Wie verläuft die Minne bei Dido und Lavinia? Der "Eneasroman" von Heinrich von Veldeke


Hausarbeit, 2020

16 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Gegenstand der Seminararbeit und Vorgehensweise

2 Vorstellung der Königin Dido
2.1 Beschreibung der Königin Dido
2.2 Didos Begegnung mit Eneas
2.3 Minnekrankheit
2.4 Didos Untergang

3 Vorstellung Lavinias
3.1 Hintergründe der Lavinia
3.2 Lavinias Gespräch mit ihrer Mutter
3.3 Minnekrankheit

4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Dido und Lavinia

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

1 Gegenstand der Seminararbeit und Vorgehensweise

In dieser Seminararbeit wird unter anderem ein Vergleich bezüglich der Liebe zwischen Dido und Eneas, als auch zwischen Lavinia und Eneas aus dem Eneasroman Gegenstand sein. Hierbei soll zunächst Dido vorgestellt werden, insbesondere ihre Begegnung mit Eneas wird thematisiert, aber auch die sogenannte “Minnekrankheit” und ihr Verlauf wird in dieser Arbeit erforscht. Einen weiteren wichtigen Aspekt stellt die Auswirkung der Liebe auf Dido dar und welche Konsequenzen damit einhergehen.

Daraufhin erfolgt eine ähnliche Darstellung bezogen auf Lavinia. Auch sie wird zunächst einmal vorgestellt und ihre Hintergründe werden näher erläutert. Insbesondere das Gespräch mit Lavinias Mutter sei hierbei ausschlaggebend. Dennoch beinhalten diese Darstellungen einige Unterschiede, sowie auch Gemeinsamkeiten, welche in dieser Arbeit nähergebracht werden sollen. Aufgrund dessen wird abschließend noch auf die Differenzen in Bezug auf Dido eingegangen.

Hieraus ergibt sich die Frage:

Inwiefern verläuft die Minne bei Dido und Lavinia bezüglich ihrer Machtstellung und ihrer Mitmenschen?

Diese Fragestellung wird im Folgenden in dieser Seminararbeit erforscht und anschließend als Ergebnis zusammenfassend dargestellt.

Folglich wird nun mit der Vorstellung bzw. Beschreibung der Königin Dido begonnen.

2 Vorstellung der Königin Dido

2.1 Beschreibung der Königin Dido

Zu Beginn des Romans wird Dido als Herrscherin von Karthago vorgestellt, daz lant sie berihte (V. 290)1. Im weiteren Verlauf wird deutlich, dass die Herrscherin des Landes listichlîchen (V. 313) war, da sie durch eine kluge List ihr Land erhalten hat2. Michel was ir wîstûm si hete grôzen rîchtûm (V. 407) beschreibt Didos Macht und auch ihre Klugheit bezüglich ihres Landes und ihrer Herrschaft3. An dieser Stelle sollte noch erwähnt werden, dass Dido zuvor aus ihrem Land vertrieben wurde und ihr Bruder ihren Mann umgebracht hat. Aus diesem Grund nam si michelen schat unde ein lutzilez here (V. 306; 307)4. Besonders ihre Gescheitheit bezüglich ihrer Pläne ist ein Merkmal, welches die Königin ausmacht. Sei es bei der Erlangung ihres Landes oder bei der Planung des Jagdausrittes: Dido ist eine rîche Königin, welche des wart ze râte (V. 1669; 1687)5.

Bereits als Ilioneus seine Rede hält, gibt Dido zu verstehen, dass auch sie zuvor Erfahrung mit Vertreibung und Elend erlitten hat. Sie weiz wol ein teil umb ellende und umb unheil (V. 527; 528)6. Die Königin kann schon hier nachvollziehen, wie es Eneas ergeht und bietet ihm dienstes tûn alsô vil, alser selbe nehmen wil (V. 537; 538)7. Angesichts der Vorwegnahme, dass Rom und nicht Karthago an die Weltmacht gelangt, könnte Didos Herrschaft und ihre Machtstellung bereits ab diesem Zeitpunkt angezweifelt werden8. Als Illioneus zurückkehrt und Eneas berichtet, spricht er: sie enphienk uns mit minnen und will ûch des brengen innen, daz ir ir willkomen sit (V. 621; 623)9 .

Dido ist eine gastfreundliche und gutmütige Königin, welche ihre Hilfe bereitstellt. Außerdem hat sie sich ihre Machtstellung durch ihre Kühnheit erarbeitet, sowie ihre Treue bezüglich ihres Ehemanns aufrechterhalten (V. 290; 421).

2.2 Didos Begegnung mit Eneas

Nachdem die Königin Dido Illioneus und die Boten freundlich empfangen hat und dieser Eneas über das Land und dessen Königin berichtet hat, berät dieser sich vorweg mit seinem Volk (V. 647). Daraufhin waren sich alle einig: Aufgrund der freundlichen Begrüßung Didos, würden sie dorthin gehen. Als Eneas Karthago sah mit hêrlîchem gewande war auch er angetan10. Eneas wird als dô der mâre helt balt und Eneas der mâre dargestellt (V. 710; 726). Bereits bei der Ankunft von Eneas und seiner Gefolgschaft wurde Dido ersichtlich, dass Eneas so schone dâ bevoren (V. 727). Darauffolgend begrüßte sie ihn und gab ihm einen Kuss. Die Königin hatte bereits zuvor von statten gegeben ich will in wol behalden in mîner kemenâten (V. 566; 567). Aus diesem Ereignis folgt, dass der Empfang als ein “Idealbild höfischen Zeremoniells” gesehen werden kann11.

Im weiteren Verlauf ergibt sich ein entscheidender Wendepunkt: Dido wird durch den göttlichen Minnezauber überrannt, welcher durch Venus und Cupido verursacht wird12. Durch den Kuss an Ascanius, welcher zuvor von dem Feuer der Venus erfahren hatte, entfachte die Leidenschaft der Dido gegenüber Eneas13. Der Held Eneas kriegt von alldem noch nichts mit. Er berichtet nach der Bitte der Königin von dem Sturz seines Landes und dessen Werdegang, auch wenn ihm dies schwerfällt. Karthagos Königin genießt die Nähe zu Eneas und sie hört eifrig zu (V. 1231; 1249). Bei der Verabschiedung als sie zu Bett gehen wollte, brach Dido zusammen und wurde von Eneas aufgefangen. Diesen Moment und seine Nähe genoss sie ungemein vil linde dûhte sie sîn hant (V. 1252; 1261).

2.3 Minnekrankheit

Aufgrund des indirekten Weges, welcher von den Göttern vorherbestimmt wurde, erleidet Dido einen Liebeszauber, welcher große Qualen bei ihr auslöst. Die Königin leidet an Schlaflosigkeit, zugleich ist ihr warm und kalt. Bereits hier erwähnt sie, dass nur Eneas ihren Zustand ändern kann und gleichzeitig fürchtet sie um ihr herrschaftliches Ansehen gegenüber ihrem Volk daz wirt an mir gerochen unsanfte unde sêre (V. 1385; 1404)14 . Die Königin zieht sich zurück und fühlt sich einsam, welches die Hofdamen verwundert, da Dido eine aufrechte Königin ist15. Lediglich ihrer Schwester Anna berichtet sie von ihren Minnesymptomen. Diese weiß bereits am Anfang des Gesprächs, um wen es sich handelt und ermutigt sie, Eneas für sich zu gewinnen. Hierbei zeigt Karthagos Königin, dass sie eine listige Fürstin ist, da sie den Jagdausritt plant. Im Wald kommt es während eines Unwetters zur sexuellen Vereinigung, auch wenn Dido sich zunächst währt. Ab diesem Zeitpunkt findet auch der Held Eneas Gefallen an der Königin her begreif si mit den armen (V. 1836)16. Auf dem Hof halten beide ihre Liebesbeziehung kurzzeitig geheim17.

Nach einer Weile bekennt sie sich dann doch zu Eneas und es wird ein großes Fest gefeiert. Dennoch zweifelt Dido an ihrer Entscheidung und darüber, ob ihre Wunden nun geheilt sind. Aufgrund ihrer Entscheidung sich mit Eneas zu vermählen, ist ihr Volk nicht erfreut und dies lassen sie die Königin auch spüren. Für Dido zählt nur noch ihre Liebe zu Eneas und ihre Herrschaft wird somit belanglos18. Demzufolge hatte die Königin einige Feinde, welche ihre Herrschaft bezweifelten die hêren after lande. Si sprâchen ir grôze schande (V. 1921; 1922)19 .

Bezugnehmend auf Eneas lässt sich sagen, dass dieser durch Dido eine gewisse Macht erlangt hat und ihr Ansehen gewinnt. Durch ihre Liebe und Handeln gewinnt er immer mehr an Führungsgewalt. Zu Anfang wollte die Königin Dido keineswegs, dass ihre Macht an ihn übertragen wird und dass sie ihre Herrschaft an ihn übergibt. Lediglich als Unterstützung an ihrer Seite bzw. aus Mitgefühl wollte Dido Eneas bei sich halten20. Als Eneas von den Göttern aufgefordert wird, Karthago zu verlassen, konfrontiert Dido ihn.

