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Hospitalismus

Título: Hospitalismus

Trabajo Escrito , 2000 , 10 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Daniela Häsel (Autor)

Trabajo social
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1. Begriffsbestimmung

Hospitalismus ist eine zusammenfassende Bezeichnung " für alle durch bzw. während eines Krankenhausaufenthalts auftretenden Schädigungen, z.B. durch Ernährungs- oder Pflegefehler, sekundäre Infektionen oder psychischen Einwirkungen." (1)
Dabei sind zwei Formen von Hospitalismus zu unterscheiden:

(I) infektiöser Hospitalismus
Unter dem Begriff des infektiösem Hospitalismus sind alle in Krankenhäusern, Arztpraxen und anderen Behandlungseinrichtungen erworbene Infektionen zusammengefaßt.

(II) psychischer Hospitalismus
Bei dieser Form des Hospitalismus liegen psychische Schädigungen vor, die infolge fehlender affektiver Zuwendung auftreten.

Im weiteren Verlauf dieser Hausarbeit werde ich mich auf die spezielle Darstellung des psychischen Hospitalismus konzentrieren.

2. Psychischer Hospitalismus
"Unter Hospitalismus werden alle physischen und psychischen Symptome verstanden, die in der Regel dann auftreten, wenn Kinder in den ersten zwei Jahren ihres Lebens - bei einwandfreier Versorgung und Pflege - die dauerhafte emotionale Zuwendung einer festen Bezugsperson entbehren müssen" (2)

2.1 Ursachen des Hospitalismus

[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Begriffsbestimmung

(I) infektiöser Hospitalismus

(II) psychischer Hospitalismus

2. Psychischer Hospitalismus

2.1 Ursachen des Hospitalismus

2.2 Hospitalismussymptome

2.3 Folgen des Hospitalismus

2.4 Gefahren der Hospitalisierung

2.5 Mögliche Maßnahmen zur Verhinderung des Hospitalismus

a) „rooming in“

b) Anpassung der Besuchszeit an die Bedürfnisse des Kindes

c) Anpassung des Pflegesystems

d) Vorbereitung des Kindes auf den Krankenhausaufenthalt

3. Problembeurteilung

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Phänomen des Hospitalismus bei Kindern auseinander, mit dem Ziel, die Ursachen, Symptome und Folgen einer stationären Unterbringung sowie effektive präventive Maßnahmen darzulegen.

  • Definition und Differenzierung der Formen von Hospitalismus
  • Psychologische Auswirkungen von Reizarmut und Trennung
  • Gefahren der Hospitalisierung für die kindliche Entwicklung
  • Präventionsstrategien wie „Rooming-in“ und Anpassung der Pflege
  • Herausforderungen bei der Diagnose und Behandlung im Krankenhausalltag

Auszug aus dem Buch

2.4 Gefahren der Hospitalisierung

„Das, was dem Säugling fehlt, bekommt er im Ausgleich von der Mutter. Die Mutter verschafft ihm alles, was er braucht“ (nach R.A. Spitz) Sobald der Säugling bzw. das Kleinkind keinen fortdauernden Kontakt zur Mutter mehr hat, fehlt ihm die konstante Bezugsperson. Dadurch ist das hospitalisierte Kind zwei Gefahren ausgesetzt:

• Traumatische Erfahrung

Diese Erfahrung besteht in dem Verlust der Mutter. Für die Dauer des Krankenhausaufent-halts sind die Kinder den größten Teil des Tages von ihrer Mutter getrennt. Wenn dann noch schmerzhafte Untersuchungen und Operationen hinzukommen, kann dies mehr sein, als ein Kleinkind verkraften kann. Daraus können Unsicherheit und Feindseligkeit gegenüber der Umgebung resultieren, da das Krankenhaus das Kind zeitweise von seiner Mutter fern hält. Dadurch kann es vorübergehend oder dauernd zum Verlust des seelischen Gleichgewichts kommen

• Erfahrung von Liebesentzug

Diese Trennung von der Mutter kann zu lange andauerndem Liebesentzug führen. Die mütterliche Fürsorge, die, wie R.Spitz schon im Eingangszitat dieses Gliederungspunktes anspricht, für das Kleinkind äußerst wichtig und elementar ist, wäre in der Zeit eines Krankenhausaufenthaltes nicht wie gewohnt gewährleistet. Dies bedeutet, daß die Pflege des Kindes durch die Mutter nicht mehr so intensiv erfolgen könnte wie in der gewohnten häuslichen Umgebung. Die mütterlichen Zuwendungen wären nur noch auf die Besucherzeiten reduziert. Dies kann zu einer dauernden Persönlichkeitsverarmung führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffsbestimmung: Die Einleitung definiert Hospitalismus als Schädigung während Krankenhausaufenthalten und unterscheidet zwischen einer infektiösen und einer psychischen Form.

2. Psychischer Hospitalismus: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen, Symptome und Folgen des psychischen Hospitalismus sowie präventive Maßnahmen wie das „Rooming-in“.

3. Problembeurteilung: Es wird die Schwierigkeit der Diagnose aufgrund fehlender empirischer Messbarkeit und der Widerstand gegen ganzheitliche Behandlungsmethoden in Krankenhäusern diskutiert.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Risiken des Krankenhausaufenthalts für Kinder und die Notwendigkeit unterstützender Betreuungsmodelle zusammen.

Schlüsselwörter

Hospitalismus, Krankenhausaufenthalt, Kindesentwicklung, psychische Schädigung, affektive Zuwendung, Bezugsperson, Rooming-in, Traumatische Erfahrung, Liebesentzug, Symptomatik, Krankenhaus, Entwicklungsstörungen, Pflegepersonal, ganzheitliche Behandlung, Kleinkind.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem psychischen Hospitalismus bei Kindern, der durch die Trennung von Bezugspersonen während eines Krankenhausaufenthalts hervorgerufen wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen der emotionalen Mangelerscheinungen, den Symptomen wie Entwicklungsverzögerungen sowie den Möglichkeiten zur Prävention durch eine kinderfreundlichere Stationsgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie schädlich ein klassischer Krankenhausaufenthalt ohne konstante Bezugspersonen sein kann und welche konkreten Maßnahmen dies verhindern können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und theoretischen Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlichen Quellen und klinischen Erkenntnissen zum Thema Hospitalismus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Ursachen des Hospitalismus, typische Symptome, die Gefahren der Trennung sowie praktische Präventionsmöglichkeiten wie „Rooming-in“ detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hospitalismus, psychische Schädigung, Rooming-in, kindliche Entwicklung, emotionale Zuwendung und Krankenhausaufenthalt.

Warum ist die Diagnose des psychischen Hospitalismus so schwierig?

Da es keine festen, empirisch messbaren Maßstäbe gibt, bleibt die Diagnose eine Frage der Beurteilungskompetenz des medizinischen Personals, was die Identifikation erschwert.

Welche Rolle spielt die Mutter bei der Prävention?

Die kontinuierliche Anwesenheit der Mutter ist essentiell, um dem Kind Sicherheit zu geben und durch die Vertrautheit Ängste sowie den Verlust des seelischen Gleichgewichts zu verhindern.

Final del extracto de 10 páginas  - subir

Detalles

Título
Hospitalismus
Universidad
Würzburg-Schweinfurt University of Applied Sciences  (FB Sozialpädagogik)
Calificación
1
Autor
Daniela Häsel (Autor)
Año de publicación
2000
Páginas
10
No. de catálogo
V9400
ISBN (Ebook)
9783638161152
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hospitalismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniela Häsel (Autor), 2000, Hospitalismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9400
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