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Gebärdensprache. Nonverbale Kommunikation.

Title: Gebärdensprache. Nonverbale Kommunikation.

Seminar Paper , 2008 , 10 Pages

Autor:in: Anja Retschke (Author), Clara von den Benken (Author)

Social Work
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Früher war es fast unmöglich, als gehörloser Mensch zu leben. Er hatte kein Ansehen und wenig Mittel, etwas gegen seine Krankheit zu tun.
Die Wissenschaft und Entwicklung der Gebärdensprache hat sich in den letzten Jahrzehnten immens verbessert und es zeichnen sich viele Erfolge aus, die hoffentlich auch für die weiteren Jahre bleiben.
Denn es kann immer passieren, dass ein Kind gehörlos geboren wird.
Wir können helfen, es in die Gesellschaft aufzunehmen und durch Unterstützung Erfolge zu erzielen und ihm somit eine gute Zukunft zu sichern

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Gebärdensprache was ist das?

2. Geschichte der Gebärdensprache

3. Gebärdenschrift

4. Arten der Gebärdensprache

4.1. Primäre Gebärdensprache

4.2. Sekundäre Gebärdensprache

Aboriginies

4.3. Künstliche Gebärdensprache

Fingeralphabet

5. Übersicht der Sprachinstrumente für Gebärdensprachen

6. Eigenständige Sprache und Verhältnis zur Lautsprache

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die Gebärdensprache als eigenständige, visuell wahrnehmbare Kommunikationsform, beleuchtet deren historische Entwicklung und Abgrenzung zur Lautsprache sowie die verschiedenen Anwendungsbereiche und Instrumente.

  • Historische Entwicklung und gesellschaftliche Stellung der Gebärdensprache
  • Unterscheidung zwischen primären, sekundären und künstlichen Gebärdensprachen
  • Systematik der Sprachinstrumente in der nonverbalen Kommunikation
  • Einfluss von Gebärdenschrift auf die Notation von Bewegungsabläufen
  • Anerkennung der Gebärdensprache als vollwertige, eigenständige Sprache

Auszug aus dem Buch

2. Geschichte der Gebärdensprache

Wann genau die Gebärdensprache erfunden wurde, ist nicht bekannt. Man geht jedoch davon aus, dass es sie gibt, seitdem Menschen existieren, da die ersten Wesen erst eine Lautsprache entwickeln mussten, um zu kommunizieren.

Früher wurden gehörlose Menschen oft ausgeschlossen, denn sie galten als nicht bildbar. Im 16. Jahrhundert lebten sie arm und ausschließlich vom Betteln. Sie lebten ein unerfülltes Leben, denn ihre Ausdrucksmöglichkeiten beschränkten sich auf selbsterfundene Zeichen und Gesten. Nur wer reich war, hatte Glück. Denn reiche Familien schickten ihre gehörlosen Kinder zu einem Lehrer, der ihnen Unterricht in Lesen und Sprechen gab. So wurde die Person vor dem Gesetz anerkannt und nur so konnte sie Vermögen und Titel erben.

Das Interesse an Taubstummen wurde in der Aufklärungszeit geweckt, als man nach dem natürlichen Menschen suchte. Da Taubstumme durch ihres Nichtsprechens nur beschränkt sozialisierbar waren, meinte man, dass sie durch die Kultur so auch nicht verdorben wurden und ernannte sie zu den natürlichsten Menschen.

Es entstand eine Entdeckerfreundlichkeit für Gesellschaftsoriginale, in denen neue utopische und idealistische Vorstellungen verwirklicht werden sollten. Man ging davon aus, dass Tugenden durch Erziehung gefördert werden würden und so wurde der Bildungsprozess für dem Menschen miteinbezogen. Auch Menschen mit Behinderung wurden unterstützt und gefördert, indem man Sonderschulen eröffnete.

