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Erziehungsberatung im Kontext des deutschen Rechtsstaates

Title: Erziehungsberatung im Kontext des deutschen Rechtsstaates

Term Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martin Weber (Author)

Pedagogy - Family Education
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1. Einleitung

„Erziehungs- und Familienberatung selbst wird nicht in einem rechtsfreien Raum geleistet, sondern erhält seine Begründung und spezifische Aufgabenstellung durch rechtliche Bestimmungen.“ (Andreas Hundsalz 1995, S. 57)
Dieses Zitat von Hundsalz aus dem Jahre 1995 formuliert treffend den Ausgangspunkt für diese Arbeit. Das Ziel ist es das Problem vor Augen zu führen, dass Beratung sich nicht in einem beliebigen Kontext abspielt, sondern in einem rechtsstaatlichen, der Grenzen setzt und manche Dinge im Voraus eindeutig bestimmt, sodass die Aufgaben und die Funktionen der Beratung weites gehend klar bestimmt und definiert sind. Dies mag Vorteile und Nachteile haben in Bezug auf unverzügliche Lösungen von Problemen oder auf eine dringende Notwendigkeit der Hilfe, die aber teilweise nur durch die Eltern freiwillig angenommen werden kann. (vgl. § 27 SGB VIII) Ein spezielles Beispiel für die Aufarbeitung der rechtlichen Bestimmungen der Beratung wird das der Trennung und Scheidung sein.
Zunächst folgt ein Versuch einer möglichen Bergriffsbestimmung von Beratung über verschiedene Ansätze im Vergleich. Dann werden rechtliche Grundlagen der allgemeinen Erziehungshilfe geklärt um anschließend näher auf den rechtlichen Zusammenhang zwischen Erziehungsberatung und Staat eingehen zu können. Von allgemeinen Grundlagen über spezifische Aufgaben folgt eine spezialisierte Betrachtung der Erziehungsberatung bezüglich dem Thema Trennung und Scheidung in rechtlicher Hinsicht. Zum Schluss erfolgt eine kritische Konklusion des Dargelegten.
Die meisten Betrachtungen stehen im ständigen Bezug zu gesetzlich festgelegten Sachverhalten und gehen beim Begriff der Beratung von einer institutionellen Erziehungsberatung aus.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erste Begriffsbestimmungen

2.1 Was ist Erziehungsberatung nicht?

2.2 Erziehungsberatung als Autopoiesisförderung (vgl. Rolf Huschke-Rhein 2003, S. 24)

2.3 Erziehungsberatung als Problemlösung mit therapeutischem Vorgehen

2.4 Erziehungsberatung als gesetzlich bestimmtes Konstrukt

2.5 Erziehungsberatung als rein praktisch bestimmtes Phänomen

3. Beratung im Kontext des deutschen Rechtsstaates

3.1 Gesetzesgrundlagen

3.2 Aufgabenbestimmung – direkt oder indirekt durch das Gesetz bestimmt

3.3 Trennung und Scheidung als eine der wichtigsten Aufgaben der Erziehungsberatung

4. Fazit – Erziehungsberatung in Deutschland ist Bestandteil des Rechtssystems

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die institutionelle Erziehungsberatung in ihrem rechtlichen Kontext zu verorten und aufzuzeigen, wie gesetzliche Rahmenbedingungen die Aufgaben und Funktionen dieses Beratungsfeldes maßgeblich definieren und begrenzen.

  • Die systematische Abgrenzung des Begriffs Erziehungsberatung durch unterschiedliche theoretische Ansätze.
  • Die Analyse der verfassungsrechtlichen und sozialrechtlichen Grundlagen für Erziehungsberatung.
  • Die Untersuchung der Schnittstellen zwischen staatlichem Eingriffsrecht und elterlicher Sorge.
  • Die Rolle der Erziehungsberatung bei Trennungs- und Scheidungsprozessen als zentrale Aufgabe.
  • Die kritische Reflexion über die Multidisziplinarität in Beratungsstellen vor dem Hintergrund bürokratischer Anforderungen.

Auszug aus dem Buch

3. Beratung im Kontext des deutschen Rechtsstaates

„Bereits das Reichsgesetz für Jugendwohlfahrt von 1922 gab Jugendämtern die Möglichkeit Beratungsstellen einzurichten.“ (Günter Presting 1991, S. 15) Dieses Zitat soll die historisch juristische Zeitspanne vor Augen führen, wenn von Erziehungsberatung die Rede ist. Warum ist aber die rechtliche Grundlage so von Bedeutung? Nun, „Erziehungs- und Familienberatung selbst wird nicht in einem rechtsfreien Raum geleistet, sondern erhält seine Begründung und spezifische Aufgabenstellung durch rechtliche Bestimmungen.“ (Andreas Hundsalz 1995, S. 57) Wie diese Bestimmungen aussehen wird noch erörtert, zunächst sollen die Grundlagen geklärt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Erziehungsberatung nicht isoliert stattfindet, sondern durch den rechtsstaatlichen Rahmen maßgeblich bestimmt wird.

