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Gemeinwesenarbeit im Kontext Sozialer Arbeit. Eine Annäherung an Begriffe und Leitlinien

Titel: Gemeinwesenarbeit im Kontext Sozialer Arbeit. Eine Annäherung an Begriffe und Leitlinien

Hausarbeit , 2019 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Britta Hofmann (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll die Entwicklung der Gemeinwesenarbeit im Kontext Sozialer Arbeit dargestellt werden. Des Weiteren soll über ihre Bedeutung als „dritte Methode“, hin zur Perspektive der Sozialraumorientierung als erweiterter Ansatz gemeinwesenbetonter Arbeit informiert werden.

Dabei soll ein Eindruck davon vermittelt werden, welche Ziele die Gemeinwesenarbeit verfolgt, wie sich diese verändert haben bzw. in welchem Kontext sich diese verändern. Als Beispiel integrativer Handlungsansätze, um soziale Problemlagen z.B. schon präventiv zu vermeiden, oder eigenmächtig zu bewältigen, wird das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ skizziert und anhand des Sanierungsprogramms des Quartiersmanagements der Stadt Hannover für den Stadtteil Mühlenberg Methoden der Bürger*innenbeteiligung exemplarisch ausgeführt. Das Quartiersmanagement nimmt dabei die institutionelle Rolle ein, die integrativen Handlungsansätze langfristig umzusetzen und sich überflüssig zu machen. Dies soll über eine Aktivierung von Bewohner*innen der Quartiere gelingen.

Die Gemeinwesenarbeit hat in der Bundesrepublik Deutschland noch keine lange Geschichte durchlaufen. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit der Settlement-Bewegung in Großbritannien der erste Schritt in Richtung gemeinwesenorientierter Arbeit im Kontext der Sozialarbeit getan wurde. Wenig später bereitete Jane Addams mit der Errichtung des „Hull House“ in Chicago, USA den Weg für eine Verknüpfung von Sozialer Arbeit und politischem Engagement.

In Deutschland folgten erst in den 1920ern solche Nachbarschaftshäuser. In den 1930ern hatten diese unter den Nationalsozialisten wieder zunehmend eine notlindernde statt politischer Funktion. Erst mit den Studentenbewegungen in den 1960er Jahren wurde die Gemeinwesenarbeit als Teil Sozialer Arbeit zunehmend politisch und setzte sich außerdem als „dritte Methode“, neben Einzelfall- und Gruppenarbeit in der Sozialen Arbeit durch. Zwanzig Jahre später, in den 80er Jahren entwickelte sich die Gemeinwesenarbeit hin zur „stadtteilbezogenen Arbeit“, wobei ein neuer Schwerpunkt auf der Hinwendung zu pragmatischen Handlungsmöglichkeiten lag.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Heranführung an eine Definition von Gemeinwesenarbeit

Historische Entwicklung der GWA und der Community Organization

Von der GWA zur Sozialraumorientierung

Sozialraumorientierung als Perspektive Sozialer Arbeit

Quartiersmanagement und „Soziale Stadt“

Das Programm „Soziale Stadt“ als Beispiel für die Arbeit des Quartiersmanagements

Quartiersmanagement als intermediäre Instanz

Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung: Stadtteilbegehung und aktivierende Befragung

Vergleich der Methoden Stadtteilbegehung und aktivierende Befragung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Gemeinwesenarbeit (GWA) im Kontext der Sozialen Arbeit, insbesondere unter Berücksichtigung der Perspektive der Sozialraumorientierung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie aktuelle Methoden der Bürger*innenbeteiligung – am Beispiel des Quartiersmanagements und des Programms „Soziale Stadt“ – zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen in benachteiligten Stadtteilen beitragen können.

  • Historische Entwicklung von Gemeinwesenarbeit und Community Organization
  • Transformation von der GWA zur Sozialraumorientierung als Leitansatz
  • Die Rolle des Quartiersmanagements im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“
  • Methodische Ansätze der Bürger*innenbeteiligung (Stadtteilbegehung und aktivierende Befragung)
  • Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen professionellem Auftrag und politisch-administrativen Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

Quartiersmanagement als intermediäre Instanz

Quartiersmanager*innen müssen „nach allen Seiten offen sein“, sie sind Mittler zwischen Bewohner*innengruppen, dem politisch-administrativen System (Politik und Verwaltung), dem privaten Wirtschaftssektor (lokale Ökonomie) und anderen lokalen Akteuren (andere soziale Institutionen, Kirchen, Vereine etc.)(vgl. Krummacher 2003:208). Daraus ergibt sich eine Doppelrolle für die Quartiersmanager*innen: Einerseits sollen sie ermöglichen, dass mehr direkte Demokratie für die Bewohnenden möglich ist, um sich gegen Bürokratie- und Wirtschaftsinteressen behaupten zu können. Andererseits sollen sie Ordnungsinteressen (des Trägers) durchsetzen (vgl. Krummacher 2003:208 nach Trojan/ Hildebrandt 1990). Somit befinden sich Quartiersmanager*innen im Spannungsfeld zwischen sozialem Auftrag und den Rahmenbedingungen, die Träger und Investoren vorgeben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung verortet die Gemeinwesenarbeit als „dritte Methode“ der Sozialen Arbeit und skizziert die methodische Entwicklung hin zur stadtteilbezogenen Arbeit.

