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Kinderarmut in Deutschland

Die Zeit der Industrialisierung im Vergleich zu heute

Title: Kinderarmut in Deutschland

Term Paper , 2005 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Rebecca Brohm (Author)

Social Work
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Im 19. Jahrhundert wurde aufgrund der Arbeiterbewegung erstmals staatlich so etwas wie eine soziale Sicherung eingeführt. Durch diese Sozialversicherungen sollten soziale Risiken vermindert werden. Auch auf anderen Ebenen tat sich einiges um soziale Ungleichheit zu verringern. Hilfen für Arme institutionalisierten und professionalisierten sich. Die Industrialisierung steht somit nicht nur für wesentliche Veränderungen in der Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch für Änderungen im sozialen Sektor.

Seit damals sind mittlerweile mehr als 100 Jahre vergangen. Zeit sich zu fragen, was aus diesen Änderungen geworden ist – wo wir heute stehen. Haben wir dazugelernt? Oder kämpfen wir heute noch mit ähnlichen Problemen wie damals?

Mit vorliegender Arbeit soll im ersten Teil zunächst ein Überblick über die Situation von Armen während der Industrialisierung geschaffen werden. Im zweiten Teil möchte ich den Bezug zu heute herstellen und vergleichen, was sich seit damals geändert hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Kinderarmut zu Zeiten der Industrialisierung

1.1. Begriffsklärung

1.1.1. „Industrialisierung/Industrielle Revolution“

1.1.2. „Proletariat“

1.2. Armutsverständnis

1.2.1. „relative“ und „absolute Armut“

1.2.2. gesellschaftliche Beurteilung von Armut

1.3. Gesellschaftliche Ausprägung von Armut

1.4. Intervention

2. Kinderarmut heute im Vergleich zu damals

2.1. Armutsverständnis

2.1.1. politische Armutsgrenze

2.1.2. relative Einkommensarmut

2.1.3. kindergerechter Armutsbegriff

2.1.4. gesellschaftliche Beurteilung von Armut

2.2. Gesellschaftliche Ausprägung von Armut

2.2.1. Stadt-Land-Gefälle

2.2.2. Frauen- und Mädchenrolle bei familiärer Armut

2.2.3. Einführung von Arbeitslosenversicherung/Sozialhilfe = Bekämpfte Armut??

2.3. Intervention

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung von Kinderarmut im Kontext der Industrialisierung und stellt diese den heutigen Bedingungen in Deutschland gegenüber. Dabei wird analysiert, inwieweit sich trotz staatlicher Sicherungssysteme die soziale Ungleichheit für Kinder verfestigt hat und welche Interventionsansätze der Sozialen Arbeit bestehen.

  • Historische Analyse der Kinderarmut im 19. Jahrhundert
  • Vergleich moderner und historischer Armutsbegriffe
  • Bedeutung der sozialen Herkunft für Bildungschancen
  • Rolle der Sozialen Arbeit bei der Armutsbewältigung
  • Strukturelle Verfestigung von Armut („Teufelskreis der Armut“)

