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Nonverbale Kommunikation im Unterricht

Title: Nonverbale Kommunikation  im Unterricht

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Müller (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership
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Das fragile Gebilde, das im Idealfall am Ende als guter Unterricht wahrgenommen wird, besteht aus einer fast unüberschaubaren Anzahl einzelner Faktoren, die alle zum Gelingen oder Scheitern beitragen können. Im Vordergrund stehen hier meist didaktische Überlegungen, doch auch weitere Bereiche müssen in die Planung mit einbezogen werden.
Wichtig ist hierbei auch die Kommunikation, worunter wir normalerweise im ersten Moment verbale Äußerungen verstehen. Hierzu gibt es unüberschaubar viele wissenschaftliche Untersuchungen, ebenso wie populärwissenschaftliche Handbücher und Ratgeber, die Lehrenden helfen sollen, ihre Äußerungen im Unterricht korrekt wählen und evaluieren zu können. In Sachen nonverbale Kommunikation ist das Feld der Literatur bereits überschaubarer, gerade in Bezug auf Pädagogik und Unterrichtsgestaltung. Dennoch sollte man die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation auf den Unterricht nicht unterschätzen – ein Lehrer, der nur mit verschränkten Armen vor der Klasse steht, wird beispielsweise sehr wahrscheinlich keinen Erfolg haben, seien seine Pläne für die Stunde noch so gut und ausgefeilt. Abgesehen davon ist die kommunikative Aufgabe des Lehrers sehr vielfältig; schließlich muss er gleichzeitig Inhalte, Prozesse und Beziehungsbotschaften vermitteln – dabei kann die nonverbale Komponente sowohl unterstützend als auch destruktiv auf die Botschaft wirken.
Daher sollen in dieser Arbeit einige Aspekte der Körpersprache analysiert und ihre Anwendungsmöglichkeiten für den Unterricht erläutert werden. Aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit werde ich mich gerade bei der Analyse nonverbaler Kommunikationsformen vor allem auf die Gestik und das Blickverhalten eingehen – im Teil zur Anwendung werde ich hingegen auch kurz andere Aspekte der nonverbalen Kommunikation betrachten. Der Hauptblickpunkt wird dabei während aller Abschnitte auf die besonderen Gegebenheiten des Unterrichts liegen sowie auf die Möglichkeiten, die eine bessere nonverbale Kommunikation für den Unterricht liefern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Kommunikationsmodelle

2.2 Ausdruck und Emotion

3 Aspekte nonverbaler Kommunikation

3.1 Gestik

3.2 Blickverhalten

4 Anwendung im Unterricht

4.1 Allgemeine Anwendungsmöglichkeiten

4.2 Fachspezifische Anwendungsmöglichkeiten

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung nonverbaler Kommunikation im schulischen Kontext mit dem Ziel aufzuzeigen, wie Körpersprache, Gestik und Blickverhalten bewusst zur Verbesserung der Unterrichtsqualität und Beziehungsgestaltung zwischen Lehrkraft und Schülern eingesetzt werden können.

  • Grundlagen der Kommunikation und emotionale Ausdrucksformen
  • Analyse von Gestik und Blickverhalten als nonverbale Signale
  • Anwendungsmöglichkeiten nonverbaler Kommunikation im Unterricht
  • Bedeutung der Lehrer-Schüler-Interaktion und Beziehungsbotschaften
  • Fachspezifische Umsetzung, insbesondere im Deutsch- und Kunstunterricht

Auszug aus dem Buch

3.1 Gestik

Gesten sind, auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner definiert, Bewegungen des Körpers oder eines Teils des Körpers, die eine kommunikative Funktion erfüllen. Im Normalfall verstehen wir darunter Arm- und Handbewegungen, doch per Definition ist auch ein Kopfnicken zu den Gesten zu zählen. Die Gestik kann viele Funktionen erfüllen – sie kann gesagtes unterstreichen oder ganz für sich selbst stehen. Gestik kann auch verräterisch wirken, man denke nur an einen Gesprächspartner, der während eines Dialogs seinen Mund mit der Hand bedeckt; dieser Dialogpartner wird sehr wahrscheinlich lügen (Heidemann 2003). Doch auch konventionalisierte Gesten können Probleme bereiten, da sie eben für etwas stehen, das von einer Kultur definiert wurde und in einer anderen Kultur keine oder aber eine völlig andere Bedeutung haben kann. Ein Beispiel hierfür ist die Handgeste, bei der wir mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis Bilden und die restlichen Finger ausstrecken. In unserem Kulturkreis bedeutet dies so viel wie „OK“ oder „gut“, in asiatischen Kulturen steht es hingegen für „wertlos“.