Heranführung an eine Definition von Gemeinwesenarbeit: Dieses Kapitel nähert sich dem diffusen Begriff der Gemeinwesenarbeit durch eine historische und inhaltliche Abgrenzung zur Einzelfallhilfe.

Historische Entwicklung der GWA und der Community Organization: Hier werden die Wurzeln in der Settlement-Bewegung und der US-amerikanischen Community Organization analysiert, um die Entstehung professioneller Armenhilfe zu erläutern.

Von der GWA zur Sozialraumorientierung: Das Kapitel beschreibt die begriffliche Krise der Gemeinwesenarbeit in den 1980er Jahren und die Neuausrichtung hin zur Sozialraumorientierung.

Sozialraumorientierung als Perspektive Sozialer Arbeit: Hier werden die zentralen Prinzipien der Sozialraumorientierung erarbeitet, wobei der Fokus auf den Interessen der Bewohner*innen und aktivierender Arbeit liegt.

Quartiersmanagement und „Soziale Stadt“: Dieses Kapitel verknüpft die theoretische Sozialraumorientierung mit der praktischen Umsetzung im Programm „Soziale Stadt“.

Das Programm „Soziale Stadt“ als Beispiel für die Arbeit des Quartiersmanagements: Es wird die Rolle des Quartiersmanagements bei der Bündelung stadtentwicklungspolitischer Strategien zur Verbesserung der Lebensverhältnisse dargestellt.

Quartiersmanagement als intermediäre Instanz: Die Analyse beleuchtet die schwierige Vermittlerrolle von Quartiersmanager*innen zwischen Bewohnerschaft, Politik und Verwaltung.

Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung: Stadtteilbegehung und aktivierende Befragung: Dieses Kapitel stellt zwei spezifische Methoden der Partizipation vor, um Bürger*innen in soziale Prozesse einzubinden.

Vergleich der Methoden Stadtteilbegehung und aktivierende Befragung: Der Vergleich verdeutlicht die unterschiedlichen Potenziale und Grenzen der beiden Beteiligungsformen im Hinblick auf demokratische Prozesse.

Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Sozialraumorientierung eine umfassende Perspektive bietet, um systematische Ungleichheiten in der Sozialen Arbeit zu bearbeiten.

Schlüsselwörter

Gemeinwesenarbeit, GWA, Sozialraumorientierung, Quartiersmanagement, Soziale Stadt, Bürgerbeteiligung, Stadtteilbegehung, aktivierende Befragung, Partizipation, Soziale Arbeit, Stadtentwicklung, Lebensweltorientierung, Empowerment, Demokratie, soziale Ungleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Verortung und praktischen Anwendung der Gemeinwesenarbeit (GWA) innerhalb der modernen Sozialen Arbeit, mit besonderem Fokus auf Stadtteile als Sozialräume.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der GWA, der Übergang zur Sozialraumorientierung, die Rolle von Quartiersmanagements in Förderprogrammen wie „Soziale Stadt“ sowie Methoden der Bewohneraktivierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch integrative Handlungsansätze und professionelle Beteiligungsprozesse strukturelle soziale Probleme in Quartieren angegangen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und historische Aufarbeitung der Fachdiskussion zur Gemeinwesenarbeit sowie eine exemplarische Betrachtung von Beteiligungsmethoden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die theoretische Fundierung der Sozialraumorientierung, die Praxis des Quartiersmanagements und einen detaillierten Methodenvergleich.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die zentralen Begriffe sind Gemeinwesenarbeit, Sozialraumorientierung, Partizipation, Quartiersmanagement und Soziale Stadt.

In welchem Spannungsfeld bewegen sich Quartiersmanager*innen laut der Autorin?

Sie bewegen sich im Spannungsfeld zwischen der Anwaltschaft für die Bewohner*innen und dem Erfüllen der Anforderungen ihrer städtischen oder institutionellen Träger.

Warum reicht eine rein territoriale Betrachtung laut der Arbeit nicht mehr aus?

Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und veränderter Lebenswelten, die nicht mehr zwingend an einen festen Stadtteil gebunden sind, müssen Sozialräume komplexer und funktionaler definiert werden.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gemeinwesenarbeit im Kontext Sozialer Arbeit. Eine Annäherung an Begriffe und Leitlinien
Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Note
1,0
Autor
Britta Hofmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
24
Katalognummer
V941486
ISBN (eBook)
9783346281005
ISBN (Buch)
9783346281012
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gemeinwesenarbeit GWA Begriffe Leitlinien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Britta Hofmann (Autor:in), 2019, Gemeinwesenarbeit im Kontext Sozialer Arbeit. Eine Annäherung an Begriffe und Leitlinien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941486
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Leseprobe aus  24  Seiten
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