Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit resilienten Systemen in der Logistik und Produktion um Engpässe, wie in der aktuellen Pandemie, künftig reduzieren zu können.
In der Millionenstadt Wuhan trat im Dezember 2019 erstmalig eine neue Atemwegserkrankung mit dem Erreger SARS-CoV-2 auf, die im späteren Verlauf von der World Health Organisation (WHO) als Covid-19 bezeichnet wurde. Innerhalb weniger Wochen hatte sich das Virus in ganz China ausgebreitet und bereits im März 2020 wurde Covid-19 von der WHO zur Pandemie erklärt. Regierungen weltweit haben Maßnahmen eingeleitet, um die Bevölkerung vor diesem neuartigen Virus zu schützen, und daher die wirtschaftlichen Aktivitäten stark heruntergefahren. In vielen Ländern wurden nur noch die sogenannten system- beziehungsweise versorgungsrelevanten Bereiche, wie beispielsweise Krankenhäuser, Lebensmittelhandel, am Laufen gehalten, um die Grundversorgung für die Bevölkerung sicherzustellen.
Durch die Corona-Pandemie sind viele Branchen vor massiven Herausforderungen gestellt worden. Vor allem die Logistik steht dadurch vor einer enormen Stresssituation, da diese trotz Lieferausfällen und Grenzschließungen die Grundversorgung aufrechterhalten muss und gleichzeitig aber auch wieder für die Produktion bzw. beim Hochfahren der Produktion nach dem Lockdown bereitstehen musste. Aufgrund der Globalisierung der Wirtschaft gab es erhebliche Schwierigkeiten, um die Produktionsbetriebe nach dem Lockdown wieder hochfahren zu können, da einerseits gesundheitliche Vorkehrungen für den Schutz der Mitarbeiter getroffen werden mussten und einige Mitarbeiter am Virus erkrankten und andererseits durch die weltweite Vernetzung der Unternehmen und der unterbrochenen Lieferketten die Produktion teilweise zum Stillstand kam.
Die dadurch entstehenden Engpässe senken die Resilienz des Gesamtsystems einer Volkswirtschaft.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition Resilienz
2.2 Resiliente Systeme
3 Resilienz in Logistik und Produktion
3.1 Herausforderung Coronakrise
3.2 Resiliente Systeme in der Logistik und Produktion
3.3 Kritische Betrachtung
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Unternehmen in den Bereichen Logistik und Produktion ihre Resilienz gegenüber unvorhersehbaren Krisen, wie der Corona-Pandemie, durch strategische Maßnahmen und digitale Technologien nachhaltig stärken können.
- Grundlagen und Definitionen des Resilienz-Begriffs
- Analyse der Auswirkungen der Coronakrise auf logistische Lieferketten
- Einsatz digitaler Technologien wie Big Data und IoT zur Resilienzsteigerung
- Kritische Reflexion der Globalisierungsstrategien von Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3.2 Resiliente Systeme in der Logistik und Produktion
Die Auswirkungen der Coronakrise auf die Produktion und Logistik sind vielfältig. Die größten Schwachstellen zeigten sich vor allem darin, dass Unternehmen häufig Lieferengpässen bzw. Lieferschwierigkeiten und einem Fachkräftemangel gegenüberstehen, wodurch es notwendig ist, genau an diesen Punkten Maßnahmen zu setzen, um die Unternehmen resilienter gestalten zu können.
Eine Möglichkeit, die Resilienz der Unternehmen in der Produktion und Logistik zu stärken, ist der Einsatz von digitalen Technologien wie Big Data oder auch dem Internet of Things (IoT). Eine Digitalisierung der Geschäftsmodelle wird mittlerweile vermehrt in den unterschiedlichsten Branchen eingesetzt, um die Unternehmen effektiver und effizienter zu gestalten und damit einen Mehrwert zu generieren. Ein bekanntes Beispielunternehmen, das zu den Gewinnern der Coronakrise gezählt werden kann, ist der Technologieriese Amazon.
Big Data spielt bereits seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle, um die Geschäftsaktivitäten in Unternehmen besser überblicken zu können. Dahingehend besteht die Hauptaufgabe dieser Analysen darin, dass die Transaktionen und Prozesse überwacht werden, um Unregelmäßigkeiten aufzudecken. Während die traditionelle Analytics sich vorwiegend auf deskriptive und prädiktive Aufgaben fokussiert, können Big-Data-Analysen zielorientierter, präziser und beinahe in Echtzeit durchgeführt werden, wodurch Unternehmen schneller und flexibler auf Veränderungen in der Umwelt reagieren können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die globale Pandemie-Situation und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Logistik und die globale Lieferketten-Stabilität.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der verschiedenen wissenschaftlichen Definitionen und Konzepte von Resilienz, insbesondere in systemischen Zusammenhängen.
3 Resilienz in Logistik und Produktion: Analyse der konkreten Auswirkungen der Coronakrise und Untersuchung technologischer Lösungsansätze zur Stärkung der Unternehmenswiderstandsfähigkeit.
4 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Resilienz-Strategien und Empfehlungen für Unternehmen, sich künftig stärker auf heimische Partner und digitale Infrastrukturen zu stützen.
Schlüsselwörter
Resilienz, Logistik, Produktion, Coronakrise, Lieferkette, Digitalisierung, Big Data, Internet of Things, IoT, Globalisierung, Stabilität, Anpassungsfähigkeit, Transformierbarkeit, Unternehmensexistenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Unternehmen in der Logistik- und Produktionsbranche unter besonderer Berücksichtigung der Krisenereignisse der Coronapandemie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung von Resilienz, die Auswirkungen der Pandemie auf Lieferketten sowie der Nutzen digitaler Technologien zur Prozessoptimierung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre Resilienz durch Automatisierung und Digitalisierung steigern können, um künftige Engpässe zu reduzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Resilienz-Konzept nach Holling sowie die Analyse aktueller Branchen-Berichte und Studien zur wirtschaftlichen Lage.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Schwachstellen der Logistik während der Krise und diskutiert den Einsatz von Big Data und dem Internet of Things als Lösungsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Resilienz, Logistik-Resilienz, Digitalisierung, Lieferketten-Management und Krisenmanagement beschreiben.
Welche Rolle spielt die Globalisierung in der Arbeit?
Die Globalisierung wird kritisch hinterfragt, da die weltweite Vernetzung in Krisenzeiten zu unterbrochenen Lieferketten und Abhängigkeiten führen kann.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Amazon während der Krise?
Amazon wird als Beispielunternehmen angeführt, das durch digitale Geschäftsmodelle die Krise nicht nur bewältigt, sondern sogar Umsatzsteigerungen erzielt hat.
Was wird als größte Herausforderung für die Digitalisierung in Deutschland genannt?
Die Arbeit identifiziert hohe Kosten, fehlendes technisches Know-how sowie eine unzureichende digitale Infrastruktur als wesentliche Hürden.
Welche Empfehlung gibt die Autorin für die Zukunft?
Die Autorin empfiehlt Unternehmen, vermehrt auf heimische Handels- und Geschäftspartner zu setzen, um die Abhängigkeit von globalen Netzwerken zu verringern.
- Arbeit zitieren
- Kathrin Stein (Autor:in), 2020, Resilienz in Logistik und Produktion. Wie können weltweite Versorgungsengpässe vermieden werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/940741