Zur besseren Übersicht kann man Gesten nach vielen Kategorien einteilen. In diesem Abschnitt werde ich die Unterscheidung nach sprachunabhängigen und sprachabhängigen Gesten benutzen (nach Knapp & Hall 2006). Zu den sprachunabhängigen Gesten wären auch Gebärdensprachen zu rechnen, auf die hier aber nicht näher eingegangen werden soll. Sie demonstriert aber Unterschiede zu den Gesten, die wir täglich benutzen. Während in Gebärdensprachen meist eine Geste ein Wort repräsentiert, können andere sprachunabhängige Gesten so konventionalisiert sein, dass sie ganze Sätze ausdrücken können (Knapp & Hall 2006). Ein Beispiel hierfür ist das Hochziehen der Schultern bei halb ausgestreckten Armen und nach oben gekehrten Handflächen, was den Satz „Ich habe keine Ahnung“ ersetzt. Da solche Gesten als allgemein bekannt gesehen werden können, bringen sie im Alltag keine Probleme, wenigstens wenn man mit Menschen aus dem eigenen Kulturkreis kommuniziert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der nonverbalen Kommunikation für den Unterricht dar und definiert den Fokus auf Gestik und Blickverhalten.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Kommunikationsmodelle sowie den Zusammenhang zwischen körperlichem Ausdruck und emotionalem Erleben.

3 Aspekte nonverbaler Kommunikation: Es werden die Funktionen und Kategorien von Gestik und Blickverhalten detailliert analysiert und deren Bedeutung für die Interaktion herausgearbeitet.

4 Anwendung im Unterricht: Hier werden praxisnahe Möglichkeiten diskutiert, wie Lehrkräfte nonverbale Signale zur Unterrichtsgestaltung und Beziehungsarbeit nutzen können.

5 Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die bewusste Reflexion nonverbaler Verhaltensweisen ein wertvolles Instrument für eine gelungene Unterrichtsführung darstellt.

Schlüsselwörter

Nonverbale Kommunikation, Körpersprache, Gestik, Blickverhalten, Unterrichtsgestaltung, Lehrer-Schüler-Interaktion, Kommunikationsmodelle, Emotion, Ausdruck, Schulunterricht, Interkulturelle Kommunikation, Pädagogik, Feedback, Beziehungsbotschaften, Klassenzimmer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der nonverbalen Kommunikation im schulischen Unterricht und untersucht, wie Lehrkräfte ihre Körpersprache gezielt einsetzen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen der Kommunikation, die Analyse von Gestik und Blickverhalten sowie deren praktische Anwendung im pädagogischen Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eine bewusste Nutzung nonverbaler Signale die Qualität des Unterrichts sowie die soziale Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden verbessern kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse bestehender kommunikationstheoretischer und psychologischer Ansätze sowie deren Bezugnahme auf pädagogische Szenarien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kommunikationsmodelle, Emotion) und eine detaillierte Betrachtung von Gestik und Blicken, gefolgt von konkreten Anwendungsmöglichkeiten für die Schule.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Körpersprache, Unterrichtsqualität, Gestik, Blickkontakt, Lehrerverhalten und Kommunikationseffektivität sind maßgebliche Begriffe.

Warum ist das Blickverhalten für Lehrkräfte besonders relevant?

Das Blickverhalten dient der Steuerung des Kommunikationsflusses, der Überwachung von Feedback der Schüler und der Herstellung einer konstruktiven Lernatmosphäre.

Inwiefern beeinflusst der kulturelle Hintergrund die nonverbale Kommunikation?

Gesten und Blicke sind oft kulturell geprägt; ein Verständnis für diese Unterschiede ist laut der Arbeit essentiell, um Missverständnisse im multikulturellen Klassenzimmer zu vermeiden.

Welchen Stellenwert nimmt die "Kommunikationshygiene" ein?

Der Begriff beschreibt die notwendige Stimmigkeit zwischen verbalen und nonverbalen Botschaften, um ein authentisches und widerspruchsfreies Auftreten der Lehrkraft zu gewährleisten.

Welche Rolle spielt die Gestik bei sogenannten Turn Relevant Points?

Gesten, wie das Zuweisen durch eine Handbewegung, signalisieren Schülern explizit, wann ein Sprecherwechsel gewünscht ist, und unterstützen somit den dialogischen Unterricht.

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Details

Title
Nonverbale Kommunikation im Unterricht
College
Saarland University  (Erziehungswissenschaften)
Grade
1,0
Author
Thomas Müller (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V93975
ISBN (eBook)
9783638072243
Language
German
Tags
Nonverbale Kommunikation Unterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Müller (Author), 2006, Nonverbale Kommunikation im Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93975
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