2. Erste Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene theoretische Definitionen der Erziehungsberatung, von der Autopoiesisförderung bis hin zur therapeutischen Problemlösung.

2.1 Was ist Erziehungsberatung nicht?: Hier wird die historische Einordnung vorgenommen und der Unterschied zwischen Erziehung im engeren Sinne und der Beratungsleistung als Hilfe zur Erziehung herausgearbeitet.

2.2 Erziehungsberatung als Autopoiesisförderung (vgl. Rolf Huschke-Rhein 2003, S. 24): Dieses Kapitel beleuchtet den Aspekt der Freiwilligkeit und der Selbstorganisation des Klienten in der Beratung.

2.3 Erziehungsberatung als Problemlösung mit therapeutischem Vorgehen: Hier wird die Definition der Beratung als ergebnisorientierte Hilfe zur Problemlösung unter Einbeziehung therapeutischer Ansätze diskutiert.

2.4 Erziehungsberatung als gesetzlich bestimmtes Konstrukt: Dieses Kapitel betrachtet die Beratung aus einer normativen Perspektive und den gesetzlichen Anspruch auf Unterstützung bei der Erziehungsverantwortung.

2.5 Erziehungsberatung als rein praktisch bestimmtes Phänomen: Hier wird die Definition über die tatsächliche Praxis und die Abläufe in den Beratungsstellen reflektiert.

3. Beratung im Kontext des deutschen Rechtsstaates: Dieses Kapitel setzt sich mit der historischen und aktuellen rechtlichen Verankerung der Erziehungsberatung in Deutschland auseinander.

3.1 Gesetzesgrundlagen: Hier werden die elterliche Sorge nach dem Grundgesetz sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen des BGB und SGB VIII dargelegt.

3.2 Aufgabenbestimmung – direkt oder indirekt durch das Gesetz bestimmt: Dieses Kapitel untersucht die konkreten fachlichen Anforderungen und die notwendige multidisziplinäre Besetzung der Beratungsteams.

3.3 Trennung und Scheidung als eine der wichtigsten Aufgaben der Erziehungsberatung: Hier wird die zentrale Rolle der Beratung in Konfliktfällen beleuchtet, die durch die hohe Scheidungsrate und gesetzliche Vorgaben begründet ist.

4. Fazit – Erziehungsberatung in Deutschland ist Bestandteil des Rechtssystems: Dieses Kapitel fasst zusammen, dass Erziehungsberatung aufgrund ihrer gesetzlichen Einbettung integraler Bestandteil des Rechtssystems ist.

Schlüsselwörter

Erziehungsberatung, SGB VIII, elterliche Sorge, Familienberatung, Trennung, Scheidung, Hilfe zur Erziehung, Rechtssatz, Multidisziplinarität, Jugendhilfe, Autopoiesis, Kindeswohl, Beratungskontext, Gesetzgebung, Sozialpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die institutionelle Erziehungsberatung in Deutschland und ihre Abhängigkeit von rechtlichen Rahmenbedingungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf Begriffsbestimmungen der Beratung, den verfassungsrechtlichen Grundlagen der elterlichen Sorge und der Rolle der Beratung bei Trennung und Scheidung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Leser dafür zu sensibilisieren, dass Beratung kein rechtsfreier Raum ist, sondern durch den Rechtsstaat definiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die verschiedene Fachpositionen (Hundsalz, Huschke-Rhein, Münder) und Gesetzestexte vergleichend gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen, eine Analyse der Gesetzesgrundlagen (GG, BGB, SGB VIII) und eine spezifische Betrachtung der Beratung bei Trennung und Scheidung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Erziehungsberatung, Rechtsstaat, elterliche Sorge, Kindeswohl und gesetzliche Reglementierung.

Warum wird die Trennung und Scheidung als so wichtig hervorgehoben?

Weil sie einen massiven Einschnitt in die Entwicklung von Kindern darstellt und der Gesetzgeber hierdurch einen besonderen Beratungsbedarf sieht, der auch juristische Kompetenz erfordert.

Inwiefern beeinflusst der Gesetzgeber die Arbeit eines Beraters?

Der Gesetzgeber gibt den Rahmen vor, innerhalb dessen Hilfe gewährt werden darf, was einerseits Sicherheit bietet, andererseits aber auch bürokratische Hürden bei dringenden Problemlösungen schaffen kann.

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Details

Title
Erziehungsberatung im Kontext des deutschen Rechtsstaates
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Grade
1,3
Author
Martin Weber (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V94095
ISBN (eBook)
9783640098224
ISBN (Book)
9783640256808
Language
German
Tags
Erziehungsberatung Kontext Rechtsstaat SGB VIII
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Weber (Author), 2008, Erziehungsberatung im Kontext des deutschen Rechtsstaates, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94095
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