Sport- und Bewegungstherapie für innere Erkrankungen. Rehabilitation nach einem Herzinfarkt


Einsendeaufgabe, 2020

19 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Diagnostik – Analyse des Aufnahmebefunds

2 ICF- orientierte Konzeption und Realisation
2.1 Zielformulierung
2.2 Ableitung sport- und bewegungstherapeutischer Maßnahmen
2.3 Erstellung des Rehabilitationsplans

3 Evaluation

4 Literaturverzeichnis

5 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
5.1 Tabellenverzeichnis

1 Diagnostik – Analyse des Aufnahmebefunds

Erkrankungsbild: Myokardinfarkt bei koronarer Dreigefäßerkrankung (Fall 1)

Der Myokardinfarkt, auch Herzinfarkt (kurz HI) genannt, bezeichnet den regionalen Untergang von Herzmuskelgewebe aufgrund einer lokalen Durchblutungsstörung. In Deutschland erleiden rund 280.000 Menschen jährlich einen Herzinfarkt und somit zählt dieser zu einer der häufigsten Todesursachen in Deutschland (Graf von Westphalen, 2020). Die koronare Dreigefäßerkrankung ist eine Form der koronaren Herzerkrankung mit mehreren hochgradigen Stenosen in drei Hauptästen der Koronararterien (Antwerpes, 2020). Unter der koronaren Herzkrankheit (KHK) versteht man eine chronische Erkrankung des Herzens, die durch atherosklerotische Veränderungen der Koronararterien ausgelöst wird. Die KHK führt zu einer zunehmenden Stenosierung der betroffenen Arterien (Fink, 2020). In einer Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) wurden von 2008 bis 2011 in einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe (5901 Personen) im Alter von 40 bis 79 Jahren, Daten zur Prävalenz von Herzinfarkt und koronarer Herzkrankheit erhoben. Die Lebenszeitprävalenz des Herzinfarktes bei 40- bis 79-Jährigen beträgt 4,7%. Die Lebenszeitprävalenz der koronaren Herzkrankheit bei 40- bis 79-Jährigen beträgt 9,3% (Gößwald, Schienkiewitz, Nowossadeck & Busch, 2013, S. 650-655).

Die Ursache der Erkrankung liegt in einer Verengung oder dem Verschluss eines oder mehrerer Herzkranzgefäße, dadurch kommt es zu einer Mangeldurchblutung des Herzmuskels (Myokard). Die Verengung der Herzkranzgefäße sind auf eine Verkalkung (Arteriosklerose) zurückzuführen. Arteriosklerotische Schäden der Arterien bewirken infolge des ablaufenden Zellstoffwechsels die Entstehung sogenannter Plaques (Ablagerungen in der Gefäßwand der Arterien), bestehend aus einem von Bindegewebe und Kalk ummantelten Fettkern. Diese Plaques können durch Entzündungsprozesse aufbrechen. Dadurch entleert sich der Inhalt der Plaques in das Gefäßinnere. Durch die sofortige Anlagerung von Blutplättchen zur Behebung des Gefäßdefektes entwickelt sich an dieser Stelle ein Thrombus, der den akuten Myokardinfarkt verursacht. Das nachfolgende Herzmuskelgewebe stirbt ab und es entsteht eine bindegewebige Narbe aufgrund der unterbrochenen Sauerstoffversorgung (Löwel, 2006, S. 7).

Nikotinkonsum, Bluthochdruck, Adipositas, erhöhte Cholesterinwerte sowie Diabetes mellitus Typ 2 und seine Vorstufen gelten als beeinflussbare Risikofaktoren für die Entstehung einer KHK. Als nicht beeinflussbare Risikofaktoren gelten erbliche Faktoren. Den meisten Hauptrisikofaktoren sind jedoch auf eine ungesunde Lebensgewohnheit zurückzuführen, wie Fehl- und Überernährung sowie mangelnde körperliche Aktivität. Allgemein lässt sich sagen, dass das Gesamtrisiko für das Entstehen einer KHK umso höher ist, je mehr Risikofaktoren bei einer Person vorhanden sind (Löwel, 2006, S. 17). Infolge des akuten Myokardinfarktes besteht die Gefahr einen plötzlichen Herztod zu erleiden. Infarktüberlebende besitzen ein hohes Risiko einer dauerhaften Beeinträchtigung der körperlichen und/oder geistigen Leistungsfähigkeit. In den meisten Fällen sind sie dann stark pflegebedürftig und eine ständige ambulant-medizinische Versorgung zur Verhinderung eines erneuten Infarktes ist nicht zu umgehen. Je nach Schwere der Erkrankung sind die Anforderungen an einen eigenverantwortlichen Umgang mit der Erkrankung unterschiedlich. Folgen für die Gesellschaft sind Arbeitsunfähigkeit und Berentung wegen verminderter Erwerbsfähigkeit (Löwel, 2006, S. 27). Zur Behandlung eines Myokardinfarktes bei koronarer Dreigefäßerkrankung wird mithilfe minimal-invasiver Technik ein Ballon präzise in der Engstelle platziert, wo er sich unter Hochdruck entfaltet und das Gefäß weitet. Anschließend wird ein Stent (röhrenförmiges Metallgitter) eingesetzt, welches das Gefäß stützt, sodass das Blut wieder ungehindert fließen kann (Löwel, 2006, S. 24).

