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Das benediktinische Mönchtum im europäischen Mittelalter. Das Stift Seitenstetten von 1116 bis zur Melker Reform im Jahre 1419

Title: Das benediktinische Mönchtum im europäischen Mittelalter. Das Stift Seitenstetten von 1116 bis zur Melker Reform im Jahre 1419

Seminar Paper , 2020 , 17 Pages , Grade: 2

Autor:in: Robert Fischer (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Die Arbeit thematisiert das benediktinische Mönchtum im europäischen Mittelalter, am Fallbeispiel des Stiftes Seitenstetten in Niederösterreich, zwischen dessen Gründung im Jahre 1116 bis zur Melker Reform im Jahre 1419.

Welche Gründe gab es für die schleppende wirtschaftliche Entwicklung des Stiftes Seitenstetten und wodurch kam es zum späteren wirtschaftlichen und geistigen Aufschwung? In diesem Kontext ergibt die Fragestellung: Wie hilfreich war bei der Entwicklung des Stiftes die Regel des Benedikts?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Fragestellung

2 Die Äbte der Frühzeit (1114 – 1201)

3 Das Kloster im weiteren wirtschaftlichen Aufbau und im Kampf um seine Rechte

4 Die Zeit der Reformbedürftigkeit des Konventes

5 Die Melker Reform und ihre Folgen

6 Conclusio und Erörterung der Fragestellung

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Stiftes Seitenstetten von seiner Gründung im Jahr 1116 bis zur Implementierung der Melker Reform im Jahr 1419. Dabei steht die zentrale Fragestellung im Fokus, welche Faktoren die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussten, warum es zu Krisenzeiten in der Ordensdisziplin kam und inwiefern die Einhaltung der Regel des Benedikts die Stabilität des Klosters prägte.

  • Gründungsgeschichte und frühe wirtschaftliche Etablierung des Stiftes.
  • Die Rolle der Äbte in der Frühzeit sowie in den wirtschaftlichen Aufbauphasen.
  • Rechtliche Auseinandersetzungen und der Schutz durch das Papsttum.
  • Ursachen und Auswirkungen des sittlichen Niedergangs der Ordensdisziplin.
  • Prozess und Erfolg der Melker Reform zur Wiederherstellung monastischer Werte.

Auszug aus dem Buch

Die Zeit der Reformbedürftigkeit des Konventes

Dieser Abschnitt der Stiftsgeschichte zieht sich über 129 Jahre (1290 – 1419), 10 Äbte trugen während dieser Periode die Verantwortung für das Stift. Diese Zeit ist anfänglich von hohen Schulden und entzogenen Gütern geprägt. Bereits dem ersten Abt dieser Periode gelingt es die Schulden abzubauen und entzogene Gründe wieder zurück zu kaufen. In diesem Zeitabschnitt findet auch der Wiederaufbau des im Jahre 1250 abgebrannten Klosters statt.

Die Periode begann mit Abt Konrad IV. (1290 – 1308). Konrad wurde in Admont geboren, er trat ins Stift Seitenstetten ein. Zum Abt wurde er am Festtag des hl. Jakobus gewählt. Konrad übernimmt von seinem Vorgänger Schulden in der Höhe von 300 Pfund Pfennig, er muss entzogene Güter wieder zurück kaufen. Während Konrads Amtszeit wird die Kirche samt Turm, beides in der heutigen Gestalt, vollendet. Der Abt bewies herausragende wirtschaftliche Fähigkeiten. Er baute nicht nur die Schulden ab, er kaufte Liegenschaften zu, und er hinterließ eine Summe von 1500 Pfund Wiener Pfennige. Über die monastische Disziplin fehlen die Visitationsberichte, obwohl Bischof Bernhard von Passau am 22. Jänner 1301 für die Benediktiner und Augustiner in Österreich Visitationen angeordnet hatte. Einen wenig erbaulichen Einblick gibt die Urkunde des Papstes Bonifaz VII. vom 23. März 1295, die die Gewissenhaftigkeit des Abtes hervorhebt. Darin erbittet der Abt die Vollmacht, seine Mönche die sich die Exkommunikation zugezogen hatten, lossprechen zu können. Bei den Vergehen handelte es sich um einen Raufexzess, um Privatbesitz und um Gehorsamsverweigerung. Für die Vergehen des Privatbesitzes und der Gehorsamsverweigerung wurde dem Abt die Vollmacht gewährt. Der Mönch mit dem Raufhandel musste sich die Absolution in Rom holen. Aus diesen Vorfällen lässt sich bereits eine sinkende Tendenz in der Ordenszucht ableiten, die in weiterer Folge die Melker Reform notwendig machen sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Gründung des Stiftes Seitenstetten ein und stellt die leitende Forschungsfrage nach der wirtschaftlichen Entwicklung und der Bedeutung der Regula Benedicti.

2 Die Äbte der Frühzeit (1114 – 1201): Es wird die erste Phase der Stiftsleitung durch fünf Äbte beschrieben, in der die materiellen Grundlagen durch Schenkungen und kluge Wirtschaftsführung gelegt wurden.

3 Das Kloster im weiteren wirtschaftlichen Aufbau und im Kampf um seine Rechte: Dieses Kapitel thematisiert die Zeit zwischen 1201 und 1290, die von Rechtsstreitigkeiten, Brandereignissen und der notwendigen Unterstützung durch das Papsttum geprägt war.

4 Die Zeit der Reformbedürftigkeit des Konventes: Hier wird der 129-jährige Zeitraum bis 1419 behandelt, der durch sinkende Ordensdisziplin und wirtschaftliche Herausforderungen gekennzeichnet war.

5 Die Melker Reform und ihre Folgen: Dieses Kapitel erläutert die Implementierung der Melker Reform als Antwort auf den sittlichen Verfall und die anschließende Festigung der Ordenszucht.

6 Conclusio und Erörterung der Fragestellung: Das Fazit fasst die 300-jährige Entwicklung zusammen und diskutiert abschließend die Rolle der Regel des Heiligen Benedikt im Klosteralltag.

Schlüsselwörter

Stift Seitenstetten, Benediktiner, Mittelalter, Ordensdisziplin, Melker Reform, Äbte, Wirtschaftsgeschichte, Regula Benedicti, Stiftungsgeschichte, Klostergründung, Kirchenrecht, Niederösterreich, Visitation, monastische Zucht, Grundbesitz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Geschichte des Benediktinerstiftes Seitenstetten über einen Zeitraum von etwa 300 Jahren, von der Gründung im frühen 12. Jahrhundert bis zur umfassenden Reform im 15. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der wirtschaftlichen Aufbauarbeit des Stiftes, den rechtlichen Auseinandersetzungen mit Vögten und Nachbarbistümern sowie der Entwicklung der klösterlichen Lebensweise.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Untersuchung geht der Frage nach, warum das Stift wirtschaftlich teils schleppende Entwicklungen durchlief, welche Rolle Krisen in der Ordensdisziplin spielten und inwieweit die Regel des Benedikts als Richtlinie für das klösterliche Leben wirksam war.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung von Quellen wie Urkundenbüchern, Äbtekatalogen und visitationstechnischen Aufzeichnungen der damaligen Zeit.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil ist chronologisch gegliedert und behandelt die Äbtelisten, wirtschaftliche Krisen, den Einfluss äußerer Konflikte wie Klosterbrände oder rechtliche Streitigkeiten sowie die Notwendigkeit der Melker Reform.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Benediktiner, Seitenstetten, Ordensdisziplin, Melker Reform und historische Stiftsentwicklung beschreiben.

Warum war das Stift Seitenstetten im 14. Jahrhundert ein „Spielball der Politik“?

Das Stift war durch seine Abhängigkeit vom Schutz ansässiger Adeliger und Vögte stark in lokale Machtkämpfe involviert, was oft zu Eingriffen des Papsttums führte, um die Rechte des Klosters zu wahren.

Inwiefern hat die Melker Reform die Entwicklung nachhaltig beeinflusst?

Die Reform sorgte für eine Reorganisation der Ordensdisziplin und eine wissenschaftliche Belebung, wodurch das Kloster gestärkt wurde und nachfolgenden Herausforderungen, wie der Reformation, widerstandsfähiger entgegentreten konnte.

Welche Rolle spielte die Ernährung und der Privatbesitz im Kontext der Disziplin?

Das Aufkommen von Privatbesitz, üppigen Mahlzeiten und mangelndem Eifer für das Chorgebet wurden als Indikatoren für den Niedergang der monastischen Zucht gesehen, die letztlich die Visitationen der Melker Reform notwendig machten.

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Details

Title
Das benediktinische Mönchtum im europäischen Mittelalter. Das Stift Seitenstetten von 1116 bis zur Melker Reform im Jahre 1419
College
University of Salzburg  (Kirchengeschichte und Patristik)
Course
Vorlesung Kirche im europäisches Mittelalter
Grade
2
Author
Robert Fischer (Author)
Publication Year
2020
Pages
17
Catalog Number
V941792
ISBN (eBook)
9783346272683
ISBN (Book)
9783346272690
Language
German
Tags
Mönche-Benediktiner-Seitenstetten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Fischer (Author), 2020, Das benediktinische Mönchtum im europäischen Mittelalter. Das Stift Seitenstetten von 1116 bis zur Melker Reform im Jahre 1419, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941792
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