Die Energiewende muss in allen Sektoren, dem Verkehrs-, dem Industrie-, dem Gebäude- und dem Dienstleistungssektor, vorangebracht werden. Die aufgezählten Sektoren sind von größtem nach kleinstem Endenergieverbrauch angeordnet. Auf die drei Bereiche mit dem größten Endenergieverbrauch wird zusammenhängend mit der Energiewende im Folgenden näher eingegangen.
Auf der ganzen Welt steigt die Nachfrage nach Energie stark an. In den Entwicklungsländern jedoch, herrscht immer noch eine Energiearmut und so muss für weitere 2,4 Milliarden Menschen ein Zugang zu modernen Formen der Energie geschaffen werden. Die Energie stellt eine Voraussetzung der wirtschaftlichen Entwicklung dar, weswegen der Energieeinsatz der Menschen im 21. Jahrhundert noch stark ansteigen muss. Die momentane Situation birgt jedoch hohe Umweltrisiken und verhindert in einer Vielzahl an Ländern die Weiterentwicklung. Aus der derzeitigen Situation ergeben sich auch sicherheitspolitische Risiken. Aus diesen Gründen ist die Energiewende einer der wichtigsten Faktoren der globalen Entwicklungs- und Umweltpolitik in diesem Jahrhundert, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Effizienter Umgang mit Energie
3. Die Verkehrswende
4. Bedeutung der Energiewende für die Industrie
5. Energieeffizienz in Gebäuden
6. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht die Herausforderungen und Strategien der deutschen Energiewende mit einem spezifischen Fokus auf die Sektoren Verkehr, Industrie und Gebäude. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch gesteigerte Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien die Klimaziele bis 2050 erreicht werden können.
- Effiziente Nutzung von Primärenergie
- Transformation des Verkehrssektors zur Klimaneutralität
- Dekarbonisierung der Industrie bei gleichzeitiger Wettbewerbssicherung
- Energieeffiziente Gebäudesanierung als zentraler Hebel
Auszug aus dem Buch
3. Die Verkehrswende
Die Verkehrswende ist mehr als eine Antriebswende, die nur das Austauschen der Antriebssysteme von Fahrzeugen beabsichtigt. Es geht vor allem darum, den Energieverbrauch zu minimieren und den verbleibenden Energiebedarf mit Energie zu decken, die klimaneutral ist. Damit stützt sich die Verkehrswende auf zwei Säulen, die Mobilitätswende und die Energiewende im Verkehr. Die Mobilitätswende sorgt für eine Senkung des Endenergieverbrauchs im Verkehr, ohne dass die Mobilität eingeschränkt wird. Entgegen dessen ist die Energiewende im Verkehr vor allem technisch eine Herausforderung, denn der verbleibende Endenergiebedarf des Verkehrs soll mit klimaneutralen Antriebsenergien gedeckt und in motorisieren Fahrzeugen sparsam und effizient eingesetzt werden.
Im Verkehrssektor ist die Energiewende am wenigsten fortgeschritten, denn nur 5 Prozent des Endenergieverbrauchs wird durch erneuerbare Energien abgedeckt und 93 Prozent durch Erdöl.
Der Endenergieverbrauch im Verkehrssektor ist im Jahr 2017 gestiegen und betrug 2755 PJ. Damit war der Wert um 2,4 Prozent höher, als im Jahr davor. Insgesamt umfasst der Verkehrssektor rund 30 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland. Steigerungen der Effizienz haben die Zunahme des Energieverbrauchs bisher nicht kompensiert, was an den stark angestiegenen Verkehrsleistungen liegt. Die Ursachen dafür, dass dieser Sektor als einziger steigende CO2-Emissionen aufweist, begründet sich in zwei großen Trends. Zum einen gibt es immer mehr Verkehr auf den Straßen. Zwischen 2000 und 2015 stieg der Gütertransport um ein Viertel auf 650 Mrd. Tonnenkilometer und der Personenverkehr um 13 Prozent auf 1180 Mrd. Personenkilometer. Beim Gütertransport wurden 80 Prozent davon durch Lkw und im Personenverkehr 70 Prozent durch Autos gedeckt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die globale Notwendigkeit der Energiewende zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen und skizziert die deutsche Strategie bis 2050.
2. Effizienter Umgang mit Energie: Dieses Kapitel analysiert die Strategien der Bundesregierung zur Senkung des Primärenergieverbrauchs und die Rolle der Energieeffizienzstrategie 2050.
3. Die Verkehrswende: Hier werden die Herausforderungen des Verkehrssektors beleuchtet, der als einziger Bereich steigende Emissionen aufweist, und Lösungsansätze wie Mobilitätswende und alternative Antriebe diskutiert.
4. Bedeutung der Energiewende für die Industrie: Das Kapitel thematisiert die Transformation der Industrie hin zur Klimaneutralität unter der Prämisse, den Standortvorteil und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
5. Energieeffizienz in Gebäuden: Diese Sektion behandelt den hohen Energieverbrauch durch Heizen und Warmwasser und präsentiert Maßnahmenpakete zur Sanierung und Effizienzsteigerung im Gebäudebestand.
6. Schluss: Das Schlusskapitel resümiert, dass eine erfolgreiche Energiewende eine sektorübergreifende Vernetzung und dezentrale Strukturen erfordert.
Schlüsselwörter
Energiewende, Energieeffizienz, Klimaziele 2050, Verkehrswende, Industrie, Gebäudesektor, Treibhausgasemissionen, Erneuerbare Energien, Primärenergieverbrauch, Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung, Klimaschutz, Mobilitätswende, Energieversorgung, Digitalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Umsetzung der deutschen Energiewende und analysiert deren Fortschritt sowie die notwendigen Maßnahmen in den drei zentralen Sektoren Verkehr, Industrie und Gebäude.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Betrachtung?
Die zentralen Felder sind die Steigerung der Energieeffizienz, die Umstellung auf erneuerbare Energieträger und die Reduktion von Treibhausgasemissionen zur Erreichung der Klimaziele.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Darstellung des aktuellen Stands der Energiewende und der Aufzeigung, welche Schritte erforderlich sind, um bis 2050 eine weitestgehend klimaneutrale Gesellschaft zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken, Berichten sowie offiziellen Strategiepapieren der Bundesregierung und relevanter Forschungsinstitute.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden spezifisch die Effizienzstrategien sowie die sektorbezogenen Herausforderungen, Trends und notwendigen Anpassungen für den Verkehr, die Industrie und den Gebäudebereich detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Energiewende, Energieeffizienz, Klimaziele, Verkehrswende und Sektorenkopplung.
Warum gilt der Verkehrssektor als besonders problematisch für die Energiewende?
Der Verkehrssektor weist als einziger Bereich steigende CO2-Emissionen auf, was primär auf stark angestiegene Verkehrsleistungen im Personen- und Güterverkehr sowie die hohe Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zurückzuführen ist.
Welche Rolle spielt die Industrie bei der Klimaneutralität?
Die Industrie muss trotz des Ziels der Klimaneutralität ihren Status als starker Industriestandort beibehalten, wobei höhere Energieeffizienz helfen soll, die Kosten für Unternehmen stabil zu halten.
Wie kann die Lücke bei den CO2-Emissionen im Gebäudesektor geschlossen werden?
Laut dem Maßnahmenpaket der geea kann die Lücke durch eine Kombination aus Sanierungsförderung, qualifizierter Beratung und der Nutzung von Chancen durch Digitalisierung und Automatisierung geschlossen werden.
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- Jessica Herfel (Author), 2020, Die Energiewende mit Hinblick auf den Verkehrs-, Industrie- und Gebäudesektor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941426