Wichtig für die institutionelle Erziehung von gehörlosen Kindern waren zwei Impulse: 1. Gehörlose Menschen gelten nicht als verdorben von der Zivilisation. 2. Die Pflicht des Bürgers ist es, für die Gemeinschaft nützlich zu sein. Man soll alle Menschen in die Gesellschaft aufnehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gebärdensprache was ist das?: Definition der Gebärdensprache als visuell wahrnehmbare, eigenständige Sprache, die Mimik, Mundbild und Körperhaltung einbezieht.

2. Geschichte der Gebärdensprache: Historischer Rückblick auf den Ausschluss gehörloser Menschen und die Entwicklung von Bildungsinstitutionen ab dem 18. Jahrhundert.

3. Gebärdenschrift: Vorstellung des von Valerie Sutton entwickelten „Sutton Movement Writing“-Systems zur Notation von Bewegungen und Gebärden.

4. Arten der Gebärdensprache: Differenzierung in primäre, sekundäre und künstliche Gebärdensprachen sowie spezielle Systeme wie die der australischen Aboriginies.

Fingeralphabet: Erläuterung der Funktion des Fingeralphabets als Methode zur buchstabengerechten Kommunikation von Begriffen.

5. Übersicht der Sprachinstrumente für Gebärdensprachen: Grafische Darstellung der verschiedenen Komponenten, die bei einer gebärdensprachlichen Äußerung von Bedeutung sind.

6. Eigenständige Sprache und Verhältnis zur Lautsprache: Bestätigung des Status der Gebärdensprache als vollwertige Sprache mit eigener Grammatik, die sich von der Lautsprache unterscheidet.

7. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der positiven Entwicklung in der Anerkennung der Gebärdensprache und der gesellschaftlichen Inklusion.

Schlüsselwörter

Gebärdensprache, Gehörlose, Gebärdenschrift, Fingeralphabet, Nonverbale Kommunikation, Lautsprache, Kommunikation, Inklusion, Kulturgeschichte, Sprachinstrumente, Gebärden, Mimik, Gestik, Taubstumme, Linguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Gebärdensprache als Mittel der nonverbalen Kommunikation, ihrer historischen Entwicklung und ihrer wissenschaftlichen Anerkennung als eigenständiges Sprachsystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Historie, der Differenzierung verschiedener Arten von Gebärdensprachen, der Notationsmöglichkeit durch Gebärdenschrift sowie der Analyse sprachlicher Instrumente.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Gebärdensprache zu schaffen und aufzuzeigen, wie Gehörlose eine eigenständige Sprache entwickelten, um soziale Isolation zu überwinden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und historische Analyse unter Einbezug relevanter Fachliteratur und historischer Quellen zum Bildungswesen gehörloser Menschen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen, die Vorstellung von Notationssystemen wie der Gebärdenschrift sowie eine detaillierte Aufschlüsselung der Sprachinstrumente und Gebärdenarten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Gebärdensprache, Kommunikation, Gehörlosigkeit, Gebärdenschrift, Fingeralphabet und sprachliche Eigenständigkeit.

Was genau versteht man unter künstlicher Gebärdensprache?

Dabei handelt es sich um von Therapeuten entwickelte Systeme, die Menschen mit Behinderungen beim Spracherwerb und der Grammatikvermittlung unterstützen sollen.

Welche Rolle spielt das Fingeralphabet heute?

Es dient nach wie vor als ergänzendes Instrument, insbesondere wenn spezifische Begriffe oder Namen kodiert werden müssen, für die keine eigene Gebärde existiert.

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Details

Title
Gebärdensprache. Nonverbale Kommunikation.
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Authors
Anja Retschke (Author), Clara von den Benken (Author)
Publication Year
2008
Pages
10
Catalog Number
V93952
ISBN (eBook)
9783638072045
ISBN (Book)
9783640335732
Language
German
Tags
Nonverbale Kommunikation Gebärdensprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Retschke (Author), Clara von den Benken (Author), 2008, Gebärdensprache. Nonverbale Kommunikation., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93952
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