Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Reporting als Standardaufgabe eines Controllers. Zu Beginn erhält der Leser einen Einblick darüber, was unter Reporting zu verstehen ist und wie dieser Bereich im Controlling eingeordnet wird. Dabei wird auf die Aufgaben, die Berichte und aktuelle Herausforderungen im Reporting eingegangen. Das darauffolgende Kapitel bezieht sich auf die Entwicklungsmöglichkeiten und Trends im Reporting. Zunächst erfolgt eine Aufstellung und Vorstellung von Trends, die in die drei Bereiche technisch, effizienzsteigernd und sonstige aufgeteilt wurden. Nach der Kurzvorstellung verschiedenster Entwicklungsmöglichkeiten findet eine nähere Betrachtung des Trends „Reporting Factory“ statt.
Reporting – Diese Standardaufgabe des Controllings hat viele Namen: Internes Reporting, Management Reporting, internes Berichtswesen. So vielfältig, wie die Umschreibungen sind, so vielfältig und anspruchsvoll ist auch die dahintersteckende Arbeit. Mit dem Wandel der Zeit ändert sich auch der Tätigkeitsbereich, das Anforderungsprofil und die Komplexität des Controller-Daseins und der Reportingaufgabe. Mit jedem vergangenen Jahr und Jahrzehnt entstehen Neuerungen. So auch im Laufe des 21. Jahrhundert. Zukunftsthemen wie die Digitalisierung, der damit verbundene Bereich Big Data und die zunehmende Standardisierung und Automatisierung von Prozessen sind Themen, die nicht unbemerkt am Reporting vorbeigehen. Ganz im Gegenteil, sie beeinflussen den Aufgabenbereich nachhaltig und bergen eine Reihe von Möglichkeiten und Herausforderungen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 REPORTING ALS STANDARDAUFGABE DES CONTROLLINGS
2.1 Begriffsdefinition Reporting
2.2 Einordnung des Reportings in das Controlling
2.2.1 Aufgaben des Reportings
2.2.2 Berichte im Reporting
2.2.2.1 Arten
2.2.2.1.1 Standardberichte
2.2.2.1.2 Abweichungsberichte
2.2.2.1.3 Bedarfsberichte
2.2.2.2 Zweck eines Berichts
2.2.2.2.1 Zweck der Dokumentation
2.2.2.2.2 Planungs- und Entscheidungsgrundlage
2.2.2.2.3 Zweck der Kontrolle
2.2.3 Aktuelle Herausforderungen im Reporting
2.2.3.1 Unzureichende Steuerungsrelevanz der Reports
2.2.3.2 Mangelhafte Visualisierung der Informationen
2.2.3.3 Hoher Prozessaufwand in der Berichterstellung
2.2.3.4 Begrenzter Berichtsnutzen
3 ENTWICKLUNGSMÖGLICHKEITEN IM REPORTING
3.1 Überblick
3.1.1 Technische Entwicklungstrends
3.1.1.1 Mobile/ Self-Service Reporting
3.1.1.2 Cloud Computing
3.1.2 Effizienzsteigernde Entwicklungstrends
3.1.2.1 Lean Reporting
3.1.2.2 Shared Service Center: die Reporting Factory
3.1.3 Sonstige Entwicklungstrends
3.1.3.1 Integrated Reporting
3.1.3.2 Predictive Analytics
3.2 Die Reporting Factory als ausgewählter Entwicklungstrend
3.2.1 Notwendigkeit einer Reporting Factory
3.2.2 Beurteilung einer Reporting Factory
3.2.2.1 Chancen einer Reporting Factory
3.2.2.1.1 Verbesserung der Effizienz
3.2.2.1.2 Konzentrierung auf wertschöpfende Tätigkeiten
3.2.2.1.3 Verbesserte Kosten- und Systemstruktur
3.2.2.2 Herausforderungen einer Reporting Factory
3.2.2.2.1 Keine Businessnähe
3.2.2.2.2 Fehlende Akzeptanz bei den Mitarbeitern
3.2.2.2.3 Unternehmensgröße als Vorteilshürde
4 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Status Quo des Reportings als zentrale Aufgabe im Controlling und analysiert moderne Entwicklungsmöglichkeiten zur Effizienzsteigerung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Controller durch Prozessoptimierungen und neue Konzepte von transaktionalen Routineaufgaben entlastet werden können, um sich verstärkt der wertschöpfenden Datenanalyse und Managementberatung zu widmen.
