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Empirische Untersuchung der steuerlichen Angaben in den Konzernabschlüssen deutscher Konzerne und kritische Analyse der Aussagekraft und Vergleichbarkeit

Title: Empirische Untersuchung der steuerlichen Angaben in den Konzernabschlüssen deutscher Konzerne und kritische Analyse der Aussagekraft und Vergleichbarkeit

Diploma Thesis , 2005 , 119 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marco Canipa-Valdez (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Unbestritten ist die Tatsache, dass nationale Märkte aufgebrochen, wirtschaftliche Grenzen gefallen oder im Fallen begriffen sind und Volkswirtschaften mit ihren Unternehmen zunehmend zusammenwachsen. Diese Globalisierung hat sich nicht zuletzt durch die Verwirklichung des europäischen Binnenmarktes verstärkt. Auch die Landschaft der Konzernrechnungslegung in Deutschland wurde in den vergangenen Jahren zunehmend durch das Thema der Internationalisierung geprägt, und es ist zu beobachten, dass sich dieser Trend ungebremst fortsetzt. So führte der Gesetzgeber in einem ersten Schritt im Jahr 1998 die Öffnungsklausel des § 292a HGB ein, der Mutterunternehmen in Deutschland die Möglichkeit eröffnete, unter den im Gesetz spezifizierten Voraussetzungen anstelle eines handelsrechtlichen Konzernabschlusses einen befreienden Abschluss nach international anerkannten Vorschriften zu erstellen (§ 292a Abs. 2 HGB), sofern diese in Einklang mit der sogenannten 7. EG-Richtlinie stehen. Der Gesetzgeber vermied es dabei festzulegen, welche Rechnungslegungsnormen konkret als international anerkannt anzusehen sind. Es wurde allerdings allgemein angenommen, dass die International Financial Reporting Standards (IFRS) und die US-Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) dieses Kriterium erfüllen. In einem zweiten Schritt weitete der Gesetzgeber durch das KapCoRiLiG im Jahr 2000 die Anwendung auch auf nicht börsennotierte Unternehmen aus. Schließlich ist in einem dritten Schritt im Juli 2002 die allgemeine Umstellung der Rechnungslegung auf die IFRS durch das Europäische Parlament (EP) und den Rat der Europäischen Union (EU) beschlossen worden. Danach haben alle Unternehmen mit Sitz in der EU, die den öffentlichen Kapitalmarkt in Anspruch nehmen, für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2005 beginnen, ihren Konzernabschluss unter Berücksichtigung der IFRS zu erstellen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Ertragsteuerliche Grundlagen für Kapitalgesellschaften in Deutschland

