Das grundlegende Ziel dieser Arbeit ist es, die Frage zu beantworten, ob das BIP als Wohlstandsindikator genügt oder ob es einen geeigneteren Indikator für Wohlstand gibt. In diesem Praxistransferbericht wird zuallererst auf das BIP eingegangen. Es wird definiert, die Berechnungsarten werden vorgestellt und einige interessante Daten und Fakten werden beschrieben. In Anschluss folgt die Kritik am BIP. Infolgedessen werden zwei der unzähligen Wohlstandsindikatoren vorgestellt. Zum einen der Human Development Index (HDI) und zum anderen der Happy Planet Index (HPI). Der Schlussteil dieser Arbeit besteht aus einem Fazit, bei dem auf die These eingegangen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. BRUTTOINLANDSPRODUKT (BIP)
3. KRITIK AM BRUTTOINLANDSPRODUKT (BIP)
4. ALTERNATIVE WOHLSTANDSINDIKATOREN
4.1 DER HUMAN DEVELOPMENT INDEX (HDI)
4.2 DER HAPPY PLANET INDEX (HPI)
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die wissenschaftliche Eignung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als Wohlstandsindikator zu untersuchen und zu bewerten, ob alternative Indikatoren eine genauere Aussage über das Wohlbefinden einer Bevölkerung ermöglichen.
- Methodische Grundlagen und Berechnungsarten des BIP
- Kritische Analyse der Defizite des BIP als Wohlstandsmaß
- Vorstellung und Bewertung des Human Development Index (HDI)
- Untersuchung des Happy Planet Index (HPI) als ökologisch orientierte Alternative
Auszug aus dem Buch
3. Kritik am Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Schon in den 1970er Jahren wurde das Bruttoinlandsprodukt (BIP), damals noch Bruttosozialprodukt (BSP) genannt, kritisiert und diese Stimmen sind bis heute nicht verstummt. Vor allem nach der Finanzkrise 2008 wurden die Kritiker immer lauter und es kam weltweit zu vielen Diskussionen. Seitdem viele neue Expertenrunden zusammengefunden. Es wurden einige neue Projekte ins Leben berufen, nicht nur deutschlandweit, sondern auch auf EU-Ebene und vonseiten der UN. Die wohl bekannteste Kommission ist die Stiglitz-Sen-Fitoussi-Kommission, die von der französischen Regierung beauftragt wurde. Diese sollte untersuchen, wie sich Wohlstand und soziale Entwicklung am besten ohne das BIP messen lässt und gab einige Vorschläge wie das BIP verbessert werden könnte.
Kritisiert wird am meisten, dass sich das BIP zu sehr auf die materiellen Güter und das Einkommen bezieht. Viele wichtige Aspekte, wie die Bildungsqualität, das Gesundheitswesen oder auch die Nachhaltigkeit tragen zwar zur Lebensqualität bei, werden aber vom BIP nicht berücksichtigt. Dem kann grundlegend entgegnet werden, dass das BIP diese Aspekte zwar nicht einbezieht, aber Länder, die ein hohes BIP haben, sich normalerweise eine bessere Gesundheitsversorgung oder ein besseres Bildungssystem leisten können. Des Weiteren wird argumentiert, dass Menschen, die sich nicht damit beschäftigen müssen, ihre Grundbedürfnisse zu sichern, sich beispielsweise intellektuell und kulturell besser weiterentwickeln können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die subjektive Natur des Wohlstandsbegriffs und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob das BIP als Indikator ausreicht oder durch geeignetere Alternativen ersetzt werden sollte.
2. BRUTTOINLANDSPRODUKT (BIP): Dieses Kapitel definiert das BIP und beschreibt die drei gängigen Berechnungsarten (Entstehungs-, Verwendungs- und Verteilungsrechnung) sowie die Unterscheidung zwischen realem und nominalem BIP.
3. KRITIK AM BRUTTOINLANDSPRODUKT (BIP): Hier werden die wesentlichen Schwachstellen des BIP aufgezeigt, insbesondere die Vernachlässigung von Lebensqualität, Umweltschäden, Nachhaltigkeit und unbezahlter Arbeit.
4. ALTERNATIVE WOHLSTANDSINDIKATOREN: Das Kapitel stellt mit dem Human Development Index (HDI) und dem Happy Planet Index (HPI) zwei prominente Ansätze vor, die versuchen, das Wohlbefinden jenseits reiner Produktionszahlen zu erfassen.
5. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass das BIP ein begrenztes Maß bleibt und auch die vorgestellten Alternativen noch nicht ausgereift sind, weshalb eine kritische und kombinierte Betrachtung notwendig ist.
Schlüsselwörter
Bruttoinlandsprodukt, BIP, Wohlstand, Lebensqualität, Human Development Index, HDI, Happy Planet Index, HPI, Nachhaltigkeit, Volkswirtschaft, Berechnungsarten, Wohlfahrtsökonomie, Wirtschaftswachstum, soziale Entwicklung, Indikatorenvergleich.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Eignung des Bruttoinlandsprodukts als Maßstab für den gesellschaftlichen Wohlstand und setzt sich kritisch mit dessen Grenzen auseinander.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Schwerpunkten zählen die ökonomischen Definitionen des BIP, die Kritik an seiner alleinigen Nutzung zur Messung von Lebensqualität und die Vorstellung alternativer Messgrößen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das BIP als alleiniger Wohlstandsindikator genügt oder ob andere Indikatoren eine aussagekräftigere Bewertung zulassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der ökonomische Fachliteratur und Berichte internationaler Organisationen ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Definition des BIP, dessen kritische Würdigung anhand sozio-ökonomischer Faktoren und die Analyse von HDI und HPI.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Bruttoinlandsprodukt, Wohlstandsindikator, Lebensqualität, Nachhaltigkeit sowie spezifisch die Indizes HDI und HPI.
Warum kann das BIP laut der Arbeit nicht als perfekter Wohlstandsindikator dienen?
Das BIP konzentriert sich primär auf die materielle Produktion. Wichtige Faktoren wie Umweltbelastungen, soziale Gerechtigkeit, Bildungsqualität und unbezahlte Eigenarbeit fließen nicht oder nur verzerrt in die Berechnung ein.
Welchen Vorteil bietet der HPI gegenüber dem BIP?
Der HPI integriert die ökologische Nachhaltigkeit und das subjektive Wohlbefinden, wodurch ein stärkerer Fokus auf die langfristige Lebensqualität der Menschen gelegt wird.
- Citar trabajo
- Christian Maruhn (Autor), 2019, Ist das Bruttoinlandprodukt ein geeigneter Wohlstandsindikator für eine Volkswirtschaft?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/942024