Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

"Die Räuber" von Friedrich Schiller und "Julius von Tarent" von Johann Leisewitz. Analyse der Rolle des Vaters im Sturm und Drang

Titel: "Die Räuber" von Friedrich Schiller und "Julius von Tarent" von Johann Leisewitz. Analyse der Rolle des Vaters im Sturm und Drang

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Eileen Krieger (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit setzt sich mit der Rolle des Vaters in "Die Räuber" von Schiller und "Julius von Tarent" von Leisewitz auseinander. Zu Beginn wird die Figurenkonstellation aufgezeigt, anschließend die Vater-Sohn-Beziehung erläutert, um zuletzt beide Werke miteinander zu vergleichen.

Die Epoche des Sturm und Drang zeichnet sich laut Luserke durch die Binnenrebellion der Söhne aus, die sich gegen das autoritäre Verhalten der Väter auflehnen und die eigene Selbstbestimmung erzielen wollen. Während sich ein großer Anteil von Abhandlungen größtenteils mit den feindlichen, sich befehdenden und schließlich einander umbringenden Brüder beschäftigen, soll in dieser Arbeit die Rolle des Vaters analysiert werden. Dazu werden die Vater-Figuren des alten Moors in Schillers Drama Die Räuber sowie die des Constantin von Tarent in Julius von Tarent von Leisewitz untersucht, miteinander verglichen und Unterschiede beziehungsweise Gemeinsamkeiten herausgearbeitet. Um dies prüfen zu können, werden die Figuren sowie deren Position in den jeweiligen Dramen beschrieben, und aufgezeigt, in welcher gesellschaftlichen bzw. familiären Ebene sie eingebettet sind. Zudem wird die Vater-Sohn-Beziehung untersucht und das Verhalten beider Väter innerhalb der Handlung betrachtet. Abschließend wird, mittels dieser Erkenntnisse, eine Aussagen über die Vater-Figur im Sturm und Drang getroffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Figurenkonstellation

2.2 Vater-Sohn-Beziehung

2.3 Verhalten

2.4 Vergleich

2.5 Adaption auf die Rolle im Sturm und Drang

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung der Vaterrolle in der Epoche des Sturm und Drang, konkret anhand der Dramen Julius von Tarent von Leisewitz und Die Räuber von Schiller, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Ausgestaltung dieser Figuren sowie deren familiäre Einbettung zu analysieren.

  • Analyse der Figurenkonstellation und Vater-Sohn-Beziehungen
  • Untersuchung des Verhaltens der Vaterfiguren in den jeweiligen Handlungsverläufen
  • Vergleichende Gegenüberstellung der Vaterfiguren
  • Einordnung der Vaterrolle in den Kontext der Sturm-und-Drang-Epoche

Auszug aus dem Buch

2.1 Figurenkonstellation

In dem Drama Julius von Tarent nimmt die Figur Constantin, der „Fürst von Tarent“, die zentrale Vaterrolle ein. Dieser spricht an seinem „sechsundsiebzigsten Geburtstage“ von sich als „Greise“. Er erwähnt sein „schwaches Herz“, definiert seinen Geburtstag als „neuen Grade [seiner] Schwachheit“ und sagt in seiner Geburtstagsrede, er stehe am „Rand des Grabes“. Der Fürst von Tarent wird, sein Bruder der Erzbischof, von seinen Untertanen als Vater und Landesherr gesehen, von seinem Soldaten wird er als „vortrefflicher Herr“ benannt und auch Constantin selbst sieht seine Regierungsgeschäfte als „häusliche Freuden“ und auch seine Familie sein „innres Haus“ und seine Untertanen das „äußre“ darstellen. Trotz allem regiert er autoritär mit patriarchalsche Zügen über seine Häuser, welche hierarchisch gegliedert sind.

In dem Drama Die Räuber wird der Vater Maximilian durchweg als „[d]er alte Moor“ bezeichnet, er nennt sich einen „achtzigjährigen Manne“. Maximilian wird im Laufe der Handlung bewusst, dass er mit jedem „Schritt näher ans Grab“ rückt. Seine kränkliche Verfassung wird zudem von seinem Sohn Franz Moor benannt. In I,1 vergewissert sich Franz mehrmals, ob es seinem Vater auch „wirklich ganz wohl“ gehe, da er „so blaß“ aussehe und einen „zerbrechlichen Körper“ habe. Der alte Moor nimmt nicht nur gegenüber seinen zwei Söhnen eine Vaterrolle ein, sondern verkörpert diese auch in seiner Rolle als „regierender Graf von Moor“ gegenüber seinen Untertanen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Epoche des Sturm und Drang sowie die Relevanz der Vaterrolle dar und definiert das Ziel, die Vaterfiguren in Schillers Die Räuber und Leisewitz' Julius von Tarent zu vergleichen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Figurenkonstellation, das Verhalten der Väter, deren Beziehung zu den Söhnen, einen detaillierten Vergleich sowie die Einordnung in die literarische Epoche.

