In Deutschland, wie auch in vielen anderen Ländern ist das Interesse an
Albert Camus groß. Wenn man sich einmal die französischen Lektüren in den
Schulen anschaut, so stellt man, zwar fest, dass Saint-Exupérys „Kleiner
Prinz“ häufiger gelesen wird als „Der Fremde“ von Camus, jedoch wird ganz
allgemein Camus am häufigsten gelesen, Saint-Exupéry findet sich hier noch
hinter Molière und Sartre auf Platz vier wieder. Unter den Werken Camus’ dominiert ganz deutlich „Der Fremde“, gefolgt von der „Pest“ und den „Gerechten“. Natürlich fragt man sich da, warum „Der Fremde“ so erfolgreich ist. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, werde ich das Werk einmal etwas genauer betrachten. Wir werden
sehen, dass es eine Vielzahl faszinierender Aspekte enthält. Dabei werde ich zunächst den Autor und dann das Werk selbst vorstellen. Dann zeige ich einige interessante formale Aspekte auf, und schließlich, nach der Entdeckung eines anderen Werkes im „Fremden“, lasse ich den Autor noch selbst zu Wort kommen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Der Autor
Camus Leben
Camus Werk
Camus Denken
Das Werk
Zusammenfassung
1. Teil
2. Teil
Allgemeines
Die Personen
Camus Leben im Etranger
Allgemein, erste Parallelitäten zu Meursault
Das Absurde
Weitergehender Vergleich von Camus und Meursault
Der Autor über sein Werk
Formale Aspekte
Le Malentendu im Etranger
Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Roman "Der Fremde" von Albert Camus, um die Gründe für den anhaltenden Erfolg des Werkes zu ergründen und die literarischen sowie philosophischen Aspekte der Romanfigur Meursault im Kontext von Camus' Denken zu analysieren.
- Biografische und werkgeschichtliche Hintergründe zu Albert Camus.
- Die philosophische Konzeption des Absurden und der Revolte.
- Inhaltliche Zusammenfassung und Charakterisierung der Romanfiguren.
- Formale Analyse der Erzählstruktur und Sprache im Roman.
- Untersuchung von Parallelitäten zwischen Autor und Protagonist.
Auszug aus dem Buch
Das Absurde
Das Absurde ist, so sagt Camus,
„jener Zwiespalt zwischen dem sehnsüchtigen Geist und der enttäuschenden Welt, es ist mein Heimweh nach der Einheit, dieses zersplitterte Universum und der Widerspruch, der beide verbindet“.
Weiter:
„Diese beiden Gewissheiten – mein Verlangen nach Absolutem und nach Einheit und das Unvermögen, diese Welt auf ein rationales, vernunftgemäßes Prinzip zurückzuführen – kann ich nicht miteinander vereinigen.“
Zum besseren Verständnis habe ich das Absurde, wie ich es verstehe in einem Schaubild zusammengefasst: Der Mensch empfindet sein Leben als erstickend und erkennt die Sinnlosigkeit des Lebens. Nun bleiben ihm zwei Möglichkeiten: Entweder er begeht Selbstmord (was für Camus durchaus nichts anrüchiges ist), oder er sucht eine Erklärung und versucht, die Realität zu verstehen. Dies ist natürlich nicht möglich (nach Camus), denn der Mensch versteht weder die Welt, noch die Anderen, noch sich selbst, ein Ansatz den auch Sartre benutzt.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Der Autor stellt das allgemeine Interesse an Albert Camus in Deutschland dar und legt dar, warum das Werk "Der Fremde" eine nähere Betrachtung verdient.
Der Autor: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über das Leben von Albert Camus, sein literarisches Schaffen und die zentralen philosophischen Strömungen, die ihn beeinflussten.
Das Werk: Hier werden der Inhalt des Romans in zwei Teilen zusammengefasst, die Charaktere interpretiert und Bezüge zwischen Camus' Biografie und der Romanfigur Meursault hergestellt.
Schlusswort: Der Autor resümiert die Bedeutung des Werkes und betont die Notwendigkeit, das literarische Genie von Camus nicht durch Überinterpretation zu schmälern.
Schlüsselwörter
Albert Camus, Der Fremde, L’Etranger, Absurdität, Existentialismus, Meursault, Literaturwissenschaft, Romananalyse, Französische Literatur, Revolte, Biographie, Formale Aspekte, Literaturinterpretation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Einführung in den Roman "Der Fremde" von Albert Camus, wobei Leben, Werk und Philosophie des Autors im Vordergrund stehen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Themen umfassen die Biographie von Camus, die Definition des "Absurden", die Charakteranalyse der Romanfiguren und eine formale Untersuchung der Erzählweise des Romans.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Erfolg des Romans zu hinterfragen und das Verständnis der Romanfigur Meursault sowie deren philosophische Relevanz im Denken von Camus zu klären.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine werkimmanente Literaturanalyse sowie biographische und literarhistorische Kontextualisierungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Inhaltszusammenfassung, eine detaillierte Figurenkonstellation, die Analyse philosophischer Begriffe wie des "Absurden" und die Untersuchung formaler Aspekte des Textes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Absurdität", "Existentialismus", "Meursault" und "literarische Analyse" charakterisiert.
Welche Bedeutung kommt dem Zeitungsartikel im Roman zu?
Der Zeitungsartikel stellt eine inhaltliche Parallele zu Camus' Theaterstück "Le Malentendu" dar und dient der Illustration des Themas "Das Absurde".
Warum wird Meursault im Text oft mit Camus selbst in Verbindung gebracht?
Der Autor verweist auf zahlreiche Parallelitäten, etwa das Leben im gleichen Viertel, die väterliche Halbwaise und das geteilte Schicksal, stellt jedoch gleichzeitig die Differenzen in der Lebensführung heraus.
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- Ralv Wohlgethan (Author), 2001, Albert Camus "L'Etranger" (Der Fremde) - eine Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94029