2.1 Besteuerung von inländischen Erträgen

2.2 Laufende und latente Ertragsteuern im Jahresabschluss

2.2.1 Ausweis nach HGB, IFRS und US-GAAP

2.2.2 Die Ertragsteuerabgrenzung

2.2.2.1 Zweck der Abgrenzung latenter Ertragsteuern

2.2.2.2 Ansatz, Bewertung und Ausweis latenter Ertragsteuern - Ein rechnungslegungsübergreifender Vergleich

3 Ertragsteuerliche Grundlagen für Konzerne mit Sitz in Deutschland

3.1 Rahmenbedingungen der Konzernbesteuerung

3.2 Die Konzernsteuerquote als steuerliche Kennzahl

3.3 Determinanten der Konzernsteuerquote

3.3.1 Kurz- und mittelfristige Determinanten

3.3.1.1 Steuerlich nicht-abzugsfähige Aufwendungen/ steuerfreie Erträge

3.3.1.2 Latente Steuern

3.3.1.3 Andere

3.3.2 Strukturelle Determinanten

3.3.2.1 Steuerlich nicht-abzugsfähige Aufwendungen/ steuerfreie Erträge

3.3.2.2 Aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen

3.3.2.3 Internationale Verteilung operativer Aktivitäten

3.3.3 Konsolidierung

3.3.3.1 Grundlegendes

3.3.3.2 Kapitalkonsolidierung

3.3.3.3 Schuldenkonsolidierung

3.3.3.4 Zwischenergebniseliminierung

3.3.3.5 Aufwands- und Ertragskonsolidierung

3.3.4 Off-Balance-Sheet Strukturen

3.4 Bedeutung und Aussagefähigkeit der Konzersteuerquote

4 Empirische Analyse steuerlicher Angaben

4.1 Untersuchungsgegenstand

4.2 Datenbereitstellung

4.3 Unregelmäßigkeiten bei der Datenauswertung

4.4 DAX-30 Konzerne im Überblick

4.5 MDAX-50 Konzerne im Überblick

4.6 Vergleichbarkeit steuerlicher Angaben (DAX und MDAX)

4.6.1 Gewinn und Verlustrechnung

4.6.2 Bilanz

4.6.3 Kapitalflussrechnung

4.6.4 Überleitungsrechnung

4.7 Abweichungsanalysen zur Informationsbereitstellung

4.7.1 Branchenspezifische Abweichungen

4.7.2 Indizesbedingte Abweichungen

4.7.3 Rechnungslegungsbedingte Abweichungen

4.7.4 Konzernspezifische Abweichungen

4.7.4.1 Bewertungssystematik

4.7.4.2 Konzernspezifische Bewertung

4.7.4.3 Gesamtbeurteilung (Konzernanalyse)

4.8 Aussagekraft steuerlicher Angaben (DAX und MDAX)

4.8.1 Grundlegendes

4.8.2 Gewinn- und Verlustrechnung

4.8.3 Bilanz

4.8.3.1 Latente Steuern: Absolute Höhe

4.8.3.2 Latente Steuern: Relative Höhe

4.8.3.3 Latente Steuern: Zusammensetzung

4.8.5 Kapitalflussrechnung

4.8.6 Überleitungsrechnung

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den steuerlichen Informationsgehalt in Konzernabschlüssen deutscher Unternehmen, um das Verständnis für die steuerliche Performance auf Basis veröffentlichter Daten zu verbessern. Dabei wird insbesondere analysiert, inwiefern die bereitgestellten Informationen vergleichbar und aussagekräftig sind, um die steuerliche Situation eines Konzerns korrekt beurteilen zu können.

  • Analyse ertragsteuerlicher Grundlagen nach HGB, IFRS und US-GAAP
  • Untersuchung von Determinanten der Konzernsteuerquote
  • Empirische Analyse von DAX-30 und MDAX-50 Konzernabschlüssen hinsichtlich steuerlicher Transparenz
  • Kritische Würdigung der Aussagekraft steuerlicher Kennzahlen im Konzernabschluss
  • Identifikation von branchen-, indizes- und rechnungslegungsbedingten Informationsdefiziten

Auszug aus dem Buch

3.3.1.1 Steuerlich nicht-abzugsfähige Aufwendungen/ steuerfreie Erträge

Als kurz- und mittelfristige Determinanten können steuerlich nicht-abzugsfähige Aufwendungen und steuerfreie Erträge klassifiziert werden. Beginnend mit den nicht-abzugsfähigen Aufwendungen, erhöhen diese grundsätzlich die Konzernsteuerquote (Grundfall 1), da das steuerliche Ergebnis in Konsequenz höher ausfällt, als das handelsrechtliche Ergebnis. Beispielhaft sind § 3c EStG und § 4 Abs. 5 EStG, § 8b Abs. 3 KStG und § 10 Nr. 1-4 KStG sowie die gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen und Kürzungen nach § 8 GewStG und § 9 GewStG genannt, die zu Differenzen zwischen handelsrechtlichem Ergebnis und zu versteuerndem Einkommen führen und sich künftig nicht mehr umkehren werden. Dagegen wird die Konzernsteuerquote durch steuerfreie Erträge grundsätzlich reduziert, da das steuerliche Ergebnis in Konsequenz niedriger ausfällt als das handelsrechtliche Ergebnis. So sind gem. § 8b Abs. 1 und 2 KStG Beteiligungserträge und Veräußerungsgewinne aus der Beteiligung an bestimmten Körperschaften körperschaftsteuerbefreit. Beteiligungserträge und Veräußerungsgewinne bleiben jedoch nur dann steuerfrei, wenn es sich nicht um Anteile von Kreditinstituten und Finanzdienstleistern aus dem kurzfristigen Eigenhandel oder um Gewinne aus der Veräußerung einbringungsgeborener Anteile handelt. Dies gilt gem. § 8b Abs. 6 KStG auch, wenn die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft mittelbar über eine Personengesellschaft gehalten wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Internationalisierung der Rechnungslegung deutscher Konzerne und definiert das Ziel, das Verständnis für steuerliche Sachverhalte zur Beurteilung der Konzernperformance zu steigern.