2.1 Figurenkonstellation: Dieses Kapitel beschreibt die Rollen und die gesellschaftliche Position der Väter Constantin und Maximilian Moor innerhalb ihrer jeweiligen Familiensysteme.

2.2 Vater-Sohn-Beziehung: Es wird untersucht, wie die Väter durch ihr Handeln und ihre Erwartungen die Bindung zu ihren Söhnen beeinflussen und welche Konflikte daraus resultieren.

2.3 Verhalten: Dieses Kapitel fokussiert auf das aktive oder passive Eingreifen der Väter in das Handlungsgeschehen, um ihre Ziele innerhalb der Familie durchzusetzen.

2.4 Vergleich: Hier werden die Ergebnisse der Einzelanalysen gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten in der Darstellung der Väter und Unterschiede in ihrer Herrschaftsweise herauszuarbeiten.

2.5 Adaption auf die Rolle im Sturm und Drang: Die Ergebnisse werden in den epochenspezifischen Kontext eingeordnet, insbesondere hinsichtlich der Polarität von Herrschaft und Liebe.

3. Schluss: Der Schluss fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert, dass beide Väter in ihrer Rolle scheitern, da sie entweder durch Schwäche oder autoritäre Prinzipien die familiäre Zerstörung nicht verhindern können.

Schlüsselwörter

Sturm und Drang, Vaterrolle, Julius von Tarent, Die Räuber, Vater-Sohn-Beziehung, Figurenkonstellation, Patriarchat, Herrschaft, Liebe, Familienkonflikt, Friedrich Schiller, Leisewitz, Drama, Literaturanalyse, Generationenkonflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Darstellung der Vaterrolle in den Dramen Julius von Tarent und Die Räuber innerhalb der Epoche des Sturm und Drang.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Figurenkonstellationen, die Dynamik zwischen Vater und Sohn, das herrschaftliche Verhalten sowie die Einordnung dieser Rollenbilder in den historischen Epochenkontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Vaterfiguren des alten Moors und des Fürsten Constantin zu vergleichen, Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten aufzuzeigen und ihre Funktion in der Handlung zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine textimmanente Literaturanalyse, die auf primären Textquellen sowie ergänzender Sekundärliteratur basiert.

Was genau wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der familiären Strukturen, das Beziehungsverhalten zu den Söhnen, das aktive Eingreifen in das Familiengeschehen und einen abschließenden epochenspezifischen Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Sturm und Drang, Vaterrolle, Familienkonflikt, Patriarchat, sowie der Vergleich zwischen Schiller und Leisewitz.

Welche Rolle spielt die Abwesenheit der Mutter in beiden Dramen?

Die Abwesenheit der Mutterfiguren wird als konstitutives Element gedeutet, das die Väter zwingt, sowohl väterliche als auch eine Art „Ersatz-Mutterrolle“ einzunehmen, was ihre Überforderung und die patriarchalische Hierarchie verdeutlicht.

Wie unterscheidet sich die Autorität der beiden Väter laut Analyse?

Während Constantin von Tarent autoritär und zielgerichtet handelt, agiert der alte Moor passiv und wird durch seine Schwäche und Emotionalität charakterisiert.

Welches Fazit zieht die Autorin über das Scheitern der Väter?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass beide Väter – trotz unterschiedlicher Ansätze – an der Aufgabe scheitern, ihre Familie und Herrschaft zu bewahren, da sie die aufkeimende Rebellion ihrer Söhne nicht konstruktiv kanalisieren können.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Die Räuber" von Friedrich Schiller und "Julius von Tarent" von Johann Leisewitz. Analyse der Rolle des Vaters im Sturm und Drang
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften)
Veranstaltung
Proseminar
Note
1,3
Autor
Eileen Krieger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V939111
ISBN (eBook)
9783346268624
ISBN (Buch)
9783346268631
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sturm und Drang Die Räuber Julius von Tarent
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eileen Krieger (Autor:in), 2020, "Die Räuber" von Friedrich Schiller und "Julius von Tarent" von Johann Leisewitz. Analyse der Rolle des Vaters im Sturm und Drang, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/939111
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  15  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum