Ziel der Arbeit ist es, den Konflikt von Leistungssport im Kindes- und Jugendalter darzustellen und die positiven sowie negativen Aspekte aus pädagogischer, medizinischer und entwicklungspsychologischer Sicht aufzuzeigen. Dafür wird zu Beginn eine Definition von Leistungssport gegeben und abschließend ein Fazit gegeben und Möglichkeiten aufgezeigt, den Leistungssport für Kinder und Jugendliche so zu gestalten, dass möglichst keine negativen Folgen entstehen.
Das Thema „Leistungssport im Kindes- und Jugendalter“ verursacht in der Gesellschaft überwiegend kontroverse Diskussionen, da speziell dieser Bereich des Leistungssports durch viele Kritiker von außen besetzt wird, während es innerhalb aber viele Befürworter gibt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition des „Leistungssports“
3. Vor- und Nachteile des Leistungssports im Kindes- und Jugendalter
3.1 Pädagogische Sicht
3.2 Medizinische Sicht
3.3 Entwicklungspsychologische Sicht
3.3.1 Bestandteile der psychischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
3.3.2 Negative Auswirkungen auf die Psyche
4. Diskussion und Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die ambivalenten Auswirkungen des Leistungssports auf Kinder und Jugendliche, um den Konflikt zwischen sportlicher Förderung und potenziellen gesundheitlichen sowie psychischen Risiken kritisch zu beleuchten.
- Pädagogische Perspektiven und der Kontrast zwischen Leistungsdruck und Persönlichkeitsentfaltung
- Medizinische Herausforderungen: körperliche Überlastungsschäden und Wachstumsstörungen
- Entwicklungspsychologische Aspekte: Selbstbild, Konkurrenzdenken und Burnout-Risiken
- Die Bedeutung einer „kindgemäßen“ Gestaltung von Trainings- und Leistungsanforderungen
Auszug aus dem Buch
3.2 Medizinische Sicht
Der Leistungssport im Kindes- und Jugendalter lässt sich als gesellschaftliches Phänomen darstellen, in der Sportmedizin diverse Probleme aufzeigt und vor allem die zu entstehenden Gefahren nicht außer Acht lassen darf.
Der Mangel an körperlicher Bewegung von Kindern und Jugendlichen ist heutzutage zu einem ernsthaften Problem geworden und das nicht nur für sie selbst und ihre Familien, sondern auch für die gesamte Gesellschaft. Mittlerweile sind in Deutschland 15% der Kinder und Jugendlichen übergewichtig, davon 6,3% adipös. Des Weiteren haben Untersuchungen von Wassermund – Bodenstedt gezeigt, dass bei der Einschulung 3% der Grundschulkinder an Bewegungsmangel leiden, im zweiten Schuljahr sind es bereits 22%. Grund dafür sei, dass die Kinder und Jugendliche heute noch häufiger gemeinsam miteinander gespielt haben. Heutzutage treffen sich Kinder und Jugendliche hingegen eher zum gemeinsamen Videospielen, welche meistens im Sitzen gespielt werden und mit wenig Bewegung verbunden sind. Somit kann der Leistungssport aufgrund des steigenden Bewegungsmangels von Kindern als positiv angesehen werden. Es besteht die Möglichkeit, den Leistungssport als eine Art Ausgleich zur Schule zu bekommen und die körperliche Entwicklung in vielfacher Hinsicht zu fördern. Diese positiven Aspekte sind jedoch nur gültig, wenn das Training „kindheitsgemäß“ von Statten geht.
Da der Leistungssport „die Grenze des gesundheitlichen Nutzbaren bzw. Vertretbaren“ nehmen die negativen Aspekte einen deutlich höheren Stellenwert beim Leistungssport im Kindes- und Jugendalter ein. Durch die enorme körperliche Belastung kommt es häufig zu Wachstumsstörungen, da die Epiphysenfuge (Wachstumsfuge) noch nicht verknöchert ist und sich durch Einwirkungen von außen frühzeitig schließt. Außerdem können durch den Eingriff in den noch reifenden und heranwachsenden Bewegungsapparat mikrotraumatische Überlastungsschäden entstehen. Das sind Verletzungen an Knochen, Gelenken oder Sehnen, die für das Auge nicht sichtbar sind und teilweise erst im Erwachsenenalter zum Vorschein kommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Kontroverse um den Leistungssport bei Minderjährigen und legt die Motivation sowie die Zielsetzung der Untersuchung dar.
2. Definition des „Leistungssports“: Hier wird der Begriff des Leistungssports anhand sportwissenschaftlicher Definitionen präzise eingegrenzt.
3. Vor- und Nachteile des Leistungssports im Kindes- und Jugendalter: Dieser Hauptteil analysiert das Thema aus drei Perspektiven: pädagogisch, medizinisch und entwicklungspsychologisch.
3.1 Pädagogische Sicht: Diskutiert den Konflikt zwischen leistungsorientierter Erziehung und der freien Entfaltung des Kindes.
3.2 Medizinische Sicht: Untersucht die physischen Gefahren, wie Überlastungsschäden und Wachstumsstörungen, bei zu hoher Trainingsbelastung.
3.3 Entwicklungspsychologische Sicht: Betrachtet die Auswirkungen des Leistungsdrucks auf das Selbstbewusstsein und die psychische Gesundheit.
3.3.1 Bestandteile der psychischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen: Analysiert, wie Leistungsstreben und Identitätsbildung im Sport zusammenhängen.
3.3.2 Negative Auswirkungen auf die Psyche: Behandelt Risiken wie Burnout, Essstörungen und depressives Verhalten durch Überforderung.
4. Diskussion und Fazit: Führt die verschiedenen Sichtweisen zusammen und plädiert für einen kindgerechten Umgang im Sport, um dauerhafte Schäden zu vermeiden.
Schlüsselwörter
Leistungssport, Kinder, Jugendliche, Pädagogik, Sportmedizin, Überlastung, Burnout, Identitätsentwicklung, Trainingsbelastung, Wachstumsstörungen, psychische Gesundheit, Selbstbild, Leistungsdruck, Sportpädagogik, Prävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der ambivalenten Rolle des Leistungssports bei Kindern und Jugendlichen und beleuchtet sowohl Chancen als auch Risiken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der pädagogischen Einordnung, den medizinischen Risiken für den Bewegungsapparat sowie den psychologischen Folgen von Leistungsdruck.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Konflikt zwischen sportlichem Ehrgeiz und kindgerechter Entwicklung aufzuzeigen, um Wege für eine gesunde Sportausübung zu definieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene fachwissenschaftliche Positionen aus Pädagogik, Medizin und Psychologie zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine pädagogische Auseinandersetzung, eine medizinische Analyse körperlicher Gefahren und eine psychologische Untersuchung der Identitäts- und Burnout-Problematik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Leistungssport, Überlastung, Burnout, kindgemäße Trainingsgestaltung und pädagogische Verantwortung.
Welche physischen Gefahren werden speziell hervorgehoben?
Besonders kritisch werden Wachstumsstörungen durch vorzeitigen Epiphysenfugenschluss sowie mikrotraumatische Überlastungsschäden an Gelenken und Knochen diskutiert.
Welche Rolle spielt das „Schönheitsideal“ im Kontext des Leistungssports?
In Disziplinen wie Turnen oder Leichtathletik kann das Schlankheitsideal zu Essstörungen führen, da Kinder versuchen, sich dem Druck durch Trainer oder Eltern anzupassen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Leistungssport im Kindes- und Jugendalter. Auswirkungen auf die Gesundheit und Psyche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/939079