Bei Aufnahme in die Rehabilitationsklinik befindet sich der Patient in einem stabilen kardiopulmonalen Allgemeinzustand. Die Leistungsfähigkeit ist mittelgradig eingeschränkt und es besteht eine Belastungsdyspnoe. Die körperliche Belastbarkeit ist jedoch ähnlich wie vor dem Herzinfarkt, der Patient klagt lediglich über rezidivierende unspezifische Rückenschmerzen. Sein Gewicht beträgt 68 kg. Gehen ist sogar selbstständig, wenn nur langsam, möglich. Bei körperlicher Anstrengung gibt der Patient an, schnell kurzatmig zu werden. Das zukünftige Rehabilitationsziel, die Belastbarkeit und Trainierbarkeit des Patienten zu steigern ist aufgrund der vorliegenden Informationen als durchaus plausibel einzuschätzen. Der Patient leidet nicht an Adipositas und sein kardiopulmonaler Allgemeinzustand ist stabil. Seine körperliche Belastbarkeit ist nach wie vor vorhanden und das selbstständige Gehen von einer begrenzten Strecke ist sogar schon möglich.

In einem systematischen Review aus dem Jahr 2011 wurde die Wirksamkeit der Sport- und Bewegungstherapie auf die Mortalität von Patienten mit koronarer Herzkrankheit aus insgesamt 47 Studien mit 10.794 Patienten analysiert. Untersucht wurden Männer und Frauen jeden Alters, die einen Myokardinfarkt (MI), ein Bypass-Transplantat der Koronararterie (CABG), eine perkutane transluminale Koronarangioplastie (PTCA), an einer Angina pectoris oder einer Erkrankung der Koronararterien litten. Das Ergebnis dieses systematischen Reviews war, dass mittel- bis langfristig (nach 12 oder mehr Monaten) die kardiovaskuläre Mortalität [RR 0,87 (95% CI 0,75, 0,99)] reduziert werden konnte. Somit zeigt die Sport- und Bewegungstherapie einen wirksamen Effekt auf die Mortalität von Herzerkrankungen (Heran et al., 2011).

2 ICF- orientierte Konzeption und Realisation

2.1 Zielformulierung

Tab. 1: Körperfunktionen (b)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 2: Körperstrukturen (s)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 3: Aktivität und Partizipation (d)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Ableitung sport- und bewegungstherapeutischer Maßnahmen

Tab. 4: Körperfunktionen (b) & Körperstrukturen (s)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 5: Aktivität & Partizipation (d)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3 Erstellung des Rehabilitationsplans

Die Rehabilitation erstreckt sich aufgrund der nur mittelgradig eingeschränkten Leistungsfähigkeit und des stabilen kardiopulmonalen Allgemeinzustand ohne sonstige Schmerzen auf eine Dauer von vier Wochen, somit ergeben sich 20 Therapietage. Die Therapie ist für den vorliegenden Patienten zwischen Montag und Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr geplant. Die ersten beiden Tage gelten als Einfindungsphase.

Tab. 6: Therapietag 1

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 7: Therapietag 2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 8: Therapietage 3, 11 und 19

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Sport- und Bewegungstherapie für innere Erkrankungen. Rehabilitation nach einem Herzinfarkt
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH  (Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement)
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V940705
ISBN (eBook)
9783346271044
ISBN (Buch)
9783346271051
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, Sport- und Bewegungstherapie, Innere Erkrankungen II, Sport- und Bewegungstherapie Innere Erkrankungen II, Diagnostik - Analyse des Aufnahmebefunds, ICF-orientierte Konzeption und Realisation, Evaluation, Hausarbeit, Einsendeaufgabe, Grin
Arbeit zitieren
Felicia Ripsam (Autor), 2020, Sport- und Bewegungstherapie für innere Erkrankungen. Rehabilitation nach einem Herzinfarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/940705

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