Die Symptome, welche Dido in der ersten Nacht nach der Begegnung aufweist, indem sie leit michel ungemach und sich gleichzeitig fragte wie lange sal ez sus stân? s prechen für die Minnekrankheit, welche sie überkommt (V. 1387; 1389)21.

2.4 Didos Untergang

Nachdem Eneas von den Göttern aufgefordert wurde, die Stadt Karthago zu verlassen, will Dido dies mit allen Mitteln verhindern. Zunächst versucht sie ihn mit dem Argument daz irz dorch ûch selben tût, dorch ûres lîbes minne (V. 2142; 2143)22. Folglich möchte sie ihm hier verdeutlichen, dass sie sich Sorgen um ihn und sein Leben macht. Als jedoch dieses Verhalten der Herrscherin auf Widerstand bei Eneas stößt, tritt ein Wendepunkt ein. Die Königin Karthagos unterstellt Eneas allerlei Unehrenhafte Realitäten. Zum einen wird ihr ab diesem Zeitpunkt eines vor Augen geführt: Sie hat ihre soziale Position gefährdet und somit auch die Macht an Eneas übertragen23. Des Weiteren wirft Dido ihm Undankbarkeit vor und dass er sie als Herrscherin ausgenutzt habe, da er ze grôzen missewenden (V. 2209)24.

Dennoch tritt Eneas die Schifffahrt an und lässt seine Liebende zurück. Diese ist erzürnt und wendet sich an ihre Schwester. In ihrer Verzweiflung und Ausweglosigkeit schickt Dido diese zu einer Zauberin. Die Königin sieht dies als letzten Ausweg daz mir Eneas erleide unde ich mîn herze scheide (V. 2289; 2290)25 .

Derweil beweist Dido wieder einmal, dass sie eine Planungskünstlerin ist. Während sie die Hofdamen wegschickt um alleine zu sein, beabsichtigt die Herrscherin Karthagos eine genaue Absicht. Angesichts der Abfahrt von Eneas nimmt Dido sich die Verbrennung seiner Gastgeschenke vor. Dabei verbrennt sie voller Zorn sein Schwert und auch sein Horn. Der Erzähler beschreibt Dîdô was uble gevar, wande sie ubile gedahte (V. 2333; 2334)26. Dido beginnt ihre Klage mit ouwê, hêre Ênêas, wie gewaldech ich was, dô ich ûch êrst erkande und gesach in diseme lande. des mûz ich sêre engelden.

Kurz darauf sticht sie ihr Herz mit dem Schwert durch und springt in das angelegte Feuer. Zuvor spricht sie aber noch direkt die Minne an: ouwê, unsenfte minne, wie dû mich hâst bedwungen! ichn mach mit mîner zungen niht gesagen mînen mût.

Schlussendlich verzeiht Dido aber Eneas, da ihn keine Schuld treffen würde. In Veldekes Schlussabschnitt der Königin entlastet sie Eneas wande ir sît es âne scholt (V. 2363)27. Auch, wenn Dido nach wie vor verletzt ist, da Eneas sie verlassen hat, weiß sie um die Mächte Bescheid und zeigt Einsicht. Für sie löst dies Verständnis und Verzeihung aus, da lediglich seine Erscheinung schuld war28.

3 Vorstellung Lavinias

3.1 Hintergründe der Lavinia

Lavinia, welche die Tochter der Königs Latinus ist, wird zum ersten Mal während der Prophezeiung von Eneas Vater während der Unterweltfahrt erwähnt29. Bereits ab diesem Zeitpunkt wird ihr Schicksal vorherbestimmt. Lavinia soll Eneas Ehefrau und zugleich Königin werden. Im weiteren Verlauf wird erwähnt, dass Lavinia bereits Turnus versprochen ist. Aufgrund dessen spricht Turnus mit dem König Latinus und verlangt als Gabe (sofern dieser bei dem Zweikampf mit Eneas siegen sollte) die Tochter Lavinia, sowie auch die Herrschaft über das Reich30. Von diesem Vorgehen rät der König ihm aber ab und er sollte sich eine andere Frau als Gemahlin nehmen, da er diesen Kampf nicht gewinnen werden würde. Turnus ist über diesen Vorschlag erzürnt und antwortet:

daz ich û sus erbarme,

desn weiz ich û deheinen dank.

ich erkenne wol den abewank,

ir mûwet uch al ane not.

