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Emotionalität in der Berichterstattung zur deutschen Wiedervereinigung. Erinnerungsjournalismus und kollektive Erinnerung

Titel: Emotionalität in der Berichterstattung zur deutschen Wiedervereinigung. Erinnerungsjournalismus und kollektive Erinnerung

Forschungsarbeit , 2017 , 37 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Lena Schneider (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird mit Hilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse die journalistische Konstruktion und Transformation kollektiver Erinnerung am Beispiel der deutschen Wiedervereinigung untersucht. Geleitet wird die Forschung dabei von den übergeordneten Fragestellungen, wie in der deutschen Berichterstattung an die deutsche Wiedervereinigung kollektiv erinnert wird und wie sich deren Darstellung beziehungsweise Konstruktion im Laufe der Zeit verändert. Dabei wird sich besonders mit dem Aspekt der Emotionalität in den untersuchten Artikeln auseinandergesetzt.

Die Eingrenzung wurde getroffen, da es sich bei der deutschen Wiedervereinigung um ein emotionales Thema handelt, was im Besonderen auf den Berliner Mauerfall zutrifft. Im Gegensatz zum Tag der Deutschen Einheit, wird der Mauerfall von Personen häufig als emotionaleres Ereignis eingeschätzt. Deshalb ist es interessant zu überprüfen, ob die Berichterstattung diese Emotionalität der Vorkommnisse widerspiegelt.

Zudem handelt es sich bei der Wiedervereinigung um ein Ereignis, das in unmittelbarer zeitlicher Nähe stattgefunden hat, sodass es noch viele Zeitzeugen gibt, die von Journalisten befragt werden können. Dies könnte zu einer persönlicheren und somit auch emotionaleren Berichterstattung beitragen, weshalb auch die Rolle der Zeitzeugen in dieser Ausarbeitung mit aufgegriffen wird. Analog zu den allgemeinen Forschungsfragen wird deshalb untersucht, welche Rolle eine emotionale Darstellung der Ereignisse in der Berichterstattung zur deutschen Wiedervereinigung spielt und ob sich die Emotionalität der Berichterstattung im Laufe der Zeit verändert hat.

Der Fall der Berliner Mauer und der Tag der Deutschen Einheit gelten als wichtige Ereignisse in der Geschichte Deutschlands. Besonders der Fall der Berliner Mauer war bereits bei seinem Stattfinden ein transnationales Medienereignis, von dem verschiedene mediale Produkte existieren, die auch heute noch als Quellen für die Erinnerungsberichterstattung dienen können. Erinnerung hat dabei immer einen konstruktiven Charakter, der durch eine starke Selektion und Rekonstruktion gekennzeichnet ist. Sowohl die individuellen Erinnerungen Einzelner als auch die kollektiven Erinnerungen von Gruppen sind nie ein Abbild der Vergangenheit. Stattdessen hat das Erinnern immer einen Gegenwartsbezug, sodass Erinnerungen an die Vergangenheit abhängig von gegenwärtigen Situationen und Entwicklungen sind; und sich mit diesen auch verändern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erinnerungsjournalismus und kollektive Erinnerung

3. Forschungsfrage und Hypothesen

4. Untersuchungssetting und Methode

5. Darstellung der empirische Befunde

6. Diskussion der empirischen Befunde

7. Fazit und Ausblick

9. Anhang

9.1 Verwendete Kategorien aus dem Codebuch

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse die journalistische Konstruktion und Transformation kollektiver Erinnerung an die deutsche Wiedervereinigung unter besonderer Berücksichtigung der emotionalen Darstellung in den Medien.

  • Analyse der Emotionalität in der Berichterstattung über den Mauerfall und den Tag der Deutschen Einheit.
  • Untersuchung der Rolle von Zeitzeugen als Akteure in Zeitungsartikeln.
  • Erforschung von Transformationsprozessen in der journalistischen Darstellungsweise über einen Zeitraum von zehn Jahren.
  • Überprüfung der Bedeutung von Objektivitätskonventionen im Erinnerungsjournalismus.
  • Vergleich der Berichterstattung zwischen den Zeitungen taz und Die Welt.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Im vorliegenden Forschungsbericht wurde mit Hilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse die journalistische Konstruktion und Transformation kollektiver Erinnerung am Beispiel der deutschen Wiedervereinigung untersucht. Geleitet wurde die Forschung dabei von den übergeordneten Fragestellungen, wie in der deutschen Berichterstattung an die deutsche Wiedervereinigung kollektiv erinnert wird und wie sich deren Darstellung bzw. Konstruktion im Laufe der Zeit verändert. Um diese weitgefassten Themen der Konstruktion und Transformation der Berichterstattung für den vorliegenden Forschungsbericht sinnvoll einzugrenzen, wird sich im Folgenden besonders mit dem Aspekt der Emotionalität in den untersuchten Artikeln auseinandergesetzt.

