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Elektronische Kreditmarktplätze als Konkurrenten zu klassischen Bankintermediationen

Title: Elektronische Kreditmarktplätze als Konkurrenten zu klassischen Bankintermediationen

Bachelor Thesis , 2016 , 41 Pages

Autor:in: Tim Kösling (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Diese Arbeit untersucht die Frage, ob diese Marktplätze die Aufgaben der Banken vollumfänglich übernehmen können und welche Effekte auf die Beteiligten einwirken. Hiermit lässt sich die Legitimation der Existenz von Banken und deren Geschäftsgebaren prognostizieren

Die Bedeutung elektronischer Finanzdienstleistungen steigert sich seit Jahren: Versicherungen und einfache Bankprodukte werden ebenso wie Servicedienstleistungen zunehmend online getätigt und abgeschlossen. Zusätzlich finden sich seit mittlerweile über zehn Jahren elektronische Kreditmarktplätze im Internet wieder, sie bringen Kapitalnachfrager und –geber direkt zusammen und verzichten somit auf die Intermediationsleistung durch Banken.

Diese Arbeit zeigt, dass P2P-Marktplätze die Aufgaben von Banken nicht vollständig übernehmen können. Außerdem bieten Banken ihren Kunden eine größere Produktvielfalt, günstigere Zinssätze für Kredite und höhere Sicherheiten für ihre Einlagen. Nichtsdestotrotz können Anleger mit einer guten Anlagestrategie bessere Renditen als bei Bankanlagen realisieren. Ergänzend zeigte die Analyse, dass mit 73,59 Prozent der Anteil der männlichen Nutzer deutlich größer ist. Dagegen haben Frauen mit einer Erfolgsquote von 82,91Prozent mehr Kreditprojekte realisiert als Männer. Zusätzlich sind P2P-Märkte eine alternative Finanzierungsquelle für Kreditnehmer, die unabhängiger von Banken werden wollen. Aus den genannten Gründen lässt sich ableiten, dass P2P-Märkte sich in der Zukunft weiter positiv entwickeln, so wie Banken weiterhin eine Existenzberechtigung genießen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Aufgaben von Banken

2.1 Losgrößentransformation

2.2 Fristentransformation

2.3 Risikotransformation

3 Grundlagen des P2P Banking

3.1 Funktionsweise

3.2 Entwicklung des P2P-Marktes

3.3 Anbieter

3.3.1 Lending Club

3.3.2 Zopa

3.3.3 Prosper

3.3.4 Bondora

3.3.5 Auxmoney

3.3.6 Anbieter im Vergleich

3.4 Crowdfunding – Unterscheidungskriterien

3.4.1 Crowdfunding durch Eigenkapitalfinanzierung

3.4.2 Crowdfunding durch Spendenfinanzierung

3.4.3 Crowdfunding gegen Gegenleistungen

3.4.4 Crowdfunding gegen Kreditfinanzierung

4 Praxisbeispiel Smava

4.1 Ausgestaltung von Smava

4.1.1 Entwicklung von Smava

4.1.2 Konditionen

4.1.3 Nutzung nach Alter

4.1.4 Nutzung nach Geschlecht

4.1.5 Nutzung nach Beschäftigungsstatus

4.2 Bonitätsanalyse

4.2.1 KDF-Indikator

4.2.2 Anlegerpools

5 Untersuchung von P2P-Plattformen als Konkurrenten zu Banken

5.1 Losgrößentransformation

5.2 Fristentransformation

5.2.1 Sekundärmärkte

5.2.2 Praxisbeispiel Mintos

5.3 Risikotransformation

5.3.1 Portfoliobildung durch Anleger

5.3.2 Anlegerpools auf Smava

5.3.3 Intermediärhaftung

5.3.4 Risikoaufspaltung

5.4 Zinseffekte für Kreditnehmer

5.5 Zinseffekte für Kapitalanleger

6 Fazit und Ausblick

6.1 Zusammenfassung und Handlungsempfehlung

6.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konkurrenzsituation zwischen elektronischen Kreditmarktplätzen (P2P-Plattformen) und klassischen Bankintermediationen. Zentral ist dabei die Frage, ob diese neuen Marktplätze die grundlegenden Bankfunktionen – Losgrößen-, Fristen- und Risikotransformation – übernehmen können und welche ökonomischen Effekte sowie Kostenvorteile sich für die Teilnehmer ergeben.

  • Analyse der klassischen Aufgaben von Banken
  • Grundlagen und Funktionsweise des P2P-Bankings
  • Vergleichende Darstellung internationaler und nationaler P2P-Anbieter
  • Fallstudie zur Plattform Smava mit Fokus auf Bonitätsanalyse und Anlegerpools
  • Untersuchung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber klassischen Bankinstituten

Auszug aus dem Buch

3 Grundlagen des P2P Banking

Das Internet wurde in der Vergangenheit von der Kreditwirtschaft in erster Linie zur Senkung der Transaktionskosten für Servicedienstleistungen genutzt. Durch Telefon- oder Onlinebanking sind Kunden in der Lage, ihre Bankgeschäfte selbständig mit Hilfe von Technik abzuwickeln. Die Verlagerung der Tätigkeit auf den Kunden führt aus Bankensicht zu reduzierten Prozessaufwänden und somit zu geringeren Personalkosten. Dies betraf lange Zeit lediglich den Bereich der Servicedienstleistungen. Seit 2006 treten jedoch zusätzlich vermehrt Online-Kreditbörsen auf. Diese bieten nun auch Kredite für Privatkunden und Unternehmer an. Die Besonderheit ist, dass die Kredite nicht von Banken zur Verfügung gestellt werden. Privatpersonen können über diese Kreditbörsen direkt in Projekte von Unternehmen und Privatkunden investieren.