Ênêas mûz den tôt

von mîner hant enphân (…)

Turnus ist fest entschlossen den Kampf zu gewinnen und er möchte auf keinen Fall, dass Lavinia an Eneas Seite sein wird. Dennoch ist er verwundert über die Fürsprache des Königs gegenüber Eneas.

Sowohl Eneas, als auch Turnus wollten mit ihren Waffen und behalden daz wîb, die maget alsô lussam (V. 9726; 9727)31. Die Königin Amata sucht das Gespräch mit ihrer Tochter und rät ihr minne Turnus (V. 9788). Für sie ist Eneas ein fataler Trojaner, welcher keinerlei Ehre zusteht. Des Weiteren erinnert sie Lavinia, dass Turnus das Königreich erhalten soll und auf keinen Fall Eneas.

3.2 Lavinias Gespräch mit ihrer Mutter

Da Lavinia noch keinerlei Erfahrungen mit der Minne gemacht hat, klärt ihre Mutter sie über allerlei Beschaffenheiten auf. Lavinia fragt sich, inwiefern sie Turnus lieben sollte. Lavinias Mutter spricht von der Minne daz ez rehte nieman dem anderen gesagen kann (V. 9823)32. Die Königin beschreibt die Minne als mächtigste Macht, welche einen ohne Vorwarnung überkommt. Vor allem zählt Amata die Minnesymptome auf, welche einen überkommen. Die Minne sei demnach nicht durchweg positiv zu verstehen, sondern macht sich am ganzen Leib bemerkbar. Dennoch möchte ihre Mutter sie nicht damit verschrecken, sondern lediglich aufklären33. Aufgrund der überwiegend negativen Aspekte, welche die Mutter beim Gespräch hervorbringt, entschließt sich Lavinia der Minne fernbleiben zu wollen. In diesem Augenblick wendet sich Amata und modelliert ihre Aussagen ins Positive ze diseme dinge iegeslîche hât diu Minne solhe bûze (V. 9886; 9887)34.

An dieser Stelle erwähnt die Königin die Glücks- und Schicksalsgöttin Fortuna, welche über den Verlauf der Minne entscheidet. Insbesondere wird von der Mutter erläutert, inwiefern die negativen Charakteristika der Minne in positive Analogien modifiziert werden35. Des Weiteren wird auch der Liebesgott Amor hervorgebracht. Dieser sollte laut der Königin für Lavinia bereits ein Begriff sein, da sie in dem templô, dâ man in gêt (...) daz bezeichnet die Minne (V. 9912; 9914)36. Das Gespräch endet abrupt durch die Königin, weil Lavinia nach wie vor eine Abwehrhaltung gegenüber der Minne präsentiert.

Bei dem zweiten Gespräch durchschaut ihre Mutter Lavinias Notlüge sofort und stellt sie sogleich zur Rede. Die Königin ist zunächst erfreut, dass ihre Tochter wohl diese Erfahrung durchlebt. Vor allem da sie lediglich an der Minnekrankheit leidet, ist ihre Erleichterung groß. Als Lavinia jedoch ihr gesteht, um welchen Liebenden es sich handelt, verflucht ihre Mutter sie des mûzest dû unsâlich sîn (V. 10632). Zuvor buchstabierte Lavinia voller Angst Eneas Namen auf einer Tafel, da ihre Schmach so enorm groß gegenüber ihrer Mutter war.

Die Gespräche mit ihrer Mutter sind entscheidend in Veldekes Erzählung für Lavinias Werdegang. Da diese noch unerfahren und schüchtern zugleich ist, leistet ihre Mutter Aufklärungsarbeit. Allerdings bezieht sich die Minne von Lavinia auf Eneas und nicht auf Turnus, welches die Mutter als wünschenswert erachtet hat. Zuvor spricht sie zwar noch von der Schicksalsgöttin, aber ihre Mutter zeigt keinerlei Einsicht. Im Gegenteil: Sie schließt ihre Tochter aus und verlangt das Lavinia dies umgehend ändert, obwohl dies nicht in ihrer Macht steht37.

3.3 Minnekrankheit

Nachdem Lavinia nun von ihrer Mutter erfahren hat was die Minne bedeutet, möchte sie diese nun auf keinen Fall miterleben müssen. Als sie aber Eneas das erste Mal erblickt, spricht sie bereits von wie wart her ie sô wol getân (V. 10024)38. Im nächsten Moment wurde Lavinia von einem Pfeil der Venus getroffen, welcher Lavinia dazu bewältigte Eneas zu lieben. Infolge dessen erleidet sie diejenigen Symptome, welche ihre Mutter bereits erwähnt hatte:

sie wart unmazen heiz

unde dar nâch schiere sal.

wande si unsanfte qual,

si switzete unde bebete,

unsanfte sie lebete,

sie wart bleich unde rôt.

