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Versenkung als Form der Askese. Perspektiven aus Hermann Hesses "Siddhartha" und ein Bezug zur digitalisierten Jugend der Gegenwart

Titel: Versenkung als Form der Askese. Perspektiven aus Hermann Hesses "Siddhartha" und ein Bezug zur digitalisierten Jugend der Gegenwart

Hausarbeit , 2017 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Martin Böhm (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit setzt sich mit dem Begriff der Versenkung und dessen Bedeutung in Hermann Hesses Werk "Siddhartha" auseinander. Nach einer Definition des Begriffs und seiner Bedeutung wird eine Abgrenzung der Versenkung gegenüber der Askese getroffen. Anschließend wird die Versenkung im Zusammenhang mit der digital aufwachsenden Jugend der Gegenwart betrachtet. Es wird betrachtet, inwiefern Hesses Ansichten auf die hiesige digital aufwachsende Jugend angewendet werden können und ob diese im Kontext hilfreich oder gerechtfertigt sind.

Versenkung ist kein Fremdwort, wie es die "Askese" jedoch seiner fremden Herkunft wegen scheint. Doch allein am Wortlaut lässt sich nicht die Bedeutung dieses Wortes einerseits in Hesses Werk, andererseits seine implizierten Relevanzen für die heutige Gesellschaft, der oft ein Mangel an Versenkung unterstellt wird, verstehen.

Hesses Werk "Siddhartha" strahlt mit seinem durchgehenden roten Faden der erwünschten Erkenntnis und begehrten Erlösung eines jungen Brahmanensohns. Dessen Übungen in der Versenkung geben sich seinem Ziele förderlich zu erkennen. Er wird von den selbigen Sinnfragen, wie diese in dem Seminar „Askese-Versuch einer Kulturgeschichte“ behandelt wurden, getrieben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Begriff der Versenkung und seine Bedeutung im „Siddhartha“

3 Abgrenzung von Versenkung und Askese

4 Versenkung und die digital aufgewachsene Jugend der Gegenwart

5 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Begriff der Versenkung ausgehend von Hermann Hesses „Siddhartha“ zu analysieren, von der Askese abzugrenzen und die Relevanz dieser Form der Innenschau für die digital aufgewachsene Jugend der Gegenwart kritisch zu untersuchen.

  • Literarische Untersuchung des Versenkungsbegriffs bei Hermann Hesse
  • Differenzierung zwischen Askese und Versenkung
  • Kritische Reflexion des digitalen Habitus der heutigen Jugend
  • Vergleich von traditioneller Versenkung und moderner, digitaler Ablenkung
  • Suche nach Sinnhaftigkeit in einer zunehmend digitalisierten Lebenswelt

Auszug aus dem Buch

4 Versenkung und die digital aufgewachsene Jugend der Gegenwart

Den Steppenwolf und den Siddharta von Hermann Hesse habe ich in Zufriedenheit im Ausland gelesen, nicht ohne Durst nach etwas der Seele Zugutekommendem. Durchaus haben diese Werke einiges an Sinn, einiges an namhaften Glück und schändlichem Leiden in Frage gestellt, da es die Eigenart großartiger Bücher ist, der Versenkung Tor zu sein, und damit Weisheit und Sinn nicht nur in die dem Denken wegen gewölbten Hirnrinden zu rücken, sondern eben auch scheinbar unüberwindliche Gräben sich über diese Begrifflichkeiten auftuen.

Das eigentlich, ich würde es anders nennen, aber mir fällt nichts ein, „gruselige“ an dieser ganzen Sache ist, dass man unterm Schlussstrich nicht merklich anders dasteht in seinem Handeln, in seinen Idealen als vor der ganzen Odyssee durch die vergeistigte Welt der Literatur, und daher auf diese lapidare Frage stößt: War ich schon vorher etwa auf dem richtigen Weg? Der Leser wird sich ärgern über das wiederholte persönlich werden dieses wohl etwas zu frechen Studenten, der ansonsten doch gerne seine Hausarbeiten wissenschaftlich wie gefordert abliefert.