2 Ertragsteuerliche Grundlagen für Kapitalgesellschaften in Deutschland: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis zur Besteuerung inländischer Erträge sowie zum Ausweis laufender und latenter Steuern nach HGB, IFRS und US-GAAP.

3 Ertragsteuerliche Grundlagen für Konzerne mit Sitz in Deutschland: Es werden die Rahmenbedingungen der Konzernbesteuerung und die Determinanten der Konzernsteuerquote erläutert, inklusive Konsolidierungseffekten und Off-Balance-Sheet-Strukturen.

4 Empirische Analyse steuerlicher Angaben: Der Hauptteil der Arbeit analysiert empirisch die steuerliche Berichterstattung von DAX- und MDAX-Konzernen hinsichtlich Qualität, Vergleichbarkeit und Informationsgehalt.

5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und weist darauf hin, dass trotz Harmonisierungsbemühungen teils erhebliche Informationsmängel bestehen, die vom Kapitalmarkt reguliert werden müssen.

Schlüsselwörter

Konzernrechnungslegung, Ertragsteuern, Konzernsteuerquote, IFRS, US-GAAP, HGB, latente Steuern, Überleitungsrechnung, Kapitalkonsolidierung, Steuerbelastung, Informationspolitik, Benchmarking, Steueraufwand, Verlustvorträge, Bilanzanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Berichterstattung deutscher Großkonzerne und analysiert, wie steuerliche Daten in Konzernabschlüssen aufbereitet werden und welche Aussagekraft diese Kennzahlen für externe Adressaten besitzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die ertragsteuerlichen Grundlagen für Kapitalgesellschaften, die Besonderheiten der Konzernbesteuerung, der Ausweis latenter Steuern nach unterschiedlichen Rechnungslegungssystemen sowie die empirische Auswertung der Transparenz in DAX- und MDAX-Konzernabschlüssen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verständnis für steuerliche Sachverhalte in Konzernabschlüssen zu fördern, um eine sachgerechte Beurteilung der steuerlichen Performance eines Konzerns auf Basis der verfügbaren steuerlichen Angaben zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit kombiniert eine tiefgehende theoretische Fundierung der steuerlichen Rechnungslegung mit einer umfassenden empirischen Analyse von 70 Konzernabschlüssen, die nach IFRS oder US-GAAP erstellt wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Determinanten der Konzernsteuerquote (u.a. Konsolidierung, strukturelle Faktoren) und eine empirische Analyse, die prüft, in welchem Umfang Konzerne steuerliche Informationen explizit oder ungenau ausweisen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Konzernsteuerquote, Effective Tax Rate, IFRS, US-GAAP, latente Steuern, Konsolidierung, Bilanzpolitik und Informationsgehalt.

Warum ist die Konzernsteuerquote als Kennzahl problematisch?

Sie ist oft durch Sondereinflüsse verzerrt und stellt lediglich einen vergangenheitsorientierten Durchschnittswert dar. Zudem erschweren unterschiedliche Definitionen von Steueraufwand und Ergebnis vor Steuern die Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen.

Wie wirken sich Konsolidierungsmaßnahmen auf die steuerlichen Angaben aus?

Maßnahmen wie die Kapitalkonsolidierung oder Zwischenergebniseliminierung verzerren die steuerlichen Größen des Summenabschlusses, was eine detaillierte Erläuterung im Anhang oder eine Bildung latenter Steuern notwendig macht, um die steuerliche Aussagekraft zu wahren.

Welchen Einfluss haben unterschiedliche Rechnungslegungsnormen?

Die Arbeit zeigt, dass Unterschiede zwischen HGB, IFRS und US-GAAP – besonders bei der Behandlung latenter Steuern und der Bewertung von Verlustvorträgen – signifikante Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der steuerlichen Performance haben.

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Details

Title
Empirische Untersuchung der steuerlichen Angaben in den Konzernabschlüssen deutscher Konzerne und kritische Analyse der Aussagekraft und Vergleichbarkeit
College
University of Hamburg
Grade
1,7
Author
Marco Canipa-Valdez (Author)
Publication Year
2005
Pages
119
Catalog Number
V93918
ISBN (eBook)
9783640100750
ISBN (Book)
9783640113590
Language
German
Tags
Empirische Untersuchung Angaben Konzernabschlüssen Konzerne Analyse Aussagekraft Vergleichbarkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Canipa-Valdez (Author), 2005, Empirische Untersuchung der steuerlichen Angaben in den Konzernabschlüssen deutscher Konzerne und kritische Analyse der Aussagekraft und Vergleichbarkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93918
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