, S.1214-1215.

15 Fuhrmann, Horst: Die Päpste - Von Petrus zu Benedikt XVI. München, 1998, S.148.

16 Luna, Concetta: Un nuovo documento del conflitto fra Bonifacio VIII e Filippo il Bello: Il discorso „De potentia domini pape" di Egidio Romano. In: Documenti e studi sulla tradizione filosofica medievale 3 (1992), S.167-243, Spoleto, 1992.

17 Kampmann, Christoph: Arbiter und Friedensstiftung - Die Auseinandersetzung um den politischen Schiedsrichter im Europa der Frühen Neuzeit. Paderborn, 2001, S.31-36.

18 Kampmann, Christoph: Arbiter und Friedensstiftung - Die Auseinandersetzung um den politischen Schiedsrichter im Europa der Frühen Neuzeit. Paderborn, 2001, S.31-36.

19 Ebenda.

20 Kampmann, Christoph: Arbiter und Friedensstiftung - Die Auseinandersetzung um den politischen Schiedsrichter im Europa der Frühen Neuzeit. Paderborn, 2001, S.36-39.

21 Parker, Geoffrey: Die Politische Welt Karls V. In: Karl V. und seine Zeit. (Hrsg. Hugo Soly), Köln, 2003, S.120.

22 Kampmann, Christoph: Arbiter und Friedensstiftung - Die Auseinandersetzung um den politischen Schiedsrichter im Europa der Frühen Neuzeit. Paderborn, 2001, S.36-39.

23 Ebenda, S.36.

24 Ebenda, S.36-39.

25 Kohler, Alfred: Das Reich im Kampf um die Hegemonie in Europa 1521-1648. (Enzyklopädie Deutscher Geschichte - Band 6; Hrsg. Lothar Gall), München, 1990, S.8-10.

26 Schwaiger, Georg: Clemens VII. In: LThK Band 2. Freiburg/Basel/Rom/Wien, 1994, S. 1223.

27 Kampmann, Christoph: Arbiter und Friedensstiftung - Die Auseinandersetzung um den politischen Schiedsrichter im Europa der Frühen Neuzeit. Paderborn, 2001, S.46.

28 Schwaiger, Georg: Clemens VII. In: LThK Band 2. Freiburg/Basel/Rom/Wien, 1994, S.1223.

29 Lubkin, Gregory P.: Milan in the Renaissance. In: Encyclopedia of the Renaissance - Vol.4: Macchiavelli - Petrarchism (Hrsg. Paul F. Grendler), New York, 1999, S.136 - 142.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Der "Arbiter" in den Friedensvorstellungen der internationalen Beziehungen. Kontinuität und Wandel eines politischen Ordnungsfaktors im 16. und 17. Jahrhundert
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
27
Katalognummer
V939050
ISBN (eBook)
9783346269058
ISBN (Buch)
9783346269065
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frühe Neuzeit, Arbiter, Monarchia Universalis, Universalmonarchie, Karl V., Jean Bodin, Arbitre de Paix, Heinrich IV., Schiedsgericht, Arbiter Orbis Christiani, Habsburg, Valois
Arbeit zitieren
Luigi Tucciarone (Autor:in), 2008, Der "Arbiter" in den Friedensvorstellungen der internationalen Beziehungen. Kontinuität und Wandel eines politischen Ordnungsfaktors im 16. und 17. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/939050

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