Die fortschreitende Entwicklung des Internets begünstigt die Evolution der Informationstechnologie. Dies wirkt sich positiv auf die Entwicklung von elektronischen Kreditmarktplätzen aus. Auf diesen Marktplätzen verlieren die klassischen Finanzintermediäre an Bedeutung und werden in Teilen nicht mehr benötigt. Im P2P-Lending übernimmt ein elektronischer Marktplatz die Aufgaben einer Bank und ermöglicht, dass Kreditnehmer und Kreditgeber direkt in Kontakt treten. Der Begriff P2P orientiert sich ursprünglich an Rechnerarchitekturen und wurde übertragen auf die Kreditvergabe von Privat zu Privat. Bevor Kreditnehmer und Kreditgeber in direkten Kontakt treten, prüft der Marktplatzbetreiber die Identität, Bonität und weitere Angaben des Kreditsuchenden. Zum Beispiel das Einkommen, dabei werden bereits 80-90% der Anfragen abgelehnt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz elektronischer Kreditmarktplätze und Definition der Forschungsfrage im Kontext des Strukturwandels im Bankwesen.

2 Aufgaben von Banken: Erläuterung der theoretischen Grundfunktionen eines Finanzintermediärs, spezifisch Losgrößen-, Fristen- und Risikotransformation.

3 Grundlagen des P2P Banking: Beschreibung der Funktionsweise von Online-Kreditbörsen sowie ein Marktüberblick bedeutender internationaler und deutscher Plattformen.

4 Praxisbeispiel Smava: Detaillierte Analyse der Plattform Smava hinsichtlich Nutzerstruktur, Bonitätsprüfung, KDF-Indikator und der Sicherungsfunktion durch Anlegerpools.

5 Untersuchung von P2P-Plattformen als Konkurrenten zu Banken: Evaluierung der Übernahme von Bankfunktionen durch P2P-Marktplätze sowie Analyse von Zinseffekten für Kreditnehmer und Renditen für Anleger.

6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Konkurrenzfähigkeit von P2P-Modellen gegenüber Banken und Prognose zur künftigen Marktentwicklung.

Schlüsselwörter

P2P-Lending, Kreditmarktplätze, Bankintermediation, Smava, Risikotransformation, Losgrößentransformation, Fristentransformation, Bonitätsanalyse, Crowdfunding, Schwarmfinanzierung, Anlegerpools, Zins, Rendite, Finanzkrise, digitale Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, inwiefern elektronische P2P-Kreditmarktplätze als Konkurrenz zu klassischen Banken bestehen können und ob sie deren zentrale Finanzintermediationsfunktionen übernehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Neben der Definition klassischer Bankfunktionen liegt der Fokus auf der Funktionsweise von P2P-Plattformen, der Bonitätsanalyse sowie der Analyse von Zinseffekten und Risiken für Anleger und Kreditnehmer.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es zu beurteilen, ob P2P-Märkte die Aufgaben von Banken wie Losgrößen-, Fristen- und Risikotransformation vollumfänglich ersetzen können und welche Kostenvorteile sich daraus ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Definition der Bankfunktionen und einer empirischen Analyse anhand des Praxisbeispiels der Plattform Smava.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Bankwesens, die Vorstellung der P2P-Branche, das Fallbeispiel Smava sowie eine vergleichende Untersuchung zur Übernahme von Bankfunktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen P2P-Lending, Bankintermediation, Risikotransformation, Smava und Bonitätsanalyse.

Warum können P2P-Plattformen die Fristentransformation kaum übernehmen?

Weil P2P-Plattformen primär den direkten Kontakt zwischen Kapitalgeber und Kapitalnehmer herstellen, bei dem die Laufzeitwünsche meist direkt aufeinander abgestimmt sein müssen, anstatt sie durch Fristentransformation auszugleichen.

Welche Rolle spielen die Anlegerpools bei Smava?

Anlegerpools dienen der Risikodiversifikation, indem Anleger einer Bonitätsklasse Verluste aus Kreditausfällen innerhalb des Pools auffangen, wobei jedoch nur der Tilgungsanteil, nicht aber die Zinszahlungen abgesichert werden.

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Details

Title
Elektronische Kreditmarktplätze als Konkurrenten zu klassischen Bankintermediationen
College
University of Applied Sciences - Bonn
Author
Tim Kösling (Author)
Publication Year
2016
Pages
41
Catalog Number
V940685
ISBN (eBook)
9783346270672
ISBN (Book)
9783346270689
Language
German
Tags
elektronische kreditmarktplätze konkurrenten bankintermediationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Kösling (Author), 2016, Elektronische Kreditmarktplätze als Konkurrenten zu klassischen Bankintermediationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/940685
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