Die Digitalisierung ist derart mächtig, dass man es niemanden übel nehmen kann, der sich das Leben durch Schlautelefone und Computerspiele vereinfacht. Doch wer dies mit zu viel Vernunft und zu wenig Liebe zu seiner Seele geschehen lässt, der wird platt. Und nicht kulturschaffend oder selig oder je zu seinem innersten Ich finden, außer Gott wählte ihn höchstpersönlich aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die persönliche Motivation des Autors und steckt den Rahmen für die Untersuchung des Versenkungsbegriffs sowie dessen Bezug zur heutigen Gesellschaft ab.

2 Der Begriff der Versenkung und seine Bedeutung im „Siddhartha“: Dieses Kapitel analysiert anhand von Textstellen aus Hesses Werk, wie Versenkung als Mittel zur Selbsterkenntnis und Erlösung dargestellt wird und wo ihre Grenzen liegen.

3 Abgrenzung von Versenkung und Askese: Hier wird der theoretische Unterschied zwischen der Askese als Lebensweise und der Versenkung als meditativen Zustand herausgearbeitet, um das Verständnis für beide Konzepte zu schärfen.

4 Versenkung und die digital aufgewachsene Jugend der Gegenwart: Das Kapitel reflektiert die Auswirkungen der Digitalisierung auf das menschliche Bedürfnis nach Ruhe und Innenschau und stellt die Frage, ob eine moderne Form der „alltäglichen Versenkung“ möglich ist.

5 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch über den wissenschaftlichen Anspruch der Arbeit sowie die zeitlose Bedeutung von Hesses Literatur.

Schlüsselwörter

Versenkung, Askese, Siddhartha, Hermann Hesse, Digitalisierung, Jugend, Selbsterkenntnis, Erlösung, Spiritualität, Medienkonsum, Achtsamkeit, Meditation, Lebensweise, Sinnsuche, Kulturkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der Versenkung und setzt es in Bezug zur Lebenswelt der heutigen, digital geprägten Jugend.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Interpretation von Hesses „Siddhartha“, der philosophischen Abgrenzung von Versenkung und Askese sowie der soziokulturellen Analyse des digitalen Zeitalters.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, inwiefern Hesses Verständnis von Versenkung auf die heutige Jugend anwendbar ist und ob dieser Begriff im digitalen Kontext noch als sinnvoll oder hilfreich betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse und einen essayistischen, reflektierenden Ansatz, der stark durch eine persönliche, kritische Perspektive geprägt ist.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition und Bedeutung der Versenkung bei Hesse, deren Abgrenzung zur Askese und der kritischen Auseinandersetzung mit modernen Meditationsübungen sowie dem Einfluss der Digitalisierung auf das Ich.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Versenkung, Askese, Digitalisierung, Siddhartha und Sinnsuche.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Schlautelefonen auf die Versenkung?

Der Autor sieht in der ständigen Verfügbarkeit und Nutzung von Schlautelefonen eine große Hürde für die Fähigkeit, in die Stille zu gehen und zu sich selbst zu finden.

In welchem Verhältnis steht die Literaturwissenschaft zur Versenkung laut dem Fazit?

Der Autor äußert kritisch, dass die wissenschaftliche Analyse von Literatur eine „versenkungsfeindliche“ Tendenz haben kann, da sie die unmittelbare, emotionale Erfahrung des Lesers durch Bevormundung stören könnte.

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Details

Titel
Versenkung als Form der Askese. Perspektiven aus Hermann Hesses "Siddhartha" und ein Bezug zur digitalisierten Jugend der Gegenwart
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,0
Autor
Martin Böhm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V941239
ISBN (eBook)
9783346272959
ISBN (Buch)
9783346272966
Sprache
Deutsch
Schlagworte
versenkung form askese perspektiven hermann siddhartha bezug jugend gegenwart hesse digitalisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Böhm (Autor:in), 2017, Versenkung als Form der Askese. Perspektiven aus Hermann Hesses "Siddhartha" und ein Bezug zur digitalisierten Jugend der Gegenwart, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941239
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Leseprobe aus  14  Seiten
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