Auszug aus dem Buch

1.1.1. „Industrialisierung/ Industrielle Revolution“

Industrialisierung oder auch Industrielle Revolution bezeichnet den Übergang einer landwirtschaftlichen (Agrar-)Gesellschaft in eine Industriegesellschaft. In England begann diese Entwicklung bereits gegen Ende des 18.Jh (Beginn ca. 1750) mit der Erfindung der Dampfmaschine, der Spinnmaschine und des mechanischen Webstuhls. Deutschland industrialisierte sich erst rund 100 Jahre später (ca. 1830/1840). Das traditionelle Handwerk wurde von Dampfmaschinen ersetzt. Da diese ohne Wind- und Wasserkraft betrieben wurden, siedelten sich die großen Firmen in den Städten an. Mit einher ging auch die Modernisierung der Landwirtschaft durch Erfindungen in der Chemie. Auf diese Weise wurde die Landwirtschaft intensiviert, sie sollte die Ernährung der stetig wachsenden Bevölkerung sichern. Außerdem führten die neuen landwirtschaftlichen Methoden, die den Mensch durch die Maschine ersetzten dazu, dass immer weniger Landarbeiter gebraucht wurden. Dadurch verstärkte sich die Abwanderung in bereits überbevölkerte Städte. Die Menschen träumten den Traum des Reichtums in der Großstadt. Mit ihren handwerklichen Fähigkeiten kamen sie jedoch nicht gegen die großen Industriemaschinen an. Steigende Arbeitslosigkeit in den Städten und auf dem Land war die Folge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kinderarmut zu Zeiten der Industrialisierung: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Umbrüche der Industrialisierung, definiert den Armutsbegriff der damaligen Zeit und beschreibt die harten Lebensbedingungen von Arbeiterkindern.

2. Kinderarmut heute im Vergleich zu damals: Hier wird der Bogen zur heutigen Situation gespannt, aktuelle Armutskonzepte werden diskutiert und die fortdauernde Bedeutung der sozialen Herkunft für die Lebenschancen von Kindern analysiert.

Schlüsselwörter

Kinderarmut, Industrialisierung, Proletariat, Armutsverständnis, soziale Ungleichheit, Interventionsmaßnahmen, Bildungschancen, Arbeitslosigkeit, Sozialversicherungen, Familiensituation, Kinderarbeit, soziale Sicherung, Teufelskreis der Armut, Lebenslagenkonzept.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen und gegenwärtigen Situation von in Armut aufwachsenden Kindern in Deutschland, wobei ein Fokus auf dem Vergleich zwischen der Zeit der Industrialisierung und der heutigen Gesellschaft liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die ökonomischen Hintergründe der Armut, die gesellschaftliche Wahrnehmung von armen Familien sowie die Wirksamkeit staatlicher und sozialer Interventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob sich die Lebensumstände armer Kinder seit der Industrialisierung grundlegend verbessert haben oder ob strukturelle Probleme wie soziale Ausgrenzung und ungleiche Startchancen fortbestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit historischer Fachliteratur, soziologischen Armutsstudien und aktuellen sozialpolitischen Berichten (z.B. AWO-ISS-Studie, PISA-Studien).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Industrialisierungsepoche sowie eine kritische Bestandsaufnahme moderner Hilfesysteme und deren Grenzen bei der Armutsbewältigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kinderarmut, soziale Herkunft, Bildungsbenachteiligung, Interventionsmaßnahmen und den Generationen übergreifenden Teufelskreis der Armut geprägt.

Wie unterschied sich die öffentliche Meinung zu Armut früher und heute?

Während im 19. Jahrhundert Armut oft als gottgefälliger oder selbstverschuldeter Zustand betrachtet wurde, dominiert heute trotz modernerer Sozialkonzepte teilweise immer noch die stigmatisierende Sichtweise der „Unterschicht“ als Verursacher ihrer eigenen Notlage.

Welche Bedeutung kommt dem Bildungssystem heute zu?

Die Arbeit identifiziert Bildung als zentralen Angelpunkt für den Aufstieg, kritisiert jedoch, dass das deutsche Schulsystem die soziale Herkunft noch immer zu stark als Erfolgsfaktor gewichtet, wodurch der Armutskreislauf kaum durchbrochen wird.

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Details

Title
Kinderarmut in Deutschland
Subtitle
Die Zeit der Industrialisierung im Vergleich zu heute
College
University of Applied Sciences Esslingen
Course
Sozial Politik, Soziale Ungleichheit und Soziale Arbeit
Grade
1,0
Author
Rebecca Brohm (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V94042
ISBN (eBook)
9783638072687
ISBN (Book)
9783638957038
Language
German
Tags
Kinderarmut Deutschland Sozial Politik Soziale Ungleichheit Soziale Arbeit Bildung Industrialisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Brohm (Author), 2005, Kinderarmut in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94042
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