- Grundlagen und Einordnung des Reportings im Controlling-Kontext
- Herausforderungen in der Berichterstellung und Visualisierung
- Technologische Trends wie Cloud Computing und Mobile Reporting
- Konzept und Nutzen der "Reporting Factory" als Shared Service Ansatz
- Strategische Implikationen der Prozessoptimierung für Controller
Auszug aus dem Buch
3.2.2.1.2 Konzentrierung auf wertschöpfende Tätigkeiten
Eine Reporting Factory wirkt dahingehend entlastend, dass den Controller/innen eine Möglichkeit geboten wird, zeitraubende Tätigkeiten, wie das Datenmanagement und die Berichtserstellung (siehe Abb. 1), abzugeben. Auf diesem Weg können sie sich auf den Teil konzentrieren, der sich u.a. mit der Datenanalyse und der Unterstützung in der Entscheidungsfindung befasst. Denn wie in Kapitel 3.2.1 angesprochen, ist dieser Aufgabenbereich der, der für das Unternehmen einen Zusatznutzen generiert.
Auch wird hierdurch die Problematik aus Kapitel 2.2.3.4 aufgegriffen, die sich auf den begrenzten Berichtsnutzen bezieht. Dabei ist darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Controlleraufgabe nicht mit der Berichtsübermittlung enden darf. Viel bedeutender ist die Diskussion über die Berichtsergebnisse, was durch die Nutzung einer Reporting Factory verstärkt umgesetzt werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Reportings im 21. Jahrhundert und stellt die Relevanz von Themen wie Digitalisierung und Standardisierung für moderne Controller heraus.
2 REPORTING ALS STANDARDAUFGABE DES CONTROLLINGS: Dieses Kapitel definiert den Begriff Reporting, ordnet ihn in das Controlling ein und beleuchtet aktuelle Defizite wie unzureichende Steuerungsrelevanz oder hohe Prozesskosten.
3 ENTWICKLUNGSMÖGLICHKEITEN IM REPORTING: Es werden verschiedene Trends (technisch, effizienzsteigernd, sonstige) vorgestellt und das Modell der "Reporting Factory" zur Prozessbündelung vertieft analysiert.
4 FAZIT: Das Fazit fasst die Rolle des Controllers im Wandel zusammen und bewertet die Vor- und Nachteile der Einführung einer Reporting Factory kritisch.
Schlüsselwörter
Reporting, Controlling, Berichtswesen, Reporting Factory, Shared Service Center, Datenanalyse, Managementberatung, Effizienzsteigerung, Prozessoptimierung, Business Intelligence, Digitalisierung, Standardisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Reporting als zentrale Standardaufgabe im Controlling und untersucht, wie dieses durch moderne Ansätze effizienter gestaltet werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Aufgaben des Reportings, aktuelle Herausforderungen in der Berichterstattung sowie zukunftsweisende Trends und Organisationsmodelle wie die Reporting Factory.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um Controller von zeitraubenden transaktionalen Routineaufgaben zu befreien und ihnen den Freiraum für wertschöpfende Tätigkeiten wie Analyse und Beratung zu verschaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die den aktuellen Stand der Forschung und Praxis zu Reporting-Konzepten und Prozessoptimierungen im Controlling zusammenfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des Reportings und bestehende Problemfelder diskutiert, gefolgt von einer detaillierten Analyse technischer und organisatorischer Trends inklusive einer kritischen Würdigung der "Reporting Factory".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Reporting, Controller, Effizienzsteigerung, Reporting Factory, Prozessoptimierung und Business Intelligence beschreiben.
Warum ist eine "Reporting Factory" für viele Unternehmen relevant?
Sie bietet die Möglichkeit, transaktionale Reporting-Aufgaben zu bündeln, zu automatisieren und so die Effizienz durch Skaleneffekte sowie eine verbesserte Kostenstruktur signifikant zu steigern.
Welche Herausforderungen sind mit einer Reporting Factory verbunden?
Zu den Herausforderungen zählen die Gefahr der fehlenden Businessnähe, mögliche Akzeptanzprobleme bei den Mitarbeitern durch veränderte Rollenbilder sowie die notwendige kritische Unternehmensgröße für eine wirtschaftliche Implementierung.
- Quote paper
- Elisa Heil (Author), 2018, Reporting. Status und Entwicklungsmöglichkeiten einer Standardaufgabe im Controlling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941873