Während des Minnemonologs spricht Lavinia bereits über ihren Tod und über ihre Qual, welche ihr ergeht. Sie stellt sich währenddessen oftmals Fragen wie wes luste mich daz ich in sach? (V. 10173)39. Des Weiteren verlangt Lavinia von der Minne eine Erleichterung bzw. Befreiung, da sie mit dieser nicht umgehen kann. Sie weiß um die Macht der Götter Bescheid und spricht Eneas keinerlei Schuldzuweisungen aus40.

Um Eneas für sich zu gewinnen, beschließt Lavinia, dass ein Pfeil in den Graben gelangen soll. Hierfür verfasst sie zunächst einen Brief, welcher an den Pfeil befestigt wird. Lavinia schickte einen Junker zu Eneas und bat ihn, dies zu tun. Trotz der Warnung, dass der Waffenstillstand somit ein Ende haben könnte, weicht sie nicht von ihrem Vorhaben ab. Als dies ausgeführt wurde, wollte Eneas Lavinia erblicken. Kurz darauf wurde auch er von Amors goldenen Pfeil getroffen und er litt unter denselben Minnesymptomen wie zuvor Lavinia41.

[...]


1 Heinrich von Veldeke: Eneasroman, Mittelhochdeutsch/ Neuhochdeutsch, Nach dem Text von Ludwig Ettmüller ins Neuhochdeutsche übersetzt mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Dieter Kartoschke. Durchgesehene und ergänzte Ausgabe. Stuttgart 1997, V. 290.

2 Veldeke (1997), V. 313.

3 Veldeke (1997), V. 407.

4 Veldeke (1997), V. 306-307.

5 Veldeke (1997), V. 1669-1687.

6 Veldeke (1997), V. 527-528.

7 Veldeke (1997), V. 537-538.

8 Lienert, Elisabeth: Deutsche Antikenromane des Mittelalters. Berlin 2001, S. 79.

9 Veldeke (1997), V. 626-628.

10 Veldeke (1997), V. 665.

11 Christ, Valentin: Bausteine zu einer Narratologie der Dinge. Berlin/Boston 2015, S. 63.

12 Kartschoke, Dieter: Didos Minne-Didos Schuld. München (1983), S. 103.

13 Lienert (2001), S. 79.

14 Veldeke (1997), V. 1385-1404.

15 Töpfer, Regina: Höfische Tragik. Berlin/Boston 2013, S. 327.

16 Veldeke (1997), V. 1836.

17 Schröder, Edward: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur (1957/58), S. 328.

18 Schröder (1957/8), S. 328.

19 Veldeke (1997), V. 1921-1922.

20 Syndikus, Anette: Dido zwischen Herrschaft und Minne. Zur Umakzentuierung der Vorlage bei Heinrich von Veldeke. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 114. Tübingen 1992, S. 73f.

21 Veldeke (1997), V. 1387-1389.

22 Veldeke (1997), V. 2142-2143.

23 Töpfer (2013), S. 329.

24 Veldeke (1997), V. 2209.

25 Veldeke (1997), V. 2289-2290.

26 Veldeke (1997), V. 2333-2334).

27 Veldeke (1997), V. 2363.

28 Sievers, Eduard: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur. Berlin 2017, S. 102ff.

29 Veldeke (1997), V. 3644-3649.

30 Veldeke (1997), V. 9612.

31 Veldeke (1997), V. 9726-9728.

32 Veldeke (1997), V. 9823.

33 Schröder (1957/8), S. 173.

34 Veldeke (1997), V. 9886-9887.

35 Veldeke (1997), V. 9865-9936.

36 Veldeke (1997), V. 9912-9914.

37 Schröder (1957/8), S. 178.

38 Veldeke (1997), V. 10024.

39 Veldeke (1997), V. 10173.

40 Veldeke (1997), V. 10332-10366.

41 Veldeke (1997), V. 10810-11035.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Wie verläuft die Minne bei Dido und Lavinia? Der "Eneasroman" von Heinrich von Veldeke
Hochschule
Universität Leipzig
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V941332
ISBN (eBook)
9783346270498
ISBN (Buch)
9783346270504
Sprache
Deutsch
Schlagworte
minne, dido, lavinia, eneasroman, heinrich, veldeke
Arbeit zitieren
Tatjana Puchert (Autor), 2020, Wie verläuft die Minne bei Dido und Lavinia? Der "Eneasroman" von Heinrich von Veldeke, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941332

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