Diese Arbeit handelt über den Konflikt im Nahen Osten, insbesondere über die Unruhen zwischen der Region Palästina und Israel. Dabei wird der Blick auf die externen Mächte, wie die USA, die EU und die Arabischen Länder geworfen. Die theoretische Seite der Arbeit ermöglicht zu verstehen, warum der Nahe Osten, als ein unlösbarer Konflikt gilt. Insbesondere wird thematisiert, wie sich die US-amerikanische Macht auf den Israelisch-palästinensischen Konflikt auswirkt. Dabei werden auch die Beziehungen, der im Konflikt stehenden Parteien, betrachtet. Zum weiteren Verständnis wird der konstruktivistische Ansatz herangezogen, um den unlösbaren Konflikt analysieren zu können.
Der Kampf zwischen Israel und den Palästinensern ist auf den längsten und explosivsten Konflikt der Welt zurückzuführen, der bis in das 19. Jhdt. reicht. Im Kern des Konflikts geht es um die Region Palästina. Der Ursprung des Konflikts liegt in der Behauptung der Konfliktgegner Recht auf das Gebiet zwischen der südöstlichen Küste des Mittelmeeres und Jordanien zu haben.
Bereits ca. 1000 Jahre vor Christus war Palästina ein Einwandererland mit wechselnder jüdischer, christlicher und arabischer Herrschaft. Seitdem wird die Region von unterschiedlichen Gesellschaften besiedelt. Aufgrund unterschiedlicher Religionen, Traditionen, Kulturen und politischen Vorstellungen, der im Land lebenden Gesellschaften, kam es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen und Vertreibungen. Als 1947 die UNO, zur Lösung der Probleme, die Teilung der Region in einen jüdischen und einen arabischen Staat vorsah, heizte sich die ganze Situation stärker an.
Seit Jahren bemühen sich die direkt und indirekt beteiligten Staatchefs um einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten, doch immer wieder eskaliert die Gewalt. Die „Supermacht“ Amerika spielt dabei eine Schlüsselrolle bei der Schaffung oder Lösung von Problemen. Nachdem die USA 2017 Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannte löste der amerikanische Präsident Donald Trump einen neuen Flächenbrand und Unruhen auf der ganzen Welt aus.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entstehung und Entwicklung des Konflikts
2.1 Aus jüdischer Sicht
2.2 Aus palästinensischer Sicht
3. Der konstruktivistische Erklärungsansatz
4. Externe Akteure
4.1 USA
4.2 Europäische Union
4.3 Arabische Länder
5. Die Zwei-Staaten-Lösung
6. Der Status von Jerusalem
7. Aktuelle Lage
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der US-amerikanischen Außenpolitik auf den Israelisch-palästinensischen Konflikt unter Einbeziehung der Beziehungen zwischen den Konfliktparteien und der Anwendung eines konstruktivistischen Erklärungsansatzes zur Analyse der Unlösbarkeit des Konflikts.
- Historische Entstehung und Entwicklung des Nahost-Konflikts
- Konstruktivistische Analyse von Identitätskonflikten
- Rolle externer Akteure wie USA, EU und Arabische Länder
- Status von Jerusalem und die Zwei-Staaten-Lösung
- Aktuelle Entwicklungen unter der Trump-Regierung und Annexionspläne
Auszug aus dem Buch
Der konstruktivistische Erklärungsansatz
Der Nahost-Konflikt, sowie ihre Unlösbarkeit, lässt sich anhand der konstruktivistischen Theorie, der auf Identitätskonflikte basiert, erklären.
Der Konstruktivismus stellt: „Geschichte und Kontext, Gründe des Konfliktes, Perspektive der regionalen Akteure sowie Werte und Wahrnehmung in den Vordergrund“ 22.
Die kollektiven Identitäten einer Gruppe werden von unterschiedlichen Religionen, Kulturen, Traditionen, Sprachen, Lebensweisen, historischen und traumatischen Erlebnissen geprägt. Während die Israelis von dem Holocaust und Terroranschlägen geprägt sind, stiftet die Besetzung der Heimat, sowie zahlreiche Niederlagen und Opfer, die Bildung einer palästinensischen Identität. Die Identitäten werden somit stark in der Gesellschaft verfestigt, sodass durch das entstandene Wir-Gefühl andere Gruppen als Feinde betrachtet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in den langjährigen Konflikt um Palästina und Darstellung des Ziels der Arbeit, die US-Einflüsse mittels konstruktivistischem Ansatz zu beleuchten.