Diese Eingrenzung wurde getroffen, da es sich bei der deutschen Wiedervereinigung um ein emotionales Thema handelt, was im Besonderen auf den Berliner Mauerfall in der Nacht vom 08. auf den 09. November 1989 zutrifft. Im Gegensatz zum 03. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, wird der Mauerfall von Personen häufig als emotionaleres Ereignis eingeschätzt (vgl. Offerhaus 2011: 153), weshalb es interessant ist zu überprüfen, ob die Berichterstattung diese Emotionalität der Vorkommnisse wiederspiegelt. Zudem handelt es sich bei der deutschen Wiedervereinigung um ein Ereignis, das in unmittelbarer zeitlicher Nähe stattgefunden hat, sodass es noch viele Zeitzeugen der deutschen Wiedervereinigung gibt, die von Journalisten befragt werden können. Dies könnte zu einer persönlicheren und somit auch emotionaleren Berichterstattung beitragen, weshalb auch die Rolle der Zeitzeugen in dieser Ausarbeitung mit aufgegriffen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der kollektiven Erinnerung an die deutsche Wiedervereinigung ein und legt den Fokus auf die Untersuchung der emotionalen Berichterstattung sowie die Rolle von Zeitzeugen.

2. Erinnerungsjournalismus und kollektive Erinnerung: Hier werden theoretische Grundlagen des Erinnerungsjournalismus sowie die Funktionen des kommunikativen und kulturellen Gedächtnisses erläutert.

3. Forschungsfrage und Hypothesen: Das Kapitel definiert die zentrale Forschungsfrage und leitet daraus drei konkrete Hypothesen zur emotionalen Darstellung und deren zeitlicher Transformation ab.

4. Untersuchungssetting und Methode: Hier wird das methodische Vorgehen der quantitativen Inhaltsanalyse, die Stichprobenziehung und die Entwicklung des Codebuchs detailliert beschrieben.

5. Darstellung der empirische Befunde: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Datenanalyse hinsichtlich der journalistischen Darstellungsformen, Themen und des Grads der Emotionalität.

6. Diskussion der empirischen Befunde: Hier werden die Ergebnisse interpretiert, mit dem Forschungsstand in Beziehung gesetzt und die Hypothesen kritisch reflektiert.

7. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und identifiziert Potenzial für weiterführende Forschungsfragen.

9. Anhang: Der Anhang dokumentiert die verwendeten Kategorien und das Codebuch der Untersuchung.

Schlüsselwörter

Deutsche Wiedervereinigung, Erinnerungsjournalismus, Kollektives Gedächtnis, Emotionalität, Inhaltsanalyse, Berliner Mauerfall, Tag der Deutschen Einheit, Zeitzeugen, Journalistische Darstellungsform, Medienberichterstattung, Transformation, Boulevardisierung, Identität, Personalisierung, Erinnerungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie deutsche Zeitungen über die deutsche Wiedervereinigung berichten und dabei kollektive Erinnerungen konstruieren und transformieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die emotionale Gestaltung der Berichterstattung, der Einsatz von Zeitzeugen und die Frage nach einem Wandel dieser Darstellung über die Zeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Spielt die emotionale Darstellung der Ereignisse in der journalistischen Berichterstattung zur deutschen Wiedervereinigung eine Rolle?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quantitative Inhaltsanalyse von Zeitungsartikeln der Medien taz und Die Welt durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Erinnerungsjournalismus, das methodische Untersuchungsdesign sowie die empirische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Deutsche Wiedervereinigung, Erinnerungsjournalismus, Emotionalität, Zeitzeugen und Inhaltsanalyse.

Gibt es einen Unterschied zwischen der Berichterstattung zum Mauerfall und zum Tag der Deutschen Einheit?

Ja, die Studie stellt fest, dass der Mauerfall durchgängig emotionaler behandelt wird, während die Berichterstattung zum Tag der Deutschen Einheit tendenziell sachlicher geworden ist.

Welche Rolle spielen Zeitzeugen in den untersuchten Artikeln?

Zeitzeugen treten als häufigste Akteure auf, was der Annahme einer Personalisierung der Berichterstattung entspricht, wobei ihr thematischer Anteil an Lebensgeschichten jedoch begrenzt bleibt.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Emotionalität in der Berichterstattung zur deutschen Wiedervereinigung. Erinnerungsjournalismus und kollektive Erinnerung
Hochschule
Universität Bremen  (Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung)
Note
2,3
Autor
Lena Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
37
Katalognummer
V941142
ISBN (eBook)
9783346277794
ISBN (Buch)
9783346277800
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsche Wiedervereinigung Emotionalität Berichterstattung Wiedervereinigung kollektive Erinnerung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Schneider (Autor:in), 2017, Emotionalität in der Berichterstattung zur deutschen Wiedervereinigung. Erinnerungsjournalismus und kollektive Erinnerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941142
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Leseprobe aus  37  Seiten
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