2. Entstehung und Entwicklung des Konflikts: Darstellung der historischen Wurzeln und der Eskalation durch Kriege und Gebietsbesetzungen.
2.1 Aus jüdischer Sicht: Analyse der zionistischen Bewegung und des Strebens nach Sicherheit infolge von Antisemitismus und Holocaust.
2.2 Aus palästinensischer Sicht: Erörterung der negativen Auswirkungen der Staatsgründung Israels auf die Lebensbedingungen der palästinensischen Bevölkerung.
3. Der konstruktivistische Erklärungsansatz: Untersuchung des Konflikts als Identitätsstreit, in dem gegenseitige Feindbilder die Unlösbarkeit verfestigen.
4. Externe Akteure: Überblick über den Einfluss internationaler Mächte auf den Verlauf des Konflikts.
4.1 USA: Untersuchung der engen Allianz zwischen USA und Israel sowie der strategischen Interessen im Nahen Osten.
4.2 Europäische Union: Darstellung der Rolle der EU als friedensfördernde, aber politisch begrenzte Akteurin.
4.3 Arabische Länder: Analyse der wechselhaften Beziehungen und Friedensschlüsse der arabischen Staaten mit Israel.
5. Die Zwei-Staaten-Lösung: Rückblick auf UN-Teilungspläne und die Schwierigkeiten bei deren Umsetzung bis hin zu aktuellen Trump-Plänen.
6. Der Status von Jerusalem: Erörterung der Folgen der US-Entscheidung, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen.
7. Aktuelle Lage: Betrachtung der neueren Entwicklungen bezüglich Annexionsplänen und regionaler diplomatischer Annäherungen.
8. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Unlösbarkeit des Konflikts unter Berücksichtigung objektiver politischer Interessenkonflikte.
Schlüsselwörter
Nahost-Konflikt, Israel, Palästina, USA, Konstruktivismus, Identität, Siedlungspolitik, Zwei-Staaten-Lösung, Jerusalem, Außenpolitik, Krieg, Hamas, Frieden, Besatzung, Diplomatie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert den langjährigen Israelisch-palästinensischen Konflikt und untersucht insbesondere den Einfluss der USA auf das Geschehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die historischen Grundlagen, die Rolle verschiedener internationaler Akteure, die Identitätskonflikte der Parteien sowie aktuelle politische Entwicklungen wie den Status von Jerusalem.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der US-amerikanischen Macht auf den Konflikt zu analysieren und mithilfe des konstruktivistischen Ansatzes zu verstehen, warum dieser als unlösbar gilt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt den konstruktivistischen Erklärungsansatz, um Identitätskonflikte und die Wahrnehmung der beteiligten Akteure wissenschaftlich einzuordnen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Analyse verschiedener Perspektiven, die Rolle externer Mächte wie der EU und Arabischer Staaten sowie eine kritische Betrachtung der US-Politik unter Donald Trump.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Nahost-Konflikt, Identität, Konstruktivismus, Siedlungspolitik, Zwei-Staaten-Lösung und Außenpolitik.
Wie beeinflusst der konstruktivistische Ansatz das Verständnis des Konflikts?
Er erklärt den Konflikt über festgefahrene Identitäten und gegenseitige Feindbilder, die rationalen Lösungen entgegenstehen, da Gewinn für eine Seite zwangsläufig als Verlust der anderen wahrgenommen wird.
Welche Rolle spielt die aktuelle US-Politik laut der Arbeit?
Die Arbeit bewertet die US-Politik unter Trump als einseitig zugunsten Israels, was den Friedensprozess erschwert und die Lage weiter destabilisiert.
- Quote paper
- Dilara Zazal (Author), 2020, Die Rolle der USA im israelisch-palästinensischen Konflikt. Der unlösbare Konflikt im Nahen Osten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941093